Helmut Dietl


Helmut Dietl wurde am 22. Juni 1944 in München geboren und wuchs auch in seiner Heimatstadt auf. Nach der Scheidung seiner Eltern lebte er bei seiner Mutter und seiner Großmutter. Das Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte brach er vorzeitig ab. Helmut Dietl arbeitete als

Regie-Assistent bei den Münchner Kammerspielen, als Aufnahmeleiter beim Fernsehen und als Filmproduzent.

Mitte der Siebzigerjahre machte sich Helmut Dietl mit der neunteiligen Fernsehserie „Münchner Geschichten“ (mit Günther Maria Halmer, Therese Giehse, Michaela May u. a.) einen Namen als Regisseur. In den Achtzigerjahren drehte Helmut Dietl die erfolgreichen Fernsehserien „Monaco Franze. Der ewige Stenz“ (mit Helmut Fischer, Ruth-Maria Kubitschek u. a.) und „Kir Royal“ (mit Franz-Xaver Kroetz, Senta Berger, Dieter Hildebrandt u. a.). Danach verlegte er sich auf Kinofilme: Schtonk! (1992), Rossini (1997), Late Show (1999), Vom Suchen und Finden der Liebe (2005). Aber Helmut Dietl drehte nur alle paar Jahre einen Film, denn es dauerte lang, bis ihm und seinem langjährigen Mitautor Patrick Süskind ein Konzept bzw. Drehbuch gut genug war.

Er ist ein Bezauberungskünstler, doch wenn’s um die Wurst geht, kommt ein als Müßiggänger getarnter Hochleistungsfanatiker zum Vorschein. (Urs Jenny in „Der Spiegel“, 20. Januar 1997, über Helmut Dietl)

Für „Schtonk!“ erhielt Helmut Dietl eine „Oscar“-Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Helmut Dietl war mehrmals verheiratet, u. a. 1976 bis 1983 mit der Filmschauspielerin Barbara Valentin. In den Neunzigerjahren lebte er mit Veronika Ferres zusammen, allerdings in getrennten Wohnungen im selben Haus in Schwabing. Nach der Trennung Ende 2000 heiratete Helmut Dietl in vierter Ehe die Journalistin Tamara Duve.

Im November 2013 erfuhr die Öffentlichkeit, dass im Monat zuvor Lungenkrebs bei Helmut Dietl diagnostiziert worden war. Daran starb er am 30. März 2015 in München.

© Dieter Wunderlich 2005 / 2008 / 2015

Helmut Dietl: Kir Royal
Helmut Dietl: Schtonk!
Helmut Dietl: Rossini
Helmut Dietl: Late Show
Helmut Dietl: Vom Suchen und Finden der Liebe

W. G. Sebald - Die Ringe des Saturn
Mit der mäandrierenden Struktur stellt "Die Ringe des Saturn" ein formales Experiment dar. Der Ich-Erzähler wirkt gebildet, bedächtig und melancholisch. Mehr erfahren wir kaum von ihm. Er kommt uns also auch nicht nahe.
Die Ringe des Saturn

W. G. Sebald

Die Ringe des Saturn

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