Familienkreise

Familienkreise

Familienkreise

Originaltitel: Familienkreise - Regie: Stefan Krohmer - Drehbuch: Daniel Nocke - Kamera: Gunnar Fuß - Schnitt: Stephan Krumbiegel - Darsteller: Hans-Jochen Wagner, Jutta Lampe, Götz George, Tobias Oertel, Sophie von Kessel, Katja Gaub, Reinhold Beckmann, Thomas Roth u.a. - 2003; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Aufgeregt taucht Mirko Parz bei seinem Bruder Christopher in Hamburg auf und bittet ihn um Hilfe. Ihr Vater ist nach jahrelanger Trennung unvermittelt zu seiner in Bonn lebenden Frau zurückgekehrt und hat als erstes seinen 35-jährigen Sohn, der noch immer bei der Mutter wohnte, aus dem Haus geworfen. Noch in der Nacht bricht Christopher nach Bonn auf, um zwischen Bruder und Vater zu vermitteln ...
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Kritik

In seinem Fernsehspiel "Familienkreise" verzichtet Stefan Krohmer auf jede Effekthascherei. Es geht einfach um sechs Menschen im Alltag, die miteinander zurechtkommen müssen, ohne dabei ihre Selbstachtung zu verlieren.

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Der egozentrische Auslandskorrespondent Raimund Parz (Götz George) beendet unvermittelt seine Karriere und kehrt nach jahrelanger Trennung zu seiner in Bonn lebenden Frau Annemarie (Jutta Lampe) zurück. Als erstes wirft er seinen fünfunddreißigjährigen Sohn Mirko (Tobias Oertel) aus dem Haus, der beruflich nicht Tritt gefasst hat und noch immer bei seiner Mutter wohnt. Verzweifelt fährt Mirko nach Hamburg, um seinen Bruder Christopher (Hans-Jochen Wagner), der dort einen Verlag leitet, um Hilfe zu bitten. Der verabschiedet sich noch in der Nacht von seiner Ehefrau Anja (Sophie von Kessel) und bringt Mirko nach Bonn zurück – in der Absicht, zwischen Bruder und Vater zu vermitteln.

Es gelingt Christopher nicht, mit seinem Vater über Mirko zu reden, der zu seiner Freundin Katrin (Katja Gaub) zieht, einer stillen Erzieherin, die vorübergehend in einem Firmenapartment des Ehepaars wohnt, dessen Kinder sie betreut.

Raimund Parz erzählt in der TV-Sendung „Beckmann“, er habe eine Autobiografie geschrieben und gehe davon aus, sie im Verlag seines Sohns zu veröffentlichen. Als Christopher das im Fernseher hört, schreckt er mitten im Liebesspiel mit seiner inzwischen nachgereisten Frau hoch, denn davon wusste er gar nichts. Raimund wiederum hört von einem Bekannten, dass seine Frau ihre ehrenamtliche Arbeit in einer Wohltätigkeitsorganisation aufgab, weil sie die Korruption der Kollegen durchschaut hatte. Bei den Landtagswahlen will sie für eine rechtsgerichtete Partei kandidieren. Das kollidiert mit den Plänen, die Raimund für sich und seine Frau hegt, von denen er ihr jedoch noch nichts erzählt hat.

Als Mirko seinen Bruder eines Tages mit Katrin im Bett ertappt, rennt er auf die Straße und wirft sich vor ein vorbeifahrendes Auto. Der Schwerverletzte fällt ins Koma. An seinem Krankenhausbett wechseln sich die Familienangehörigen ab. Zum ersten Mal zeigt Raimund sich irritiert: Er gibt sich die Schuld an dem Selbstmordversuch seines Sohnes, weil er dessen Bitte um Geld kurz zuvor barsch ausgeschlagen hatte. Christopher versucht, das Missverständnis richtig zu stellen. Doch als er im Familienkreis zum Geständnis ansetzt, geht Raimund gerade hinaus. Die betrogene Ehefrau sagt kaum ein Wort, packt ihre Koffer und fordert Christopher auf, mit ihr nach Hamburg zurückzufahren. Aber er bleibt in Bonn.

Am anderen Morgen raubt Katrin ihm die Illusion, ihr Verhältnis könne eine Zukunft haben. Als Christopher anschließend ins Krankenhaus kommt, ist Mirko aus dem Koma erwacht. Er trägt seinem Bruder nichts nach, zeigt sich im Gespräch mit ihm aber verwundert, wieso ihr Vater – der bereits da war – offenbar glaubt, er habe Mirko in den Selbstmord getrieben. Christopher beteuert, er werde die Wahrheit beichten, aber Mirko möchte das gar nicht, denn er hat festgestellt, dass Raimund sich plötzlich um ihn kümmert.

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In seinem Fernsehspiel „Familienkreise“ verzichtet Stefan Krohmer auf jede Effekthascherei. Es geht einfach um sechs Menschen im Alltag, die miteinander zurechtkommen müssen, ohne dabei ihre Selbstachtung zu verlieren. Diese Versuche werden von einer männlichen Stimme aus dem Off (Andreas Fröhlich) hin und wieder ironisch kommentiert.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

Götz George (Kurzbiografie)

Stefan Krohmer: Sie haben Knut
Stefan Krohmer: Ein toter Bruder
Stefan Krohmer: Sommer ’04
Stefan Krohmer: Dutschke
Stefan Krohmer: Die fremde Familie
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Ausgehend von Ereignissen 1923 in Japan, Deutschland und den USA entwickelt Norbert Zähringer in "Einer von vielen" verschiedene Handlungsstränge. In der ersten Hälfte überwiegt die Komik, dann steht der Wahnwitz des Krieges im Mittelpunkt.
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