Die Hexen von Eastwick

Die Hexen von Eastwick

Die Hexen von Eastwick

Die Hexen von Eastwick - Originaltitel: The Witches of Eastwick - Regie: George Miller - Drehbuch: Michael Cristofer, nach dem Roman "Die Hexen von Eastwick" von John Updike - Kamera: Vilmos Zsigmond - Darsteller: Jack Nicholson, Cher, Susan Sarandon, Michelle Pfeiffer, Veronica Cartwright, Carel Struycken u.a. - 1987; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Alexandra, Jane und Sukie leben in der Kleinstadt Eastweak auf Rhode Island. Die drei frustrierten jungen Frauen sitzen zusammen und stellen sich vor, ein Traummann komme in ihre langweilige Stadt, am besten ein "dunkler Prinz, auf dem ein Fluch liegt". Am nächsten Morgen erfahren sie, dass ein Junggeselle aus New York die schlossartige Lenox-Villa bezogen hat ...
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Kritik

Die verhältnismäßig ruhig beginnende Komödie "Die Hexen von Eastwick" steigert sich bis zu einem furiosen, mit technischen Effekten gepfefferten Schluss. Die Rolle des diabolischen Frauenverführers ist Jack Nicholson auf den Leib geschnitten.
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Die drei Freundinnen Alexandra (Cher), Jane (Susan Sarandon) und Sukie (Michelle Pfeifer) leben in der Kleinstadt Eastweak auf Rhode Island. Alexandras Mann ist gestorben, Sukie wurde von ihrem Mann verlassen, weil ihm die sechs Kinder zu viel wurden, und Jane feiert gerade ihre Scheidung. Alexandra formt Tonfiguren, Jane ist Musiklehrerin an der Schule, und Sukie schreibt für das Lokalblatt.

Die drei frustrierten jungen Frauen sitzen zusammen und stellen sich vor, ein Traummann komme in ihre langweilige Stadt, am besten ein „dunkler Prinz, auf dem ein Fluch liegt“. Am nächsten Morgen erfahren sie, dass ein Junggeselle aus New York die schlossartige Lenox-Villa bezogen hat. Zunächst kann sich niemand an den Namen des Fremden erinnern. Bei einem Konzert sitzt er (Jack Nicholson) in der letzten Reihe, schläft ein und schnarcht laut. Dann springt er begeistert auf und beklatscht die Cellistin Jane. Als den Gästen einer Gesellschaft der Name des Mannes einfällt – Daryl Van Horne – reißt eine Schmuckkette. Felicia, die Besitzerin der Lokalzeitung, gleitet auf den Perlen aus, stürzt eine Treppe hinab und bricht sich dabei ein Bein. Im Krankenbett wird sie von schlimmen Vorahnungen heimgesucht. Das Böse sei in die Stadt gekommen, warnt sie ihren Mann Clyde.

Neugierig nähert sich Alexandra auf dem Fahrrad der Lenox-Villa. Unvermittelt taucht Daryl Van Horne auf und spricht sie an. Ob sie Silberreiher gesehen habe. Nein. Er sehe auch keine, und wenn würde er sie nicht erkennen. Er lädt sie zum Essen in seine Villa ein, schimpft über die Ehe, in der die Frau zugrunde gehe und verführt Alexandra schließlich ganz unverblümt im Schlafzimmer.

Kurze Zeit später steht er mit einem Geigenkasten unter dem Arm bei Jane an der Tür. Als sie ihn darauf aufmerksam macht, dass man in der Lenox-Villa früher Hexen verbrannte, behauptet er, dass die meisten Opfer Hebammen waren, die von konkurrierenden Ärzten denunziert wurden. Und an der von Männern dominierten Arbeitswelt habe sich bis heute nichts geändert, merkt Daryl kritisch an. „Männer sind Arschlöcher.“ Dann übt er mit Jane und spornt sie zu einem immer ausdrucksvolleren Spiel an, bis sie sich voller Leidenschaft an ihn drängt.

Felicia warnt in der Kirche vor der Unmoral in ihrer Stadt und sorgt dafür, dass ihr Mann die Zeitung mit einer Titelgeschichte über den „Skandal im Lenox-Haus“ aufmacht. Alexandra, Jane und Sukie werden nun von ihren Mitbürgern gemieden. Vergeblich fordert Sukie ihre beiden Freundinnen auf, kritisch über ihr Verhältnis mit Daryl nachzudenken. Nach einem heftigen Streit finden sich alle drei in der Lenox-Villa ein, wo Daryl nun auch Sukie verführt.

Während er seine Verehrerinnen mit Kirschen füttert, verwünschen diese Felicia.

Am nächsten Morgen beobachten sie, wie Felicias Leiche abgeholt wird. Da machen sie sich Vorwürfe und wollen nichts mehr mit ihrem geheimnisvollen Liebhaber zu tun haben. Der spricht vergeblich bei ihnen vor. Als Jane jedoch erfährt, dass sie schwanger ist, besucht sie ihn voller Freude. Daryl lehnt krank in einem Sessel und sieht sich Videoaufnahmen an, zunächst von Jane, dann von Alexandra. Währenddessen verdörrt das Obst in seiner Nähe, und Jane sieht ihren Körper plötzlich voller Falten. In der Obstschale entdeckt sie eine Schlange. Sie eilt zu Alexandra. Die kommt ihr bereits schreiend entgegengelaufen: In ihrem Bett winden sich Knäuel von Schlangen. Sukie wird von Schmerzen gepeinigt ins Krankenhaus gebracht.

Alexandra sucht Daryl auf und verlangt von ihm, sie und ihre Freundinnen in Ruhe zu lassen. Wütend beschwert er sich über die drei Frauen: Zuerst sei er der Mann ihrer Träume gewesen und dann hätten sie ihn plötzlich in Stich gelassen. Schließlich beruhigt er sich und küsst Alexandra. Von diesem Augenblick an spürt Sukie die Schmerzen nicht mehr, und sie erholt sich.

Als sei nichts geschehen, kommen Alexandra, Jane und Sukie Daryl wieder in die Lenox-Villa. Um Eis und Donats für sie zu besorgen, fährt Daryl in die Stadt. Kaum hat er die Villa verlassen, bereiten die drei Frauen einen Woodoo-Zauber vor. Während sie eine Puppe mit Nadeln bearbeiten, greift er sich in der Eisdiele mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Bein, und auf der Straße wird er von einem Sturm umgerissen. Er rettet sich in die Kirche. Dort übergibt er sich heftig. „Sind die Frauen ein Irrtum Gottes“, schreit er zwischendurch, „oder hat er uns das absichtlich angetan?“ Er rast mit dem Wagen nach Hause, um sich zu wehren. Aber im letzten Augenblick fällt die Woodoo-Puppe ins Feuer, und Daryl löst sich auf.

Eineinhalb Jahre später – jede der drei Frauen hat inzwischen einen Sohn geboren – vermissen Alexandra, Jane und Sukie ihren Liebhaber bereits, aber sie ermahnen sich gegenseitig, nur ja nicht wieder gleichzeitig von einem Märchenprinzen zu träumen. Als Daryl von einer Videowand mit seinen drei kleinen Söhnen spricht, nähern sich deren Mütter mit der Fernbedienung und schalten ihn ab.

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George Miller verfilmte den 1984 von John Updike veröffentlichten Roman „Die Hexen von Eastwick“.

Die verhältnismäßig ruhig beginnende Komödie steigert sich bis zu einem furiosen, mit technischen Effekten gepfefferten Schluss. Die Rolle des diabolischen Frauenverführers, der schließlich als Unhold entlarvt wird und ums Überleben kämpft, ist Jack Nicholson auf den Leib geschnitten.

John Updike veröffentlichte 2008 eine Fortsetzung der Geschichte unter dem Titel „The Widows of Eastwick“. Die deutsche Übersetzung von Angela Praesent erscheint im Juli 2009 bei Rowohlt: „Die Witwen von Eastwick“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002 / 2009

George Miller: Mad Max

Christopher Isherwood - Der Einzelgänger
Christopher Isherwood hat einen besonderen Stil entwickelt: Er beschreibt Szenen so, als ob es sich um einen Dokumentarfilm handeln würde. Ungeachtet des ironischen Untertons bleibt der Autor sachlich und unaufgeregt. Seine Sprache ist kultiviert und ausgefeilt.

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