Das Mädchen Irma La Douce

Das Mädchen Irma La Douce

Das Mädchen Irma La Douce

Das Mädchen Irma la Douce - Originaltitel: Irma la Douce - Regie: Billy Wilder - Drehbuch: Billy Wilder und I. A. L. Diamond, nach einem Bühnenstück von Alexandre Brefford - Kamera: Joseph LaShelle - Schnitt: Daniel Mandell - Musik: André Previn - Darsteller: Shirley MacLaine, Jack Lemmon, Lou Jacobi, Bruce Yarnell, Herschel Bernardi, Hope Holiday, Joan Shawlee, Grace Lee Whitney, Paul Dubov u.a. - 1963; 135 Minuten

Inhaltsangabe

Irma verdient ihren Lebensunterhalt in der Rue Casanova in Paris als Straßenmädchen. Eines Tages wird der Polizist Nestor in diesen Bezirk versetzt, der nicht ahnt, dass sich die Huren und ihre Zuhälter mit den Polizisten arrangiert haben und deshalb eine Razzia in der Rue Casanova durchführt ...
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Kritik

"Das Mädchen Irma La Douce" ist eine romantische Komödie von Billy Wilder mit zwei hervorragenden Schauspielern in den Hauptrollen: Shirley MacLaine und Jack Lemmon.
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Irma (Shirley MacLaine) verdient ihren Lebensunterhalt in der Rue Casanova in Paris als Straßenmädchen. Eines Tages wird der Polizist Nestor (Jack Lemmon) in diesen Bezirk versetzt, der nicht ahnt, dass sich die Huren und ihre Zuhälter mit den Polizisten arrangiert haben und deshalb eine Razzia in der Rue Casanova durchführt. Weil er dabei auch Inspektor Lefèvre verhaften lässt, verliert er seinen Job.

Bald darauf gerät er in eine Prügelei mit Irmas Zuhälter Hippolyte, dem er hoffnungslos unterlegen ist. Doch ein baumelnder Kronleuchter schlägt den Gegner zu Boden. Alle bewundern Nestor, von dem sie glauben, dass er Hippolyte besiegte, und Irma vertraut sich nun seinem Schutz an.

Weil sich Nestor aber in Irma verliebt hat, nimmt er sich vor, sie von der Straße zu holen. Er schuftet wie verrückt auf dem Markt, um sich zweimal pro Woche als „Lord X“ verkleiden und Irma für eine Nacht bezahlen zu können. Allerdings verlangt er nichts anderes von ihr, als mit ihr zu reden und Karten zu spielen. Nebenbei spielt er auch noch ihren Zuhälter Nestor.

Als Irma Lord X in dessen englisches Schloss begleiten will, wirft Nestor die Verkleidung in die Seine und täuscht einen Selbstmord vor. Hippolyte ertappt Nestor am Ufer, sieht die Kleider des Lords im Wasser – und ruft die Polizei. Inspektor Lefèvre verhaftet Nestor wegen Mordes. Der beteuert vergeblich, dass es Lord X gar nicht gegeben hat. Doch als sein Freund Moustache behauptet, Nestor habe Lord X aus Eifersucht getötet, schlingt Irma ihre Arme um seinen Hals und küsst ihn. Da schwört Nestor, er würde auch jeden anderen Mann umbringen, der ihr zu nahe komme. Doch zuerst einmal wird er zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Moustache verhilft ihm zur Flucht. Als die Polizei Irmas Wohnung durchsucht, gelingt es Nestor, seine alte Polizeiuniform anzuziehen, sich unter die Beamten zu mischen und auf diese Weise unentdeckt zu bleiben. Kurz darauf lotst Moustache Hippolyte und Inspektor Lefèvre zur Seine, wo gerade Lord X wie selbstverständlich voll angezogen aus dem Wasser steigt. Es gab also gar keinen Mord!

Nun kann Nestor Irma la Douce endlich heiraten. Es wird auch Zeit, denn sie ist bereits schwanger.

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„Das Mädchen Irma la Douce“ ist eine romantische Komödie von Billy Wilder mit zwei hervorragenden Schauspielern in den Hauptrollen: Shirley MacLaine und Jack Lemmon.

Samuel Wilder wurde am 22. Juni 1906 als Sohn des jüdischen Gastwirts Max Wilder und dessen Ehefrau Eugenia in der damals noch zu Österreich gehörenden Kleinstadt Sucha bei Krakau geboren. Seine Mutter rief ihn „Billy“. Unmittelbar vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zog die vierköpfige Familie nach Wien, wo Billy Wilder 1924 das Abitur machte und ein Jurastudium aufnahm, das er jedoch noch im selben Jahr abbrach, um als Reporter für das Boulevardblatt „Die Stunde“ zu arbeiten. Zwei Jahre später begleitete er den amerikanischen Bandleader Paul Whitman nach Berlin. Dort lernte er den Schriftsteller Erich Maria Remarque und den Journalisten Egon Erwin Kisch kennen, schrieb Drehbücher und wurde 1929 von der Ufa unter Vertrag genommen.

Einen Tag nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 emigrierte Billy Wilder nach Paris, und im Jahr darauf folgte er einer Einladung des Filmproduzenten Joe May (1880 – 1954) nach Hollywood. (Billy Wilders Mutter, Großmutter und Stiefvater kamen in Auschwitz um.)

In der zweiten Hälfte der Dreißigerjahre avancierte Billy Wilder zu einem der meistgefragten Drehbuchautoren. Als Regisseur debütierte er 1942 erfolgreich mit „Der Major und das Mädchen“. [➤ Fortsetzung]

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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