Jodi Picoult : Neunzehn Minuten

Neunzehn Minuten

Jodi Picoult

Neunzehn Minuten

Originalausgabe: Nineteen Minutes Atria Books, New York 2007 Neunzehn Minuten Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann Piper Verlag, München 2008 ISBN: 978-3-492-05080-7, 479 Seiten, 19.90 € (D) Piper-Taschenbuch, München 2009 ISBN: 978-3-492-25398-7, 479 Seiten, 8.95 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Der 17-jährige Schüler Peter Houghton richtet am 6. März 2007 in seiner Highschool ein Blutbad an. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass er seit seiner ersten Fahrt im Schulbus fast täglich von Mitschülern gemobbt wurde. Anfangs verteidigte ihn seine gleichaltrige Freundin Josie Cormier, die auch zu den Außenseitern gehörte, doch seit Matt Royston sich in sie verliebte und sie in seine Clique aufnahm, wollte sie nichts mehr von ihm wissen ...
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Kritik

In ihrem spannenden und mitreißenden Roman "Neunzehn Minuten" beleuchtet Jodi Picoult Ursachen und Folgen eines Schulmassakers aus verschiedenen Perspektiven.
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Am 6. März 2007 hört Detective Patrick Ducharme im Polizeifunk von einem Amoklauf in der Highschool in Sterling, New Hampshire. Er rast sofort hin und läuft ins Gebäude. In Panik geratene Schülerinnen und Schüler kommen ihm entgegengerannt. Patrick erreicht den Umkleideraum vor der Sporthalle.

Zwei Körper lagen reglos an einem Ende der Umkleide. Am anderen hockte ein schmächtiger Junge neben einer Reihe Spinde. Er trug eine Nickelbrille, die ihm schief im mageren Gesicht saß. Er zitterte heftig.
„Bist du verletzt?“, flüsterte Patrick, um dem Schützen nicht seine Position zu verraten.
Der Junge blinzelte ihn nur an.
„Wo ist er?“, fragte Patrick.
Der Junge zog unter dem Oberschenkel eine Pistole hervor und hielt sie sich an den Kopf. (Seite 30)

Patrick bringt den Amokläufer dazu, die Pistole fallen zu lassen. Eine weitere Pistole lag bereits auf dem Fußboden. In einem Rucksack stecken zwei Gewehre. Für den verletzten Schüler im Umkleideraum kommt jede Hilfe zu spät: Er wurde durch einen Schuss in den Bauch und durch einen weiteren in den Kopf getroffen. Neben ihm liegt ein Mädchen. Patrick hält die Schülerin zunächst auch für tot, aber dann merkt er, dass sie nur leicht am Kopf verletzt ist. Vermutlich verlor sie das Bewusstsein und brach zusammen.

Neun Schüler und der homosexuelle Mathematiklehrer Ed McCabe sind tot. Doppelt so viele werden mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Als die Hebamme Lacy Houghton von dem Amoklauf erfährt, eilt sie zur Schule ihres Sohnes. Sie hofft, dass Peter nicht zu den Opfern gehört. Als sie seinen Namen hört, fragt sie die Schülerin, die ihn aussprach, nach ihm.

Lacy wirbelte herum, richtete den Blick auf das Mädchen, das gesprochen hatte – das von seiner Mutter gefunden worden war. „Entschuldigung“, sagte Lacy. „Ich suche … meinen Sohn. Du hast gerade seinen Namen genannt – Peter Houghton?“
Die Augen des Mädchens wurden rund, und sie drückte sich näher an ihre Mutter. „Er … er ist der, der schießt.“ (Seite 53)

Bei Peter Houghton handelt es sich um einen siebzehnjährigen Schüler der Sterling High. Sein Vater Lewis ist Volkswirtschaftsprofessor am Sterling College. Peters ein Jahr älterer Bruder Joey kam vor einem Jahr bei einem Unfall mit einem alkoholisierten Autofahrer ums Leben.

Joey war Peter in jeder Beziehung überlegen, und Lewis bevorzugte ihn. Dass Lacy beim Ausräumen von Joeys Zimmers nach seinem Tod Heroin fand, hat sie ihrem Mann verschwiegen.

Als Peter mit fünf Jahren erstmals in den Schulbus gestiegen war, um zur Vorschule zu fahren, hatten die Eltern Joey gebeten, auf seinen jüngeren Bruder aufzupassen. Aber Joey setzte sich zu einem anderen Schüler und kümmerte sich nicht weiter um Peter. Ein Mädchen – Josie Cormier – bot Peter einen Sitzplatz an. Während der Fahrt packte ein älterer Schüler Peters neue Lunchdose und warf sie unter dem Gejohle der anderen aus dem Fenster. Seither verging kein Tag, an dem Peter nicht von Mitschülern verspottet, schikaniert, bedroht oder gequält wurde. Wenn Josie in der Nähe war, verteidigte sie ihn und prügelte sich mit seinen Peinigern, aber Lacy schärfte ihrem jüngeren Sohn ein, er müsse sich selbst wehren. Dazu war Peter allerdings nicht in der Lage.

Lacy Houghton und Josies Mutter Alex Cormier waren seit der Schwangerschaft der damaligen Pflichtverteidigerin befreundet. Als Alex jedoch die Kinder eines Tages mit einem Gewehr ertappte, überwarf sie sich mit Lacy und verbot ihrer Tochter den Umgang mit Peter, der heimlich den Schlüssel zum Waffenschrank seines Vaters – eines passionierten Freizeit-Jägers – genommen hatte.

Alex Cormier war kurz vor dem Examen schwanger geworden. Sie wollte das Kind zunächst nicht haben, denn beim Vater handelte es sich um Logan Rourke, ihren fünfzehn Jahre älteren Profesor für Prozessrecht, der schon eine Familie hatte und sie drängte, das Kind abtreiben zu lassen. Am Ende entschied Alex sich für das Kind, und Lacy half ihr bei der Geburt.

Bei ihrem Vornamen handelt es sich nicht um die Kurzform von Alexandra, wie die meisten Leute glauben. Ihr Vater hätte lieber einen Sohn gehabt. Alex war fünf Jahre alt, als ihre Mutter an Brustkrebs starb. Der Vater, ein Richter, der niemals Gefühle zeigte, blieb danach bis zum Tod mit seiner Tochter allein.

Am 1. Februar 2007 – fünf Wochen vor dem Amokland an der Sterling High – wurde Alex Cormier Richterin am Kammergericht in Grafton County, New Hampshire. Weil die alleinerziehende Mutter, die jetzt vierzig ist, viel zu viel arbeitet, fühlt ihre siebzehnjährige Tochter Josie sich vernachlässigt.

Josie gehörte selbst zu den Außenseitern in der Schule, bis Matthew („Matt“) Royston sich in sie verliebte und sie zu seiner festen Freundin machte. Dadurch gehörte sie automatisch auch zu seiner Clique und wurde von Drew Girard, John Eberhard und Courtney Ignatio akzeptiert. Um diesen Status nicht zu gefährden, sah sie weg, wenn Peter gemobbt wurde und mied ihren früheren Freund.

Doch es verging kaum ein Tag, an dem Josie sich nicht fragte, was wohl passieren würde, wenn sie ihnen ihr Geheimnis verriete – dass sie morgens manchmal Mühe hatte, aufzustehen und das Lächeln einer Fremden aufzusetzen. Dass sie sich fühlte wie eine Schauspielerin, die über die richtigen Witze lachte und den richtigen Klatsch tuschelte und auf den richtigen Typen anziehend wirkte, eine Schauspielerin, die vergessen hatte, wie es sich anfühlte, echt zu sein. (Seite 13)

Die Kriminaltechnikerin Selma Abernathy stellt fest, dass die beiden Gewehre in Peters Rucksack bei dem Schulmassaker nicht zum Einsatz kamen. Mit der Pistole, die bereits am Boden lag, als Patrick Ducharme den Umkleideraum betrat, hatte der Amokläufer oder eine andere Person einmal geschossen. Ein auf der Waffe sichergestellter Fingerabdruck ist verwischt und deshalb unbrauchbar. Alle anderen Schüsse waren mit der Pistole abgegeben worden, die Peter noch bei sich hatte. Bei der Schülerin, die Patrick bewusstlos vorfand, handelt es sich um Josie Cormier. Matt Royston, der Tote neben ihr, wies als einziges Opfer zwei Schussverletzungen auf. Der tödliche Kopfschuss stammte aus der häufig abgefeuerten Pistole. Der Bauchschuss könnte mit der anderen Waffe abgegeben worden sein, aber das ließe sich nur beweisen, wenn man entweder das Projektil aus der zweiten Pistole fände oder die Kugel, die Matts Bauch durchschlug.

Bei der Durchsuchung von Peters Zimmer stößt die Polizei unter anderem auf den Roman „Der Fänger im Roggen“, die DVD „Bowling for Columbine“ und ein Schuljahrbuch, in dem dreißig Gesichter mit einem Textmarker umkringelt sind. Der Computerfreak, der sich in Internetforen nach der Rockband „Death Wish“ nannte, entwickelte offenbar auch selbst Computerspiele.

Es stellt sich heraus, dass Peter vor dem eigentlichen Amoklauf eine selbst gebastelte Bombe in Matts vor der Schule geparktem Auto gezündet hatte, dann eine Pistole aus seinem Rucksack nahm und ins Gebäude ging. Er wird wegen Mordes in zehn und versuchten Mordes in neunzehn Fällen sowie illegalen Waffen- und Sprengstoffbesitzes angeklagt. Eine Freilassung auf Kaution bis zur Gerichtsverhandlung erlaubt der Richter nicht.

Lewis und Lacy Houghton beauftragen Jordan McAfee mit der Verteidigung. Der erfahrene Anwalt und seine afroamerikanische Ehefrau Selena haben einen sechs Monate alten Säugling. Kurz nachdem bekannt wird, dass Jordan die Verteidigung des Amokläufers übernommen hat, zersticht jemand die Reifen seines Autos.

Als Jordan seinen Mandanten fragt, ob er nicht von seinem älteren Bruder gegen die Übergriffe in Schutz genommen worden sei, behauptet Peter, Joey habe das Ganze erst ins Rollen gebracht, und zwar mit der Lüge, sein Bruder sei der adoptierte Sohn einer Crackhure.

Offenbar befürchtete Peter, schwul zu sein. Philip O’Shea, der Partner des erschossenen Mathematiklehrers Ed McCabe, sagt jedoch aus, sein Freund habe ihm von Peters Verunsicherung erzählt und sei von dessen Heterosexualität überzeugt gewesen.

Jordan McAfee und die Staatsanwältin Diana Leven sind sich einig, dass Alex Cormier bei der Gerichtsverhandlung gegen den Amokläufer nicht den Vorsitz übernehmen sollte. Sie reden mit ihr, aber Alex hält zunächst an ihrer Absicht fest, den Prozess zu leiten. Dass ihre Tochter zu den Zeugen des Massakers zählt, hält sie nicht für einen Hinderungsgrund, zumal Josie glaubwürdig beteuert, sich an nichts erinnern zu können. Als Alex jedoch bewusst wird, wie Josie unter dem Schock leidet, lässt sie sich beurlauben, um sich mehr um ihre Tochter kümmern zu können.

Die Journalistin Elena Battista behauptet in einem Brief an Peter, sie schreibe ihre Examensarbeit über psychische Auswirkungen von Mobbing unter Schülern. Ohne Rücksprache mit seinem Anwalt stimmt Peter einem Besuch der vermeintlichen Studentin zu. Jordan gerät außer sich, als er auf den Artikel stößt („Gedanken eines Killers“).

Peter, der darunter litt, dass Josie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte, schickte ihr einige Tage vor dem Amoklauf per E-Mail eine Liebeserklärung. Als die Mail ankam, stand Josie gerade unter der Dusche, und ihre Freundin Courtney Ignatio, die in ihrem Zimmer war, öffnete die Nachricht. Nachdem sie Peters Zeilen gelesen hatte, leitete sie die E-Mail an Drew Girard weiter und forderte ihn auf, sie an alle Schüler der Sterling High zu verschicken. Dann löschte sie die Nachricht auf Josies Computer. Am nächsten Tag machte sie Peter vor, Josie sei heimlich in ihn verliebt und werde sich von Matt trennen, sobald Peter sich offen zu ihr bekannt habe. Ein paar Stunden später trat Peter in der Cafeteria vor den Tisch, an dem Josie mit ihrer Clique saß und fragte sie, ob sie mit ihm ausgehen wolle. Während Josie entsetzt aufblickte, lachten die anderen schallend und zitierten aus seiner E-Mail. Matt stellte sich hinter ihn und riss ihm die Hose samt der Unterhose herunter. Instinktiv ließ Peter die Milchtüte fallen, die er in der Hand hatte, und bedeckte sein Geschlecht. Als die Milchpackung vor seinen Füßen zerplatzte, rief Matt: „Ejaculatio praecox!“ Und alle stimmten in Matts Gelächter ein.

Fünf Monate nach dem Schulmassaker findet der Gerichtsprozess statt.

Der Psychiater Curtis Uppergate, ein von Diana Leven aufgerufener Sachverständiger, versucht den Geschworenen zu erklären, dass der Angeklagte Waffen besorgt, die Opfer im Schuljahrbuch ausgewählt und die Bluttat in einem Computerspiel simuliert, also mit Vorsatz gehandelt habe.

Im Gegensatz zu Curtis Uppergate sprach der von Jordan McAfee engagierte Psychiater Dr. King Wah eingehend mit Peter. Er führt das Schulmassaker auf eine posttraumatische Belastungsstörung zurück, die Folge einer jahrelangen Viktimisierung Peters.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Obwohl Jordan nicht weiß, was eine Aussage Josies bringen könnte, will er sie als letzte Zeugin der Verteidigung aufrufen. Im Vorgespräch sagt Josie überraschend, sie könne sich nun wieder daran erinnern, dass Peters Rucksack zu Boden gefallen und eine Pistole herausgerutscht sei. Matt habe sie aufgehoben und auf Peter geschossen, ihn jedoch verfehlt. Erst dann habe Peter ihn getötet.

Alex macht sich Sorgen: Wenn Josie zugunsten des Amokläufers aussagt, bringt sie die ganze Stadt gegen sich auf.

Detective Patrick Ducharme, der seit vier Monaten mit Alex ein Verhältnis hat, fragt sich, ob der verwischte Fingerabdruck an der zweiten Pistole von Matt stammt. Er fährt noch einmal zur High School, die noch immer leer steht, weil der Unterricht inzwischen behelfsmäßig in der eigentlich geschlossenen Mount Lebanon School stattfindet. Im Umkleideraum sucht er ein weiteres Mal nach dem Projektil aus der nur einmal abgefeuerten Pistole. Er findet es schließlich im Stamm eines Ahorns vor dem offenen Fenster. Damit ist Josies Aussage widerlegt, denn Matt hätte von seinem Platz aus nicht durchs Fenster schießen können.

Als Patrick verspätet in den Gerichtssaal kommt und der Staatsanwältin seine neuen Ermittlungsergebnisse mitteilen will, klärt diese ihn darüber auf, dass Josie Cormier soeben gestand, auf Matt geschossen zu haben.

Matt und Josie hatten sich im Umkleideraum vor dem Amokläufer versteckt. Peter stolperte mit einer Pistole in der Hand herein, und der Rucksack rutschte ihm von der Schulter. Eine zweite Pistole fiel heraus und schlitterte Josie vor die Füße. Sie hob die Waffe auf und richtete sie auf Peter, der seinerseits auf Matt zielte. Matt drängte sie mehrmals, Peter „abzuknallen“. Josie, die sich schämte, weil sie Peter im Stich gelassen und sich Matt und seiner Clique angeschlossen hatte, um von ihnen akzeptiert zu werden, schoss unvermittelt auf Matt und traf ihn in den Bauch. Dann rutschte ihr die Pistole aus der Hand. Matt brüllte vor Schmerzen, bis Peter ihn mit einem Kopfschuss tötete. Josie brach bewusstlos zusammen.

Warum Peter sie nicht verraten habe, fragt Jordan nach der Gerichtsverhandlung. Weil Josie wieder seine Freundin sei, antwortet der Junge.

Peter Houghton wird wegen achtfachen Mordes und zweifachen Totschlags zu lebenslanger Haft verurteilt. Josie Cormier muss wegen Beihilfe zum Totschlag für fünf Jahre ins Gefängnis.

Peter erstickt sich in seiner Zelle [Suizid].

Alex Cormier tritt als Richterin zurück. Sie und Patrick Ducharme erwarten ein Kind.

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In ihrem Roman „Neunzehn Minuten“ – nicht: „19 Minuten“ – erzählt Jodi Picoult von einem (fiktiven) Schulmassaker in New Hampshire. Zehn Menschen werden erschossen. Einige der schwer Verletzten müssen mit bleibenden Schäden zurechtkommen und ihre Lebensplanung radikal umstellen.

Statt den siebzehnjährigen Amokläufer als Monster darzustellen, versucht Jodi Picoult, die Bluttat durch seine Inferiorität gegenüber seinem älteren Bruder und seine langjährige Viktimisierung zu erklären. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie ihn zum unschuldigen Opfer der Gesellschaft stilisiert. Jodi Picoult befasst sich in „Neunzehn Minuten“ nicht nur mit dem Amokläufer und den Ursachen des Schulmassakers, sondern geht auch der Frage nach, was das Gewaltverbrechen für die Eltern des Täters und die Angehörigen seiner Opfer bedeutet. Sie beleuchtet also die Ursachen und Folgen des Schulmassakers aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die verschiedenen Handlungsfäden in „Neunzehn Minuten“ werden häppchenweise parallel entwickelt. Jodi Picoult springt in der Chronologie vor und zurück, sorgt jedoch schon durch die Kapitelüberschriften – „10 Uhr 16, 6. März 2007“, „Siebzehn Jahre zuvor“, „Stunden danach“ – dafür, dass die Leser nicht die Orientierung verlieren.

Eine Fülle von Nebenthemen und -handlungen rankt sich um das eigentliche Geschehen. Einige davon spiegeln Grundmotive – etwa, wenn ein Neuling bei der Polizei von den Kollegen gehänselt wird -, aber es gibt auch völlig überflüssigen Zierrat wie die von der Hausmeisterin des Kammergerichts in Grafton County, New Hampshire, vermittelte private Verabredung der Richterin Alex Cormier mit dem kanadischen Banker Joe Urquhardt.

Warum wurde auf Matt Royston zweimal geschossen und was hat es mit der Pistole auf sich, die bereits auf dem Boden lag, als Detective Patrick Ducharme in den Umkleideraum kam? Mit diesem Thrillerelement baut Jodi Picoult Spannung auf. (Die Lösung ist dann allerdings psychologisch nicht recht nachvollziehbar.)

Mit wenigen Ausnahmen wirken die Szenen realistisch, obwohl die Charaktere und Situationen stereotyp sind. „Neunzehn Minuten“ ist keine große Literatur, dafür fehlt es an Originalität und Tiefgang, aber Jodi Picoult setzt sich mit einem ernsten Thema auseinander, der multiperspektivische Ansatz verdient Anerkennung, und das mitreißende Buch lässt den Leser betroffen zurück.

Den Roman „Neunzehn Minuten“ von Jodi Picoult gibt es auch in einer gekürzten Hörbuch-Version, gelesen von Ulrike Hübschmann, Tom Schilling, Rosalie Thomass, Bernhard Schütz, Oliver Brod und Katharina Wackernagel (Bearbeitung: Bettina Brömme, Regie: Marie-Luise Goerke, Der Hörverlag, München 2008, 8 CDs, ISBN: 978-3-86717-252-3).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2009
Textauszüge: © Piper Verlag

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"Hummeldumm" ist der vierte Roman des Comedy-Preisträgers Tommy Jaud. Handlung und Figuren dienen nur als Vehikel für Situationskomik und Pointen. Wer nichts anderes erwartet, wird gut unterhalten, denn einige der Einfälle sind wirklich originell und lustig.
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