Zeugin der Anklage

Zeugin der Anklage

Zeugin der Anklage

Zeugin der Anklage - Originaltitel: Witness for the Prosecution - Regie: Billy Wilder - Drehbuch: Larry Marcus, Billy Wilder und Harry Kurnitz, nach dem Bühnenstück "Zeugin der Anklage" von Agatha Christie - Kamera: Russel Harlan - Schnitt: Daniel Mandell - Musik: Matty Malneck - Darsteller: Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power, Elsa Lanchester, John Williams, Henry Daniell, Ian Wolfe, Torin Thatcher, Norma Varden, Una O'Connor, Francis Compton, Philip Tonge, Ruta Lee u.a. - 1958; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Der Londoner Strafverteidiger Sir Wilfried Robarts ist von einer Herzattacke so weit genesen, dass er vom Krankenhaus entlassen wird. Da sucht ihn auch schon ein befreundeter Kollege auf, der für seinen Mandanten Leonard Vole einen Staranwalt wie Sir Wilfried sucht. Leonard Vole wird verdächtigt, die reiche Witwe French ermordet zu haben ...
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Kritik

In dem mit Ulk durchsetzten Thriller "Zeugin der Anklage" nach einem Theaterstück von Agatha Christie führt Billy Wilder den Zuschauer bis zum Schluss an der Nase herum.
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Der Londoner Strafverteidiger Sir Wilfried Robarts (Charles Laughton) ist von einer Herzattacke so weit genesen, dass er unter der Obhut der Krankenschwester Miss Plimsoll (Elsa Lanchester) vom Krankenhaus nach Hause entlassen wird. Da sucht ihn auch schon ein befreundeter Kollege auf, der für seinen Mandanten Leonard Vole (Tyrone Power) einen Staranwalt wie Sir Wilfried sucht.

Leonard Vole wird verdächtigt, die reiche Witwe French ermordet zu haben. Kurz bevor die Polizei Vole verhaftet, steht in der Zeitung, dass ihm Mrs. French ein großes Vermögen vermacht hat. Voles Ehefrau Christine (Marlene Dietrich) ist bereit, die Angaben ihres Mannes zu bestätigen, aber der Anwalt verzichtet auf ihre Zeugenaussage, denn einer Ehefrau, die ihren Mann entlastet, würde man ohnehin nicht glauben.

Umso verblüffter ist er, als sie vor Gericht als Zeugin der Anklage auftritt. Es stellt sich heraus, dass die Deutsche gar nicht rechtmäßig mit Leonard Vole verheiratet ist. Sie nennt sich jetzt Christine Helm und beschwört, dass er am Tatabend später als von ihm selbst angegeben nach Hause gekommen sei, ein blutbeflecktes Jackett getragen und ihr den Mord gestanden habe. Der Prozess wird unterbrochen.

Sir Wilfried erhält von einer geheimnisvollen Frau ein Bündel Liebesbriefe, die Christine Helm an einen gewissen Max geschrieben hat. Als die Staatsanwalt vor Gericht behauptet, die Schuld des Angeklagten sei erwiesen, ruft Sir Wilfried noch einmal Christine Helm in den Zeugenstand, und als sie abstreitet, einen Max zu kennen, überführt er sie als Lügnerin. Leonard Vole wird freigesprochen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Nachdenklich bleibt Sir Wilfried im Gerichtssaal sitzen. Christine Helm verrät ihm nun, dass ihre Vole belastende Aussage gestimmt hat. Weil die entlastende Aussage einer liebenden Ehefrau wertlos gewesen wäre, habe sie bewusst die Wahrheit gesagt und dann durch die fingierten Briefe eine Wendung herbeigeführt. Sir Wilfried ist entsetzt.

Da stürmt eine junge Dame herein und wirft sich Leonard Vole in die Arme. Als Christine Helm erkennt, dass er sie betrogen hat, ergreift sie das als Beweismittel auf dem Tisch liegende Messer und ersticht ihn. Widerstandslos lässt sie sich abführen.

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Das Bühnenstück „Zeugin der Anklage“ („Witness for the Prosecution“) von Agatha Christie wurde am 28. Oktober 1953 im Winter Garden Theatre in London uraufgeführt. Billy Wilder verfilmte das Stück und führt den Zuschauer in dem mit Ulk durchsetzten Thriller bis zum Schluss an der Nase herum. Neben dem cleveren Drehbuch dieses Klassikers ist auch die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller hervorzuheben: Marlene Dietrich und Charles Laughton.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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