Das Fleisch der Orchidee

Das Fleisch der Orchidee

Das Fleisch der Orchidee

Das Fleisch der Orchidee - Originaltitel: Le chair de l'orchidée - Regie: Patrice Chéreau - Drehbuch: Jean-Claude Carrière und Patrice Chéreau, nach dem Roman "Palmetto" von James Hadley Chase - Kamera: Pierre Lhomme - Schnitt: Pierre Gillette - Musik: Fiorenzo Carpi - Darsteller: Charlotte Rampling, Bruno Cremer, Hans Christian Blech, Simone Signoret, François Simon, Edwige Feuillere, Alida Valli u.a. - 1974; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Die Universalerbin eines reichen Verlegers, Fabrik- und Immobilienbesitzers wird von ihrer Tante aus Habgier in eine Irrenanstalt gesperrt, doch eines Tages gelingt ihr die Flucht ...
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Kritik

"Das Fleisch der Orchidee" ist ein surrealer Thriller in düsteren Bildern. Vom Main Stream hält Patrice Chéreau sich in seiner stilistisch eigenwilligen, kunstvollen Inszenierung fern.
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Claire Wegener (Charlotte Rampling) wurde von Madame Bastier-Wegener (Edwige Feuillere), der Schwester ihres verstorbenen Vaters, aus Habsucht in eine Irrenanstalt gesperrt, denn die junge Frau war von dem reichen Verleger, Fabrik- und Immobilienbesitzer als Universalerbin eingesetzt worden. Als der lüsterne Gärtner der Anstalt sich auszieht und zu ihr ins Bett steigen will, sticht Claire ihm mit einem Messer die Augen aus und flieht.

Sie steht neben einem verunglückten Lastwagen, dessen Fahrer tot auf der Straße liegt, als der Pferdezüchter Louis Delage (Bruno Cremer) mit einem Bekannten vorbeikommt. Die beiden nehmen die leicht Verletzte mit und quartieren sich mit ihr in einem Hotel ein. Als der zweite Mann sich in Claires Zimmer schleicht und mit ihr zu schlafen versucht, sticht sie ihm die Augen aus, und kurz darauf wird er von zwei zu Auftragskillern gewordenen Zirkusartisten erstochen, den Gebrüdern Gyula und Joszef Berekian (Hans Christian Blech, François Simon). Louis sieht die beiden früheren Messerwerfer aus dem Zimmer kommen. Sie verfolgen ihn daraufhin, damit er ihnen nicht als Zeuge ihrer Mordtat gefährlich werden kann.

Louis flieht mit Claire. Einmal kommen ihm die Gebrüder Berekian so nahe, dass sie ihm ein Messer in den Rücken werfen können, aber Claire reißt es heraus, zerrt Louis ins Auto und rast mit ihm davon. Auf der Suche nach Hilfe gerät sie an eine Frau, die sie zu einem Arzt bringt, aber in dessen Haus einsperrt und die Irrenanstalt anruft, weil sie die Millionenerbin Claire Wegener erkannt hat. Als die Berekians auftauchen, hält die Frau sie zunächst für die erwarteten Pfleger. Die Verbrecher holen Claire aus ihrem Zimmer und nehmen sie mit.

Sie bringen sie in einem verlassenen Kino („Cinema Italia“) bei der früheren Artistin Lady Vamor (Simone Signoret) unter, während sie weiter nach Louis suchen. Lady Vamor hat Mitleid mit der Gefangenen, zeigt ihr alte Filmaufnahmen aus dem Zirkus und klärt sie über ihre Herkunft auf: Nachdem Kurt Wegeners attraktive Ehefrau mit einem Artisten durchgebrannt war, kehrte sie schwanger zu ihrem Mann zurück und stürzte sich nach der Geburt Claires aus dem Fenster. Wegener erkannte das Mädchen als seine Tochter an. Bei ihrem leiblichen Vater handelte es sich um einen Verbrecher, der als Visitenkarte am Tatort jeweils eine Orchidee hinterließ. Er wurde bald darauf erschossen. Schließlich lässt Lady Vamor sich erweichen und verhilft Claire zur Flucht.

Inzwischen haben Madame Bastier-Wegener und ihre Entourage den schwer verletzten Begleiter Claires entdeckt und auf einer Tragbahre in die Irrenanstalt gebracht, aus der die junge Frau geflohen war. Dort wird Louis von den Gebrüdern Berekian gefunden und getötet. Claire, die sich auch in der Anstalt versteckt hatte, sticht Joszef Berekian die Augen aus, wird aber von seinem Bruder verletzt und von Sanitätern ins Krankenhaus gebracht.

Als Gyula Berekian zu ihr ins Zimmer kommt, sitzt Lady Vamor am Krankenbett. Er tötet die alte Frau mit einem Messerwurf und ersticht sich dann selbst. Neu zu Kräften gekommen, erwacht Claire und richtet sich im Bett auf. Am Boden liegen die beiden Leichen.

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„Das Fleisch der Orchidee“ ist ein surrealer Thriller in düsteren Bildern. Vom Main Stream hält Patrice Chéreausich in seiner stilistisch eigenwilligen, kunstvollen Inszenierung fern. Es handelt sich dabei um die Verfilmung des Romans „Palmetto“ von James Hadley Chase.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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