Walter Mosley : Manhattan Karma

Manhattan Karma

Walter Mosley

Manhattan Karma

Originalausgabe: The Long Fall Riverhead Books 2010 Manhattan Karma Übersetzung: Kristian Lutze Suhrkamp Verlag, Berlin 2011 ISBN: 978-3-518-46255-3, 389 Seiten, 9.95 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

New York 2008. Leonid McGill ist ein 53-jähriger afroamerikanischer Privatdetektiv. Früher übernahm er auch Aufträge von Kriminellen, solange sie gut zahlten, aber seit einiger Zeit achtet er darauf, dass durch seine Tätigkeit niemand zu Schaden kommt. Allerdings muss er seine Familie ernähren und ist auf Honorare angewiesen. Als er vier von einem unbekannten Auftraggeber gesuchte Männer ausfindig macht, löst er unversehens eine Mordserie aus und gerät selbst in Lebensgefahr ...
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Kritik

Bei "Manhattan Karma" handelt es sich um einen Kriminalroman im hardboiled Stil. Walter Mosley erzählt souverän und beschäftigt den Privatdetektiv Leonid McGill mit drei Fällen gleichzeitig.

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New York 2008. Leonid McGill ist ein 53-jähriger afroamerikanischer Privatdetektiv. Sein Vater Tolstoy hatte die Familie verlassen, als Leonid zwölf Jahre alt war, und zwei Jahre später war die Mutter gestorben. Vor elf Monaten verließ ihn seine zwei Jahre jüngere Ehefrau Katrina wegen des Investmentbankers Andre Zool. Während Twill und Shelly beim Vater bleiben wollten, nahm Katrina Dimitri mit. Dabei ist Dimitri Leonids einziges leibliches Kind. Als dann die Immobilienblase platzte und Zool wegen illegaler Finanzmanipulationen verhaftet werden sollte, setzte der Investmentbanker sich gerade noch rechtzeitig nach Argentinien ab. Katrina kehrte notgedrungen zu Leonid zurück. Der hatte zwar inzwischen ein Liebesverhältnis mit der 15 Jahre jüngeren Hausverwalterin Aura Antoinette Ullman, hielt es jedoch für seine Pflicht, zur Familie zu stehen. Dieses Verantwortungsbewusstsein gehörte zu seinem neuen Selbstverständnis. Während er früher nicht darauf geachtet hatte, was seine Auftraggeber bezweckten und sich nicht selten für illegale Machenschaften Krimineller einspannen ließ, wenn sie nur gut zahlten, ist es ihm seit einiger Zeit wichtig, dass durch seine Tätigkeit niemand zu Schaden kommt.

Den Job, mit dem er gerade beschäftigt ist, bekam er von Ambrose Thurman, einem Kollegen aus Albany, der seinen Auftraggeber nicht preisgibt. Es geht darum, vier Männer aufzuspüren, von denen Thurman zunächst nur die Spitznamen wusste: Jumper, B-Brain, Big Jim und Toolie.

Randolph Peel, der zwar wegen Korruption vom New York Police Department entlassen wurde, aber noch immer über gute Kontakte zu ehemaligen Kollegen verfügt, findet für Leonid McGill die Klarnamen der vier Gesuchten heraus: Frank Tork, Roger Brown, James Wright und Theodore Nilson. Tork sitzt in der JVA New York City in Untersuchungshaft und wird sich wegen Einbruchs vor Gericht verantworten müssen. Nilsen wurde wegen schwerer Körperverletzung zu 46 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Junkie Wright starb im März 2003 nach der Benutzung einer verunreinigten Nadel. Brown ist bei Berg, Lewis & Takayama angestellt und als einziger der vier Männer nicht straffällig geworden.

Leonid McGill hat ein ungutes Gefühl, und er zögert deshalb, Ambrose Thurman zu sagen, wo B-Brain alias Roger Brown zu finden ist. Aber am Ende tut er es, denn er benötigt das Honorar, um seine Familie ernähren zu können.

Bald darauf erfährt er, dass jemand die Kaution für Frank Tork hinterlegte. Er kam also frei, aber nur, um ein paar Stunden später erwürgt zu werden. McGill versucht, Roger Brown zu warnen, aber der fehlt am Arbeitsplatz, ohne sich abgemeldet zu haben. Ambrose Thurmans Telefonnummer funktioniert nicht mehr, und bei der Auskunft heißt es, es gebe in Albany keinen Privatdetektiv dieses Namens.

McGill lässt sich von seiner Telefon- und Computer-Assistentin Zephyra Ximenez einen Flug nach Albany buchen. Im Hotel dort bestellt er eine Prostituierte und ein Branchen-Telefonbuch aufs Zimmer. Die junge Frau, sie heißt Seraphina, bezahlt er dafür, dass sie ihm verrät, wer sich in der Unterwelt von Albany auskennt. Sie rät ihm, in Tinker’s Bar & Grill nach dem Afroamerikaner „Big Mouth“ Eddie Jones zu fragen. Sobald Seraphina fort ist, schlägt McGill im Branchen-Telefonbuch die Rubrik Privatdetektive auf und schaut sich die Fotos an. Ambrose Thurmans Konterfei findet er unter dem Namen Norman Fell. Er fährt hin, aber Fell liegt tot am Boden. Man hat ihn erschlagen.

Zurück in New York, hört McGill seinen Anrufbeantworter ab und stellt fest, dass Fell ihn – offenbar durch Torks Ermordung aufgeschreckt – noch einmal anrief. Er gestand, einen falschen Namen benutzt zu haben, aber bevor er weiterreden konnte, wurde er von einem Einbrecher überfallen. Die Geräusche eines Kampfes sind zu hören. Dann bricht die Verbindung ab: Offenbar hat der Mörder aufgelegt.

Völlig unerwartet wird McGill in seinem Büro im Tesla Building angegriffen. Er war früher Boxer und trainiert auch noch hin und wieder in Gordo’s Gym, aber gegen den schwarzen Hünen, der vermutlich auch Frank Tork und Norman Fell ermordete, hat selbst er keine Chance. In seiner Verzweiflung reißt McGill seinen schweren Bürosessel hoch, um damit weitere Schläge abzuwehren. Unerwartet löst sich das Drehgestell aus der Verankerung, fliegt dem Killer an den Kopf und streckt ihn nieder.

Der Killer, er heißt Willie Sanderson, wird ins Krankenhaus gebracht. Dort liegt er im Koma.

Sergeant Kenneth Holloway, der die Ermittlungen leitet, geht davon aus, dass Leonid McGill den Besucher umbringen wollte. Inspector Carson Kitteridge kommt dazu. Obwohl er es sich zur Aufgabe gemacht hat, McGill eine Straftat nachzuweisen, hält er seinen Kollegen davon ab, ihn festzunehmen. Er weiß, dass der Privatdetektiv Überwachungskameras im Büro versteckt hat. Die Aufnahmen beweisen, dass McGill in Notwehr handelte.

Von Kitteridge erfährt McGill, dass Roger Brown von seiner Verlobten Camilla Jones tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde. Spuren deuten darauf hin, dass Willie Sanderson ihn erwürgte. Juliet Stilman, die Empfangssekretärin bei Berg, Lewis & Takayama, sagte aus, dass ein Privatdetektiv namens Arnold DuBois kürzlich nach Roger Brown gefragt habe. Die Beschreibung des Mannes passt auf Leonid McGill.

Der will auf keinen Fall, dass ihn die Polizei mit den drei Ermordeten in Verbindung bringt, denn dann müsste er mit seiner Festnahme rechnen.

Während McGill noch versucht, herauszufinden, wer bei den Morden und Mordversuchen die Fäden gezogen hat, verlangt der weiße Gangster Tony „The Suit“ Towers von ihm, einen früheren Buchhalter namens Mann ausfindig zu machen. Der Vorname des Gesuchten besteht nur aus einem Buchstaben: A. Leonid McGill, der nicht schon wieder dazu beitragen möchte, dass jemand ermordet wird, bleibt nichts anderes übrig, als Zeit zu schinden. Er kann den Auftrag nicht einfach ablehnen, denn dann würde Towers seine beiden Knochenbrecher Ryman Lucas und Hal Pittman auf ihn hetzen.

McGill sucht also Alphonse Rinaldo auf. Der befindet sich ziemlich weit oben in der Hierarchie der Stadtverwaltung von New York, ist aber noch sehr viel einflussreicher als es seine Position vermuten ließe. Ohne ihn läuft in New York gar nichts. Weil er McGill noch einen Gefallen schuldig ist, beschafft er ihm die Adresse von A Mann, der sich inzwischen Dwight Timmerman nennt und auf Coney Island wohnt. Außerdem sorgt Rinaldo wunschgemäß dafür, dass McGill eine Besuchserlaubnis für Theodore Nilson in der Larchmont Correctional Facility erhält.

Der Häftling liegt auf der Krankenstation des Gefängnisses, den ein anderer rammte ihm ein Messer in die Brust. Nilson behauptet, seit 17 Jahren keinen Kontakt zu den drei anderen auf der Liste gehabt zu haben. Damals waren die vier Afroamerikaner befreundet und mobbten einen 17-jährigen weißen Privatschüler namens Thom „Smiles“ Paxton. Im September 1991 geriet Paxton mit B-Brain in Streit. Roger Brown floh, aber der weiße Junge setzte ihm nach, stürzte und brach sich das Genick. Sie wurden alle vier verhaftet, aber nach kurzer Zeit wieder freigelassen, denn es gab keinen Zweifel daran, dass es sich um einen Unfall gehandelt hatte.

McGill fliegt noch einmal nach Albany, fährt in Tinker’s Bar & Grill und fragt „Big Mouth“ Eddie Jones nach Willie Sanderson. Der habe ihn umzubringen versucht, erklärt er. Jones weiß, dass Sanderson einen Busfahrer ermordete, der ihn respektlos behandelt hatte. Weil der Richter ihn für unzurechnungsfähig erklärte, kam Sanderson ins Sunset Sanatorium. Als die Ärzte meinten, er stelle keine Gefahr mehr für die Gesellschaft dar, blieb er als Pfleger im Sunset Sanatorium. Weil er jedoch wohlhabenden Patienten Drogen besorgte, wurde er schließlich entlassen.

Unter dem Vorwand, eine Examensarbeit über das Mäzenatentum zu schreiben, befragt der Privatdetektiv Poppy Pollis, die ehemalige Leiterin der Stadtbibliothek von Albany. Bereitwillig berichtet sie ihm über die zwölf führenden Familien in Albany, deren Zuwendungen auch der Stadtbibliothek zugutekommen. McGill interessiert sich vor allem für den Hull-Clan. Roman Hull erschoss im Alter von 58 Jahren einen Rennfahrer, wurde für verrückt erklärt und vier Jahre lang im Sunset Sanatorium eingesperrt. Danach heiratete er die Witwe des Ermordeten, aber nach kurzer Zeit ließen die beiden sich wieder scheiden. Roman Hulls aus einer früheren Ehe stammenden Sohn Bryant und dessen Frau Veronica Lana haben zwei erwachsene Kinder: Hannah und Fritz.

Die Villa der Familie Hull befindet sich außerhalb von Albany. Dort trifft McGill nur Sohn und Tochter an. Die Eltern und der Großvater halten sich im Stadthaus auf. Fritz erleidet einen epileptischen Anfall, und nachdem Hannah ihrem Bruder eine Spritze gegeben hat, hilft McGill ihr, ihn ins Bett zu bringen.

Ein Mann namens Timothy Moore sucht Leonid McGill in dessen Büro auf. Er werde wegen eines Seitensprungs erpresst, behauptet er. Der Privatdetektiv soll die Geldübergabe für ihn durchführen. McGill ahnt, dass es sich um eine Falle handelt. Er holt sich deshalb Unterstützung bei dem gefürchteten Gangster Hush, der ihm zu Dank verpflichtet ist, weil McGill seine entführte Geliebte Tamara und deren Sohn Thackeray rettete. McGill und Hush fahren vor der vereinbarten Zeit zum Treffpunkt und präparieren die Wohnung, in der die Geldübergabe stattfinden soll, mit Abhörmikrofonen und Minikameras. Sie beobachten, wie Timothy Moore mit einem anderen Mann kommt. Hush kennt ihn, es handelt sich um den Berufskiller LouBob Georgias. Den passen sie etwas später in Little Ron’s Piano Bar ab, wo Hush ihn einschüchtert. Dann überfallen sie Timothy Moore in seiner Wohnung und setzen ihm zu, bis er sagt, Roman Hull habe ihn mit der Ermordung Leonid McGills beauftragt.

Als McGill am Stadthaus der Familie Hull klingelt, öffnet ihm erneut Hannah die Türe. Sie bringt ihn zu ihrem Großvater, der im Rollstuhl sitzt und von zwei Latinofrauen betreut wird. Roman Hull gesteht, Timothy Moore Geld gegeben zu haben. Bevor er nähere Angaben dazu machen kann, wirft Bryant Hull den ungebetenen Besucher hinaus.

Eigentlich hat McGill genug Probleme. Aber da ist auch noch sein 16-jähriger Sohn Twill. Der verbüßte vor zwei Jahren bereits eine Jugendstrafe wegen Diebstahls. Der Junge hat das Herz auf dem rechten Fleck, schreckt jedoch nicht vor strafbaren Handlungen zurück. Leonid prüft deshalb heimlich den E-Mail-Verkehr seines Sohnes. Dabei hilft ihm der Nerd Tiny „Bug“ Bateman. McGill findet heraus, dass Twill eine Freundin namens Mardi hat und in Absprache mit ihr die Ermordung ihres Vaters Leslie Bitterman plant. Als Elektriker getarnt, dringt McGill in die Wohnung der Bittermans ein. Leslie wohnt dort mit Mardi und ihrer jüngeren Schwester Marlene. Über die Mutter weiß McGill nichts. Auf Bittermans Rechner entdeckt er eine umfangreiche kinderpornografische Fotosammlung. Abgebildet sind stets Leslie Bitterman und ein zwischen acht und zwölf Jahre altes Mädchen.


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An einem der nächsten Abende bringt Twill Mardi mit nach Hause und fragt seine Eltern, ob sie ein paar Tage bleiben könne. Katrina lehnt das kategorisch ab, aber Leonid, der Mardi als das missbrauchte Mädchen erkennt, sorgt dafür, dass seine Frau ihre Meinung ändert.

Twill beabsichtigt, Bitterman bei einem Straßenfest zu erschießen. McGill erfährt es von Mardi. Er eilt hin und hält seinen Sohn im letzten Augenblick von dem Mord ab. Man löse solche Fälle nicht durch Bluttaten, erklärt er ihm und verspricht, für eine gerichtliche Bestrafung des Vergewaltigers zu sorgen.

Auf dem Weg zum Straßenfest erfuhr McGill, dass Willie Sanderson, der schon einige Tage zuvor aus dem Koma erwacht war, aus dem Krankenhaus floh.

Der Privatdetektiv fährt zur Stadtvilla der Hulls. Sanderson ist gerade dabei, Hannah zu erwürgen. McGill greift ihn an und schlägt auf ihn ein, obwohl er weiß, dass er ihm nicht gewachsen ist. Überraschend lässt der Mörder von Hannah ab und wehrt sich kaum. Er stirbt an einer Hirnblutung.

Es stellt sich heraus, dass Bryant Hulls Ehefrau Veronica Lana früher einmal mit einem Lloyd Paxton zusammenlebte und einen Sohn namens Thom hatte. Sie war wegen Schizophrenie im Sunset Sanatorium, als Thom Paxton 1991 im Alter von 17 Jahren starb. Lloyd sagte ihr, der Junge sei einer Lungenentzündung erlegen. Vor einem halben Jahr verschied Lloyd Paxton. Er hinterließ einen Brief für Veronica Lana Hull, in dem er ihr die Wahrheit mitteilte: Thom war bei einem Streit mit vier jungen Afroamerikanern ums Leben gekommen. Lloyd Paxton wusste allerdings nur die Spitznamen: Jumper, B-Brain, Big Jim und Toolie. Lana beauftragte den Privatdetektiv Norman Fell, die vier Männer aufzuspüren und gab die Namen dann an Willie Sanderson weiter, den sie aus dem Sunset Sanatorium kannte.

Theodore Nilson ist inzwischen auch tot. Er starb allerdings nicht an den Folgen des von Sanderson organisierten Mordanschlags im Gefängnis, sondern an einem Herzinfart.

Hannah Hull überlebt.

Ihre Mutter und ihr Großvater werden in eine psychiatrische Klinik in Albany eingewiesen.

Leonid McGill teilt seinem Auftraggeber Tony „The Suit“ Towers den neuen Namen und die Adresse von A Mann mit. Dann beobachtet er, wie der Gangster in das Haus des früheren Buchhalters eindringt. Weil Carson Kitteridge von McGill verständigt wurde, fahren im nächsten Augenblick fünf Streifenwagen vor. Polizisten stürmen das Haus. Sie bringen Towers in Handschellen heraus und fahren mit ihm weg. McGill glaubt nicht, dass der Gangster noch lange leben wird. Dafür weiß er zu viel über andere.

Kitteridge erhält noch einen weiteren Tipp. McGill weist ihn auf eine kinderpornografische Website hin, die er inzwischen von Tiny „Bug“ Bateman so einrichten ließ, dass die Polizei Leslie Bitterman als Betreiber ermitteln wird. Bitterman wird denn auch festgenommen. Mardi und ihre jüngere Schwester kommen zu einem Onkel in Dublin.

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Mit „Manhattan Karma“ begann der amerikanische Schriftsteller Walter Mosley (* 1952) eine Romanreihe über den Privatdetektiv Leonid McGill. Es handelt sich um einen Kriminalroman im hardboiled Stil. Die Zusammenhänge halten zwar keiner kritischen Plausibilitätsprüfung stand, aber Walter Mosley versteht es, zugleich nüchtern und spannend zu erzählen. Nicht genug damit, dass er Leonid McGill in „Manhattan Karma“ gleich drei Fälle auf einmal aufhalst, baut er auch immer wieder kleine Nebenhandlungen ein, die aber nicht stören, sondern den Kriminalroman bereichern. Obwohl viele, zum Teil recht farbig charakterisierte Figuren auftreten, fällt es beim Lesen von „Manhattan Karma“ nicht schwer, den Überblick zu behalten.

Der Buchtitel bezieht sich auf eine Frau namens Karmen „Karma“ Brown, die herausfand, dass Leonid McGill ihren Vater vor 20 Jahre mit gefälschten Beweisen ins Gefängnis gebracht hatte.

Seine Tochter nannte sich Karma, und sie wollte mir unter Einsatz von Verführung und eines bezahlten Killers ihre eigene Ermordung in die Schuhe schieben. Ich tötete den Killer, aber die junge Frau, Karmen Brown, starb trotzdem in meinen Armen, auf ihren Lippen blutige Spucke und Flüche.
Mit ihrem letzten Atemzug hat Karmen mich verflucht.

Die Reihe über Leonid McGill führte Walter Mosley mit „Known to Evil“ (2010) und „When the Thrill Is Gone“ (2011) fort: „Falscher Ort, falsche Zeit“ (Übersetzung: Kristian Lutze, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-46287-4), „Bis dass der Tod uns scheidet“ (Übersetzung: Peter Torberg, Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-46336-9). Von Walter Mosley stammen auch die Kriminalroman-Reihen über Easy Rawlins, Fearless Jones und Socrates Fortlow („Socrates‘ Welt“).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2013
Textauszüge: © Suhrkamp Verlag

Walter Mosley:Teufel in Blau (Verfilmung)
Walter Mosley: Socrates‘ Welt

Sebastian Haffner - Germany
Der 1938 aus dem Deutschen Reich nach London emigrierte Jurist und Journalist Raimund Pretzel veröffentlichte sein erstes Buch in London – unter dem Pseudonym "Sebastian Haffner", um seine in Berlin zurückgebliebene Familie nicht zu gefährden.
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Sebastian Haffner

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