Jörg Fauser


Jörg Christian Fauser wurde am 16. Juli 1944 in Bad Schwalbach als Sohn des Künstlers Arthur Fauser und der Schauspielerin Maria Fauser geboren. Nach dem Abitur am Lessing-Gymnasium in Frankfurt/Main schrieb er sich 1965 an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main für Ethnologie und Anglistik ein, brach jedoch das Studium im Jahr darauf ab, leistete Zivildienst in Heidelberg und wurde für einige Jahre drogenabhängig. Nach längeren Aufenthalten in Istanbul (1967/68) lebte Jörg Fauser in Berlin und Frankfurt.

Über seine Reisen nach Marokko (1975) und in die USA (1976) schrieb er Berichte für die Basler Nationalzeitung. Jörg Fauser arbeitete mit dem Rockmusiker Achim Reichel zusammen, veröffentlichte unter dem Einfluss der Beat-Generation Gedichte, betätigte sich als Journalist und Schriftsteller. Von Dashiell Hammett und Raymond Chandler inspiriert, begann er in den Achtzigerjahren, Kriminalromane zu verfassen („Der Schneemann“, 1981).

Jörg Fauser heiratete am 9. Juli 1985 Gabriele Oßwald und zog mit ihr nach München.

In der Nacht nach seinem 43. Geburtstag geriet er zwischen Riem und Feldkirchen zu Fuß auf die Autobahn, wurde von einem Lastwagen erfasst und erlag seinen Verletzungen. Auf der Criminale 1988 wurde Jörg Fauser posthum mit dem Friedrich Glauser-Preis ausgezeichnet.

Ein Dokumentarfilm von Christoph Rüter über Jörg Fauser war am 17. Juli 2006 erstmals im Fernsehen zu sehen: „Rohstoff. Der Schriftsteller Jörg Fauser“.

Jörg Fauser: Bibliografie (Auswahl)

  • Aqualunge (1971)
  • Tophane (1972)
  • Die Harry-Gelb-Story (1973)
  • Open End (1977)
  • Marlon Brando. Der versilberte Rebell. Biografischer Essay (1978)
  • Der Strand der Städte (1978)
  • Alles wird gut (1979)
  • Requiem für einen Goldfisch (1979)
  • Trotzki, Goethe und das Glück (1979)
  • Der Schneemann (1981)
  • Mann und Maus (1982)
  • Blues für Blondinen (1984)
  • Rohstoff (1984)
  • Das Schlangenmaul (1985)
  • Kant (1987)
  • Die Tournee (Romanfragment;
    der Alexander Verlag in Berlin plant eine Veröffentlichung für 2007)

© Dieter Wunderlich 2006

Jörg Fauser: Der Schneemann

Ilse Aichinger - Die größere Hoffnung
"Die größere Hoffnung" ist keine konkret-realistische Darstellung der Demütigungen, der Angst und der verzweifelten Hoffnung angesichts des nationalsozialistischen Terrors, sondern eine allegorische Dichtung in zehn chronologisch angeordneten Bildern aus der Perspektive eines fünfzehnjährigen Mädchens.
Die größere Hoffnung

Ilse Aichinger

Die größere Hoffnung

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