Basic

Basic

Basic

Basic. Hinter jeder Lüge eine Wahrheit – Originaltitel: Basic – Regie: John McTiernan – Drehbuch: James Vanderbilt – Kamera: Steve Mason – Schnitt: George Folsey jr. – Musik: Klaus Badelt – Darsteller: John Travolta, Connie Nielsen, Samuel L. Jackson, Tim Daly, Giovanni Ribisi, Brian Van Holt, Taye Diggs, Dash Mihok, Cristián de la Fuente, Roselyn Sanchez u.a. – 2003; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Sergeant West, der 1999 auf einer US-Militärbasis in Panama Rangers ausbildet, beginnt trotz eines Hurrikans mit einer Übung im Regenwald. Am nächsten Tag sucht man mit einem Hubschrauber nach den Vermissten. Ein Toter und zwei Soldaten, davon einer verwundet, werden geborgen. Von den anderen fehlt jede Spur. Der Kommandeur des Stützpunktes beauftragt den mit ihm befreundeten früheren Ranger Tom Hardy, mit Captain Julia Osborne zusammen herauszufinden, was geschah ...
Weiterlesen

Kritik

Bis zur Schlussvolte werden wir in dem Militär-Thriller "Basic. Hinter jeder Lüge eine Wahrheit" mit immer neuen Versionen des Geschehens konfrontiert. Das sorgt für Spannung. Und John Travolta trägt mit viel Spielfreude maßgeblich zur Unterhaltung bei.
Weiterlesen

Panama, 1. November 1999: Sergeant West (Samuel L. Jackson), der auf der US-Militärbasis Fort Clayton Rangers ausbildet, beginnt trotz eines nahenden Hurrikans mit einer Übung. Zur Gruppe gehören eine Frau – Nunez (Roselyn Sanchez) – und fünf Männer: Kendall, Dunbar, Pike, Mueller und Castro (Giovanni Ribisi, Brian Van Holt,Taye Diggs, Dash Mihok, Cristián de la Fuente). Im Regenwald seilen sie sich von einem Hubschrauber ab. Sie schwärmen in Zweiergruppen aus, um jeweils zwanzig Ziele abzuschießen und sich dann in einem Unterstand wieder zu versammeln.

Weil sie nicht zum Stützpunkt zurückkehren und nichts von sich hören lassen, sucht am nächsten Tag ein Hubschrauber nach ihnen. Der Pilot und sein Begleiter entdecken einen Soldaten, der einen Verwundeten auf der Schulter trägt. Später werden sie als Dunbar und Kendall identifiziert. Die beiden werden von einem Kameraden – es ist Mueller – beschossen. Dunbar schießt zurück und tötet Mueller. Die beiden Überlebenden und der Tote werden geborgen. Von Sergeant West und den drei anderen Soldaten fehlt jede Spur.

Colonel William („Bill“) Styles (Tim Daly), der Kommandeur der Militärbasis Fort Clayton, will herausfinden, was im Regenwald geschah, bevor Dunbar und Kendall in die USA ausgeflogen werden. Dafür bleiben ihm nicht mehr als sechs Stunden Zeit.

Captain Julia Osborne (Connie Nielsen), die Chefin der Militärpolizei auf dem Stützpunkt, vernimmt erst einmal Dunbar, denn Kendall liegt schwer verletzt im Lazarett. Dunbar verweigert die Aussage. Er misstraue hier jedem, erklärt er, und werde nur mit einem nicht zur Einheit gehörenden Ranger reden. Ungeachtet des Protests von Julia Osborne ruft Styles den mit ihm befreundeten ehemaligen Ranger Tom Hardy (John Travolta) an und bittet ihn, bei der Aufklärung des Falls mitzuhelfen. Tom, der nach seinem Ausscheiden aus der Army zur Drogenbekämpfungsbehörde der US-Regierung (DEA) wechselte, wurde gerade vom Dienst suspendiert. Der zuständige Staatsanwalt ermittelt gegen ihn, denn er steht im Verdacht, er habe sich von einem Drogenbaron bestechen lassen.

Im Beisein Julias gelingt es Tom, Dunbar zum Reden zu bringen. Es stellt sich heraus, dass Tom den wegen seiner Schikanen verhassten Sergeant West von früher kennt. Dunbar berichtet vom Beginn der Übung im Regenwald und behauptet, West, Nunez, Pike und Castro seien tot. Wie sie zu Tode kamen, will er nicht sagen.

Auf dem Weg zu Kendall begegnen Tom und Julia im Hospital dem Militärarzt Pete Vilmer (Harry Connick jr.), der mit Tom befreundet ist und mit Julia vor einiger Zeit eine Affäre hatte. Bei Kendall handelt es sich um den Sohn eines Generals und Beraters des US-Präsidenten. Er gibt zu Protokoll, dass sein Vater ihn wegen einer homosexuellen Beziehung in Wests Einheit versetzen ließ. Der Sergeant habe nicht nur Gerüchte über seine Homosexualität gestreut, sondern ihn auch mit einem „Übungsunfall“ gedroht. Nach einigem Zögern berichtet Kendall, was im Regenwald geschah:

West kam durch die Explosion einer Phosphor-Granate ums Leben. Der Afroamerikaner Pike, der von West besonders schikaniert worden war, gestand kurz darauf im Unterstand den Mord. Daraufhin wurde er gefesselt. Nachts überredete er Dunbar, ihn zu befreien und Mueller und Nunez zu töten. Als Mueller aufwachte, und das Gespräch belauschte, kam es zum Streit, der in einem Schusswechsel eskalierte. Dabei wurden Pike, Castro und Nunez getötet. Dunbar trug den verletzten Kendall weg. Mueller verfolgte sie. Das Weitere ist bekannt.

Von Tom und Julia mit dieser Aussage konfrontiert, liefert Dunbar eine andere Version:

Zwar explodierte eine Phosphor-Granate, aber Sergeant West wurde nicht dadurch getötet, sondern im Regenwald erschossen. Dunbar sah seine Leiche. Mueller war zunächst allein im Unterstand. Als das Gerücht aufkam, West sei durch eine Explosion ums Leben gekommen und es sich herausstellte, dass nur Pikes Granate fehlte, wurde dieser gefesselt. Dabei hätte ihm jeder andere den Sprengkörper unbemerkt wegnehmen können. Nachts bat Pike Dunbar, ihn loszubinden und Muellers Gepäck zu durchsuchen. Mueller verkaufe nämlich Drogen, die er von Dr. Vilmer bekomme. In diesem Augenblick wachte Mueller auf, erschoss den noch immer gefesselten Pike und löste eine chaotische Schießerei aus.

Bei seiner Vernehmung durch Tom und Julia gesteht Pete Vilmer, dass er Mueller und andere mit Drogen belieferte und die Urinproben süchtiger Soldaten fälschte. West sei dahinter gekommen, sagt Vilmer, bevor er festgenommen wird.

Während Tom und Julia noch einmal bei Kendall am Krankenbett stehen, bricht dieser plötzlich Blut. Mit dem blutigen Zeigefinger schreibt der Sterbende Julia eine Acht in die Hand. Später stellt sich heraus, dass Kendall von Vilmer vergiftet wurde.

Was bedeutet das? Styles behauptet, es habe eine „Abteilung 8“ für Spezialoperationen gegeben, deren Mitglieder in den Drogenhandel verwickelt gewesen seien.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Während der einzige Überlebende der Übung im Regenwald zum Flughafen gefahren wird, erfahren Tom und Julia bei einer weiteren Vernehmung Vilmers, dass es sich bei Dunbar um einen Schwarzen handelt. Der Soldat, der ausgeflogen werden soll, ist allerdings weiß. Sie eilen zum Airport und fangen Pike ab, der sich nach der Übung als Dunbar ausgab.

Pike gesteht, über militärische Medikamententransporte Kokain aus Lateinamerika in die USA geschmuggelt zu haben. West fand es heraus und beabsichtigte, Colonel Styles Meldung zu machen. Deshalb wollten Mueller und Kendall ihn während der Übung töten. Dabei kam es zu der Schießerei, bei der alle bis auf Pike und Kendall getötet wurden. Weil Pike damit rechnete, dass man ihn wegen des Mordes an West verdächtigen würde, nahm er dem toten Afroamerikaner Dunbar die Blechmarke ab und wechselte die Identität.

Tom äußert in einem Gespräch mit Styles den Verdacht, dass West seine Erkenntnisse über den Drogenhandel bereits an den Kommandeur des Stützpunktes weitergegeben habe. Und er beschuldigt den Colonel, deshalb Mueller und Kendall den Mordauftrag gegeben zu haben, weil er selbst zu dem Drogenring gehöre. Statt zu leugnen, versucht Styles, Tom zu bestechen und verspricht ihm eine Beteiligung an dem lukrativen Geschäft. Als Tom zur Tür geht, ohne das Angebot anzunehmen, will Styles ihn hinterrücks erschießen. Aber Julia, die das Gespräch belauschte, tötet ihn, bevor er abdrücken kann.

Nachdem Julia sich von Tom verabschiedet hat, fällt ihr auf, dass er zu ihr sagte, sie brauche sich wegen der Ermittlungen keine Sorgen zu machen: „Wir müssen die Story nur richtig erzählen.“ Exakt diesen Satz hatte auch Pike gesagt. Misstrauisch folgt sie Tom und stellt fest, dass er in einer mit einer großen Acht markierten Straße wohnt. Daraus schließt sie, dass sich die von Kendall in ihre Hand gemalte Ziffer nicht auf die Abteilung 8, sondern auf Tom bezog.

Sie findet Tom in einer Kneipe. Bei ihm sind West, Pike, Dunbar, Carlos und Nunez. Er ist Colonel und Chef der streng geheimen Abteilung 8 der Drogenfahndung. Deren Aufgabe ist es, Drogenkartelle zu zerschlagen. Sie ist dabei nicht an Gesetze gebunden. West hatte tatsächlich dem Kommandeur der Militärbasis Fort Clayton Meldung über Drogengeschäfte in dessen Verantwortungsbereich berichtet. Daraufhin sollte er von Mueller und Kendall ermordet werden. Mit Hilfe der Agenten Pike, Dunbar, Carlos und Nunez, die in Wirklichkeit anders heißen, entging er dem geplanten Anschlag im Regenwald. Durch die Täuschungen gelang es, den von Styles und Vilmer geführten Drogenring zu zerschlagen.

West schlägt Julia vor, bei der Abteilung 8 mitzumachen. Sie lässt sich erst einmal ein Bier geben.

nach oben

Tom Hardy und Julia Osborne, die auf der US-Militärbasis Fort Clayton in Panama ermitteln sollen, was bei einer Ranger-Übung im Regenwald geschah, von der nur zwei Soldaten zurückgekommen sind, werden mit widersprüchlichen Zeugenaussagen über das Geschehen konfrontiert. Wenn wir als Zuschauer zu durchschauen glauben, was wirklich geschah, überraschen uns James Vanderbilt (Drehbuch) und John McTiernan (Regie) mit einer neuen Wendung. Und ganz zum Schluss stellt sich heraus, dass alles ganz anders war.

Die Orientierungslosigkeit, der wir als Zuschauer des Militär-Thrillers „Basic. Hinter jeder Lüge eine Wahrheit“ bis zum Ende ausgesetzt sind, hält das Interesse wach. Auch wenn die Schlussvolte und einige Zusammenhänge nicht ganz realistisch sind, sorgen verwirrende Wendungen für Spannung. Und John Travolta trägt mit viel Spielfreude und flapsigen Sprüchen maßgeblich zur Unterhaltung bei. (Man muss allerdings unempfindlich gegenüber Macho-Gehabe sein.)

Der Titel „Basic“ bezieht sich auf eine Äußerung des Protagonisten Tom Hardy: „Murder is basic […] Everyone is capable of murder.“

nach oben

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2011

John McTiernan: Jagd auf Roter Oktober
John McTiernan: Die Thomas Crown Affäre

William Maxwell - Zeit der Nähe
In dem Roman "Zeit der Nähe" geht es ums Erwachsenwerden. Manche Abschnitte leitet William Maxwell durch längere Beschreibungen ein, und einige Passagen sind etwas handlungsarm, aber im letzten Drittel steigert sich die Dramatik.
Zeit der Nähe

William Maxwell

Zeit der Nähe

Meine vor 18 Jahren selbstgestrickte Website wurde im Juli durch einen professionellen Neubau ersetzt. Aber das Informationsangebot bleibt kostenlos und werbefrei.

Alte Homepage: