Umberto Eco : Nullnummer

Nullnummer

Umberto Eco

Nullnummer

Originalausgabe: Numero zero Bompiani, Mailand 2015 Nullnummer Übersetzung: Burkhart Kroeber Carl Hanser Verlag, München 2015 ISBN: 978-3-446-24939-4, 230 Seiten, 21.90 € (D) ISBN: 978-3-446-25001-7 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Der Chefredakteur Simei rekrutiert in Mailand eine Redaktion zur Vorbereitung von Nullnummern einer neuen Zeitung. Allerdings rechnet er damit, dass der Verleger, der Commendatore Vimercate, die Zeitungsgründung nur vortäuscht, um politisch Kapital daraus zu schlagen. Simei selbst beauftragt einen Ghostwriter, ein Buch darüber zu schreiben und hofft, durch den Verzicht auf die Veröffentlichung viel Geld ernten zu können ...
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Kritik

Mit "Nullnummer", einer Mischung aus Politsatire und Agenten­thriller, geißelt Umberto Eco den moralischen Niedergang der italienischen Gesell­schaft am Vorabend der Berlusconi-Ära. Allerdings fehlt es "Nullnummer" an Tiefgang, und bei den Figuren handelt es sich mehr um Schablonen als um Charaktere.
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Bei dem 50 Jahre alten Italiener Colonna handelt es sich um einen erfolglosen Autor. Um sein Germanistik-Studium zu finanzieren, übersetzte er Texte vom Deutschen ins Italienische. Die deutsche Sprache hatte er bereits als Kind von seiner aus Südtirol stammenden Großmutter gelernt. Eigentlich wollte er über die Ironie bei Heinrich Heine promovieren, aber Professor Di Samis, den er sich als Doktorvater gewünscht hätte, war für das Thema nicht zu haben. Deshalb trägt Colonna keinen Doktortitel. Nach dem Studium verdiente er sein Geld als Tutor eines deutschen Schülers im Engadin, der zu dumm für die Schule war, aber drei Tage nachdem Colonna die sexuellen Annäherungsversuche der Mutter des Jungen zurückgewiesen hatte, wurde er wegen fehlender Fortschritte seines Schülers entlassen. In der Folgezeit schrieb er für ein Lokalblatt Theaterkritiken über Dar­bietungen auf Provinzbühnen und von gastierenden Tourneegruppen, korrigierte Druckfahnen für drei akademische Verlage und arbeitete als Ghostwriter. Seine Frau Anna verließ ihn nach zwei Ehejahren mit der Begründung, dass er ein geborener Verlierer sei. Damit hat er sich inzwischen abgefunden.

Die Verlierer haben, wie die Autodidakten, stets ein viel größeres Wissen als die Sieger, wenn du siegen willst, musst du eins und nur dieses eine wissen und darfst keine Zeit damit verlieren, auch noch alles andere zu lernen, das Vergnügen der Gelehrtheit ist den Verlierern vorbehalten.

Und weißt du, wann ich angefangen habe, ein Versager zu sein? Als ich anfing zu denken, dass ich ein Versager bin. Hätte ich nicht so viel darüber nachgegrübelt, wäre mir wenigstens ab und zu was gelungen.

Am 6. April 1992 erhält Colonna ein Angebot von einem Mann namens Simei. Der wird als Chefredakteur zwölf Nullnummern einer neuen Zeitung mit dem Titel „Domani“ vorbereiten. Colonna soll nicht nur der Redaktion angehören und die Artikel seiner Kollegen redigieren, sondern parallel dazu für Simei ein Buch über die Arbeit in der Redaktion schreiben und das Engagement des Chefredakteurs für unabhängigen Journalismus herausstellen.

„Natürlich sollen Sie während des ganzen kommenden Jahres dem Buch, dessen Inhalt wir Tag für Tag diskutieren, den Stil und die Würze geben, aber die großen Linien bestimme ich.“
„Wollen Sie damit sagen, das Buch erscheint unter unser beider Namen oder als ein großes Interview, das ich mit Ihnen führe, also Colonna mit Simei?“
„Nein, nein, lieber Colonna, das Buch erscheint unter meinem Namen, Sie sollen es nur schreiben und dann verschwinden.“

Simei vertraut seinem Ghostwriter auch gleich ein Geheimnis an: Er rechnet damit, dass die Zeitung „Domani“ niemals erscheinen wird, denn er geht davon aus, dass der Verleger, der Commendatore Vimercate, die Gründung einer investigativen Zeitung nur vortäuscht, um einige wichtige Leute mit Flecken auf der weißen Weste zu beunruhigen. Als Gegenleistung für seine Diskretion und den Verzicht auf das (Pseudo-)Projekt würde man ihn dann in die Kreise aufnehmen müssen, die in Italien das Sagen haben.

„Der Commendatore will in den feinen Salon der Finanzwelt, der Banken und vielleicht auch der großen Zeitungen. Die Eintrittskarte ist das Versprechen einer neuen Zeitung, die keine Scheu hat, die ganze Wahrheit zu sagen. Zwölf Nullnummern, jeden Monat eine.“

Finanziell kann der Commendatore sich das ohne weiteres leisten, denn er „kontrolliert Dutzende von Hotels an der adriatischen Küste, viele Altersheime für Rentner und Invaliden, eine Reihe diverser Geschäfte, über die viel gemunkelt wird, einige lokale TV-Stationen, die abends um elf zu senden anfangen und nur Versteigerungen, Verkaufsshows und ein paar Nuditäten bringen“. Simei wiederum erwartet, dass er mit der Ankündigung eines Enthüllungsbuches über das „Domani“-Projekt viel Geld für den Verzicht auf die Veröffentlichung ernten kann.

Die „Domani“-Redaktion richtet sich in einem Gebäude in Mailand ein, von dem aus auch das Firmenimperium des Commendatore geführt wird, und der technische Apparat seiner bereits existierenden Zeitungen steht für den Druck der Nullnummern zur Verfügung.

Simei schärft Colonna ein, den anderen Mitgliedern der Redaktion nichts von dem Geheimnis zu verraten.

„Aber auch unsere Mitarbeiter, die wir morgen treffen werden, dürfen das nicht erfahren, denn die sollen bei ihrer Arbeit glauben, sie bauten sich eine Zukunft auf.“

Die erste Redaktionskonferenz findet am nächsten Tag statt, am 7. April 1992. Simei stellt Colonna als Direktionsassistenten vor. Maia Fresia ist die einzige Frau im Team. Sie hat Philologie studiert, ist 28 Jahre alt und unverheiratet. Weil sie damals ihren inzwischen gestorbenen Eltern helfen musste, brach sie die Dissertation ab. Nach ihrer Arbeit in der Yellow Press möchte sie endlich ernsthaft für eine seriöse Zeitung schreiben.

Die erste Nullnummer soll auf den 18. Februar 1992 datiert sein. Am Tag zuvor wurde Mario Chiesa, der zum Partito Socialista Italiano gehörende Präsident des städtischen Altersheims Pio Albergo Trivulzio verhaftet, weil er von einer Reinigungsfirma Schmiergelder gefordert und kassiert hatte. Der Staatsanwalt Antonio Di Pietro weitete die Ermittlungen dann aus und deckte in Mailand ein System von Korruption, Amtsmissbrauch und illegaler Parteifinanzierung auf (Tangentopoli-Skandal). Die Erkenntnis, dass Politiker und Unternehmer nicht nur in Mailand, sondern in ganz Italien verstrickt waren, löste den Zusammenbruch der alten Parteienlandschaft aus und fegte die Democrazia Cristiana hinweg.

Um für den Fall gerüstet zu sein, dass jemand die Geschäfte des Commendatore untersuchen würde, gibt Simei Dossiers über mögliche „Schnüffler“ in Auftrag. Ein „hungerleidender Werkstudent“ soll sie zusammenstellen. Im Zweifelsfall reichen ja bereits geschickt formulierte Andeutungen, um jemand in Misskredit zu bringen, zum Beispiel über einen Untersuchungsrichter, der beim Essen mit Stäbchen gefilmt wird.

„Wunderbar!“, sagte Simei. „Unsere Leser gehen nicht oft in chinesische Restaurants, womöglich gibt es gar keine da, wo sie wohnen, und sie würden sich niemals träumen lassen, mit Stäbchen zu essen wie die Wilden. Wieso geht dieser Typ zum Chinesen essen, werden die Leser sich fragen? Wieso isst er, wenn er ein seriöser Untersuchungsrichter ist, nicht Spaghetti oder Tagliatelle wie wir alle?“

Auch in den folgenden Redaktionskonferenzen versucht Simei, die Mitarbeiter von seinen Ansichten zu überzeugen. Beispielsweise sieht er für „Domani“ Interviews mit Buchautoren statt Rezensionen vor.

„Interviews mit Autoren sind friedenstiftend, kein Autor spricht negativ über sein Buch und so werden die Leser nicht mit neiderfüllten und hochnäsigen Verrissen schockiert.“

Lucidi berichtet über angebliche Ritterorden, die für viel Geld fiktive Titel anbieten, und schlägt vor, diese Praktiken unter die Lupe zu nehmen. Aber Simei lehnt das ab, denn damit würde man dem Verleger Vimercate zu nahe treten. Der bezeichne sich als Ehrenmitglied der Komturei von Santa Maria in Bethlehem und lasse sich deshalb als Commendatore ansprechen, erklärt Simei, aber diesen Orden gebe es in Wirklichkeit nicht.

Simei beauftragt Romano Braggadocio, einen Artikel über die 1958 geschlossenen „guten alten Freudenhäuser“ zu verfassen, über achtbare Häuser wie in San Giovanni sul Muro – „alles Jugendstil und voll von intellektuell anspruchsvollen Bildungsbürgern“. Diesem Beitrag soll ein anderer über die Straßenprostitution gegenübergestellt werden. Dann können die Leser beurteilen, ob die Zeiten besser oder schlechter geworden sind.

Maia Fresia möchte über Geldwaschanlagen schreiben, beispielsweise über das Ristorante „Paglia e Fieno“ in der Nähe der Porta Ticinese. Weil dort kaum Gäste zu sehen sind, nimmt sie an, dass fingierte Zechen gebucht werden, um schmutziges Geld des organisierten Verbrechens zu waschen.

„Meine Liebe“, sagte Simei begütigend, „ich werde Ihnen sagen, was passiert, wenn wir diese Geschichte publizieren. Erstens haben wir dann die Guardia di Finanza gegen uns, der Sie vorwerfen, den Betrug die ganze Zeit nicht bemerkt zu haben – und diese Leute wissen sich zu rächen, wenn nicht an uns, dann am Commendatore. Zweitens, Sie sagen’s ja selbst, haben wir die Triaden gegen uns, die Mafia, die Camorra, die ‚Ndrangheta oder wer sonst das sein mag […]“

Nach der Redaktionskonferenz am 24. April vertraut Braggadocio seinem Kollegen Colonna an, dass er einen Scoop vorbereite, von dem der Chefredakteur noch nichts wisse. Er glaubt, nachweisen zu können, dass am 28. April 1945 in San Giulino di Mezzegra am Comer See nicht Benito Mussolini, sondern ein Doppelgänger erschossen wurde. Braggadocio muss nur noch herausfinden, ob sich Mussolini danach im Vatikan oder in Argentinien versteckte. Auf jeden Fall geschah es auf Betreiben der Alliierten, die Mussolini lebend haben wollten, um im Fall einer kommunistischen Revolution in Italien auf ihn setzen zu können. Der Marine-Offizier Fürst Junio Valerio Scipione Borghese, der 1968 die neofaschistische Partei Fronte Nazionale gegründet hatte, wollte Mussolini zurück an die Macht bringen und bereitete für die Nacht vom 7./8. Dezember 1970 einen Staatsstreich vor. Im letzten Augenblick brach er den Putschversuch ab, und Romano Braggadocio glaubt zu wissen, warum: Genau zu diesem Zeitpunkt habe er die Nachricht von Mussolinis Tod erhalten, erklärt er Colonna.

Borghese habe allerdings, so Braggadocio weiter, zu einem sehr viel größerem Netzwerk gehört. Für den Fall eines sowjetischen Angriffs wurden bereits Anfang der Fünfzigerjahre geheime Waffendepots angelegt und Agenten im Guerillakampf ausgebildet. Dieser Untergrundarmee wäre im Kriegsfall die Aufgabe einer Stay-behind-Organisation zugefallen, das heißt, sie hätte sich von der Front überrollen lassen und dann im Rücken des Feindes operiert. Die dazu gehörende italienische Geheimarmee, die vor allem auch eine Übernahme der Regierung durch die KPI verhindern wollte, trug den Namen Gladio. Mit Unterstützung der CIA verübte sie Terroranschläge wie am 12. Dezember 1969 auf der Piazza Fontana in Mailand und lenkte den Verdacht auf die politische Linke, um die Öffentlichkeit gegen sie aufzubringen und psychologisch auf die „Rückkehr zur Ordnung“ vorzubereiten. Mit Gladio stand wiederum die von Licio Gelli gegründete Freimaurerloge „Propaganda Due“ (P2) in Verbindung. Braggadocio ist überzeugt, dass Papst Johannes Paul I. am 28. September 1978 nach einem Pontifikat von gerade einmal 33 Tagen von diesen Kreisen ermordet wurde, weil er korrupte Machenschaften der Banco Ambrosiano aufdecken wollte, deren Präsident Roberto Calvi der Geheimloge P2 angehörte.

Braggadocio ist zuversichtlich, dass er in Kürze das gesamte Bild darstellen und mit Beweismaterial untermauern kann.

Maia Fresia und Colonna kommen sich näher, und schließlich werden sie ein Paar. Die Wochenenden verbringen sie in einem Häuschen am Lago d’Orta, das Maia von ihrer Großmutter erbte. Schließlich vertraut Colonna seiner Geliebten auch an, dass die Zeitung „Domani“ nie erscheinen wird.

Am 23. Mai 1992 schauen die beiden kein Fernsehen. Deshalb erfahren sie erst am nächsten Tag von der Ermordung des Untersuchungsrichters Giovanni Falcone durch die Cosa Nostra.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Als Colonna am 5. Juni zur Redaktionskonferenz kommt, ist Polizei da. Romano Braggadocio wurde in einer Gasse nahe der Via Torino mit einem Messer im Rücken tot aufgefunden. Der Inspektor von der Mordkommission fragt Colonna, ob dessen Kollege eine gefährliche Spur verfolgt habe. Colonna, der Braggadocio bisher für einen Mythomanen und Verschwörungstheoretiker hielt, befürchtet nun, dass er wegen seiner Recherchen umgebracht wurde, und das würde beweisen, dass er zumindest in entscheidenden Punkten Recht hatte. Um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, tut Colonna also besser daran, so zu tun, als wisse er nichts von Braggadocios Nachforschungen.

Sobald die Polizei fort ist, holt Simei Colonna in sein Büro. Kurz vor seinem Tod verriet Braggadocio dem Chefredakteur, an was er arbeitete, und Simei weiß auch, dass Colonna eingeweiht ist.

„Somit sind wir nun beide in Gefahr. Und damit nicht genug, hat vor zwei Stunden der Commendatore Vimercate einen Anruf bekommen.“

Aufgrund eines Anrufs, über den Simei nichts weiter erfahren hat, hält der Commendatore Vimercate das Zeitungsprojekt jetzt für zu gefährlich. Der Chefredakteur erhielt den Auftrag, es unverzüglich zu beenden. Damit fällt auch die Grundlage für das geplante Buch weg. Simei will den nächsten Zug nach Lugano nehmen – ohne Gepäck, um nicht aufzufallen.

Am nächsten Morgen wundert Colonna sich darüber, dass kein Wasser aus dem Hahn kommt. Die Vermutung der Nachbarin, ein zugedrehtes Handrad sei die Ursache, erweist sich als richtig. Aber Colonna trank am Vorabend noch ein halbes Glas Wasser aus dem Hahn zur Schlaftablette und ging dann zu Bett, ohne das Handrad angefasst zu haben. Es muss also nachts jemand in seiner Wohnung gewesen sein. Möglicherweise drehte er das Wasser ab, weil er befürchtete, das Tropfen der Dusche könne den Schlafenden aufwecken. Und warum sollte jemand bei Colonna einbrechen? Es gibt nur eine Erklärung: Man vermutet, dass er Material von Braggadocio bekommen hat und sucht danach. Er ist in Gefahr!

Ich muss mich also beeilen, ehe sie es erneut versuchen, um die Diskette an einen sicheren Ort zu schicken.

Colonna fährt mit Maia zum Lago d’Orta und versteckt sich tagelang im Haus.

Im Fernsehen verfolgen sie eine Sendung von Corrado Augias über einen Dokumentarfilm der BBC über die Operation Gladio.

Es war, als wäre der Film von Braggadocio gemacht worden, er enthielt alles, was Braggadocio zusammenphantasiert hatte.

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Umberto Ecos Roman „Nullnummer“ ist eine gesellschaftskritische Mischung aus Politsatire und Agententhriller.

Die Handlung spielt 1992 in Mailand, als der Tangentopoli-Skandal den Zusammenbruch der alten Parteienlandschaft auslöste und die Democrazia Cristiana hinwegfegte. Es war auch das Jahr, in dem die „Mafia-Jäger“ Giuseppe Falcone und Paolo Borsellino ermordet wurden. Unverkennbar spielt Umberto Eco mit der Figur des Commendatore Vimercate auf den Cavaliere Silvio Berlusconi an, der 1993/94 die Forza Italia gründete, nach der Parlamentswahl im März 1994 mit der Alleanza Nazionale von Gianfranco Fini und der Lega Nord von Umberto Bossi eine Mitte-rechts-Regierung bildete und von da an mit Unterbrechungen (1996 – 2000, 2007) bis 2011 italienischer Ministerpräsident war.

Mit „Nullnummer“ geißelt Umberto Eco den moralischen Niedergang der italienischen Gesellschaft nicht nur am Vorabend der Berlusconi-Ära. Zugleich nimmt er journalistische Machenschaften aufs Korn. Das ergibt ein pessimistisches Bild vom Zustand der Mediendemokratie in der Zeit, bevor das Internet alles noch einmal veränderte.

Allerdings fehlt es dem zynischen Roman „Nullnummer“ an Tiefgang, und bei den Figuren handelt es sich mehr um Schablonen als um Charaktere.

„Nullnummer“ beginnt mit dem Ende: Am Morgen des 6. Juni 1992 hat der Ich-Erzähler Colonna den Eindruck, dass bei ihm eingebrochen wurde, während er schlief. Im zweiten Kapitel springt Umberto Eco auf den 6. April 1992 zurück, und von da an entwickelt sich die Geschichte chronologisch bis zum 12. Juni 1992.

Romano Braggadocios Familienname ließe sich übrigens mit „Prahlhans“ übersetzen.

In einem Interview („Die Zeit“, 24. September 2015) sagte Umberto Eco, die Idee mit der Nullnummer sei ihm bereits in den Siebziger- oder Achtzigerjahren gekommen, als der Verleger Angelo Rizzoli (1943 – 2013) eine Zeitung mit dem Titel „Oggi. Il quotidiano di domani“ plante, das Projekt aber nicht realisierte.

Den Roman „Nullnummer“ von Umberto Eco gibt es auch als Hörbuch, gelesen von Felix Manteuffel (ISBN 978-3-8445-1953-2).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2015
Textauszüge: © Carl Hanser Verlag

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