Julia und die Geister

Julia und die Geister

Julia und die Geister

Julia und die Geister - Originaltitel: Giuletta degli spiriti - Regie: Federico Fellini - Drehbuch: Federico Fellini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli und Brunello Rondi - Kamera: Gianni Di Venanzo - Schnitt: Ruggero Mastroianni - Musik: Nino Rota - Darsteller: Giuletta Masina, Sandra Milo, Mario Pisu, Valentina Cortese, Valeska Gert, Lou Gilbert u.a. - 1965; 145 Minuten

Inhaltsangabe

Unmittelbar nach ihrem 15. Hochzeitstag merkt Giuletta, dass ihr Mann Giorgio sie betrügt. Die Entdeckung löst Verunsicherung, Angst vor dem Alleinsein und Schuldgefühle bei ihr aus, aber sie erkennt auch, dass ihr Mann sie niemals als gleichberechtigte Partnerin akzeptiert hat und ringt sich dazu durch, ihn zu verlassen.
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Kritik

"Julia und die Geister" ist ein poetischer Film auf zwei parallelen Ebenen, die sich kaum trennen lassen: Ein Teil des Geschehens spielt sich in der sichtbaren Realität ab, der andere betrifft Giulettas Ängste und Hoffnungen, Erinnerungen und Tagträume.
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Am 15. Hochzeitstag bringt Giorgio (Mario Pisu) überraschend Gäste mit in die herrschaftliche Villa in der Nähe von Rom und merkt nicht, dass seine Frau Giuletta (Giuletta Masina) den Tisch liebevoll für eine Feier zu zweit gedeckt hat. Einige der Gäste versuchen sich in einer spiritistischen Sitzung und sprechen mit den Geistern Iris und Olaf, die Giuletta darauf aufmerksam machen, wie nichtssagend ihr Leben als ergebene Ehefrau in Luxus und Langeweile ist. Sie wird kurz ohnmächtig.

Giorgio organisiert PR-Veranstaltungen, klagt über die anstrengende Arbeit, und wenn er spätabends nach Hause kommt, fühlt er sich müde und abgespannt. Bevor Giuletta einschläft, hört sie einmal, wie er offenbar träumend „Gabriela“ flüstert. Am anderen Morgen fragt ihn Giuletta, wer Gabriela sei, doch er redet sich heraus und fährt ins Büro.

Eine überdrehte Bekannte erzählt Giuletta von einem Hellseher, der nur alle sieben Jahre einmal nach Rom komme. Zuerst sträubt Giuletta sich, dann geht sie mit und erhält sogar eine Privataudienz bei dem Guru. Als sie ihm verrät, sie habe Angst davor, von ihrem Mann verlassen zu werden, rät er ihr, sich herauszuputzen.

Ohne seine Frau vorher zu fragen, bringt Giorgio einen spanischen Freund mit nach Hause, der geschäftlich in Rom zu tun hat und ein paar Tage bei ihnen wohnen soll.

Nachts wacht Giuletta auf, vermisst Giorgio neben sich im Bett und hört, wie er im Nebenraum telefoniert – offenbar mit einer Geliebten. Als er merkt, dass Giuletta wach ist, behauptet er, den Weckdienst angerufen zu haben.

Jetzt ist Giuletta so gut wie sicher, dass Giorgio sie betrügt. Sie fühlt sich tief verunsichert, ringt sich aber durch, mit ihrer Schwester Adele ein Detektivbüro aufzusuchen. Nach einer Woche erhält sie Gewissheit: Giorgio trifft sich täglich mit einer Dreiundzwanzigjährigen namens Gabriela Ohlsen.

Da überwindet Giuletta ihre Pflicht- und Schuldgefühle, stößt das Gartentor auf und verlässt die Villa.


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„Julia und die Geister“ ist ein poetischer Film von Federico Fellini auf zwei parallelen Ebenen, die sich kaum trennen lassen: Ein Teil des Geschehens spielt sich in der sichtbaren Realität ab, der andere betrifft Giulettas Ängste und Hoffnungen, Erinnerungen und Tagträume. Mit großer Fabulierlaune und einer Fülle skurriler Einfälle setzt Federico Fellini die fantastischen Roben und Dekorationen in Szene, und Gianni Di Venanzo fängt die sorgfältig komponierten Bilder mit einer kunstvoll geführten Kamera ein.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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