Mad Max

Mad Max

Mad Max

Mad Max – Originaltitel: Mad Max – Regie: George Miller – Drehbuch: George Miller, James McCausland, Byron Kennedy – Kamera: David Eggby – Schnitt: Cliff Hayes, Tony Paterson – Musik: Brian May – Darsteller: Mel Gibson, Joanne Samuel, Hugh Keays-Byrne, Steve Bisley, Tim Burns, Roger Ward, Lisa Aldenhoven, David Bracks, Bertrand Cadart, David Cameron, Robina Chaffey, Stephen Clark u.a. – 1979; 85 Minuten

Inhaltsangabe

In naher Zukunft beherrschen motorisierte Mordbanden die Highways. Zwischen ihnen und der Main Force Patrol (MFP), die über 600 PS starke Einsatzfahrzeuge verfügt, herrscht Krieg. Als der "Nightrider" aus dem Gefängnis ausbricht und bei einer Verfolgungsjagd tödlich verunglückt, schwört eine Biker-Gang der Polizei Rache. Die Ermordung seines Partners veranlasst den Polizisten Max, seinen Dienst zu quittieren. Er fährt mit seiner Familie zur Küste. Aber die Biker folgen ihm ...
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Kritik

Trotz eines kleinen Budgets setzte "Mad Max" 1979 neue Maßstäbe und gilt inzwischen längst als Klassiker. Der Film punktet nicht nur durch spektakuläre Action, sondern auch durch durch aberwitzige Einfälle, originelle Bildideen, ungewohnte Perspektiven und zynische Dialoge.
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Australien, in naher Zukunft. Motorisierte Mordbanden beherrschen die Highways. Die Main Force Patrol (MFP) schlägt zwar nicht weniger brutal zu und verfügt über 600 PS starke Einsatzfahrzeuge, kann aber allenfalls für ein Minimum an Ordnung und Sicherheit sorgen. Zwischen der Polizei und den Verbrechern herrscht Krieg. Die „Hall of Justice“ ist verwahrlost.

Crawford Montizano (Vincent Gil), der zu einer Haftstrafe verurteilte Anführer einer Verbrecherbande, der sich „Nightrider“ nennt, bricht aus dem Gefängnis aus und rast in einem gestohlenen Polizeifahrzeug über die Highways. Ihm und seiner neben ihm sitzenden Freundin (Lulu Pinkus) macht es höllisch Spaß, die Polizisten zu narren, die sie aufzuhalten versuchen. Nachdem bereits mehrere Fahrzeuge zu Schrott gefahren wurden, nimmt Max Rockatansky (Mel Gibson), der beste Mann der MFP, die Verfolgung auf. Er jagt den Nightrider, bis dieser in das Wrack eines verunglückten Schwertransporters rast und es bei dem Aufprall zu einer ungeheuren Explosion kommt.

Die Mitglieder einer von Toecutter (Hugh Keays-Byrne) und seinem Adlatus Bubba Zanetti (Geoff Parry) angeführten Biker-Gang nehmen sich vor, Nightriders Tod zu rächen.

Nach einem Raubüberfall der Rocker auf ein junges Paar gelingt es Max und seinem Partner Jim Goose (Steve Bisley) jedoch erst einmal, Johnny (Tim Burns), eines der jungen Bandenmitglieder, festzunehmen. Weil der Richter die Beweise gegen Johnny für nicht ausreichend hält, ordnet er Johnnys sofortige Freilassung an. Jim kann es nicht fassen. Er versucht Johnny mit Gewalt daran zu hindern, das Polizeigebäude zu verlassen, aber seine Kollegen reißen ihn zurück. Und Johnny schwört Rache.

Kurz darauf manipuliert er Jims Dienstmotorrad so, dass es bei dessen nächster Fahrt zu einem Unfall kommt. Der Polizist bleibt bei dem Sturz unverletzt, doch als er das zerstörte Motorrad mit einem geliehenen Abschleppwagen zurückbringen will, lauert ihm Toecutters Bande auf. Johnny wirft ihm aus einem Hinterhalt einen schweren Metallgegenstand in die Windschutzscheibe. Jim erschrickt, verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug und überschlägt sich. Mit dem Kopf nach unten klemmt er in dem Wagen. Benzin läuft aus. Der Sadist Toecutter fordert Johnny auf, ein brennendes Streichholz in die Pfütze zu werfen. Jim Goose verbrennt bei lebendigem Leib.

Der Schock über den Tod seines Partners veranlasst Max, seinen Dienst bei der MFP zu quittieren, denn er befürchtet, ebenso brutal zu werden wie die Verbrecher. Vergeblich versucht Captain Fifi Macaffee (Roger Ward), seinen besten Mann zu halten.

Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Max mit seiner Ehefrau Jessie (Joanne Samuel) und dem kleinen Sohn (Mathew Constantine) an die Küste. Unterwegs kauft er einen Hund. Es sind glückliche Tage.

Während Max in einer Werkstatt einen ausgewechselten Reifen reparieren lässt, fährt Jessie mit dem Kind ein Stück weiter, um ein Eis zu essen. Dabei wird sie von Toecutter und seiner Bande entdeckt. Die Biker nähern sich ihr zu Fuß und belästigen sie. Jessie rammt Toecutter ein Knie zwischen die Beine, springt ins Auto und flieht mit ihrem Sohn. In der Werkstatt bestürmt sie Max, rasch einzusteigen. Ohne sich um das abgegebene Rad zu kümmern, rasen sie los. Es gelingt ihnen, die Verfolger abzuschütteln, und sie quartieren sich schließlich bei einer Farmerin namens May Swaisey (Sheila Florance) und ihrem geistesgestörten Sohn Benno (Max Fairchild) ein.

Max ist damit beschäftigt, das defekte Auto instandzusetzen, aber Jessie geht mit dem Hund durch ein Waldstück zum nahen Strand und schwimmt im Meer. Das Kind spielt in Sichtweite des Vaters.

Die Biker entdecken Jessie am Strand. Als sie es merkt und durch den Wald davonrennt, stößt sie auf ihren zerfetzten Hund, den die Verbrecher an einem Baum aufgehängt haben. Auf ihr Schreien hin packt Max ein Gewehr und eilt ihr zu Hilfe. Das nutzen Toecutter und seine Männer, um das kleine Kind zu entführen. Aber sie haben nicht mit der beherzten Farmerin gerechnet, die sie mit einem Gewehr in der Hand dazu zwingt, das Kind der Mutter zu überlassen und die Männer einen Lagerraum sperrt.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Bevor Max aus dem Wald zurückkommt, fliehen Jessie und May mit dem noch nicht fertig reparierten Auto – und bleiben nach kurzer Wegstrecke mit einer Motorpanne liegen. Die Biker brechen die Tür auf und folgen den Frauen. May kann sie nicht aufhalten. Sie fahren Jessie und ihr Kind mit ihren Motorrädern so lange an, bis die beiden leblos auf der Straße liegen bleiben.

Daraufhin zieht Max wieder seine schwarze Lederuniform an, stiehlt eines der 600 PS starken MFP-Fahrzeuge und macht sich auf die Suche nach den Mördern seiner Frau und seines Sohnes.

Als er die Motorradkolonne aufspürt, überholt er sie, wendet dann und rast frontal auf die Biker zu. Er rammt eine Reihe von ihnen und drängt andere über den Rand einer Brücke.

Kurz darauf imitiert Bubba einen Motorradunfall und legt sich auf die Straße, als ob er tot wäre. Toecutter und Johnny verstecken sich. Als Max mit einer Waffe in der Hand aus seinem Wagen aussteigt, schießt Bubba plötzlich auf ihn und verletzt ihn am Bein. Max lässt die Waffe fallen und stürzt zu Boden. Bubba springt auf sein Motorrad und überfährt Max. Doch als er erneut Anlauf nimmt, kommt Max an seine Waffe heran, und er tötet Bubba Zanetti.

Toecutter und Johnny fliehen. Max humpelt zu dem gestohlenen Polizeifahrzeug und verfolgt sie. Toecutter kracht in einen entgegenkommenden Lastwagen. Er ist sofort tot.

Einige Zeit später überrascht Max, der inzwischen sein Bein verbunden hat, das letzte Bandenmitglied. Johnny ist gerade dabei, einem Toten, der neben dem Wrack seines Autos im Straßengraben liegt, die teuren Stiefel auszuziehen. Max kettet Johnnys Fußknöchel mit Handschellen an das Wrack. Dann schaltet er einen herausgebrochenen Scheinwerfer ein und legt ihn so, dass auslaufendes Benzin durch das zerbrochene Glas in das zunehmend heißer werdende Gehäuse tropft. Bevor er zur Straße zurückhinkt, wirft er Johnny eine Säge hin und weist ihn darauf hin, dass es mindestens zehn Minuten dauern würde, die Handschellen aus Edelstahl durchzusägen. In dieser Zeit könnte die improvisierte Zeitbombe bereits explodieren. Schneller ginge es, den Fuß zu amputieren.

Ohne sich umzudrehen und nachzusehen, was Johnny macht, fährt Max los.

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Der australische Filmregisseur George Miller (* 1945) und der amerikanisch-australische Filmschauspieler Mel Gibson (* 1956) wurden mit „Mad Max“ berühmt. Trotz eines sehr beschränkten Budgets setzte dieser Action-Film 1979 neue Maßstäbe und gilt inzwischen längst als Klassiker.

Samuel Goldwyn riet Drehbuchautoren einmal: „Mit einem Erdbeben anfangen und dann ganz langsam steigern!“ Zumindest den ersten Teil dieses Ratschlags hat George Miller beherzigt: „Mad Max“ beginnt mit einer spektakulären Verfolgungsjagd, mit heftigen Crashes und halsbrecherischen Stunts. Aber auch im weiteren Verlauf lässt das von rasanten Schnitten forcierte Tempo nur vorübergehend nach.

„Mad Max“ punktet nicht nur durch Action, sondern vor allem, weil sich die Filmemacher für jede Einstellung etwas Originelles ausgedacht haben. Und wenn es nur ein Huhn ist, das im Vordergrund pickt. Pausenlos gibt es etwas zu sehen. „Mad Max“ fasziniert durch aberwitzige Einfälle, originelle Bildideen, ungewohnte Perspektiven und zynische Dialoge, die auch Quentin Tarantino geschrieben haben könnte.

Das von den Bikern zerstörte Auto eines jungen Paares ist ein Chevrolet Impala, Baujahr 1959. Der Nightrider fährt einen Holden Monaro HQ LS V8 Coupé, Baujahr 1972. Bei dem bemerkenswertesten der Fahrzeuge, die in „Mad Max“ zu sehen sind, dem von Max am Ende gestohlenen schwarzen Einsatzfahrzeug, handelt es sich um einen einen Ford XB Falcon Coupé GT 351, Baujahr 1973. Das Modell wurde von Dezember 1973 bis August 1976 im australischen Neuwagenhandel angeboten. Das spezielle Exemplar wurde von Murray Smith, Peter Arcadipane and Ray Beckerley umgebaut und nach den Dreharbeiten für „Mad Max“ von Murray Smith erworben. Für „Mad Max II. Der Vollstrecker“ kaufte George Miller das Fahrzeug zurück. Danach übernahm und restaurierte Bob Forsenko den Wagen. Inzwischen ist er im Stars Motor Museum in Keswick, Cumbria, ausgestellt.

Aufgrund des Erfolgs drehte George Miller zwei Sequels. Und 2009 kündigte er „Mad Max 4“ an.

Mad Max II. Der Vollstrecker – Originaltitel: Mad Max 2. The Road Warrior – Regie: George Miller – Drehbuch: Terry Hayes, George Miller, Brian Hannant – Kamera: Dean Semler – Schnitt: Michael Balson, David Stiven, Tim Wellburn – Musik: Brian May – Darsteller: Mel Gibson, Bruce Spence, Michael Preston, Max Phipps, Vernon Wells, Kjell Nilsson, Emil Minty, Virginia Hey, William Zappa, Arkie Whiteley, Steve J. Spears, Syd Heylen, Moira Claux, David Downer u.a. – 1981; 95 Minuten

Mad Max. Jenseits der Donnerkuppel – Originaltitel: Mad Max Beyond Thunderdome – Regie: George Miller, George Ogilvie – Drehbuch: Terry Hayes, George Miller – Kamera: Dean Semler – Schnitt: Richard Francis-Bruce – Musik: Maurice Jarre – Darsteller: Mel Gibson, Bruce Spence, Adam Cockburn, Tina Turner, Frank Thring, Angelo Rossitto, Paul Larsson, Angry Anderson, Robert Grubb, George Spartels, Edwin Hodgeman, Bob Hornery, Andrew Oh u.a. – 1985; 105 Minuten

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2010

George Miller: Die Hexen von Eastwick

Seyran Ates - Große Reise ins Feuer
Seyran Ates versteht es, in "Große Reise ins Feuer" die Selbstdarstellung einer starken Frau und das Protokoll ihrer Emanzipation mit aufschlussreichen Beobachtungen und politischen Stellungnahmen zu verbinden.
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