Rossini

Rossini

Rossini

Originaltitel: Rossini oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief - Regie: Helmut Dietl - Drehbuch: Helmut Dietl und Patrick Süskind - Kamera: Gernot Roll - Musik: Dario Farina - Darsteller: Götz George, Mario Adorf, Heiner Lauterbach, Gudrun Landgrebe, Veronica Ferres, Joachim Król, Hannelore Hoger, Armin Rohde, Jan Josef Liefers, Meret Becker, Martina Gedeck u.a. - 1997; 110 Minuten

Inhaltsangabe

In seinem Schwabinger Restaurant bietet der Padrone Paolo Rossini einer Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft ein Refugium. Für Fremde gibt es hier keinen Platz. Auf diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten sind die Kreativen unter sich.
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Kritik

"Rossini" ist ein kunstvoll inszenierter, amüsanter Reigen von kleinen und großen Szenen und Katastrophen, mit denen Helmut Dietl seine eigene Welt satirisch bespiegelt.
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In seinem Schwabinger Restaurant bietet der Padrone Paolo Rossini (Mario Adorf) einer Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft ein Refugium. Für Fremde gibt es hier keinen Platz. Auf diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten sind die Kreativen unter sich: der großspurige Filmproduzent Oskar Reiter (Heiner Lauterbach), der gehetzte Filmregisseur Uhu Zigeuner (Götz George) und der Lyriker Bodo Kriegnitz (Jan Josef Liefers), die ältere, ständig betrunkene, nymphomane Journalistin Charlotte (Hannelore Hoger) und die schöne, depressive Valerie (Gudrun Landgrebe), die sich schließlich in der Badewanne die Pulsadern aufschneidet. Reiter steht finanziell unter Druck. Deshalb drängt er Uhu Zigeuner, dem schüchternen Autor Lutz Windisch (Joachim Król) die Rechte an seinem Buch „Lorelei. Die Geschichte einer Hexe“ abzujagen. Um die Rolle der Sagengestalt mit dem goldenen Haar zu bekommen, bezirzt eine aufregende Blondine (Veronica Ferres) erst einmal den alternden Wirt, der sich daraufhin als verliebter Gockel blamiert.


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Dieser Film erzählt nicht, was mit ein paar Haupt- und Nebenfiguren passiert, sondern zeigt uns in diesem Restaurant eine kleine Gesellschaft. Es geht auch weniger um eine Handlung, als um einen kunstvoll inszenierten Reigen von kleinen und großen Szenen und Katastrophen, mit denen Helmut Dietl seine eigene Welt satirisch bespiegelt. Das „Romagna Antica“ von Fabrizio Cereghini lieferte das Vorbild für das Restaurant „Rossini“, bei Uhu Zigeuner denken wir an Helmut Dietl, bei Oskar Reiter an Bernd Eichinger, Bodo Kriegnitz ähnelt Wolf Wondratschek, Lutz Windisch Dietls Freund und Mitautor Patrick Süskind … Tragikomisch sind sie alle.

Unter den Nebendarstellern hervorheben möchte ich Meret Becker, Martina Gedeck und Armin Rhode. Bemerkenswert ist auch, dass Gernot Roll einen Großteil des Films bei reinem Kerzenlicht drehte. Das Ergebnis der hervorragenden Arbeit aller Mitwirkenden ist eine in jeder Weise brillante Satire über die Welt der Filmschaffenden.

Darsteller und ihre Rollen in „Rossini oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief“:
Götz George (Uhu Zigeuner), Mario Adorf (Paolo Rossini), Heiner Lauterbach (Oskar Reiter), Gudrun Landgrebe (Valerie), Veronica Ferres (Schneewitchen), Joachim Król (Jakob Windisch), Hannelore Hoger (Charlotte Sanders), Armin Rohde (Dr. Sigi Gelber), Jan Josef Liefers (Bodo Kriegnitz), Martina Gedeck (Serafina), Meret Becker (Zillie Watussnik), Hilde Van Mieghem (Fanny Zigeuner), Burghart Klaußner (Tabatier), Edgar Selge (Meik), Erich Hallhuber (Hopf), Christian Berkel (Weich), Axel Milberg (Ledersteger) und Carola Regnier (Frau Ledersteger), Markus Majowski (Freddy ), Giulio Ricciarelli (Michele), Enzo Aulisio (Kellner), Angelo Monti (Kellner), Gabriele Dossi, Herman Van Ulzen, Peter Fricke, Timo Dierkes, Linda Caroll, Eva Ingeborg Scholz, Hannes Kaetner, Marc Rothemund, Raissa Geichmann, Howard Fine, Peter Dollinger, Petra Berndt, Irene Rindje, Sandra Steffl, Artur Albrecht, Stefan Butz u.a.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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