Matrix Reloaded

Matrix Reloaded

Matrix Reloaded

Originaltitel: The Matrix Reloaded - Regie: Larry und Andy Wachowski - Drehbuch: Larry und Andy Wachowski - Kamera: Bill Pope - Schnitt: Zach Staenberg - Musik: Don Davis - Darsteller: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Jada Pinkett Smith, Lambert Wilson, Nona Gaye, Harry Lennix, Adrian Reyment, Neil Rayment, Monica Bellucci u.a. - 2002; 140 Minuten

Inhaltsangabe

250 000 Maschinen greifen Zion an, um die letzte Zufluchtsstätte der Menschen zu vernichten. Morpheus glaubt jedoch fest an die Prophezeiung, dass Neo der Auserwählte sei, dem es gelingen werde, den Untergang der Menschheit zu verhindern. Morpheus, Neo und dessen Geliebte Trinity lassen sich erneut in die Matrix versetzen, um den Kampf gegen die Herrschaft der Maschinen weiterzuführen ...

Weiterlesen

Kritik

Zumindest mit dem ersten Teil der "Matrix"-Trilogie haben die belesenen Gebrüder Larry und Andy Wachowski anspruchsvolles Actionkino geschaffen. Das Besondere daran ist der Vorstoß in neue Dimensionen der Filmtechnik.
Weiterlesen

Inhaltsangabe zu „Matrix“

Während Zion, die letzte, tief in die Erde gegrabene Zufluchtsstätte menschlichen Lebens, von 250 000 Maschinen („Wächtern“) angegriffen wird, überzeugt Morpheus (Laurence Fishburne) die Menschen, dass Neo (Keanu Reeves) der Auserwählte sei, der entsprechend einer Prophezeiung die Vernichtung der Menschheit zu verhindern vermag.

Nur der für die Verteidigung Zions verantwortliche Commander Lock (Harry J. Lennix) verlässt sich lieber auf seine Truppen, Waffen und Raumschiffe. Gegen seinen Willen erteilt der Senat Starterlaubnis für das Raumschiff „Nebukadnezar“, mit dem Morpheus, Neo, dessen Geliebte Trinity (Carrie-Anne Moss) und der Bordtechniker Link (Harold Perrineau) zum Orakel (Gloria Foster) aufbrechen.

Neo wird zwar von Selbstzweifeln und Albträumen geplagt, aber Trinity und Morpheus glauben unbeirrbar an ihn, und er macht weiter.

Als man in Zion längere Zeit vergeblich auf Nachricht von der „Nebukadnezar“ gewartet hat, schickt der Senat zwei weitere Raumschiffe aus, um nach den Vermissten zu suchen. Captain Sorren (Steve Bastoni) und Morpheus‘ frühere Geliebte Niobe (Jada Pinkett Smith) melden sich freiwillig für die Mission.

Inzwischen hat Neo vom Orakel erfahren, dass ihm nur der „Schlüsselmacher“ (Randall Duk Kim) helfen kann, um in die Computerzentrale der Matrix vordringen zu können. Der wird jedoch vom „Merowinger“ (Lambert Wilson) gefangen gehalten. Neo, Morpheus und Trinity suchen den Merowinger auf, aber der arrogant-diabolische Gourmet lässt sie nach wenigen Minuten stehen, weil er einer attraktiven Frau in die Damentoilette nacheilt. Aus Verärgerung über die Untreue ihres Geliebten führt Persephone (Monica Bellucci) die Besucher zu dem Verlies, in dem der Schlüsselmacher eingesperrt ist.

Auf der Flucht aus dem Palast des Merowingers trennen Trinity und Morpheus sich von Neo und nehmen den Schlüsselmacher mit. Neo wird von Mr Smith (Hugo Weaving) aufgehalten, der zwar aufgrund einer Befehlsverweigerung kein Agent mehr ist, aber sich heimlich weiter in der Matrix aufhält und sich an Thomas Anderson alias Neo rächen will. Hundertfach geklont greift Mr Smith seinen Gegner an. Es kommt zu einem heftigen Kampf, aber Neo lässt sich nicht bezwingen und holt schließlich seine Freunde und den Schlüsselmacher ein. Doch sie werden von zwei Computerprogrammen verfolgt, die wie ein weiß gekleidetes Albino-Zwillingspaar aussehen (Adrian Rayment, Neil Rayment). Nur durch halsbrecherische Manöver entkommen die Freunde ihnen auf dem Freeway.

Weil Neo aufgrund seiner Albträume befürchtet, dass Trinity in Lebensgefahr ist, drängt er sie, zurückzubleiben, als er mit Hilfe des Schlüsselmachers ins Zentrum der Matrix vorstößt. Der Schlüsselmacher wird zwar von Wachen erschossen, aber Neo gelangt zum Architekten der Matrix (Helmut Bakaitis), der in einem Saal residiert, dessen Wände aus tausenden von Bildschirmen bestehen. Der Architekt der Matrix fordert Neo auf, sich zwischen zwei Ausgängen zu entscheiden: Eine Tür führt zurück zu Trinity. Wenn er sie wählt, wird die Vernichtung Zions nicht mehr aufzuhalten sein. Nach dem Durchschreiten der anderen Tür wird er Trinity nicht wiedersehen, aber die Menschheit retten können.

Neo ahnt nicht, dass Trinity ihm aus Sorge in die Matrix folgte und von Agenten angegriffen wurde. Sie springt aus einem Fenster. Im letzten Augenblick fliegt Neo wie Batman los, fängt seine Geliebte auf und landet mit ihr auf dem Dach eines Wolkenkratzers. Sie scheint tot zu sein, doch als er sie küsst, kommt sie wieder zu sich.

Der Architekt der Matrix hat Neo davon überzeugt, dass die Prophezeiung nichts anderes als ein weiteres Kontroll- bzw. Manipulationssystem in der Matrix war. Für Morpheus bricht aufgrund dieser Mitteilung eine Welt zusammen, denn er glaubte fest an die Prophezeiung.

In achtundvierzig Stunden wird Zion untergehen – wenn Neo, Morpheus und Trinity nicht noch etwas einfällt, wie sie es verhindern können …

nach oben

Die „Matrix“-Trilogie der belesenen Gebrüder Larry und Andy Wachowski („Matrix“, „Matrix Reloaded“, „Matrix Revolutions“) beginnt als vielschichtiger, intelligenter Epos mit pseudophilosophischem Hintergrund, aber das ganz Besondere daran ist der Vorstoß in neue Dimensionen der Filmtechnik.

Die visuellen Effekte in „Matrix Reloaded“, für die erneut John Gaeta verantwortlich war, entstanden ab März 2000 bei ESC, und zwar mit technischen Innovationen, die man als „Bullet Time“- und „Motion Capture“-Verfahren bezeichnet: Dabei werden Actionsequenzen mit mehr als hundert Standbildkameras simultan aufgenommen. Aus diesen Fotografien erstellt der Computer eine dreidimensionale Bildreihe, die ohne Qualitätsverlust mit beliebiger Geschwindigkeit abgespielt werden kann, und es ist darüber hinaus möglich, aus den ermittelten und gespeicherten Bewegungsdaten neue dreidimensionale Szenen zu generieren. Unter den Kleidern und der Haut der virtuellen Filmfiguren bewegen sich die Muskeln ganz realistisch. Um ihnen auch eine lebensechte Mimik zu verleihen, wurden die Gesichter der entsprechenden Schauspieler mit mehreren halbkreisförmig angeordneten Spezialkameras aufgenommen. Die Fotos lieferten das Datenmaterial, das erforderlich war, um eine bewegte, elektronisch generierte Figur beispielsweise wie Keanu Reeves aussehen zu lassen.

Zwei Wochen dauerten allein die Dreharbeiten für die vierzehn Minuten lange Auto-Verfolgungsjagd. Weil die Behörden es nicht zuließen, dass ein Freeway dafür gesperrt wurde, ließen die Filmemacher eigens ein 2,4 Kilometer langes Stück Autobahn bauen und beschafften sich dreihundert Fahrzeuge.

Indem die Gebrüder Wachowski alles auf den kolossalen Aufwand setzten, verloren sie den Inhalt aus den Augen. „Matrix Reloaded“ ist kaum mehr als ein Riesenspektakel. Mit über tausend Tricksequenzen weist „Matrix Reloaded“ gut doppelt so viele wie „Matrix“ auf, und die von Yuen Wo Ping fantastisch choreographierten Kampfszenen sind noch ausgefeilter als im ersten Teil der Trilogie. Aber das sind eher graduelle Steigerungen. Bei „Matrix“ hatten Stil und Technik dagegen noch den Reiz der Neuheit.

Die Dreharbeiten zu „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ fanden von März bis Juni 2001 in Oakland und vom September 2001 bis August 2002 in Sydney statt.

Außer der Filmmusik von Don Davis sind in „Matrix Reloaded“ folgende Songs zu hören:

  • Rob Dougan: „Chateau“, „Furious Angels“
  • Fluke: „Zion“
  • Scott Humphrey, Rob Zombie: „Reload“
  • Marilyn Manson: „This is the New Sh**“
  • Chino Moreno: „Lucky You“
  • Paul Oakenfold: „Dread Rock“
  • P. O. D., Sonny Sandoval: „Sleeping Awake“
  • Glen Ballard, Dave Matthews: „When the World Ends“
  • Tim Commerford, Zack De La Rocha, Tom Morello, Brad Wilk: „Calm Like A Bomb“
  • Linkin Park: „Session“

Synchronsprecher in „Matrix Reloaded“:
Benjamin Völz (Neo), Thomas Vogt (Morpheus), Martina Treger (Trinity), Hannelore Fabry (Orakel), Patrice Luc Doumeyrou (Merowinger), Judith Brandt (Persephone), Otto Mellies (Der Architekt), Klaus Jepsen (Schlüsselmacher), Hans-Jürgen Wolf (Mr Smith), Lothar Blumhagen (Senator Hamann) u. a.

nach oben

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003/2006

Larry und Andy Wachowski: Matrix
Larry und Andy Wachowski: Matrix Revolutions
Tom Tykwer, Andy & Lana Wachowski: Cloud Atlas

Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker
Mit kurzen, sachlich-trockenen Sätzen und lapidaren Dialogen führt Friedrich Dürrenmatt seine Leser mehrmals in die Irre und erzählt eine originelle, raffinierte und spannende Kriminalgeschichte ohne simple Schwarz-Weiß-Muster, in der er bewusst gegen die Regeln des Genres verstößt.
Der Richter und sein Henker

Friedrich Dürrenmatt

Der Richter und sein Henker

Meine vor 18 Jahren selbstgestrickte Website wurde im Juli durch einen professionellen Neubau ersetzt. Aber das Informationsangebot bleibt kostenlos und werbefrei.

Alte Homepage: