Ocean's Eleven

Ocean’s Eleven

Ocean's Eleven

Ocean's Eleven – Originaltitel: Ocean's Eleven – Regie: Steven Soderbergh – Drehbuch: Ted Griffin – Kamera: Steven Soderbergh – Schnitt: Stephen Mirrione – Musik: David Holmes – Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Julia Roberts, Matt Damon, Andy Garcia, Elliott Gould, Carl Reiner, Bernie Mac, Don Cheadle, Eddie Jemison, Scott Caan, Casey Affleck, Shaobo Qin u.a. – 2001; 115 Minuten

Inhaltsangabe

Daniel Ocean wird nach vier Jahren Haft, die er wegen Diebstahls verbüßte, auf Bewährung entlassen. Unverzüglich bereitet er seinen nächsten Coup vor: In Las Vegas will er den Tresor unter dem Kasinohotel "Bellagio" ausrauben. 150 Millionen Dollar liegen in dem mit allen erdenklichen Vorkehrungen gesicherten unterirdischen Tresor ...
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Kritik

"Ocean's Eleven" ist ein unbeschwerter Unterhaltungsfilm über einen raffinierten Coup und eine romantische Liebe in Las Vegas.
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Daniel Ocean (George Clooney) wird nach vier Jahren Haft, die er wegen Diebstahls verbüßte, auf Bewährung entlassen. Unverzüglich bereitet er seinen nächsten Coup vor: In Las Vegas will er den Tresor unter dem Kasinohotel „Bellagio“ ausrauben, in dem der Besitzer Terry Benedict (Andy Garcia) auch das Geld seiner Kasinos „The Mirage“ und „MGM Grand“ aufbewahrt. 150 Millionen Dollar liegen in dem mit allen erdenklichen Vorkehrungen gesicherten unterirdischen Tresor. Wegen der Sensoren im Erdreich rund um den 70 m tiefen Bunker ist gar nicht daran zu denken, einen Tunnel zu graben. Man kann das Geld nur durch das Kasino hinaustragen! Dafür hat sich Danny Ocean in der Gefängniszelle einen raffinierten Plan ausgedacht, bei dem kein Blut fließen soll.

Zuerst wählt er die geeigneten Männer aus, die den Coup zusammen mit ihm durchführen sollen: sein Freund Rusty Ryan (Brad Pitt), der Croupier Frank Catton (Bernie Mac), der britische Pyrotechniker Basher Tarr (Don Cheadle), der Elektronikexperte Livingston Dell (Eddie Jemison), die Autobastler Turk und Virgil Malloy (Scott Caan, Casey Affleck), der Taschendieb Linus Caldwell (Matt Damon) und der chinesische Akrobat Yen (Shaobo Qin). Außerdem holt Rusty den alten Saul Bloom (Carl Reiner) aus Sankt Petersburg. Von dem Unternehmer Reuben Tishkoff (Elliott Gould) erhoffen sich Danny und Rusty die finanziellen Mittel, die sie für die Vorbereitungen benötigen. Sie fliegen zu ihm nach Los Angeles. Er empfängt sie im offenen seidenen Morgenmantel am Pool und will zuerst nichts davon wissen, aber als ihm die beiden Besucher verraten, dass es gegen Terry Benedict geht, schließt er sich dem Team an, denn dieser hat ihm gerade sein Hotel in Las Vegas rücksichtslos abgejagt, um es zu sprengen und ein noch größeres zu bauen.

Ocean’s Eleven spähen die betroffenen Kasinos aus und prüfen vor allem die Sicherheitsvorkehrungen. Livingston Dell gelingt es, einen Bildschirm mit dem Kameraüberwachungssystem im „Bellagio“ zu verkabeln. Anhand von Bauplänen und Beschreibungen errichten sie ein Duplikat des Tresorraums, in dem Yen übt, wie er sich bewegen kann, ohne den mit Sensoren gesicherten Fußboden zu berühren.

Obwohl es um 150 Millionen Dollar geht, bleiben die elf Männer gelassen und fassen die Sache mehr von der spielerisch-sportlichen als von der ernsten Seite auf. Erst als Rusty im „Bellagio“ Dannys Ex-Ehefrau Tess (Julia Roberts) entdeckt und herausfindet, dass sie nach der Scheidung als Konservatorin der Gemäldegalerie im „Bellagio“ an der Seite von Terry Benedict ein neues Leben begonnen hat, ahnt er, dass es seinem Freund weniger um die Millionen als um Tess geht und er sich an seinem Rivalen rächen will. Doch obwohl Danny die Liebe wichtig ist, hilft ihm seine schon fast infantile Selbstsicherheit, den raffinierten Coup charmant, locker und unbekümmert anzugehen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

An dem vorgesehenen Abend unterrichtet Rusty Ryan den Kasinobesitzer telefonisch darüber, dass gerade sein Tresor ausgeraubt werde. Terry Benedict, der seine Sicherheitsanlagen für absolut sicher hält, glaubt es zunächst nicht, aber auf den Bildschirmen in der Überwachungszentrale ist der Überfall zu sehen. Rusty schlägt ihm vor, er solle die Bande mit 70 oder 80 Millionen ungehindert durchs Kasino gehen lassen. Dann bliebe ihm wenigstens die andere Hälfte des Geldes. Falls er nicht mitspiele oder einen der Männer beim Abzug aus dem Kasino aufhalte, werde man den Tresor sprengen und das noch darin befindliche Geld vernichten. Benedict geht darauf ein, alarmiert aber seine Leute und lässt den Lieferwagen, in den das Geld verladen wird, am Flughafen stürmen. Das Fahrzeug wurde ferngesteuert und ist leer. Bei den Videoaufnahmen im Sicherheitssystem des „Bellagio“ handelte es sich um eine Aufzeichnung aus dem Nachbau des Tresorraums! Erst jetzt räumt die Bande – als Polizeitrupp verkleidet – den wirklichen Tresorraum aus.

Währenddessen macht sich Danny an Tess heran und provoziert so eine Auseinandersetzung mit Terry Benedict. Der stellt den Exmann seiner Geliebten in einem der mit Kameras überwachten Korridore zur Rede und verdächtigt ihn zugleich, in den Überfall verwickelt zu sein. Auf einem Monitor beobachtet Tess die Szene: Danny deutet an, er könne versuchen, das geraubte Geld wieder zu beschaffen, aber er verlange dafür Benedicts Verzicht auf Tess. Als dieser spontan dazu bereit ist, versteht Tess, welcher der beiden Männer sie wirklich liebt.

Danny muss zwar noch einmal ein paar Monate ins Gefängnis, weil er durch sein Verhalten im Kasino gegen Bewährungsauflagen verstoßen hat, aber den Raub kann ihm niemand nachweisen. Am Ende besitzt er seinen Anteil an der Beute und hat Tess zurückgewonnen.

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„Ocean’s Eleven“ („Ocean’s 11“) ist ein Remake des Filmes, den Lewis Milestone 1960 mit dem „Rat Pack“ Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jr., Joey Bishop, Peter Lawford und Angie Dickinson drehte.

Frankie und seine Spießgesellen – Originaltitel: Ocean’s Eleven – Regie: Lewis Milestone – Drehbuch: George Clayton Johnson, Jack Golden Russell, Harry Brown, Charles Lederer und Billy Wilder – Kamera: William H. Daniels – Schnitt: Philip W. Anderson – Musik: Nelson Riddle – Darsteller: Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jr., Peter Lawford, Angie Dickinson, Richard Conte, Cesar Romero, Patrice Wymore, Joey Bishop, Akim Tamiroff, Henry Silva, Ilka Chase, Buddy Lester, Richard Benedict, Jean Willes, Norman Fell, Clem Harvey, Hank Henry, Lew Gallo, Robert Foulk, Red Skelton, George Raft u.a. – 1960; 125 Minuten

Obwohl auch Steven Soderbergh mit Weltstars arbeitete, hob er vor allem auf den raffinierten Coup ab. Auf diese Weise inszenierte er einen smarten Unterhaltungsfilm. Susan Vahabzadeh schrieb darüber am 9. Januar 2002 in der Süddeutschen Zeitung: „Stell dir vor, wie es wäre, wenn man alles abschütteln könnte, einfach nur Spaß haben in einem Wunderland, wo die Liebe ein Spiel ist, in dem man Revanche verlangen kann.“

Es gibt zwei Sequels zu „Ocean’s 11“ – „Ocean’s 12“ und „Ocean’s 13“ –, aber damit kam Steven Soderbergh nicht mehr an den Witz des ersten Teils heran.

Ocean’s Twelve (Ocean’s 12) – Regie: Steven Soderbergh – Drehbuch: George Nolfi, George Clayton Johnson, Jack Golden Russell – Kamera: Steven Soderbergh alias Peter Andrews – Schnitt: Stephen Mirrione – Musik: David Holmes – Darsteller: Brad Pitt, Catherine Zeta-Jones, George Clooney, Ed Kross, Julia Roberts, Don Tiffany, Anne Jacques, David Sontag, Larry Sontag, Andy Garcia, Casey Affleck, Dina Connolly, Scott Caan, Nelson eltz, Mini Anden, Shaobo Qin, Jennifer Liu, Leah Zhang, Bernie Mac, Don Cheadle, Jared Harris, Matt Damon, Carl Reiner, Craig Susser, James Schneider, Eddie Jemison, Elliott Gould, Nerissa Tedesco, Nichelle Hines, Michael Van Der Heijden, Robbie Coltrane, Jeroen Krabbé, Johan Widerberg, Jeroen Willems, Chris Tates, Vincent Cassel, Eddie Izzard, Michael Delano, David Lindsay, Al Faris, Candice Azzara, Youma Diakite, Andrea Buhl, Sylvia Kwon, Francesca Lancini, Raquel Faria, Elena Potapova, Jessie Bell, Anne-Solenne Hatte, Denny Mendez, Jerry Weintraub, Martina Stella, Mattia Sbragia, Carlo Antonazzo, Mingming Gao, Amelie Kahn-Ackermann, Luciano Miele, Antonio De Matteo, Ana Caterina Morariu, Adriano Giannini, Giulio Magnolia, Dennis Di Angelo, Cherry Jones, Scott L. Schwartz, Giselda Volodi, Mathieu Simonet, Karl A. Brown, Marc Bodnar u.a. – 2004; 125 Minuten

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002/2007

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