William Shakespeare : Viel Lärm um nichts

Viel Lärm um nichts

William Shakespeare

Viel Lärm um nichts

Originalausgabe: Much Ado about Nothing Manuskript: 1598/99 – Uraufführung: 1600 Much Ado About Nothing / Viel Lärm um nichts Herausgeber und Übersetzer: Holger Michael Klein Reclam Verlag, Stuttgart 1995 391 Seiten, ISBN 3-15-003727-1 Herausgeber und Übersetzer: Norbert Greiner A. Francke Verlag, Tübingen 1989 319 Seiten, ISBN 3-7720-1787-8 / 3-7720-1781-9
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Auf dem Rückweg von einem siegreichen Kriegszug besuchen Don Pedro, Claudio und Benedikt den Gouverneur von Messina, Leonato. Während sich Benedikt und Leonatos scharfzüngige Nichte Beatrice bei jeder Gelegenheit Wortgefechte liefern und sich die gegenseitige Liebe nicht eingestehen, hält Claudio um die Hand der Gouverneurstochter Hero an. Don Pedros Halbbruder Don Juan missgönnt Claudio das Glück und verhindert mit einer Intrige die Hochzeit ...
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Kritik

"Viel Lärm um nichts" ist wohl eine der lebendigsten Komödien von William Shakespeare. In dem Intrigenstück geht es vor allem um Wahrheit und Täuschung, Verstellung und Verkleidung, aber auch um Liebe, Freundschaft und Verrat.
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Der aragonische Prinz Don Pedro kämpfte mit dem florentinischen Grafen Claudio und Benedikt, einem Edelmann aus Padua, an seiner Seite gegen seinen unehelich geborenen Halbbruder Don Juan. Nachdem sie ihn besiegt haben, kehren sie übermütig zurück und werden von Leonato, dem Gouverneur von Messina, empfangen. Während Claudio sich in Leonatos Tochter Hero verliebt und sie umwirbt, liefern sich der überzeugte Junggeselle Benedikt und Leonatos scharfzüngige Nichte Beatrice bei jeder Gelegenheit Wortgefechte.

Leonato [zu einem Boten]: Ihr müsst meine Nichte nicht missverstehn, lieber Herr. Es ist eine Art von scherzhaftern Krieg zwischen ihr und Signor Benedikt. Sie kommen nie zusammen ohne ein Scharmützel von sinnreichen Einfällen.
Beatrice: Leider gewinnt er niemals dabei. In unsrer letzten Affäre gingen ihm vier von seinen fünf Sinnen als Krüppel davon, und seine ganze Person muss sich seitdem mit einem behelfen. Wenn er noch Sinn und Witz genug zurückbehalten hat, sich warmzuhalten, so mag man ihm das als ein Abzeichen gönnen, das ihn von seinem Pferde unterscheidet, denn sein ganzer Vorrat beschränkt sich jetzt darauf, dass man ihn für ein menschliches Wesen hält.

Benedikt [zu Beatrice]: […] aber soviel ist gewiss, alle Damen sind in mich verliebt, Ihr allein ausgenommen; und ich wollte, mein Herz sagte mir, ich hätte kein so hartes Herz; denn wahrhaftig, ich liebe keine.
Beatrice: Ein wahres Glück für die Frauen; Ihr wäret ihnen ein gefährlicher Bewerber geworden. Ich danke Gott und meinem kalten Herzen, dass ich hierin mit Euch eines Sinnes bin. Lieber wollt ich meinen Hund eine Krähe anbellen hören, als einen Mann schwören, dass er mich liebe.
Benedikt: Gott erhalte mein gnädiges Fräulein immer in dieser Gesinnung! So wird doch ein oder der andre ehrliche Mann dem Schicksal eines zerkratzten Gesichts entgehn.
Beatrice: Kratzen würde es nicht schlimmer machen, wenn es ein Gesicht wäre wie Eures.

Benedikt [zu Don Pedro]: Hat Eure Hoheit nicht eine Bestellung für mich an das Ende der Welt? Ich wäre jetzt bereit, um des geringsten Auftrags willen, der Euch in den Sinn käme, zu den Antipoden zu gehn. Ich wollte Euch vom äußersten Rande von Asien einen Zahnstocher holen; Euch das Maß vom Fuß des Priesters Johannes bringen; Euch ein Haar aus dem Bart des großen Khans holen; eine Gesandtschaft zu den Pygmäen übernehmen – ehe ich nur drei Worte mit dieser Harpye wechseln sollte. Habt Ihr kein Geschäft für mich?
Don Pedro: Keines, als dass ich um Eure angenehme Gesellschaft bitte.
Benedikt: O Himmel, mein Fürst, hier habt Ihr ein Gericht, das nicht für mich ist; ich kann diese gnädige Frau Zunge nicht vertragen.

Don Pedro übernimmt es, für den schüchternen Grafen um Heros Hand anzuhalten. Mit Zustimmung des Gouverneurs verloben sich dann Hero und Claudio.

Der Bräutigam, der Brautvater und Don Pedro richten es so ein, dass Benedikt ein Gespräch belauscht, bei dem sie sich zum Schein darüber unterhalten, wie sehr Beatrice unter ihrer unerfüllten Liebe zu Benedikt leidet.

Don Pedro: […] Kommt, Leonato, was erzähltet Ihr mir doch vorhin? Dass Eure Nichte Beatrice in Benedikt verliebt sei?
Claudio (beiseite): O nur zu, nur zu, der Vogel sitzt. (Laut:) Ich hätte nie geglaubt, dass das Fräulein einen Mann lieben könnte.
Leonato: Ich ebenso wenig. Aber das ist eben das Wunderbarste, dass sie grade für den Benedikt schwärmt, den sie dem äussern Schein nach bisher verabscheute.
[…]
Leonato: […] sie steht wohl zwanzigmal in der Nacht auf, und da sitzt sie dann in ihrem Nachtkleide und schreibt ganze Seiten voll – meine Tochter sagt uns alles. – – Und nachher zerreißt sie den Brief in tausend Hellerstückchen, zankt mit sich selbst, dass sie so wenig Zurückhaltung besitze, an jemand zu schreiben, von dem sie’s doch wisse, er werde sie verhöhnen: „Ich beurteile ihn“, sagt sie, „nach meiner eigenen Sinnesart, denn ich würde ihn verhöhnen, wenn er mir schriebe; ja, wie sehr ich ihn liebe, ich tät es doch“.
Claudio: Dann nieder auf die Knie stürzt sie, weint, seufzt, schlägt sich an die Brust, zerrauft ihr Haar, betet, flucht: „O süßer Benedikt! Gott schenke mir Geduld!“
Leonato: Freilich, das tut sie, das sagt mir meine Tochter, ja, sie ist so außer sich in ihrer Ekstase, dass meine Tochter zuweilen fürchtet, sie möchte in der Verzweiflung sich ein Leids tun: das ist nur zu wahr.

Auf ähnliche Weise gaukeln Hero und ihre Kammerfrau Ursula Beatrice vor, dass Benedikt in sie verliebt sei. Dadurch wird erreicht, dass die beiden Streithähne über ihr Verhalten und ihre Beziehung nachdenken.

Der verbitterte Don Juan, der inzwischen ebenfalls eingetroffen ist und sich scheinbar mit seinem Halbbruder versöhnt hat, gönnt Claudio kein Glück. Am Tag vor der geplanten Hochzeit redet er ihm ein, Hero sei treulos.

Don Juan [zu Claudio]: Ihr denkt vielleicht, ich sei Euer Freund nicht: das wird sich hernach ausweisen, und Ihr werdet mich besser würdigen, erfahrt Ihr, was ich Euch entdecken werde. Von meinem Bruder glaube ich, dass er Euch wohlwill und aus Herzensliebe Euch dazu verholfen hat, Eure baldige Heirat ins Werk zu richten. In Wahrheit, eine schlimm angebrachte Werbung! Eine schlimm verwandte Mühe! –
Don Pedro: Nun? was wollt Ihr damit sagen?
Don Juan: Ich kam hierher, es Euch mitzuteilen; und um die Sache kurz zu fassen – denn es ist schon zu lange die Rede davon gewesen – das Fräulein ist treulos.
Claudio: Wer? Hero?
Don Juan: Eben sie; Leonatos Hero, Eure Hero – jedermanns Hero.
Claudio: Treulos?
Don Juan: Das Wort ist zu gut, ihre Verderbtheit zu malen: ich könnte sie leicht schlimmer nennen. Denkt nur auf die schlimmste Benennung, ich werde sie rechtfertigen. Wundert Euch nicht, bis wir mehr Beweis haben: geht nur heut Abend mit mir, dann sollt Ihr sehn, wie ihr Kammerfenster erstiegen wird, und zwar noch in der Nacht vor ihrem Hochzeitstage. Wenn Ihr sie dann noch liebt, so heiratet sie morgen; aber Eurer Ehre wird es freilich besser stehn, wenn Ihr Eure Gedanken ändert.

Am Abend wartet Don Juan mit Claudio und Don Pedro, bis Borachio – ein Mann aus Don Juans Gefolge – unter Heros Fenster auftaucht. Kurz darauf berichtet Borachio einem Kameraden, was gerade geschah:

Borachio: […] Wisse also, dass ich diese Nacht mit Margareten, Fräulein Heros Kammermädchen, unter Heros Namen ein Liebesgespräch geführt; dass sie sich aus ihres Fräuleins Fenster zu mir herunter geneigt und mir tausendmal gute Nacht gewünscht hat: oh, ich erzähle dir die Geschichte erbärmlich: – ich hätte vorher sagen sollen, wie der Prinz, Claudio und mein Herr, gekörnt, gestellt und geprellt von meinem Herrn Don Juan, von weitem im Garten diese zärtliche Zusammenkunft mit ansahen.
Konrad: Hielten sie denn Margarete für Hero?
Borachio: Zwei von ihnen taten ’s, der Prinz und Claudio; aber mein Herr, der Teufel, wusste wohl, dass es Margarete sei. Teils seine Schwüre, mit denen er sie vorher berückt hatte, teils die dunkle Nacht, die sie täuschte, vor allem aber meine künstliche Schelmerei, die alle Verleumdung des Don Juan bekräftigte, brachten ’s so weit, dass Claudio wütend davonging und schwur, er wolle morgen, wie es verabredet war, in der Kirche mit ihr zusammenkommen, sie dann vor der ganzen Versammlung durch Entdeckung von dem, was er in der Nacht gesehn, beschimpfen und sie ohne Gemahl nach Hause schicken.

Am nächsten Tag verweigert Claudio in der Kirche das Jawort und beschuldigt seine Braut, ihm untreu gewesen zu sein. Hero bricht ohnmächtig zusammen.

Claudio: Ihr lehrt mich edle Dankbarkeit, mein Prinz.
Hier, Leonato, nehmt zurück sie wieder,
Gebt Eurem Freunde nicht die faule Frucht,
Sie ist nur Schein und Zeichen ihrer Ehre. –
Seht nur, wie mädchengleich sie jetzt errötet.
O wie vermag in Würd und Glanz der Tugend
Verworfne Sünde listig sich zu kleiden!
Zeugt nicht dies Blut als ein verschämter Anwalt
Von ihrer schlichten Tugend? Schwürt ihr nicht,
Ihr alle, die sie seht, sie sei noch schuldlos,
Nach diesem äußern Schein? Doch ist sie’s nicht:
Sie kennt die Gluten heimlicher Umarmung,
Nur Schuld, nicht Sittsamkeit, ist dies Erröten.
Leonato: Was meint Ihr, Herr?
Claudio: Sie nicht zu nehmen, mein ich,
Mein Herz an keine Buhlerin zu knüpfen.
[…]
Don Pedro: Nun wohl, so seid Ihr schuldig! Leonato,
Mich schmerzt, dass Ihr dies hört, bei meiner Ehre!
Ich selbst, mein Bruder, der gekränkte Graf,
Sahn sie und hörten sie zu jener Stunde
An ihrem Fenster mit ’nem Wüstling reden,
Der, wie ein frecher Schuft, auch eingestand
Die tausend schändlichen Zusammenkünfte,
So heimlich stattgehabt.

Nachdem Claudio, Don Juan und Don Pedro fort sind, äußert Pater Franziskus die Überzeugung, dass Hero unschuldig sei.

Nennt mich Tor,
Traut meinem Wissen nicht, noch der Erfahrung,
Die mit der Prüfung Siegel stets bekräftigt
Die Wahrheit meines Wissens, nicht dem Alter,
Ehrwürdgem Stand, Beruf und heilgem Amt,
Liegt nicht dies süße Fräulein schuldlos hier,
Von giftgem Wahn getroffen.

Der Mönch rät Heros Vater, so zu tun, als sei seine Tochter durch den Schock gestorben. Das bringe den Grafen vielleicht zur Besinnung, meint er.

Benedikt und Beatrice, die am Ende allein in der Kirche zurückbleiben, gestehen sich ihre Liebe.

Benedikt: Ich liebe nichts in der Welt so sehr, als Euch; ist das nicht seltsam?
Beatrice: So seltsam, als etwas, von dem ich nichts weiß. Es wäre mir ebenso möglich, zu sagen, ich liebte nichts in der Welt so sehr, als Euch; aber glaubt mir ’s nicht; und doch lüg ich nicht; ich bekenne nichts und leugne nichts.

Beatrice, die von der Unschuld ihrer Cousine überzeugt ist, nimmt Benedikt das Versprechen ab, Heros Schmach zu rächen und Claudio zum Duell herauszufordern.

Das tut er dann auch im Beisein Don Pedros, aber in diesem Augenblick treten die tölpelhaften Gerichtsdiener Holzapfel und Schlehwein mit Borachio und Konrad auf, den beiden Gefolgsleuten des inzwischen geflohenen Intriganten Don Juan, die sie in der Nacht belauschten und dann festnahmen. Eigentlich wollten sie dem Gouverneur bereits am Morgen darüber berichten, aber wegen der geplanten Hochzeit hatte er keine Zeit und forderte sie auf, die Häftlinge selbst zu vernehmen.

Don Pedro: Gerichtsdiener, welches Vergehn haben sich diese Leute zuschulden kommen lassen?
Holzapfel: Ei, gnädiger Herr, falschen Rapport haben sie begangen; überdem sind Unwahrheiten vorgekommen; andernteils haben sie Kolonien gesagt; sechstens und letztens haben sie ein Fräulein verlästert; drittens haben sie Unrichtigkeiten verifiziert, und schließlich sind sie lügenhafte Spitzbuben.
Don Pedro: Erstens frage ich dich, was sie getan haben; drittens frag ich dich, was ihr Vergehn ist; sechstens und letztens, warum man sie arretiert hat; und schließlich, was ihr ihnen zur Last legt.
Claudio: Richtig subdividiert, nach seiner eignen Einteilung. Das nenn ich mir entwirrte Verwirrung.
Don Pedro: Was habt ihr begangen, Leute, dass man euch auf diese Weise gebunden hat? Dieser gelehrte Konstabler ist zu scharfsinnig als dass man ihn verstehen könnte. Worin besteht euer Vergehn?
Borachio: Teuerster Prinz, lasst mich nicht erst vor Gericht gestellt werden; hört mich an, und mag dieser Graf mich niederstoßen. Ich habe Euch mit sehenden Augen blind gemacht; was euer beider Weisheit nicht entdecken konnte, haben diese schalen Toren ans Licht gebracht, die mich in der Nacht behorchten, als ich diesem Manne hier erzählte, wie Don Juan, Euer Bruder, mich angestiftet, Fräulein Hero zu verleumden; wie Ihr in den Garten gelockt wurdet und mich um Margareten, die Heros Kleider trug, werben saht; wie Ihr sie verstoßen habt, als Ihr sie heiraten solltet. Diesen meinen Bubenstreich haben sie zu Protokoll genommen, und lieber will ich ihn mit meinem Blut versiegeln, als ihn noch einmal zu meiner Schande wiederholen. Das Fräulein ist durch meine und meines Herrn falsche Beschuldigung getötet worden; und kurz, ich begehre jetzt nichts als den Lohn eines Bösewichtes.

Als Leonato überzeugt ist, dass Claudio seinen Argwohn bereut und um die vermeintlich tote Hero trauert, führt er ihm eine angeblich seiner Tochter ähnlich sehende Nichte zu, die er zur Sühne heiraten soll. In Wirklichkeit handelt es sich um Hero.

Hero: Geschmäht starb eine Hero; doch ich lebe,
So wahr ich lebe, bin ich rein von Schuld.

Benedikt und Beatrice haben allerdings wieder angefangen, verbal übereinander herzufallen. Und sie hören damit auch nicht auf, als Claudio und Hero auf Liebesgedichte verweisen, die Benedikt und Beatrice sich gegenseitig schrieben.

Benedikt: […] Ihr liebt mich also nicht?
Beatrice: Nein, wahrlich, nichts als freundliches Erwidern.
Leonato: Kommt, Nichte, glaubt mir ’s nur, Ihr liebt den Herrn.
Claudio: Und ich versichr‘ es Euch, er liebt auch sie:
Seht nur dies Blatt, von seiner Hand geschrieben,
Ein lahm Sonett aus seinem eignen Hirn
Zu Beatricens Preis.
Hero: Und hier ein zweites
Von ihrer Schrift, aus ihrer Tasch entwandt,
Verrät, wie sie für Benedikt erglüht.
Benedikt: O Wunder, hier zeugen unsre Hände gegen unsre Herzen. Komm, ich will dich nehmen, aber bei diesem Sonnenlicht, ich nehme dich nur aus Mitleid.
Beatrice: Ich will Euch nicht geradezu abweisen; aber bei diesem Tagesglanz, ich folge nur dem dringenden Zureden meiner Freunde, und zum Teil, um Euer Leben zu retten; denn man sagt mir, Ihr hättet die Auszehrung.
Benedikt: Still! ich stopfe dir den Mund. (Küsst sie.)

Am Ende bereiten Claudio und Hero, Benedikt und Beatrice sich auf eine Doppelhochzeit vor.

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Das Manuskript für „Much Ado about Nothing“ bzw. „Viel Lärm um nichts“ verfasste William Shakespeare 1598/99. Dabei griff er auf eine Geschichtensammlung von Matteo Bandello („Novellen“) und das Epos „Die Feenkönigin“ von Edmund Spenser zurück. Uraufgeführt und gedruckt wurde die Komödie im Jahr 1600.

In dem lebendigen Intrigenstück geht es vor allem um Wahrheit und Täuschung, Verstellung und Verkleidung, aber auch um Liebe, Freundschaft und Verrat. Die beiden Liebesbeziehungen verlaufen anfangs entgegengesetzt: Als Claudio und Hero sich entzweien, gestehen sich Benedikt und Beatrice ihre Liebe. Gegensätzlich sind auch die Charaktere der beiden Halbbrüder Don Pedro und Don Juan.

Trotz der Heterogenität der drei Handlungsstränge sorgen deren kunstvolle Verknüpfung sowie eine Fülle motivischer, thematischer und sprachlicher Korrespondenzen zwischen ihnen für die überzeugende künstlerische Einheit dieser schwungvollsten und fröhlichsten der Shakespeareschen Komödien. (Harenbergs Lexikon der Weltliteratur, Band 5, Dortmund 1989, S. 2991)

Hector Berlioz ließ sich von „Viel Lärm um nichts“ zu der Oper „Béatrice et Bénédict“ inspirieren, für die er nicht nur die Musik, sondern auch das Libretto schrieb. Sie wurde am 9. August 1862 in Baden-Baden uraufgeführt.

„Viel Lärm um nichts“ wurde mehrmals verfilmt, so von Ludwig Berger (1958), Martin Hellberg (1964) und Kenneth Branagh („Viel Lärm um nichts“, 1993).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2012
Textauszüge in der Übersetzung von Wolf Graf von Baudissin,
Diogenes Verlag, Zürich 1979, ISBN 3-257-20635-6 (Gutenberg-Projekt)

Kenneth Branagh: Viel Lärm um nichts

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