Place Vendôme

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Place Vendôme. Heiße Diamanten – Originaltitel: Place Vendôme – Regie: Nicole Garcia – Drehbuch: Jacques Fieschi, Nicole Garcia – Kamera: Laurent Dailland – Schnitt: Luc Barnier, Françoise Bonnot, Jean-François Naudon – Musik: Richard Robbins – Darsteller: Catherine Deneuve, Jean-Pierre Bacri, Emmanuelle Seigner, Jacques Dutronc, Bernard Fresson, François Berléand, Philippe Clévenot, Laszló Szábó, Dragan Nikolic, Otto Tausig u.a. – 1998; 115 Minuten

Inhaltsangabe

Die Brüder Eric und Vincent Malivert, die an der Place Vendôme in Paris ein Juwelier-geschäft betreiben, stehen vor dem Bankrott, und als Vincent beschuldigt wird, gestohlene Diamanten in Kommission genommen zu haben, nimmt er sich das Leben. Seine alkoholkranke Ehefrau Marianne beabsichtigt, das Geschäft weiterzuführen, hört zu trinken auf und gewinnt ihre Entschlusskraft zurück. Um den Bankrott zu verhindern, benötigt sie Kapital. Das will sie durch den Verkauf der gestohlenen Steine beschaffen ...
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Kritik

Weil einige der Figuren in "Place Vendôme. Heiße Diamanten" schwer einzuordnen sind, wirkt die Handlung verworren. Sehenswert ist das ruhige Thrillermelodram v. a. wegen überzeugenden schauspielerischen Leistungen.
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An der Place Vendôme in Paris gegenüber dem Hotel Ritz betreiben die Brüder Eric und Vincent Malivert (François Berléand, Bernard Fresson) ein renommiertes Juweliergeschäft. Doch der Schein trügt: Sie stehen vor dem Bankrott, Vincent wird von Geschäftspartnern in London beschuldigt, gestohlene Diamanten in Kommission genommen zu haben, und seine Ehefrau Marianne (Catherine Deneuve) verbringt die meiste Zeit in einer psychiatrischen Klinik, weil sie depressiv und alkoholkrank ist. Nathalie (Emmanuelle Seigner), eine attraktive junge Mitarbeiterin der Juweliere, beendet ihre Affäre mit Vincent Malivert. Der sieht keinen anderen Ausweg mehr als den Suizid: Er rast mit seinem Wagen in einen Holztransporter.

Nach dem Tod seines Bruders will Eric Malivert das Juweliergeschäft an ein indisches Unternehmen verkaufen, doch unerwartet weigert Marianne Malivert sich, den Vorvertrag zu unterschreiben: Sie beabsichtigt, das Geschäft weiterzuführen, hört zu trinken auf und überwindet ihre Depression. Um den Bankrott zu verhindern, benötigt sie Kapital. Das will sie durch den Verkauf von sieben Diamanten beschaffen, die sie in einem Versteck ihres Mannes entdeckt. Indem sie die Herausforderung annimmt, gewinnt sie ihren Stolz und ihre Entschlusskraft zurück.

Ein Geschäftspartner in Antwerpen warnt Marianne: Bei den Steinen handele es sich um gestohlene Ware. Der Versuch, sie zum Verkauf anzubieten, könne sie in Schwierigkeiten bringen. Noch gefährlicher sei die Russenmafia, die angeblich von den Diamanten wisse.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Ein Monsieur Wajman (Julian Fellowes) setzt den wegen eines Diebstahls mit einem Berufsverbot belegten Rechtsanwalt Jean-Pierre (Jean-Pierre Bacri) auf die schöne Witwe an, und Marianne lässt sich auf ein Verhältnis mit ihm ein. Nach einiger Zeit durchschaut sie ihn. Zur gleichen Zeit begreift sie, dass ihr früherer Liebhaber Battistelli (Jacques Dutronc) mit dem Diamantendiebstahl zu tun hat und beabsichtigt, die Steine wieder in seinen Besitz zu bekommen. Dabei arbeitet er mit Nathalie zusammen, die unlängst seine Geliebte geworden ist. Marianne geht in die Offensive und fordert Nathalie auf, Battistelli auszurichten, dass sie mit ihm sprechen wolle und erzählt ihr, wie ihre Beziehung mit ihm vor zwanzig Jahren endete: Sie verhökerten zusammen gestohlene Juwelen. Zuletzt waren sie in einem Hotel in Genf mit vermeintlichen Kaufinteressenten verabredet, bei denen es sich jedoch um Undercover-Agenten handelte. Als Battistelli das merkte, floh er mit dem Wagen, ohne seine Geliebte zu warnen, die kurz darauf festgenommen wurde. Der gestohlene Schmuck gehörte Vincent Malivert. Der verzichtete bei ihrem Anblick auf eine Anzeige. Drei Monate später wurde sie seine Frau. Battistelli sah sie nicht wieder.

Ein Diamantenschleifer lockt Marianne in eine Falle. Dort wird sie von Wajman und seinen Männern erwartet. Sie verlangen von ihr, Battistelli die Steine zuzustecken und ihn an sie zu verraten, damit sie dem betrügerischen Juwelenhändler endlich das Handwerk legen können.

In einem Bahnhofscafé trifft Marianne sich mit Battistelli. Sie warnt ihn vor Wajman und begleitet ihn nach Oostende. Am anderen Morgen wartet Wajman vor dem Hotel. Battistelli erklärt Marianne ruhig, er habe ihn angerufen und werde ihm die Steine übergeben. Dann steigt er zu ihm ins Auto.

Marianne geht einsam am Strand spazieren. Da taucht Jean-Pierre auf, der sich längst in sie verliebt hat.

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Nicole Garcia und Jacques Fieschi lassen sich bei dem leisen Thrillermelodram „Place Vendôme. Heiße Diamanten“ sehr viel Zeit, die Geschichte einer Frau zu erzählen, die ihre Vergangenheit zu verdrängen versucht, aber nach dem Suizid ihres Mannes von ihr eingeholt wird und dabei zugleich ihre Depression und Alkoholkrankheit überwindet. Weil einige der Figuren schwer einzuordnen sind, wirkt die ohnehin zu komplexe Handlung verworren. Sehenswert ist „Place Vendôme. Heiße Diamanten“ dennoch wegen der eindrucksvollen Kameraführung und der überzeugenden schauspielerischen Leistungen. Allen voran glänzt Catherine Deneuve mit einer facettenreichen Darstellung.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2009

Nicole Garcia: Die Frau im Mond. Erinnerung an die Liebe

Victor Klemperer - Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher
Victor Klemperers "Tagebücher 1933 - 1945" zeichnen sich durch präzise wiedergegebene detaillierte Beobachtungen aus dem Alltag unter dem NS-Regime und scharfsinnig-kritische Analysen aus. Sein besonderes Augenmerk galt der nationalsozialistischen Sprache.
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