Ralf Georg Reuth : Goebbels

Goebbels

Ralf Georg Reuth

Goebbels

Goebbels. Eine Biographie Piper Verlag, München 1990
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Joseph Goebbels scheiterte mit seinem Wunsch, Journalist oder Schriftsteller zu werden. Da klagte er über die Ungerechtigkeit der Welt, trat für den Sozialismus ein und suchte verzweifelt nach einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Den glaubte er schließlich als glühender Jünger Adolf Hitlers gefunden zu haben.
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Kritik

Ralf Georg Reuth schrieb diese faktenreiche, aus Originalquellen gründlich recherchierte, hervorragend dokumentierte und brillant geschriebene wissenschaftliche Biografie über Joseph Goebbels.
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Wegen seiner Gehbehinderung verspottet und als Sohn eines „Stehkragenproletariers“ verachtet, wurde der kränkliche Gymnasiast Joseph Goebbels zum hasserfüllten Außenseiter. Die Solidarität in der Bevölkerung, die sich beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu bilden schien, erfüllte ihn mit Hoffnung.

Als jedoch nach dem verlorenen Krieg die gesellschaftlichen Schranken neu errichtet wurden und niemand seine literarischen oder journalistischen Arbeiten veröffentlichen wollte, klagte Goebbels über die Ungerechtigkeit der Welt und gerierte sich als Sozialist. Er löste sich von seinem katholischen Glauben und suchte verzweifelt nach einer anderen Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Die glaubte er schließlich in der nationalsozialistischen Bewegung gefunden zu haben: Er wurde zum glühenden Jünger Adolf Hitlers, schwor dem Sozialismus ab und passte sich fortan jeder Meinungsänderung seines Idols an. Joseph Goebbels stilisierte den „Führer“ zum Erlöser des deutschen Volkes, propagierte das „nationale Erwachen“ und gewann durch die Überzeugung, der Elite eines „Herrenvolkes“ anzugehören, neues Selbstvertrauen.

Weder Göring noch Himmler hasste die Juden so wie dieser Menschen verachtende arrogante Zyniker. Schöne Frauen benutzte er wie Spielzeug für seine unersättliche Begierde: Auch in der Rolle des Don Juan kompensierte er seinen Minderwertigkeitskomplex. Wenn der fanatische Demagoge spürte, wie er die Massen dirigieren konnte, quälten ihn keine Selbstzweifel mehr.

Der Reichspropagandaminister verhetzte seine Landsleute, und als sich die Niederlage abzeichnete, trieb er sie in den „totalen Krieg“. Nach dem Suizid seines Abgotts vergifteten Joseph und Magda Goebbels ihre sechs Kinder und dann sich selbst.

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Diese faktenreiche, aus Originalquellen gründlich recherchierte, hervorragend dokumentierte und brillant geschriebene wissenschaftliche Darstellung erschließt die persönliche und politische Karriere Joseph Goebbels und weist den Historiker und Journalisten Ralf Georg Reuth als profunden Kenner der Materie aus.

 

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Inhaltsangabe und Rezensin: © Dieter Wunderlich 2002

Joseph Goebbels (Kurzbiografie)
Magda Goebbels (Kurzbiografie)

Dieter Wunderlich: Göring und Goebbels. Eine Doppelbiografie

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