Straßen in Flammen

Straßen in Flammen

Straßen in Flammen

Straßen in Flammen – Originaltitel: Streets of Fire – Regie: Walter Hill – Drehbuch: Larry Gross, Walter Hill – Kamera: Andrew Laszlo – Schnitt: Jim Coblentz, Freeman A. Davies, Michael Ripps – Musik: Ry Cooder – Darsteller: Michael Paré, Diane Lane, Rick Moranis, Amy Madigan, Willem Dafoe, Deborah Van Valkenburgh, Richard Lawson, Rick Rossovich, Bill Paxton, Lee Ving, Stoney Jackson, Grand L. Bush, Robert Townsend, Elizabeth Daily, Mykelti Williamson, Lynne Thigpen, Marine Jahan, Ed Begley Jr., John Dennis Johnston u.a. – 1984; 85 Minuten

Inhaltsangabe

Nachdem Raven Shaddock mit seiner gesetzlosen Biker-Gang die Rocksängerin Ellen Aim entführt hat, bietet deren Manager Billy Fish dem einsamen, heimatlosen, unerschrockenen Tom Cody 10 000 Dollar für die Befreiung. Die ruppige Soldatin McCoy unterstützt Cody bei dem waghalsigen Einsatz. Raven Shaddock kann zwar die Niederlage nicht verhindern, aber er fordert Cody zum Showdown heraus, um seine Ehre zu retten ...
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Kritik

Bei "Straßen in Flammen" handelt es sich um eine optisch faszinierende Mischung aus Western, Action- und Musikfilm, die Walter Hill selbst als Rock'n'Roll-Fabel bezeichnete.
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Der Film spielt irgendwann in der Zukunft irgendwo in einer nordamerikanischen Metropole. Als Raven Shaddock (Willem Dafoe) mit seiner Biker-Gang, den „Bombers“, einen Saal im Stadtteil Richmond überfällt und die junge Rocksängerin Ellen Aim (Diane Lane) von der Bühne weg entführt, wünscht die Bedienung Reva Cody (Deborah Van Valkenburgh) sich ihren unerschrockenen Bruder Tom (Michael Paré) herbei, der früher mit Ellen zusammen war. Doch als er auftaucht, will er zunächst nichts von seiner früheren Flamme wissen. Erst als Ellens Manager und Liebhaber Billy Fish (Rick Moranis) ihm 10 000 Dollar dafür bietet, dass er die Sängerin zurückholt, lässt er sich darauf ein.

In einem gestohlenen Cabriolet fährt Cody in das Battery-Viertel, wo die Motorrad-Gang ihr Domizil hat. Begleitet wird er von Billy Fish und der ruppigen Soldatin McCoy (Amy Madigan), die Cody am Vorabend ansprach, weil sie einen Schlafplatz benötigte. („Mein Name ist McCoy. Ich bin Soldat. Das war ich jedenfalls bis vor einem Jahr. Dann sind mir die Kriege ausgegangen.“)

Mit einem waghalsigen Einsatz gelingt es Cody und McCoy, Ellen zu befreien.

Enttäuscht nimmt Ellen zur Kenntnis, dass Cody sie nicht aus Liebe, sondern für Geld gerettet hat. Doch als Cody ihrem Manager neun der zehn 1000-Dollar-Scheine vor die Füße wirft und nur die 1000 Dollar nimmt, die er McCoy für ihre Mithilfe versprochen hat, läuft Ellen ihm nach und verbringt die Nacht mit ihm im Bett.

Police-Officer Ed Price (Richard Lawson) warnt Cody: Raven Shaddock wolle ihn zu einem Duell herausfordern, um seine Ehre zu verteidigen; Cody solle vorher lieber die Stadt verlassen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Statt dem Rat zu folgen, stellt Cody sich dem Kampf. Raven Shaddock fährt mit seiner schwer bewaffneten Gang auf. Hinter Cody rotten sich die Bewohner von Richmond zusammen, die ebenfalls ihre Gewehre mitgebracht haben. Machtlos muss die Polizei zusehen. Das Duell wird mit zwei Vorschlaghämmern ausgetragen. Nachdem Cody seinem Gegner den Hammer aus der Hand geschlagen hat, wirft er auch seinen Hammer weg, und der Kampf geht mit den Fäusten weiter, bis Raven Shaddock liegen bleibt und ihn die Biker wegtragen.

Cody weiß, dass Billy Fish mehr für Ellen tun kann als er. Aus Liebe verzichtet er auf sie und packt seine Sachen. McCoy passt ihn ab und nimmt ihn mit dem gestohlenen Cabriolet mit, das er irgendwo stehen ließ.

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Bei „Straßen in Flammen“ handelt es sich um eine eigenwillige Mischung aus Western, Action- und Musikfilm, die Walter Hill selbst als Rock’n’Roll-Fabel bezeichnete. Die Handlung ist simpel, schematisch und vorhersehbar. Auch die Dialoge sind alles andere als pointiert. Aber der Plot und die Dialoge bilden auch nur ein Gerüst für eine bunte Comic-Welt, in der sich das Licht der Leuchtreklame auf nassen Straßen spiegelt (ähnlich wie in „Dick Tracy“). Zu der faszinierenden Optik gehören rasante Schnittfolgen im Takt der Musik. Der Rock’n’Roll wird in „Straßen in Flammen“ nicht einfach als Hintergrundmusik eingesetzt, sondern als wichtiges Stilelement.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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