Carl-Johan Vallgren : Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe

Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe

Carl-Johan Vallgren

Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe

Originalausgabe: Den vidunderliga kärlekens historia Albert Bonniers Förlag, Stockholm 2002 Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe Übersetzung: Angelika Gundlach Insel Verlag, Frankfurt/M / Leipzig 2004 ISBN 3-458-17230-0, 384 Seiten, 19.80 € (D) Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt/M 2005 ISBN 3-518-45734-9, 377 Seiten, 9.90 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Hercule wird 1813 in einem Bordell in Königsberg geboren. Seine Mutter stirbt dabei. Der monströse, gehörlose Junge wächst mit Henriette auf, der Tochter einer anderen Prostituierten. Die beiden Seelenverwandten sind unzertrennlich, bis das Etablissement geschlossen wird und man sie auseinanderreißt. Jahre später zieht Hercule auf der Suche nach seiner Jugendliebe durch Europa. Nur weil er Gedanken lesen kann, überlebt er mehrere Mordanschläge ...
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Kritik

"Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" ist eine Mischung aus Liebes- und Schauer-, Kriminal- und historischem Roman mit opulent ausgemalten Episoden.
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Im Februar 1813 wird der Königsberger Arzt Dr. Johann Götz in Madame Schalls Bordell gerufen. Während er die Prostituierte Gabrielle Vogel komplikationslos von einem Mädchen entbindet, das auf den Namen Henriette getauft wird, liegt zwei Türen weiter eine etwa zwanzigjährige Polin im Sterben, und nach tagelangen Wehen ist ihre Bauch- und Beckenmuskulatur erschlafft. Um das Kind, dessen Kopf bereits zu sehen ist, herausziehen zu können, führt Dr. Götz bei der Bewusstlosen einen Dammschnitt durch. Aber es handelt sich um eine Missgeburt.

Der Schädel […] war so grotesk groß, dass er das Becken der Frau gesprengt hatte […] Die Hasenscharte war von einer solchen Art, dass weder Nase noch Nasenlöcher existierten; in der Mitte des Gesichts grinste stattdessen eine dunkelrote Vertiefung, ähnlich einer Schale, deren eingerissener Rand in der Höhe der Augen endete. Der haarlose Schädel wies eigentümliche Auswüchse auf […] Die Zunge war gespalten wie die einer Schlange. Knoten und Beulen entstellten die Schläfen, die Haut war fleckig und schuppig wie die einer Eidechse […] Die äußeren Ohren fehlten ganz, und die Gehörgänge schienen durch eine Art petrifizierte Hautschicht zugewachsen; das Wesen war vermutlich taub […] Ganz oben auf den Schultern saß etwas, das Arme und Hände darstellen sollte, aber eher an die gesottenen Wurzeln einer äußerst kleinen Pflanze erinnerte […] Der Rücken des Kindes […] war völlig mit schwarzem Haar bedeckt, oder eher mit einem Pelz, so dicht wie bei einem Zicklein. (Seite 34ff)

Wider Erwarten überlebt das kleine Monster. Madame Schall gibt ihm schließlich den Namen Hercule Barfuß. Obwohl Hercule offenbar taub ist, versteht er bald, was Madame Schall oder die Mädchen zu ihm sagen. Auch lesen und schreiben lernt er. Besonders betreut wird er von Magdalena Holt, einer jungen Frau, die von der Insel Bornholm stammt, wo sie ihren sechs Monate alten Sohn aus Not in ein Kinderasyl gebracht hatte, bevor sie nach Danzig gekommen und in Madame Schalls Etablissement aufgenommen worden war. Unzertrennlich sind die beiden am selben Tag geborenen Kinder, die zusammen in dem Bordell aufwachsen: Hercule Barfuß und Henriette Vogel.

Als die seelenverwandten Kinder zehn Jahre alt sind, erwacht Hercule eines Nachts und merkt, dass sich ein Einbrecher durch den Garten pirscht. Zu spät rennt er ein Stockwerk tiefer, und er denkt auch nicht daran, etwas umzuwerfen, um Lärm zu machen und die anderen aufzuwecken. Als er die Tür von Magdalena Holts Zimmer aufreißt, ist der Eindringling bereits wieder fort, der die junge Prostituierte im Schlaf überrascht, geknebelt und gefesselt hatte, bevor er ihr die linke Brust abschnitt.

Nach ihrer Genesung kehrt Magdalena Holt nach Bornholm zurück.

Wegen des grausigen Vorfalls und vor allem, um nicht durch die polizeilichen Untersuchungen in Verruf zu kommen, bleiben die Freier aus. In der Hoffnung, ihrem Geschäft einen neuen Aufschwung geben zu können, versteigert Madame Schall die erste Nacht mit der zehnjährigen Jungfrau Henriette Vogel. Hercule, der sich jeden Abend in seinem Zimmer verbergen muss, sobald die ersten Gäste kommen, spürt plötzlich, dass Henriette mit dem Mann allein im Zimmer ist, der Magdalena verstümmelte. Er rennt hinunter, hämmert gegen die Tür und verursacht einen Tumult. Klaus von Kiesingen, der Senatspräsident am Königsberger Oberlandesgericht, der das ius primae noctis ersteigert hatte, kommt wutentbrannt an die Tür. Madame Schall hört unvermittelt eine innere Stimme, die ihr sagt, dass der Verbrecher vor ihr steht, der Magdalena beinahe umgebracht hatte. Sie gibt ihm sein Geld zurück und drängt ihn, ihr Haus zu verlassen.

Eine Woche später wird das Bordell geschlossen. Madame Schall entkommt nach Tallinn, aber die meisten ihrer Mädchen werden ins Spinnhaus von Danzig gesperrt. Hercule und Henriette verlieren sich aus den Augen.

Gabrielle Vogel sucht mit ihrer Tochter Zuflucht bei einer Schwester, die in einem verwahrlosten Hurenhaus in Danzig arbeitet und lässt auch Henriette als Prostituierte arbeiten. Fünf Jahre später bringt der Schnapsfabrikant, der das Bordell betreibt, Henriette in ein Palais am Stadtrand – zu Herrn von Kiesingen! Als er sie am nächsten Morgen abholt, findet er sie schwer verletzt, apathisch und in einem Schockzustand vor. Bald darauf muss Henriette erneut zu dem Senatspräsidenten. Aber diesmal hackt sie ihm mit einem Rasiermesser in den Penis. Um einen Skandal zu vermeiden, wird Henriette Vogel zwar nicht angeklagt, aber zusammen mit ihrer Mutter ins Spinnhaus gebracht, wo Gabrielle Vogel nach einiger Zeit im Alter von fünfunddreißig Jahren an Unterernährung stirbt.

Hercule wird auf Anweisung des Senatspräsidenten in ein Irrenhaus gebracht und dort angekettet. Jeden Tag muss er befürchten, von den beiden sadistischen Aufsehern Karl und Stephan Moosbrugger misshandelt zu werden. Nur der Gedanke an Henriette hält ihn am Leben. Nach sieben Jahren nimmt ihn der vierundachtzigjährige Mönch Julian Schuster mit in das oberschlesische Jesuitenkloster Heisterbach. Zur Verwunderung des Abtes Johann Kippenberg, Julian Schusters und der anderen Mönche lernt das gehörlose Monster, mit den Füßen auf der Orgel zu spielen. Der Hirte Dietrich Fromm findet eines Tages ein entlaufenes Mutterschaf in einer Klamm wieder und erzählt, der verwachsene Junge aus dem Kloster habe ihm durch eine innere Stimme den Weg gewiesen. Weitere wundersame Ereignisse werden berichtet, und schließlich verbreitet sich der Aberglaube, das seltsame Wesen könne Wunder wirken. Eine Menschenmenge versammelt sich vor dem Kloster und verlangt, Hercule Barfuß zu sehen. Als das Kloster gestürmt wird, flüchtet Julian Schuster mit seinem Schützling.

Auf Anweisung von Johann Kippenberg bringt er Hercule in den Borgo Santo Spirito in Rom, das Hauptquartier der Jesuiten. Im Beisein von Kardinal Aurelio Rivero beginnt der Inquisitor Sebastian del Moro, Hercule zu untersuchen. Als erstes rasiert er ihm die Behaarungen ab, um besser nach Hexenmalen suchen zu können. Dann rammt er ihm an mehreren Stellen eine Ahle ins Fleisch, um zu prüfen, ob es verdächtige schmerzfreie Stellen am Körper des Monsters gibt.

Gerade noch rechtzeitig warnt der Gepeinigte seinen im Quartier auf ihn wartenden Reisebegleiter telepathisch vor vier Mönchen, die im Auftrag von Kardinal Aurelio Rivero unterwegs sind, um ihn zu erdrosseln. Die Männer der Kirche wollen den Zeugen zum Schweigen bringen, bevor sie Hercule töten, von dem sie glauben, er sei vom Teufel gezeugt worden und von Dämonen besessen. Schuster gelingt es, zu fliehen und Hercule zu befreien. Am nächsten Tag wird die entkleidete Leiche des Mönches auf einem Weinfeld in Trastevere gefunden.

Hercule schließt sich dem Wanderzirkus des aus Llanerchymedd in Wales stammenden Zyklopen Barnaby Wilson an und tritt als Gedankenleser auf. An jedem Ort, durch den sie kommen, durchforstet er auf der Suche nach Henriette mit seinen übersinnlichen Kräften die Gedanken der Menschen, aber er findet keine Spur von ihr. Nach einem Jahr erfährt Kardinal Aurelio Rivero, wo Hercule sich befindet, und seine Beauftragten zünden das Nachtlager der Schausteller an. Bei dem hinterhältigen Mordanschlag kommen alle bis auf Barnaby Wilson und Hercule Barfuß ums Leben.

Hercule verschlägt es nach London, dann nach Kopenhagen. Dort verspricht ihm die schwedische, vor ihren Gläubigern nach Dänemark geflohene Gräfin Tavastestierna, über spiritistische Kontakte Henriettes Aufenthaltsort herauszufinden. Am Vorabend des Tages, für den ihr die Geister angeblich eine entsprechende Auskunft angekündigt haben, soll Hercule ihr helfen, beim Pokerspiel gegen Justizrat Conrad zu gewinnen. Versteckt in einem Wandschrank soll er sie telepathisch über das jeweilige Blatt des Gegners informieren. Auf diese Weise verspielt der Justizrat bis 2 Uhr nachts sein gesamtes Vermögen. Als Hercule den Schrank verlassen möchte, stellt er fest, dass er abgeschlossen ist. Der Hausmeister findet Hercule zufällig am nächsten Abend. Die Gräfin ist fort.

Jahrelang wandert Hercule als Bettler von Stadt zu Stadt, bis er nach Berlin kommt. Dort findet Henriette ihn dreizehn Jahre nach der erzwungenen Trennung zufällig in der Gosse und nimmt ihn in ihrer Kutsche mit nach Hause. Ihrem Ehemann Heinrich Freiherr von Below gegenüber gibt sie Hercule als Halbbruder aus.

Heinrich von Below, ein durch den technischen Fortschritt reich gewordener Manufakturbesitzer und Industrieller, experimentiert mit humaneren Arbeitsbedingungen: Beispielsweise braucht keiner seiner Arbeiter länger als zwölf Stunden am Tag zu arbeiten, und Kinder unter zwölf Jahren beschäftigt er nicht. Als er bei einer Geschäftsreise in Danzig von Henriettes Schicksal erfuhr, wollte er sie aus dem Spinnhaus befreien, aber Senatspräsident Klaus von Kiesingen hintertrieb seine Bemühungen und ließ das Mädchen erneut ins Gefängnis werfen. Erst als ein Freund des Industriellen den Bürgermeister von Danzig erpresste, der eine Affäre mit der Ehefrau des britischen Konsuls hatte, gelang das Vorhaben: Henriette kam frei, und Heinrich von Below heiratete sie.

Heimlich schleicht Henriette jede Nacht zu Hercule und schlüpft zu ihm ins Bett. Ihr Mann schöpft auch keinen Verdacht, als sie schwanger wird und eine Tochter zur Welt bringt: Charlotte. Ohne Wissen Heinrichs besorgen die Liebenden sich Schiffskarten: Sie wollen mit ihrer Tochter nach Amerika auswandern.

Eine Woche vor der geplanten Abreise sitzen im Wirtshaus „Goldener Hahn“ drei Mönche und legen fest, wie sie Hercule Barfuß töten wollen. Johannes Langhans handelt dabei als Sonderbeauftragter von Kardinal Aurelio Rivero und Sebastian del Moro. Seine beiden Handlanger sind Brüder und heißen Hans und Erich Malitsch. Der Wirt veranstaltet Tierkämpfe, und weil die in der Schankstube angekettete Meerkatze, die eigentlich zur Unterhaltung der Gäste Kunststücke vorführen sollte, nur herumsitzt, will er sie bei den Kämpfen zerfleischen lassen. Aber dazu kommt es nicht, denn Johannes Langhans kauft ihm das Tier ab.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

In der Nacht spürt Hercule Gefahr. Henriette schlummert weiter in seinem Bett. Er verlässt das Zimmer, um nachzusehen, aber als er begreift, was geschieht und zurückrennt, ist es zu spät: Eine Meerkatze klettert an den Vorhängen hoch und lässt dabei ein Messer fallen. Henriette liegt mit durchschnittener Kehle in ihrem Blut.

Bald darauf wird der zweiundvierzigjährige Karl Moosbrugger in Ratibor unter dem Verdacht festgenommen, seinen jüngeren Bruder Stephan ermordet und vor dem Tod grausam gefoltert zu haben. Die beiden hatten als Aufseher in einer Irrenanstalt gearbeitet, bis sie kürzlich aufgrund eines anonymen Schreibens bei Diebstählen in der Anstalt ertappt und entlassen wurden. Karl Moosbrugger sagt aus, der Teufel habe ihm befohlen, Stephan umzubringen.

Abt Johann Kippenberg wird für die bestialische Ermordung von fünf Ordensbrüdern zum Tod verurteilt. Senatspräsident Klaus von Kiesingen überwacht die Hinrichtung persönlich.

Der Scharfrichter hatte allem Anschein nach getrunken. Der erste Hieb traf die Schulter des Verurteilten. Man hörte deutlich, wie ein Knochen brach. Kippenberg gab keinen Laut von sich, verdrehte aber die Augen, sodass nur noch das Weiße zu sehen war. Der Henker schlug erneut zu: Diesmal traf er den Rücken. Vom Pöbel waren Pfiffe zu hören, Schimpfworte hagelten auf den Scharfrichter nieder, und eine Frau in der ersten Reihe wurde ohnmächtig. Erst beim dritten Versuch, als Kippenberg schon das Bewusstsein verloren hatte, gelang es dem Henker, ihn zu enthaupten. Er traf ihn schief und trennte den oberen Teil des Kopfes vom unteren. Der ganze Unterkiefer saß noch auf dem Hals. (Seite 293)

Seit Tagen beobachteten Herr von Kiesingen, seine Frau Rosalinda und die Bediensteten eine Katze auf ihrem Anwesen. Als der Senatspräsident von der Hinrichtung nach Hause kommt, erfährt er, dass die Katze bis ins Haus vorgedrungen war. Dem Gärtner, der sie mit seiner Vogelflinte jagte, kratzte sie ein Auge aus, bevor sie auf den Dachboden entkam. Herr von Kiesingen steigt hinauf und verfolgt die Katze bis auf den regennassen Dachfirst. Vor den Augen seiner Frau rutscht er ab und stürzt in die Tiefe.

Sebastian del Moro befindet sich in Fossa in den Abruzzen. Seit Tagen wird er von Albträumen heimgesucht, und weil er befürchtet, besessen zu sein, versucht er, sich selbst zu exorzieren. Als er sich dabei vorschriftsmäßig mit einer Ahle ins Fleisch sticht, durchbohrt er sein Herz.

Kardinal Aurelio Rivero begeht Freveltaten, bis er von einem neuen, kleinwüchsigen Privatsekretär gegenüber allen Besuchern abgeschirmt und schließlich auf ein abgelegenes Landgut in den Sabiner Bergen verschleppt wird.

In Wien erhält Kanzleirat Johannes Langhans ein anonymes Schreiben mit der Aufforderung zu einem konspirativen Treffen mit einem Unbekannten. Nachdem er am angegebenen Ort die Kutsche verlassen hat, mischt er sich unter die Zuschauer von Tierkämpfen. Der Veranstalter führt eine Braunbärin am Nasenring in die Arena und kettet sie so an, dass sie sich nicht ganz aufrichten kann. Dann werden vier Bulldoggen auf die Bärin gehetzt. Es kommt zu einem blutigen Kampf. Als einer der Hunde der Bärin die Nase abbeißt, kommt sie frei und tobt blind vor Schmerz ins Publikum. Kurz bevor sie den Veranstalter mit einem Prankenhieb tötet, lässt dieser wie in Trance einen wütenden Keiler los, der Johannes Langhans angreift – einen Meter vor ihm unvermittelt stehen bleibt und zurück in seinen Käfig trabt. Der Mönch sieht plötzlich Hercule Barfuß vor sich und hört in dem Monster eine Frauenstimme, die meint, es sei genug der Rache. Nicht Hass, sondern Liebe soll Hercule von jetzt an wieder leiten.

Nach diesem Erlebnis fängt Hercule ein neues Leben an. Endlich fühlt er sich frei. Ein halbes Jahr lang erlernt er am Institut des Sourds-Muets in Paris die Gebärdensprache. Dann, im März 1838, reist er über Calais nach Liverpool und schifft sich von dort nach New York ein. In Martha’s Vineyard, wo seit den Neunzigerjahren des 18. Jahrhunderts zahlreiche Gehörlose leben, ändert er seinen Namen in Barfoot und baut 1841 ein Haus. Mit seiner Lebensgefährtin Sonya Pereira zeugt er drei Kinder, von denen nur die Tochter überlebt, die denselben Namen trägt, wie Henriettes Kind: Charlotte.

Später hat er noch einen Sohn mit der Schneiderin Josefine Smith.

Dessen Enkel Jonathan Barefoot schreibt am 15. Juli 1994 in hohem Alter einem Fräulein Fägel, einer Nachfahrin von Hercule Barfuß und Henriette Vogel, und berichtet ihr, was er über seinen Urgroßvater erfahren hat.

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Wie bei Jean-Baptiste Grenouille in „Das Parfum“ handelt es sich bei Hercule Barfuß in der „Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe“ von Carl-Johan Vallgren (*1964) um ein geniales Monster: Er kann Gedanken lesen, mit den Augen eines Raben oder einer Katze sehen und die Vorstellungen anderer Menschen beeinflussen. „Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe“ ist eine Mischung aus Liebes- und Schauer-, Kriminal- und historischem Roman. Die eigentliche, im 19. Jahrhundert spielende Geschichte ist in einen Rahmen eingebettet: einen Brief aus dem Jahr 1994.

Abgesehen von der Grundidee ist der Plot nicht besonders originell, aber der schwedische Schriftsteller Carl-Johan Vallgren fesselt die Leserinnen und Leser durch die Fabulierlust, mit der er die einzelnen Episoden zu opulenten Bildern ausmalt. Dabei schildert er lieber zwei Details zu viel als eines zu wenig.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005
Textauszüge: © Insel Verlag

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