Hermann Vinke : Das kurze Leben der Sophie Scholl

Das kurze Leben der Sophie Scholl

Hermann Vinke

Das kurze Leben der Sophie Scholl

Das kurze Leben der Sophie Scholl Originalausgabe: Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 1980 Ravensburger Taschenbuch, Ravensburg 1997 ISBN: 978-3-473-58011-8, 220 Seiten, 5.95 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Hermann Vinke hat sich von Sophie Scholls Schwester Inge Aicher-Scholl ausführlich berichten lassen und mit deren Ehemann Otl Aicher gesprochen, der die Familie Scholl gut gekannt hatte. Auch Sophie Scholls Freund Fritz Hartnagel gab ihm Auskunft. So war es ihm möglich, seine eigene Darstellung mit Auszügen aus Gesprächsprotokollen, Briefen, Tagebüchern und Berichten von Zeitzeugen anzureichern.
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Kritik

"Das kurze Leben der Sophie Scholl" ist ein ausgezeichnetes Jugendbuch von Hermann Vinke, aber ich möchte die Lektüre auch jedem Erwachsenen empfehlen, der sich über Sophie Scholl informieren möchte.

Sophie Scholl (Kurzbiografie)

„Das kurze Leben der Sophie Scholl“ ist ein ausgezeichnetes Jugendbuch von Hermann Vinke, aber ich möchte die Lektüre auch jedem Erwachsenen empfehlen, der sich über Sophie Scholl informieren möchte. Hermann Vinke hat

sich in der Rotismühle im Allgäu von ihrer vier Jahre älteren Schwester Inge Aicher-Scholl ausführlich berichten lassen und mit deren Ehemann Otl Aicher gesprochen, der die Familie Scholl gut gekannt hatte. Auch Sophie Scholls Freund Fritz Harnagel gab ihm Auskunft. Geschickt hat Hermann Vinke seine eigene Darstellung mit Auszügen aus Gesprächsprotokollen, Briefen, Tagebüchern und Berichten von Zeitzeugen angereichert.

In der Rotismühle habe ich mit Inge Aicher-Scholl über Sophie Scholl gesprochen […]
Gemeinsam mit ihrer Schwester Elisabeth hat Inge Aicher-Scholl Kontakte zu Freunden und Freundinnen der hingerichteten Schwester hergestellt. Sie erzählen bisher unbekannte Episoden aus dem Leben von Sophie Scholl. Auch der Freund von Sophie Scholl, Fritz Harnagel, hat sich – wenn auch zögernd – bereit erklärt, Fragen über seine Beziehung zu ihr zu beantworten. Ihm sind auch die in diesem Buch enthaltenen, bisher unveröffentlichten Briefe von Sophie Scholl zu verdanken. Fotos und Zeichnungen stammen aus dem Privatbesitz von Inge Aicher-Scholl und werden hier zum größten Teil erstmals veröffentlicht.
Das, was dabei entstand, ist keine Biografie im herkömmlichen Sinne, sondern eine Beschreibung von Lebensstationen in Form von collagehaft zusammengefügten Berichten, Dokumenten, Briefen, Zeugenaussagen und Fotos. (Seite 9f)

Weil Hermann Vinke der Chronologie der Ereignisse folgt, ist die stringente Biografie auch ohne Vorkenntnisse leicht zu verstehen. Obwohl er sachlich bleibt, gelingt es ihm, die Leser nicht nur intellektuell, sondern auch emotional zu fesseln. „Das kurze Leben der Sophie Scholl“ ist ein ungemein farbiges und konkretes Porträt der bewunderungswürdigen jungen Widerstandskämpferin der „Weißen Rose“, die mit einundzwanzig Jahren von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Selten gelingt es, Geschichte so lebendig zu vermitteln wie in diesem Buch von Hermann Vinke.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008
Textauszüge: © Ravensburger Buchverlag

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