James Ellroy : L. A. Confidential

L. A. Confidential

James Ellroy

L. A. Confidential

Originalausgabe: L. A. Confidential, 1990 Stadt der Teufel Übersetzung: Hans H. Harbort Ullstein Verlag, Frankfurt/M / Berlin 1991 Süddeutsche Zeitung / KriminalromaneBand 4, München 2006, 506 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Am 14. April 1953 werden im Coffeeshop "Nite Owl" in Los Angeles sechs Menschen erschossen. Die Polizei nimmt drei afroamerikanische Jugendliche fest, die allerdings beteuern, zur Tatzeit mit einem vierten Kumpel zusammen eine mexikanische Collegestudentin vergewaltigt und das Mädchen anschließend an Bekannte "verkauft" zu haben. Man glaubt ihnen nicht, und nach einem Fluchtversuch werden sie erschossen. Damit scheint der Fall aufgeklärt zu sein ...
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Kritik

In dem komplexen Kriminalroman "L. A. Confidential. Stadt der Teufel" zeichnet James Ellroy ein düsteres Bild seiner Geburtsstadt Los Angeles. Weil er eine Unzahl von Figuren einführt und aus ständig wechselnden Perspektiven erzählt, fällt es nicht leicht, die Hauptlinien der Handlung zu erkennen.
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Während einer Weihnachtsfeier am 25. Dezember 1951 stürmen einige betrunkene Cops in Los Angeles die Zellen von sechs mexikanischen Häftlingen, die Polizisten angegriffen haben sollen: Dinardo Sanchez, Juan Carbijal, Ezekiel Garcia, Reyes Chasco, Dennis Rice, Clinton Valupeyk. Vergeblich versucht Edmund („Ed“) J. Exley, seine Kollegen davon abzuhalten, die Mexikaner zu verprügeln. Unter der Schlagzeile „Blutige Weihnachten“ berichtet das „Hush-Hush“-Magazin über den Skandal. Bei der gerichtlichen Untersuchung sagt Ed Exley, der seit 1943 beim Los Angeles Police Department (LAPD) Dienst tut, gegen den siebenunddreißigjährigen Sergeant Richard („Dick“) Alex Stensland und andere Kollegen aus – und wird dafür zum Lieutenant befördert. Der dreiunddreißigjährige Wendell („Bud“) White, der als Dicks Kollege im Streifendienst beim LAPD angefangen hatte, verweigert dagegen die Aussage, und man suspendiert ihn vom Dienst, um für die Öffentlichkeit ein Exempel zu statuieren.

Bei Ed handelt es sich um den neunundzwanzigjährigen Sohn des Baulöwen Preston Exley, der früher selbst vierzehn Jahre lang beim LAPD war. 1934 leitete Preston Exley die Ermittlungen in einem grauenhaften Mordfall: Wee Willie Wennerholm, ein Kinderfilmstar, wurde aus dem Internat entführt. Am Tag darauf fand man seine kopflose Leiche auf den Schienen der Glendale-Eisenbahn. Als Tatverdächtigen verhaftete Exley den zwei Monate zuvor auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassenen Kinderschänder Loren Atherton, der als Flaschenwäscher in einer Blutbank arbeitete. Es stellte sich heraus, dass er Blutkonserven gestohlen und den Inhalt mit Wein vermischt getrunken hatte. In seiner Garage stießen die Ermittler auf ein Frankenstein-Monster, das aus Leichenteilen von mexikanischen, afroamerikanischen und asiatischen Kindern zusammengenäht war, Vogelflügel am Rücken hatte und Wennerholms Kopf trug. Loren Atherton wurde zum Tod verurteilt und hingerichtet.

Einige Zeit später kam Eds älterer Bruder, Thomas, im Dienst als Polizist ums Leben. Die Mutter Marguerite erlag 1946 einem Krebsleiden. Preston Exley, der in Abendkursen eine Ausbildung zum Bauingenieur gemacht hatte, beendete seine Tätigkeit beim LAPD und baute für den erfolgreichen Filmemacher Raymond („Ray“) Dieterling – der Wee Willie Wennerholm zum Star gemacht hatte – einen der größten Vergnügungsparks der Welt, das „Dream-a-Dreamland“. Inzwischen ist der Baulöwe siebenundfünfzig Jahre alt.

Der suspendierte Polizist Bud White war als Sechzehnjähriger von seinem Vater an die Heizung gefesselt worden, bevor dieser vor den Augen seines hilflosen Sohnes seine Frau mit einem Montiereisen totschlug. Danach lag Bud eine Woche lang mit der Leiche seiner Mutter im Zimmer, bis man sie beide fand. Buds Vater wurde zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt, aber nach zwölf Jahren auf Bewährung entlassen. Bud wollte ihn töten, konnte ihn jedoch nicht aufspüren. Um seine Albträume loszuwerden, hat er es als Cop in Los Angeles vor allem auf Männer abgesehen, die Frauen schlagen.

Lieutenant Dudley L. Smith sorgt dafür, dass Zeugen ihre belastenden Aussagen gegen Bud zurückziehen und keine Anklage gegen ihn erhoben wird, denn er will ihn in seiner neuen Abteilung „Surveillance Detail“ zur Eindämmung von Gewaltverbrechen dabei haben.

Ed Exley wird von zwei maskierten Männern auf dem Parkplatz zusammengeschlagen. Er erkennt Bud und Dick trotz der Masken, aber er verrät sie nicht, sondern sinnt auf persönliche Rache.

Bevor Ed seine Absicht verwirklichen kann, kommt Dick bei einem Massaker am 14. April 1953 im Coffeeshop „Nite Owl“ ums Leben. Ed trifft als Erster am Tatort ein. In der Herrentoilette liegen sechs Leichen: drei Männer, drei Frauen, Gäste und Angestellte, mit Schrotflinten erschossen. Alles ist voller Blut. Dudley Smith übernimmt die Leitung der Ermittlungen. Nachdem man in einem Auto die Tatwaffen gefunden hat, werden drei afroamerikanische Jugendliche unter dringendem Tatverdacht festgenommen: Raymond („Sugar Ray“) Coates, Leroy Fontaine und Tyrone Jones. Ed verhört Leroy Fontaine, der beteuert, er und seine beiden Freunde könnten den Sechsfachmord im „Nite Owl“ nicht begangen haben, denn zur Tatzeit vergewaltigten sie eine mexikanische Collegestudentin, die sie danach an andere Bekannte „verkauften“ und noch immer in ihrer Gewalt haben.

Die Tür wurde aufgerissen. Bud White kam hereingestürmt und warf Fontaine an die Wand.
Ed erstarrte.
White zog seinen .38er, öffnete das Magazin und ließ ein paar Patronen auf den Boden fallen. Fontaine zitterte von Kopf bis Fuß. Ed war immer noch wie erstarrt. White ließ das Magazin wieder zuschnappen und steckte den Lauf der Waffe Fontaine in den Mund. „Eine von sechs. Wo ist das Mädchen?“
Fontaine biss auf Stahl; White drückte zweimal den Abzug. Es klickte nur – die Kammern waren leer. Fontaine sackte an der Wand zu Boden. White zog die Waffe zurück, hielt ihn an den Haaren hoch. Wo ist das Mädchen?
Ed fror.
White drückte wieder auf den Abzug. Wieder ein Klicken. Fontaine hatte die Augen weit aufgerissen. „S-ss-sylvester F-fitch, Hundertneunte und Avalon, graues Eckhaus. Bitte tut mir nix –“ […]
Ein Konvoi von vier Wagen […] Sirenen bis eine halbe Meile vor dem Ziel; dann langsam bis zu dem grauen Eckhaus.
Bud versuchte die Tür – nicht verschlossen […] Auf Zehenspitzen schlich er zum ersten Zimmer, wirbelte hinein.
Eine nackte Frau mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf einer Matratze – mit Krawatten gefesselt, eine weitere Krawatte als Knebel im Mund. Bud stürmte in das nächste Zimmer.
Ein fetter Mulatte saß am Tisch und stopfte Kellogg’s Rice Krispies in sich hinein. Er ließ den Löffel fallen, hob die Hände. „No, Sir, ich will keinen Ärger.“
Bud schoss ihn mitten ins Gesicht, zog dann eine zweite Waffe – zwei Schüsse aus Richtung des Bimbos […] Bud drückte ihm die zweite Waffe in die Hand […] (Seite 146ff)

Der Tote heißt Sylvester Fitch. Das Opfer, die einundzwanzigjährige Mexikanerin Inez Soto, identifiziert Coates, Fontaine und Jones als weitere Vergewaltiger.

Unter den Opfern des Gewaltverbrechens im „Nite Owl“ ist Susan („Sue“) Nancy Lefferts, die zu den Edelprostituierten gehörte, die für Pierce Morehouse Patchett anschaffen, einen zwielichtigen, steinreichen fünfzigjährigen Chemiker. Die meisten seiner Mädchen sehen wie Filmstars aus: Paula Brown ähnelt Ava Gardner, Lorraine Malvasi könnte man mit Rita Hayworth in der Rolle der Gilda verwechseln, und Lynn Margaret Bracken ist eine Doppelgängerin von Veronica Lake. Patchett ist ständig auf der Suche nach Mädchen, die Ähnlichkeiten mit berühmten Filmschauspielerinnen haben und lässt sie von dem Schönheitschirurgen Dr. Terry Lux noch perfekter machen, bevor er sie in seinen Prostituiertenring aufnimmt.

Peter („Pet“) und Baxter („Bax“) Englekling, zwei Brüder, die als Setzer für Robert („Bob“) Dunkquist in dessen „Rapid Bob’s Printing“ in Gaitsville arbeiten, melden sich bei der Polizei und äußern den Verdacht, das Massaker im „Nite Owl“ habe etwas mit einer Auseinandersetzung im illegalen Pornogeschäft zu tun. Delbert („Duke“) Cathcart, einer der Getöteten, soll dabei gewesen sein, einen Vertrieb für Pornomagazine aufzubauen. Die Aussage der Gebrüder Englekling wird nicht weiter beachtet.

Coates, Jones und Fontaine gelingt es, aus dem Gefängnis des Justizgebäudes in Downtown Los Angeles zu entkommen.

Ed Exley findet heraus, dass ein Afroamerikaner namens Roland Navarette den Entflohenen Unterschlupf gewährt. Er tritt die Tür ein. Die vier Männer verzehren gerade Sandwiches. Jones und Navarette sitzen am Tisch, Fontaine am Fußboden, und Coates steht am Fenster. Obwohl sie unbewaffnet sind und keine Gegenwehr leisten, erschießt Ed sie einen nach dem anderen. Ellis Loew, der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt, behauptet wahrheitswidrig, Coates, Jones und Fontaine hätten vor ihrem Tod noch gestanden, die sechs Menschen im „Nite Owl“ erschossen zu haben. Ed Exley wird für die erfolgreiche Aufklärung des „Nite-Owl“-Massakers und das Aufspüren der geflohenen Täter zum Captain befördert.

Eds Kollege Jack Vincennes bezweifelt jedoch, dass Coates, Jones und Fontaine die Bluttat im „Nite Owl“ begingen.

1947 lernte Jack den reichen Rechtsanwalt Welton Morrow kennen, dessen Tochter Karen Drogen nahm, die sie von dem Saxophonspieler Les Weiskopf bekam. Jack stöberte Weiskopf auf, ertappte ihn mit einer Fünfzehnjährigen im Bett und beschlagnahmte einen mit Bennies (Benedrin, Aufputschmittel) und Goofballs (Tranquilizer) gefüllten Koffer. Den versuchte er, dem Unterweltboss Meyer Harris („Mickey“) Cohen zu verkaufen, aber der war nur an Heroin interessiert. Also behielt Jack die Drogen und nahm gelegentlich etwas davon, besonders, als Linda, seine zweite Ehefrau, mit einem Posaunisten durchbrannte. – Am 24. Oktober 1947 wollte Jack in Malibu Drogendealer festnehmen, obwohl er selbst unter dem Einfluss von Alkohol und Aufputschmitteln stand. Es kam zu einer Schießerei, bei der auch Jack verletzt wurde. Dot Rothstein, eine Lesbierin aus dem Büro des Sheriffs, fand ihn. Einer der Drogendealer war tot, die anderen waren entkommen. Bei zwei weiteren Todesopfern handelte es sich um das zufällig in die Schusslinie geratene Touristen-Ehepaar Scoggins, Eltern eines siebzehnjährigen Sohnes und einer sechzehnjährigen Tochter. Obwohl sich herausstellte, dass die tödlichen Schüsse aus Jacks Waffe abgefeuert worden waren, behauptete man, die Kriminellen hätten die Scoggins erschossen. Nach diesem Schock hörte Jack mit dem Trinken auf und nahm auch keine Drogen mehr. Weil er ahnte, dass Sid Hudgens, der Chefreporter des Skandalmagazins „Hush Hush“, der über alle möglichen Leute Dossiers anlegte, Bescheid wusste, nahm Jack ihn und einen Bildreporter hin und wieder zur Festnahme drogensüchtiger Stars mit – bis Sid Hudgens im Frühjahr 1953 ermordet wurde. – Am 19. Juni 1953 heiraten Jack Vincennes und Karen Morrow.

Mickey Cohen beherrschte die Unterwelt von Los Angeles von 1945 bis 1951. Seither sitzt er zusammen mit seinem für die Finanzen zuständigen Kumpan David („Davey“) Goldman wegen Steuerhinterziehung im Bundesgefängnis auf McNeil Island. 1950 schloss Cohen mit dem damaligen Mafiapaten Jack Dragna einen Waffenstillstand. Das Gipfeltreffen wurde von dem ehemaligen Cop Buzz Meeks hochgenommen. Dabei kamen 25 Pfund Heroin und 150 000 Dollar abhanden. Buzz Meeks, der es mit Cohens Frau Lavonne getrieben hatte, wurde später von Handlangern des Gangsterbosses und gekauften Polizisten des LAPD erschossen.

Ellis Loew streut Gerüchte über seinen Chef William („Bill“) McPherson, einen siebenundfünfzigjährigen, seit sechsundzwanzig Jahren verheirateten Vater von drei Töchtern. Angeblich soll McPherson es mit jungen nichtweißen Frauen treiben. Aufgrund eines anonymen Hinweises ertappt die Polizei McPherson tatsächlich mit der vierzehnjährigen afroamerikanischen Prostituierten Marvell Wilkins. Seine Frau lässt sich von ihm scheiden – und Ellis Loew löst ihn als Bezirksstaatsanwalt ab.

Im Juli 1957 werden Mickey Cohen und Davey Goldman beim Rundgang im Gefängnishof von Coleman Stein, George Magdaleno und Sal Bonventre mit Messern und Eisenrohren angegriffen und schwer verletzt. Goldman erleidet dabei einen Gehirnschaden, von dem er sich nie mehr erholt. Einige Monate dürfen die beiden die Haftanstalt vorzeitig verlassen. Cohen ist noch nicht lang zu Hause, als bei seinem Haus eine Bombe explodiert. Glücklicherweise richtet sie nur Sachschaden an.

Bud White wird am 2. Januar 1958 von der Mordkommission in Los Angeles zur Kriminalabteilung in Hollywood versetzt und zum Sergeant befördert. Am selben Tag übernimmt Captain Edmund J. Exley beim LAPD die Leitung der Abteilung Internal Affairs.

Ende Februar 1958 werden Pet und Bax Englekling tot aufgefunden. Ihre Haut weist starke Verätzungen auf: Der Mörder muss die einundvierzig bzw. siebenunddreißig Jahre alten Männer gefoltert haben. An einem Projektil in der Wand des Zimmers, in dem die Leichen liegen, stellen die Ermittler Gewebespuren von einem Menschen mit der Blutgruppe 0 positiv sicher. Da die Gebrüder Englekling Blutgruppe AB negativ haben, ist zu vermuten, dass einer von ihnen einen Revolver packte und den Folterer mit einem Schuss verletzte, bevor dieser die beiden Brüder erschoss. Es gelingt der Polizei allerdings nicht, den Täter zu identifizieren.

Ein Boulevard-Magazin berichtet, dass Captain Exley nach dem „Nite-Owl“-Massaker eine Affäre mit der damals zur gleichen Zeit mehrfach vergewaltigten Mexikanerin Inez Soto hatte, die inzwischen für Ray Dieterling arbeitet und die PR-Abteilung des Vergnügungsparks „Dream-a-Dreamland“ leitet.

Im Gefängnis von San Quentin meldet sich der afroamerikanische Häftling Otis John Shortell. Er gesteht, einer der Männer gewesen zu sein, die zum Zeitpunkt des „Nite-Owl“-Massakers von dem Angebot der angeblichen Mörder Coates, Fontaine und Jones Gebrauch machten und Inez Soto ebenfalls vergewaltigten. Er habe das bisher verschwiegen, aus Angst, wegen Vergewaltigung zu einer zusätzlichen Strafe verurteilt zu werden. Wenn Shortell die Wahrheit sagt, können Coates, Fontaine und Jones nicht im „Nite Owl“ gewesen sein.

Der Justizminister lässt den Fall neu aufrollen.

Die Mörder lenkten den Verdacht auf Coates, indem sie die von Fingerabdrücken gesäuberten Tatwaffen in dessen Auto legten, wo die Polizei die Flinten denn auch fand. Es stellt sich heraus, dass im „Nite Owl“ statt Duke Cathcart ein Doppelgänger erschossen wurde, dessen Identität noch unklar ist. Bud White fährt nach San Bernadino zu Hilda Lefferts, der Mutter von Sue Lefferts. Tatsächlich hatte Sue zuletzt einen Liebhaber, auf den die Beschreibung von Duke Cathcart passt, der sie jedoch ständig daran erinnern musste, ihn nicht mit Dean, sondern mit Duke anzusprechen. Bud ist überzeugt, dass Cathcart von einem Doppelgänger ermordet wurde, kriecht unter das Holzhaus und findet dort eine verweste Leiche, deren Schädel ein Einschussloch aufweist. Weil er auf eigene Faust weitermachen möchte, behält er seine Entdeckung für sich und verrät auch Hilda Lefferts nichts.

Zwei Monate später folgt Jack Vincennes derselben Spur, und als er von Hilda Lefferts erfährt, dass vor ihm jemand da war und unter dem Haus nachsah, tut er das ebenfalls. In der Gerichtsmedizin bestätigt sich der Verdacht, dass es sich bei dem Toten, der unter dem Haus lag, um Duke Cathcart handelte. Hilda Lefferts identifziert den gesuchten Doppelgänger in der Verbrecherkartei des LAPD: Er heißt Dean Van Gelder. Der Polizei ist bekannt, dass der damals Zweiunddreißigjährige im März und April 1953 dreimal Davey Goldman im Gefängnis besuchte. Ungefähr zur gleichen Zeit – auch das hat man inzwischen herausgefunden – schlugen Pet und Bax Englekling in der Zelle nebenan Mickey Cohen vor, mit ihnen zusammen einen Vertrieb für Pornohefte aufzuziehen. Gibt es eine Verbindung? Bei einer Durchsuchung der Gefängniszellen wird eine Abhöranlage gefunden: Goldman spionierte Cohen aus und wusste deshalb auch von dem geplanten Pornogeschäft.

Lynn Bracken, die im Alter von dreißig Jahren als Prostituierte aufhörte, inzwischen Teilhaberin von „Veronica’s Dress Shop“ in Santa Monica ist und mit Bud White ein Verhältnis hat, ist bereit, am 22. März 1958 unter der „Wahrheitsdroge“ Pentothal auszusagen. Ed Exley kommt während des Verhörs zu der Überzeugung, dass sie lügt und ein Gegenmittel gespritzt bekam. Der anwesende Arzt Ray Pinker nimmt ihr eine Blutprobe ab, und es stellt sich heraus, dass sie Prestilphyozin im Körper hat. Da Patchett Chemiker ist, liegt der Verdacht nahe, dass er ihr das Gegenmittel verabreicht hat.

Am 25. März 1958 sagt der Ganove Chester Yorkin aus, er sei 1953 an illegal hergestellte Pornomagazine herangekommen und habe Pierce Patchett vorgeschlagen, damit einen großangelegten Handel aufzubauen. Patchett wollte allerdings seine Mädchen und deren Freier, die zusammen für die Fotos posiert hatten, nicht in Schwierigkeiten bringen, legte einiges von dem Material auf Lager und verteilte einen Teil der Pornomagazine erst einmal nur im kleinen Kreis. Der Yorkin unbekannte Hersteller der Pornos wandte sich daraufhin über einen Strohmann – Cathcart – an die Gebrüder Englekling und überredete die beiden Drucker, bei dem Projekt mitzumachen. Als Van Gelder durch Goldman davon erfuhr, beschloss er, den ihm ähnlich sehenden Cathcart zu töten, dessen Rolle zu übernehmen und das Pornogeschäft auf eigene Rechnung zu machen – aber er wurde im „Nite Owl“ erschossen. Yorkin verrät Ed Exley auch noch, dass Patchett im Besitz des Heroins sei, das Cohen und Dragna 1950 geraubt worden war.

Am selben Tag sagt die wie Ava Gardner aussehende Edelprostituierte Paula Brown aus, dass sie und ihre Kolleginnen früher von Patchett einen Bonus bekamen, wenn sie ihm kompromittierende Informationen über ihre Kunden lieferten. Patchett wollte 1953 mit dem Klatschreporter Sid Hudgens einen Erpresserring bilden.

Die Pornos erinnern Ed Exley an die Polizeifotos von den verstümmelten Opfern im Fall Loren Atherton, die ihm sein Vater 1934 gezeigt hatte. Entweder war Loren Atherton damals nicht der Mörder, oder jemand, der die Fotos kennt, stellt sie nach. Ed fährt zu seinem Vater und fragt ihn. Preston Exley beteuert, die Fotos niemandem außer seinen beiden Söhnen und Kollegen in der Mordkommission gezeigt zu haben.

Im Auftrag Eds fährt Jack Vincennes am 27. März 1958 zu Pierce Patchett. Am Körper hat er ein Aufnahmegerät versteckt. Zweck des Besuches ist es, Patchett einen Schreck einzujagen und ihn aus der Reserve zu locken. Jack teilt ihm mit, was die Polizei inzwischen herausgefunden hat: Patchett besitzt das 1950 geraubte Heroin und wollte 1953 nicht nur einen Vertrieb für Pornomagazine, sondern auch einen Erpresserring aufziehen. Jack spielt selbst einen Erpresser, verlangt Geld und das Dossier, das Patchett über ihn angelegt hat und bietet als Gegenleistung, alles Patchett belastende Material im LAPD verschwinden zu lassen. Statt auf den Vorschlag einzugehen, zieht Patchett eine Pistole und schießt mehrmals auf Jack, aber die Geschosse prallen an dessen kugelsicherer Weste ab. Durch die Wucht wird Jack gegen einen Tisch geschleudert. Seine Pistole hat Ladehemmung. Patchett wirft sich auf ihn; Jack zieht ein Messer und nagelt die linke Hand seines Gegners auf die Tischplatte, aber der Chemiker jagt ihm eine Injektion in den Arm, und Jack verliert das Bewusstsein. – Als Patchetts Villa unmittelbar danach bis auf die Grundmauern niederbrennt, finden Feuerwehrleute Jack im Garten. Mit einer Rauchvergiftung und einer Überdosis Drogen im Körper wird er ins Krankenhaus gebracht. Pierce Patchett wurde von Unbekannten mit zwei verschiedenen Gewehren erschossen.

Als Bud herausfindet, dass Lynn auch mit Ed Exley schläft, verprügelt er sie. Kurz darauf schickt Ed sie sicherheitshalber zum Lake Arowhead, an dessen Ufer er ein Häuschen besitzt. Dort war er auch mit Inez zusammen.

Bud arbeitet weiter wie besessen an der Aufklärung des „Nite-Owl“-Massakers und einer Serie von Prostituiertenmorden vor allem in Kalifornien: Jane Mildred Hamsher am 8. März 1951 in San Diego, Kathy Janeway am 19. April 1953 in Los Angeles, Sharon Susan Palwick am 29. August 1953 in Bakersfield, Sally DeWayne am 2. November 1955 in Needles, Arizona, Chrissie Virgina Renfro am 16. Juli 1956 in San Francisco, Maria Waldo am 28. November 1957 in Seattle … Zum Zeitpunkt der Gewaltverbrechen trat in der Stadt, in der sie geschahen, jeweils der aus Oklahoma stammende opiumsüchtige Musiker Donnell Clyde („Spade“) Cooley auf, der inzwischen untergetaucht ist. Dessen Agent Nat Penzler schickt Bud zur Adresse eines anderen Musikers: Burt Arthur („Deuce“) Perkins, und der rät Bud, in den Opiumhöhlen in Chinatown nach Spade zu suchen. Spade soll im „Lings Chow Mein“ sein. In der Küche der chinesischen Kellerspelunke trifft Bud auf einen alten Mann und zwei Gören. Der Alte beteuert, sein Schutzgeld bezahlt zu haben und will den Eindringling nicht durchlassen. Ein Schlag Buds wirft den Chinesen gegen den Herd. Er gerät mit dem Gesicht in die Gasflamme; seine Haare fangen Feuer. Nachdem er seinen Kopf ins Spülbecken getaucht hat, geht er mit einem Hackmesser auf Bud los. Der tritt ihm auf die Hand und hört Knochen brechen. Durch eine Falltür gelangt er in eine Opiumhöhle. Spade vergnügt sich mit drei nackten Mädchen in der Sauna und versteckt sich hinter ihnen, als Bud mit einer Pistole auf ihn zielt. Er beteuert, nicht er, sondern Deuce Perkins habe die Prostituierten umgebracht, und weil er sich selbst vor ihm fürchte, sei er nicht mehr zu den gemeinsamen Konzerten gegangen.

Aus den Unterlagen des LAPD geht hervor, dass Deuce Perkins wegen Sodomie vorbestraft ist und Kontakte zu Johnny Stompanato, Lee Vachss und Abraham („Kikey“) Teitlebaum hat, von denen wiederum bekannt ist, dass sie als Killer für Mickey Cohen gearbeitet haben. Bud will Deuce Perkins töten und sich dann seinen Rivalen Ed Exley vornehmen.

Auf der Suche nach Perkins stößt er auf eine Verbindung zwischen dem Prostituiertenmörder, Teitlebaums Cousine Dot Rothstein und Captain Dudley L. Smith. Stompanato, Vachss und Teitlebaum erschossen die sechs Menschen im „Nite Owl“; sie gehörten zusammen mit Perkins zu einer Gang, als deren Boss der Polizeioffizier das organisierte Verbrechen in Los Angeles unter seine Kontrolle bekommen wollte. Das „Nite-Owl“-Massaker diente dazu, Patchett das Geschäft mit dem Heroin und den Pornos abzunehmen und zugleich Cathcart als Konkurrenten auszuschalten.

Jack, der sich wieder erholt hat, verhört den früheren Kinderfilmstar Miller Stanton. Ed und Bud hören zu. Stanton sagt aus, dass Pierce Patchett und Ray Dieterling auf ihn zugekommen seien, als er vierzehn war. Er sollte sich 1934 mit einem drei Jahre älteren Jungen bei der Polizei melden und behaupten, gesehen zu haben, wie Loren Atherton in der Nähe des Internats herumschlich, aus dem Wee Willie Wennerholm entführt wurde. Welche Verbindung gibt es zwischen Patchett, Dieterling und dem Fall Atherton?

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Ray Dieterlings vierunddreißigjähriger Sohn Billy und der Krankenpfleger Jerry Marsalas werden zusammen tot aufgefunden. Als Mörder wird ein psychisch Kranker namens David Mertens verdächtigt, der von Marsalas über Jahre hinweg mit von Patchett gelieferten und von Ray Dieterling bezahlten Psychopharmaka ruhig gestellt worden war. Mertens hatte 1934 zusammen mit Loren Atherton Wee Willie Wennerholm und die anderen Kinder ermordet, die Leichen verstümmelt und daraus das Frankenstein-Monster gemacht. Von Mertens und Marsalas stammen die Pornoaufnahmen, die Ed an die Polizeifotos aus dem Jahr 1934 erinnerten. Marsalas stellte daraus Magazine zusammen und wandte sich an Cathcart sowie die Gebrüder Englekling, um sie zu drucken und damit einen Handel aufzuziehen.

Bei einer Schießerei am 29. März 1958 wird Jack Vincennes von einem Gangster getötet. Bud White erschießt den Gangster Lee Vachss und verletzt Kikey Teitlebaum schwer. Bevor der wehrlos am Boden liegende Teitlebaum von Bud zu Tode getreten wird, gibt er zu, dass er, Johnny Stompanato und Lee Vachss die sechs Menschen im „Nite Owl“ erschossen und Deuce Perkins ihren Wagen fuhr. Bud White wird von Perkins beschossen, dreimal getroffen und dann auch noch mit einem Messer angegriffen.

Deuce stach zu. Bud fühlte einen stechenden Schmerz in der Brust, versuchte die Fäuste zu ballen, konnte nicht. Deuce näherte sich seinem Gesicht, grinste hämisch – Bud trat ihm in die Eier und biss ihm die Nase ab. Perkins kreischte auf. Bud biss ihn in den Arm, riss ihn mit aller Kraft um.
Beide Männer kullerten zu Boden. Perkins gab wilde Laute von sich – wie ein Tier. Bud schlug ihm mit voller Wucht auf den Kopf, spürte, wie der Arm aus dem Gelenk gerissen wurde.
Deuce ließ das Messer fallen. Bud packte es […] Er warf das Messer weg, prügelte Perkins mit bloßen Händen zu Tode. (Seite 479)

Schwer verletzt wird Bud White ins Krankenhaus gebracht.

Dot Rothstein erhängt sich in ihrer Wohnung.

Ed Exley spürt David Mertens auf, überwältigt ihn und will den bestialischen Kindermörder erschießen, aber er bringt es nicht fertig. Stattdessen liefert er den Psychopathen in die geschlossene Abteilung des Pacific Sanatoriums ein.

Bei David Mertens handelt es sich um einen unehelichen Sprössling von Ray Dieterling, der sich nach dem Tod seines Sohnes Billy mit seiner Freundin und Mitarbeiterin Inez Soto in sein Haus in Laguna Beach zurückgezogen hat.

Ray Dieterling und seine erste Ehefrau, Margaret, die 1920 bei einem Autounfall ums Leben kam, hatten einen Sohn namens Paul. Billy stammt aus seiner zweiten Ehe mit Janice. Bereits 1917 brachte die psychisch gestörte Faye Borchard, mit der Ray eine Affäre hatte, einen von ihm gezeugten Sohn zur Welt, dem sie den Namen Douglas gab. Ray, der damals ein aufstrebender Filmemacher war und um seine Karriere fürchtete, drängte Faye, seine Vaterschaft geheim zu halten. Douglas Borchard wuchs bei seiner Mutter auf, und Ray Dieterling besuchte die beiden über Jahre hinweg regelmäßig. Als er bei einem seiner Besuche nach der Ermordung seines Kinderstars Wee Willie Wennerholm tote Vögel ohne Flügel und in Trockeneis aufbewahrte Kinderfinger entdeckte, ahnte er, dass sein siebzehnjähriger Sohn und dessen Freund Loren Atherton die Mörder waren. Da ließ er sich von dem Chemiker Pierce Patchett, der seine ersten Filme finanziert hatte, Psychopharmaka zusammenstellen, mit denen sein Sohn ruhig gestellt werden konnte und bezahlte den Krankenpfleger Jerry Marsalas als Betreuer. Außerdem ließ er das Gesicht des Jungen von Dr. Terry Lux operativ verändern und gab ihm den Namen David Mertens. Dann stiftete er ihn und den Kinderstar Miller Stanton zu der Falschaussage an, die dazu beitrug, dass Loren Atherton als alleiniger Täter verurteilt wurde. Als eine Zeugin auftauchte, die Paul Dieterling zusammen mit Loren Atherton zur Zeit der Entführung von Wee Willie Wennerholm in der Nähe des Internats gesehen haben wollte, wusste Ray Dieterling, dass sie Paul mit dessen Halbbruder Douglas alias David verwechselte. Daraufhin bestach er Preston Exley mit viel Geld, dem Hinweis nicht weiter nachzugehen. Exley besann sich kurz darauf und bestand darauf, für Gerechtigkeit zu sorgen. Um den Filmemacher nicht zu kompromittieren, stimmte der Polizist einer ungewöhnlichen Lösung zu: Ray Dieterling fuhr mit seinem Sohn Paul in die Sierra Nevada, wo sie von Exley erwartet wurden. Die beiden Männer mischten Paul Drogen ins Essen, und Exley erschoss ihn. Offiziell hieß es, Paul Dieterling sei bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Preston Exley quittierte danach seinen Dienst beim LAPD und gründete das Bauunternehmen, mit dem er „Dream-a-Dreamland“ und andere gigantische Projekte hochzog.

Ed Exley kündigt Ray Dieterling an, er werde ihn wegen der Ermordung seines Sohnes zur Rechenschaft ziehen. Dann sucht er seinen Vater auf, der sich von den Republikanern als Kandidat für die Wahl des neuen Gouverneurs von Kalifornien aufstellen lassen will und räumt ihm eine Woche bis zur Verhaftung ein.

Am 14. April 1958 erklärt der neunundvierzigjährige Bezirkstaatsanwalt Ellis Loew seinen Rücktritt und kommt damit einer Forderung Ed Exleys nach, der ihm unter vier Augen vorgeworfen hatte, von Spade Cooley 15 000 Dollar für seinen Wahlkampffonds angenommen und Deuce Perkins vor Bud White gewarnt zu haben.

Drei Tage später nehmen Preston Exley, Raymond Dieterling und Inez Soto sich gemeinsam mit einer Überdosis Drogen das Leben.

Ed Exley wird aufgrund seiner außerordentlichen Leistungen zum Inspector befördert.

Als Johnny Stompanato in Beverly Hills von der Tochter der Frau, bei der er Zuflucht suchte, erstochen wird, sind alle Mitglieder der Gang tot. Ed muss seine Hoffnung aufgeben, er könne einen der Gangster dazu bringen, vor Gericht auszusagen, dass Captain Dudley L. Smith ihr Boss war und die Morde befahl. Aber er schwört Bud, der aufgrund seiner schweren Verletzungen noch immer im Krankenhaus liegt, er werde Dudley Smith überführen.

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„L. A. Confidential. Stadt der Teufel“ bildet zusammen mit „Die schwarze Dahlie“, „Blutschatten“ und „White Jazz“ eine Kriminalromanreihe, in der James Ellroy ein düsteres Bild von Los Angeles in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnet. In der verkommenen Gesellschaft, um die es hier geht, sind Verbrecher nicht die Ausnahme, sondern die Regel, und die Cops morden kaum weniger als die Gangster.

Verbrechen und Verbrechensaufklärung sind bei Ellroy ein geschlossenes, selbstreferentielles System, das sich in einer heiklen Balance hält und gegenseitig reproduziert. (Ijoma Mangold in „Süddeutsche Zeitung“, 4. Februar 2006)

Beim Lesen von „L. A. Confidential“ fällt es anfangs schwer, sich zu orientieren, denn James Ellroy führt eine Unzahl von Figuren ein, erzählt eine Episode nach der anderen und entwickelt daraus erst nach rund hundert Seiten allmählich mehrere greifbare Handlungsstränge, die sich gegen Ende zu immer stärker verknüpfen. Erst dann, wenn sich das Geschehen verdichtet und auf eine überschaubare Anzahl von Personen konzentriert, begreift man die Zusammenhänge. Erschwerend ist auch, dass James Ellroy auf einen Erzähler verzichtete und stattdessen einen multiperspektivischen Ansatz wählte.

Die Darstellung wirkt erschreckend realistisch und nüchtern, auch und gerade wenn es um grauenhafte Gewaltverbrechen geht. In seiner Ausdrucksweise orientierte James Ellroy sich an einer derben Umgangssprache.

Curtis Hanson verfilmte den Roman: „L. A. Confidential“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006
Textauszüge: © Ullstein Heyne List

James Ellroy (Kurzbiografie)
Curtis Hanson: L. A. Confidential

James Ellroy: Die schwarze Dahlie (Verfilmung)
James Ellroy: Dark Blue (Verfilmung)

J. M. Coetzee - Die jungen Jahre
Mit "Die jungen Jahre" setzt J. M. Coetzee seine mit "Der Junge" begonnene fiktionalisierte Autobiografie fort. Die Romanhandlung wird distanziert, kühl und sarkastisch entwickelt.

Die jungen Jahre

J. M. Coetzee

Die jungen Jahre

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