Stephen Daldry


Stephen Daldry wurde am 2. Mai 1961 in der englischen Grafschaft Dorset geboren, und zwar als Sohn des Bankmanagers Patrick Daldry und dessen Ehefrau Cherry (geb. Thompson), einer Sängerin. Als Stephen 14 Jahre alt war, starb sein Vater in Taunton/Somerset, wohin die Familie inzwischen gezogen war.

Schon als Schüler stand Stephen Daldry sowohl beim Jugend- als auch beim Amateurtheater in Taunton auf der Bühne. Als 18-Jähriger begann er mit einem Stipendium der Royal Air Force ein Englisch-Studium an der University of Sheffield, wo er sich ebenfalls in der Theatergruppe engagierte (Sheffield University Theatre Company).

Nach dem Studienabschluss hielt sich Stephen Daldry ein Jahr lang in Italien auf und ließ sich dort zum Zirkusclown ausbilden.

Von 1985 bis 1988 führte er am Sheffielder Crucible Theatre Regie. Dann wechselte Stephen Daldry zum The Gate Theatre in London (1989 – 1992). 1992 übernahm er die künstlerische Leitung der English Stage Company am Royal Court Theatre (1992 – 1999). Parallel dazu arbeitete er auch in anderen Häusern und Städten. Seinen größten Erfolg erzielte Stephen Daldry mit der Inszenierung des Dramas „An Inspector Calls“ von John Boynton Priestley am National Theatre’s Lyttelton Theatre (Premiere: 11. September 1992). Dafür wurde er mit den wichtigsten britischen Theaterpreisen ausgezeichnet, und vom 27. April bis 28. Mai 1995 lief seine Produktion am Broadway (Royale Theater).

Als Regisseur eines abendfüllenden Kinofilms debütierte Stephen Daldry 2000 mit „Billy Elliot. I Will Dance“. Für die Hauptrolle in seinem Film „The Hours. Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ wurde Nicole Kidman mit einem „Oscar“ ausgezeichnet. Stephen Daldry selbst erhielt die Trophäe bisher nicht, obwohl er bereis viermal in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert wurde: 2000 für „Billy Elliot. I Will Dance“, 2002 für „The Hours. Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, 2008 für „Der Vorleser“ und 2012 für „Extrem laut & unglaublich“.

Nach einer langjährigen Beziehung mit dem ein Jahr älteren Bühnenbildner Ian MacNeil überraschte Stephen Daldry die Öffentlichkeit durch seine Eheschließung mit der amerikanischen Tänzerin Lucy Sexton am 18. Oktober 2001 in New York. Annabel Clare Daldry, die Tochter des Paars, wurde im Mai 2003 geboren.

2004 erhielt Stephen Daldry für seine Verdienste den Order of the British Empire.

Bei den XXX. Olympischen Spielen in London war Stephen Daldry ausführender Produzent der Eröffnungs- und Abschlussfeier „The Isles of Wonder“ am 27. Juli 2012 und für die künstlerische Gesamtleitung aller Zeremonien verantwortlich.

Stephen Daldry: Filmografie (Auswahl)

© Dieter Wunderlich 2014 / 2015

Tanguy Viel - Paris – Brest
Der Roman "Paris – Brest" von Tanguy Viel ist aus einem Vor und Zurück von Andeutungen, Ankündigungen und Fragmenten kunstvoll komponiert und funkelt vor Witz, Esprit, Ironie und Sarkasmus.
Paris – Brest

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