Amadeus

Amadeus

Amadeus

Originaltitel: Amadeus - Regie: Milos Forman - Drehbuch: Peter Shaffer, nach seinem Bühnenstück "Amadeus" - Kamera: Miroslav Ondricek - Schnitt: Nena Danevic und Michael Chandler - Musik: Wolfgang Amadeus Mozart / Antonio Salieri - Darsteller: Tom Hulce, Fred Murray Abraham, Elizabeth Berridge, Roy Doctrice, Jeffrey Jones, Simon Callow, Christine Ebersole, Charles Kay u.a. - 1984; 150 Minuten (Director's Cut: 170 Minuten)

Inhaltsangabe

Antonio Salieri zürnt Gott: Wieso gab dieser ihm das brennende Verlangen, Gott durch herrliche Musik zu preisen, wenn er ihm doch nicht mehr als eine überdurchschnittliche Begabung zukommen ließ, gerade so viel, dass er das von seinen Zeitgenossen verkannte Genie Wolfgang Amadeus Mozarts zu erkennen vermag? Wieso machte Gott nicht ihn, sondern diesen infantilen, leichtfertigen, obszönen Flegel zum Genie? Salieri beschließt, sich Gott in den Weg zu stellen und Mozart zu vernichten ...
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Kritik

Um historische Wahrheit geht es in "Amadeus" nicht. Im Mittelpunkt des Dramas steht die Verzweiflung eines ehrgeizigen Menschen, der einen weniger würdigen Konkurrenten als überlegenes Genie erkennt. Der zweieinhalb Stunden lange Film schlägt den Zuschauer durch fulminante Bilder und eine furiose Dramaturgie in seinen Bann.
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1781 zieht Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) von Salzburg nach Wien um, wo sich Kaiser Joseph&nbspII. (Jeffrey Jones) an den Auftritt des Wunderknaben im Jahr 1762 erinnert und überlegt, ob er bei dem Komponisten ein Singspiel in Auftrag geben soll. Anlässlich der Audienz Mozarts spielt der Kaiser persönlich ein Klavierstück seines Hofkomponisten und -kapellmeisters Antonio Salieri (1750 – 1825). Mozart wiederholt das Stück aus dem Gedächtnis und nicht nur das: er verbessert die Komposition auch gleich noch entscheidend.

Antonio Salieri zürnt Gott: Wieso gab dieser ihm das brennende Verlangen, Gott durch herrliche Musik zu preisen, wenn er ihm doch nicht mehr als eine überdurchschnittliche Begabung zukommen ließ, gerade so viel,

dass er das von seinen Zeitgenossen verkannte Genie Wolfgang Amadeus Mozarts zu erkennen vermag? Wieso machte Gott nicht ihn, sondern diesen infantilen, leichtfertigen, obszönen Flegel zum Genie? Salieri beschließt, sich Gott in den Weg zu stellen und Mozart zu vernichten. Mit einer Maske vor dem Gesicht bietet er dem von Schulden Geplagten viel Geld für ein Requiem. Um neben anderen Verpflichtungen auch das Requiem rechtzeitig fertigzustellen, arbeitet Wolfgang Amadeus Mozart Tag und Nacht, bis er vor Erschöpfung zusammenbricht und stirbt. In einem anonymen Massengrab vor den Toren der Stadt wird er verscharrt.

Jahre später bereut Antonio Salieri seine Tat. Er weiß, dass er mit seinem Versuch, sich Gott in den Weg zu stellen, gescheitert ist: Wolfgang Amadeus Mozart ist zwar tot, aber die Nachwelt wird sein Genie erkennen. Nach einem dramatischen Selbstmordversuch nimmt ein Priester Antonio Salieri in einer Irrenanstalt die Beichte ab.

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Mit Antonio Salieris Selbstmordversuch beginnt der Film „Amadeus“. Um historische Wahrheit geht es hier nicht. Im Mittelpunkt des Dramas steht die Verzweiflung eines ehrgeizigen Menschen, der einen weniger würdigen Konkurrenten als überlegenes Genie erkennt. Peter Shaffer, dessen Theaterstück aus dem Jahr 1979 als Vorlage für den Film „Amadeus“ diente, macht diesen Konflikt an Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Salieri fest und integriert viel Authentisches in seine intelligente Fiktion. Der zweieinhalb Stunden lange Film schlägt den Zuschauer durch fulminante Bilder und eine furiose Dramaturgie in seinen Bann. Perfekt arbeitet Milos Forman mit Rhythmus, Steigerung, Spannung und überraschenden Wendungen; ungewöhnlich viele Schnitte und ständig neue Einfälle schaffen ein atemberaubendes Tempo. Bis in die Nebenrollen ist der mit acht „Oscars“ ausgezeichnete Film hervorragend besetzt. Besonders hervorzuheben sind Tom Hulce in der Rolle Wolfgang Amadeus Mozarts und Fred Murray Abraham in der Antonio Salieris.

Am 28. Februar 2002 kam ein digital überarbeiteter Director’s Cut von „Amadeus“ in die deutschen Kinos.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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