Out of Time

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Originaltitel: Out of Time – Regie: Carl Franklin – Drehbuch: David Collard – Kamera: Theo van de Sande – Schnitt: Carole Kravetz Aykanian – Musik: Graeme Revell – Darsteller: Denzel Washington, Eva Mendes, Sanaa Lathan, Dean Cain, John Billingsley, Robert Baker, Alex Carter, Antoni Corone, Terry Loughlin, Nora Dunn, James Murtaugh, Peggy Sheffield, Evelyn Brooks, Eric Hissom, Parris Buckner, Arian Waring Ash, Mike Pniewski, Veryl Jones u.a. - 2003; 105 Minuten

Inhaltsangabe

Matt Whitlock, der Polizeichef von Banyan Key in Florida, hat eine Affäre mit der verheirateten Ann Harrison, und als er glaubt, sie müsse wegen einer in den USA unheilbaren Krebserkrankung in eine teure Schweizer Spezialklinik, nimmt er beschlagnahmtes Drogengeld aus dem Polizeitresor und gibt es ihr: 485 000 $. In derselben Nacht brennt das Haus von Ann und Chris Harrison ab, und es werden zwei verkohlte Leichen gefunden. Dadurch kommt Matt in Teufels Küche ...
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Kritik

"Out of Time" ist ein spannender, temporeicher Thriller mit überraschenden Wendungen und zugleich eine witzig-turbulente Screwball-Komödie voller origineller Ideen.
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Matt Lee Whitlock (Denzel Washington) ist der Chef der vier Polizisten, die in der (fiktiven) Kleinstadt Banyan Key in Florida für Ruhe und Ordnung sorgen sollen. Seine ehrgeizige Ehefrau Alex Diaz (Eva Mendes), die gerade Detective bei der Mordkommission in Miami geworden ist, lebt getrennt von ihm und will sich scheiden lassen. Matt tröstet sich mit der dreiunddreißigjährigen Ann Merai Harrison (Sanaa Lathan), die von ihrem Ehemann Chris (Dean Cain) hin und wieder verprügelt wird.

Eines Tages bittet Ann ihren Lover, sie in die Klinik zu fahren, wo sie ihn als Bruder ausgibt. Dr. Frieland (Alex Carter) eröffnet Ann, dass sich ihre Krebserkrankung dramatisch verschlimmert habe. Matt ist entsetzt, denn er ahnte nichts von einer Krankheit. Ob man gar nichts machen könne, fragt er den Arzt, und der nennt eine teure Spezialklinik in der Schweiz, die alternative Therapien anbietet, die immerhin in 17 Prozent der Fälle erfolgreich sein sollen.

Gemeinsam fahren Matt und Ann zu einer Gesellschaft, die Policen von Lebensversicherungen beleiht. Chris hat nämlich vor einem Jahr, noch bevor die Krebsdiagnose gestellt wurde, die Lebensversicherung für Ann von 100 000 Dollar auf 1 Million Dollar erhöht. Der Angestellte, mit dem Ann und Matt sprechen, stellt die Auszahlung von 750 000 Dollar in Aussicht, doch zwei, drei Tage später teilt Ann ihrem Geliebten mit, die Gesellschaft nehme zur Zeit keine Policen mehr an.

Sie halte es in Banyan Key nicht mehr aus, behauptet Ann, und zeigt Matt ein Formular, auf dem sie ihn statt ihres Mannes als neuen Begünstigten ihrer Lebensversicherung eingetragen hat. Das soll ihr Abschiedsgeschenk sein.

Damit Ann in die Schweiz reisen und sich in der Spezialklinik behandeln lassen kann, nimmt Matt das bei der Festnahme von Drogenhändlern beschlagnahmte Geld aus dem Polizeitresor. Es sind 485 000 Dollar. Die Bearbeitung des Falls im Drogendezernat in Miami wird noch eine Weile dauern. Bis dahin, denkt Matt, könne er Anns Lebensversicherung beleihen und das Geld zurücklegen. Er händigt Ann die 485 000 Dollar aus und verabredet sich mit ihr für den Abend. Da wollen sie Abschied nehmen.

Ann kommt jedoch nicht zum vereinbarten Treffen. Beunruhigt fährt Matt zu ihrem Haus. In diesem Augenblick geht die Mutter (Evelyn Brooks) der Nachbarin Judy Anderson (Peggy Sheffield) – sie ist gerade zu Besuch bei ihrer Tochter – ans Fenster. Als Matt merkt, dass er beobachtet wird, fährt er erschrocken weg.

Ein paar Stunden später steht er wieder vor dem Haus, aber diesmal mit der Feuerwehr, und von dem niedergebrannten Gebäude gibt es nur noch verkohlte Reste. Darin werden zwei Leichen gefunden: vermutlich Chris und Ann Harrison. Da es sich nach Meinung der Feuerwehr um einen Fall von Brandstiftung handelt, übernimmt Alex Diaz Whitlock die Ermittlungen.

Alex darf auf keinen Fall erfahren, dass Matt mit Ann eine Affäre hatte, kurz vor dem Brand dort war, der Begünstigte der hohen Lebensversicherung ist und das Drogengeld aus dem Polizeitresor genommen hat. Bei der erdrückenden Beweislast hätte er vor Gericht keine Chance.

Von Dr. Shider (Parris Buckner), dem Zahnarzt, bei dem Ann als Sprechstundenhilfe beschäftigt war, erfährt Alex, dass Ann kürzlich im Krankenhaus war. Alex lässt sich von Matt hinfahren und erkundigt sich bei Anns Ärztin Dr. Donovan (Nora Dunn), die den Polizeibeamten versichert, dass Ann nicht ernsthaft krank gewesen sei. Unter dem Vorwand, zur Toilette zu müssen, schaut Matt in das Büro von Dr. Frieland, und dort sitzt nun jemand anders: der echte Dr. Frieland (James Murtaugh). Matt wurde also hereingelegt. Geistesgegenwärtig nimmt er einen Kugelschreiber mit, den der falsche Dr. Frieland in der Hand gehalten hatte und lässt die Fingerabdrücke überprüfen. Beim Vergleich mit der Verbrecherkartei stellt sich heraus, dass es sich bei dem angeblichen Dr. Frieland um den vorbestraften Gauner Paul Cabot (Alex Carter) handelte.

Bevor Matt dieses Ergebnis bekommt, gerät er erst noch in Gefahr, von Judy Andersons Mutter wiedererkannt zu werden und muss in einem verzweifelten Wettlauf mit der Zeit seinen Namen aus der von Alex angeforderten Liste der Anrufer von Harrisons Anschluss löschen. Sein Freund, der schrullige Kollege Chae (John Billingsley) aus der Gerichtsmedizin, dem er alles erzählt, hilft ihm dabei, die Ermittlungen zu sabotieren. Dummerweise verlangt Stark (Terry Loughlin), ein Agent vom Drogendezernat, das in Banyan Key beschlagnahmte Geld, um es von den Experten auf Spuren untersuchen zu lassen. Matt versucht, ihn mit einem Verwirrspiel hinzuhalten.

Um den Doppelmord aufzuklären, bevor der Verdacht auf ihn fällt, fährt Matt in das Hotel, in dem Paul Cabot sich aufhalten soll, findet durch Tricks die Zimmernummer heraus, spielt dem Portier Neil (Eric Hissom) vor, er sei Paul Cabot und ergaunert sich einen Zimmerschlüssel. Das Zimmer im 7. Stock scheint leer zu sein, doch plötzlich fällt Cabot über Matt her. Es kommt zu einem wilden Kampf auf dem Balkon. Das Gitter bricht. Cabot stürzt in die Tiefe; Matt kann sich gerade noch retten und das Hotelzimmer mit dem von Paul unter dem Bett versteckten Geldkoffer verlassen. Inzwischen trifft auch Alex mit einem Polizeiaufgebot ein, denn sie ist ebenfalls auf die Spur von Paul Cabot gestoßen. Während einer turbulenten Verfolgungsjagd im Treppenhaus gelingt es Matt, mit dem Geld aus dem Gebäude zu kommen, ohne dass Alex Verdacht schöpft.

Nach dem Tod ihres Komplizen Paul, der auch zwei Tote aus dem Leichenschauhaus besorgt und in das danach niedergebrannte Haus gelegt hatte, zwingt Chris seine Frau dazu, Matt anzurufen, ihm etwas vorzuweinen und sich mit ihm zu verabreden. Obwohl Matt ahnt, dass es sich um eine Falle handelt, fährt er hin.

Eine Minute nachdem er das Polizeigebäude verlassen hat, erfährt Alex durch einen Anruf, dass ihn Ann kürzlich als Begünstigten auf ihrer Lebensversicherung eingetragen hatte. Fast zur gleichen Zeit kommt Stark persönlich vorbei, um das Drogengeld zu holen, aber im Polizeitresor ist es nicht mehr.

Chae sieht auf einem GPS-Gerät, wohin Matt fährt und folgt ihm, aber er bleibt unterwegs mit einer Motorpanne liegen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Chris schießt auf Matt, wird jedoch von Ann getötet. Danach legt sie auf Matt an und will wissen, wo das Geld ist. Er zeigt ihr den abgestellten Koffer. Bevor sie ihn aufhebt, streckt sie Matt mit einem Schuss nieder, doch als sie unbarmherzig auf seinen Kopf zielt, bricht sie selbst tödlich getroffen zusammen: Alex folgte Matt ebenfalls mit Hilfe des GPS-Geräts und rettete ihm im letzten Augenblick das Leben.

Stark taucht auf und verlangt ohne Rücksicht auf Matts Schussverletzung das Geld. Wieder einmal rettet Chae die Situation, indem er so tut, als habe er das Geld in Matts Auftrag zur Drogenfahndung in Miami bringen wollen, aber die Dienststelle nicht gefunden. Nun übergibt er den Geldkoffer. (Der Koffer, den Matt bei seinem Treffen mit Ann und Chris bei sich hatte, war leer.)

Nachdem Matts Verletzung verheilt ist, kommt Chae mit der Nachricht vorbei, die Versicherungsgesellschaft sei bereit, Matt aufgrund von Anns Tod 1 Million Dollar auszubezahlen. Alex, die auch gerade anwesend ist, erklärt Chae, ihr Ehemann könne das Geld nicht annehmen, weil er als Polizeibeamter mit dem Fall zu tun gehabt habe. Zuerst traut Matt seinen Ohren nicht, aber Alex meint es ernst: Sie will nichts mehr von Scheidung wissen. Und er liebt sie noch immer über alles.

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„Out of Time“ ist ein spannender, temporeicher Thriller und zugleich eine witzig-turbulente Screwball-Komödie voller Überraschungen. Es ist ein großer Spaß, Matt Lee Whitlock dabei zuzusehen, wie er immer wieder ganz dicht daran vorbeischrammt, als Hauptverdächtigter im Fall eines vermeintlichen Doppelmords festgenommen zu werden – und das auch noch von seiner eigenen Ehefrau, die beim Morddezernat arbeitet und sich gerade von ihm scheiden lassen will.

Umwerfend komisch ist die Szene, in der Judy Andersons Mutter bei der Polizei ist und nach ihren Angaben eine Phantomzeichnung des Mannes angefertigt wird, den sie kurz vor dem Brand sah. Matt setzt zwar eine Sonnenbrille auf und versucht, ihr ständig den Rücken zuzukehren, aber dann erkennt die alte Dame ihn doch wieder. „Das ist der Polizeichef“, klären die Beamten sie auf. Verwirrt und erschrocken nimmt sie ihre Aussage zurück und glaubt nun – sehr zur Belustigung der Polizisten – in jedem Afroamerikaner, der hereinkommt, den Tatverdächtigen zu erkennen.

Die beste Actionszene ist gewiss die, bei der Matt und Paul Cabot am herausgebrochenen Geländer des Balkons hängen und weiterkämpfen.

Originell ist auch der Vorspann von „Out of Time“: Farb- und Bildstreifen, die sich im Rhythmus der Musik bewegen.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

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