Romantik


Unter dem kulturgeschichtlichen Begriff Romantik verstehen wir eine Gegenbewegung zur formalen Strenge der Klassik und zur Überbetonung der Vernunft in der Aufklärung. Die ersten Impulse stammten nicht aus Deutschland, sondern aus England und Frankreich. In der deutschen Literatur fiel die Epoche der Romantik in die Zeit von 1795 bis 1848 (Frühromantik: 1795 – 1804; Hochromantik: 1805 – 1815; Spätromantik: 1815 – 1848).

In den Dichtungen der Romantik ging es um Individualität, Gefühle, Fantasie und Irrationalität. Die Romantik, die auch Impulse aus dem Pietismus übernahm, wandte sich gegen die Verstädterung und Industrialisierung. Scheinbar Gegensätzliches wie Poesie und Wissenschaft sollte harmonisch vereint werden. Zentrales Symbol der Sehnsucht nach Unerreichbarem und Wunderbarem war die blaue Blume. Die Motive stammten aus dem Mittelalter, aus Mythen und Sagen, Märchen und Volksliedern.

Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der romantischen Literatur zählen: Friedrich Hölderlin, Ernst Moritz Arndt, Bettina von Arnim, Achim von Arnim, Clemens Brentano, Adelbert von Chamisso, Joseph von Eichendorff, Joseph Görres, Jakob und Wilhelm Grimm, Karoline von Günderrode, Wilhelm Hauff, Heinrich Heine, E. T. A. Hoffmann, Heinrich von Kleist, Novalis, Jean Paul, August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck, Ludwig Uhland, Rahel Varnhagen, Wilhelm Heinrich Wackenroder.

Literatur über die Romantik

  • Christian Baier: Romantiker (Edition Splitter, Wien 2006)
  • Peter Hacks: Zur Romantik (Konkret Literatur Verlag, Hamburg: 2001)
  • Detlef Kremer: Romantik (Metzler, Stuttgart 2003)
  • Rüdiger Safranski: Romantik. Eine deutsche Affäre (Carl Hanser, München 2007
  • Rüdiger Safranski (Hg.): Romantik – was sonst bei dem Sauwetter? Texte der Romantik (Carl Hanser, München 2007)

© Dieter Wunderlich 2008

Die blaue Blume der Romantik
Penelope Fitzgerald: Die blaue Blume

Clemens Brentano (Kurzbiografie)
Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts
Jakob und Wilhelm Grimm (Kurzbiografie)
Karoline von Günderrode (Kurzbiografie)
Heinrich Heine (Kurzbiografie)
E. T. A. Hoffmann (Kurzbiografie)
Heinrich von Kleist (Kurzbiografie)
Novalis (Kurzbiografie)
August Wilhelm Schlegel (Kurzbiografie)
Rahel Varnhagen (Kurzbiografie)

Yann Queffélec - Barbarische Hochzeit
Die Hilflosigkeit des verstoßenen Jungen müsste Yann Queffélec eigentlich nahe gegangen sein, aber er beschreibt das Martyrium in "Barbarische Hochzeit" eher sachlich.
Barbarische Hochzeit

Yann Queffélec

Barbarische Hochzeit

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