Der rosarote Panther

Der rosarote Panther

Der rosarote Panther

Der rosarote Panther – Originaltitel: The Pink Panther – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Maurice Richlin, Blake Edwards – Kamera: Philip H. Lathrop – Schnitt: Ralph E. Winters – Musik: Henry Mancini – Darsteller: David Niven, Peter Sellers, Capucine, Claudia Cardinale, Robert Wagner, Brenda De Banzie, Colin Gordon, James Lanphier u.a. – 1963; 110 Minuten

Inhaltsangabe

In Cortina d'Ampezzo herrscht Aufregung: Prinzessin Dala, die hier ihren Skiurlaub verbringt, soll den berühmtesten Diamanten der Welt bei sich haben, den "rosaroten Panther". Sir Charles Lytton plant, den kostbaren Edelstein in Cortina zu rauben. Bei ihm handelt es sich um "das Phantom", einen seit Jahren von Inspektor Jacques Clouseau von der Sûreté Nationale in Paris gesuchten Meisterdieb ...
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Kritik

Die als Klassiker geltende Gaunerkomödie "Der rosarote Panther" von Blake Edwards wirkt inzwischen etwas altmodisch, ist aber aufgrund lustiger Verwicklungen und komischer Slapstick-Szenen recht unterhaltsam.
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In Cortina d’Ampezzo herrscht Aufregung: Prinzessin Dala (Claudia Cardinale), die hier ihren Skiurlaub verbringt, soll den berühmtesten Diamanten der Welt bei sich haben. Der riesige Edelstein trägt den Namen „der rosarote Panther“, weil man die Konturen einer Raubkatze sieht, wenn man ihn gegen das Licht hält.

Inspektor Jacques Clouseau (Peter Sellers) von der Sûreté Nationale in Paris vermutet, dass der rosarote Panther auch einen Meisterdieb nach Cortina d’Ampezzo locken wird, nach dem er seit Jahren vergeblich fahndet. „Das Phantom“ – so nennt man den Juwelenräuber –, überwindet die besten Sicherheitsanlagen und hinterlässt am Tatort jeweils einen weißen Handschuh mit der Initiale P.

Diesmal hofft Clouseau, das Phantom festnehmen zu können. Seine von ihm angebetete Ehefrau Simone (Capucine) begleitet ihn nach Cortina d’Ampezzo. Er ahnt nicht, dass sie mitgekommen ist, weil sie die Geliebte und Komplizin des Meisterdiebs ist, der im benachbarten Hotelzimmer wohnt: Sir Charles Lytton (David Niven).

Der schon etwas ältere Aristokrat zeichnet sich durch feine Manieren aus und wird von den Damen umschwärmt. Indem er den Hund der Prinzessin entführen lässt und so tut, als habe er sich bei der wagemutigen Verfolgung des Hundediebs am Bein verletzt, macht er sich an Dala heran.

Doch bevor er den rosaroten Panther stehlen kann, taucht unerwartet sein Neffe George Lytton (Robert Wagner) auf und durchschaut durch einen Zufall, dass es sich bei seinem Onkel um den gesuchten Juwelenräuber handelt. George ist auch kein erfolgreicher Absolvent einer amerikanischen Eliteuniversität, wie Sir Charles bisher glaubte, sondern ein Gauner, der es nun auch auf den rosaroten Panther abgesehen hat.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Auch Prinzessin Dala verfolgt einen Plan, der mit dem rosaroten Panther zu tun hat: Sie will einen Diebstahl vortäuschen, weil umstritten ist, dass ihr Vater den wertvollen Diamanten rechtmäßig erworben hat und sie befürchten muss, dass man ihr den Stein streitig machen könnte.

Bei einem von Angela Dunning (Brenda De Banzie) veranstalteten Maskenball in Cortina d’Ampezzo wollen Sir Charles, George und Prinzessin Dala ihre Absichten verwirklichen. Um die Gäste überwachen zu können, hat Inspektor Clouseau sich als Ritter verkleidet. Es kommt zu einem gehörigen Durcheinander. Sir Charles wird verhaftet.

Im Prozess fällt Clouseau bei der Zeugenvernehmung auf einen Trick des Verteidigers herein – und steht plötzlich selbst als Angeklagter da: Statt Sir Charles hält man ihn für das Phantom.

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„Der rosarote Panther“ („The Pink Panther“, 1963) ist eine Gaunerkomödie von Blake Edwards. Sie wirkt inzwischen etwas altmodisch, ist aber aufgrund lustiger Verwicklungen und komischer Slapstick-Szenen recht unterhaltsam.

In „Der rosarote Panther“ spielt David Niven die Hauptrolle. Peter Sellers verkörpert nur eine Nebenfigur: den ebenso eifrigen wie trotteligen Inspektor Jacques Clouseau, der alles richtig machen möchte und dabei selbst in einfachen Situationen alles durcheinanderbringt. Als Blake Edwards das Potenzial von Peter Sellers in dieser tragikomischen Rolle erkannte, schrieb er zusammen mit William Peter Blatty ein darauf zugeschnittenes Sequel: „Inspektor Clouseau. Ein Schuss im Dunkeln“ („A Shot in the Dark“, 1964).

Inspektor Clouseau. Ein Schuss im Dunkeln – Originaltitel: A Shot in the Dark – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Blake Edwards und William Peter Blatty, nach dem Theaterstück „L’idiot“ von Marcel Achard – Kamera: Christopher Challis – Schnitt: Bert Bates, Ralph E. Winters – Musik: Henry Mancini – Darsteller: Peter Sellers, Elke Sommer, George Sanders, Herbert Lom, Tracy Reed, Graham Stark, Moira Redmond, Vanda Godsell, Maurice Kaufmann, Ann Lynn, David Lodge, André Maranne, Martin Benson, Burt Kwouk, Reginald Beckwith, Douglas Wilmer u.a. – 1964; 100 Minuten

Jacques Clouseau wurde am 8. September 1920 als Sohn eines französischen Winzers im Château Clouseau à Lamarque geboren. Das Universitätsstudium brach er nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen ab und schloss sich der Résistance an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Polizist und kam zur Sûreté Nationale in Paris. Seine Ehefrau Simone ließ sich im Mai 1964 von ihm scheiden, um Sir Charles Lytton zu heiraten. Nachdem im Zimmer der Haushälterin Maria Gambrelli (Elke Sommer in „Ein Schuss im Dunkeln“) ein Diener ermordet worden war, verliebte Clouseau sich während der Ermittlungen in die Hauptverdächtige und zeugte mit ihr den unehelichen Sohn Jacques Gambrelli (Roberto Benigni in „Der Sohn des rosaroten Panthers“).

Aufgrund des Erfolgs entstand die so genannte Pink-Panther-Reihe. Allerdings vergingen erst einmal elf Jahre, bis der dritte Teil ins Kino kam: „Der rosarote Panther kehrt zurück“ („The Return of the Pink Panther“, 1975). „Inspektor Clouseau. Der beste Mann bei Interpol“ („The Pink Panther Strikes Again“, 1976) gilt als letzter gelungener Film der Pink-Panther-Reihe; manche halten ihn sogar für den Höhepunkt.

Der rosarote Panther kehrt zurück – Originaltitel: The Return of the Pink Panther – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Blake Edwards, Frank Waldman – Kamera: Geoffrey Unsworth – Schnitt: Tom Priestley – Musik: Henry Mancini – Darsteller: Peter Sellers, Christopher Plummer, Catherine Schell, Herbert Lom, Peter Arne, Peter Jeffrey, Grégoire Aslan, David Lodge, Graham Stark, Eric Pohlmann, André Maranne, Burt Kwouk u.a. – 1975; 115 Minuten

Inspektor Clouseau. Der beste Mann bei Interpol – Originaltitel: The Pink Panther Strikes Again – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Blake Edwards, Frank Waldman – Kamera: Harry Waxman – Schnitt: Alan Jones – Musik: Henry Mancini – Darsteller: Peter Sellers, Herbert Lom, Lesley-Anne Down, Burt Kwouk, Colin Blakely, Leonard Rossiter, André Maranne, Byron Kane, Dick Crockett, Richard Vernon, Briony McRoberts, Dudley Sutton, Hal Galili, Omar Sharif u.a. – 1976; 105 Minuten

Mit Peter Sellers wurde nur noch „Inspektor Clouseau. Der irre Flic mit dem heißen Blick“ („Revenge of the Pink Panther“, 1978) gedreht. Nachdem er am 24. Juli 1980 zu Beginn der Dreharbeiten für „The Romance of the Pink Panther“ einem Herzinfarkt erlegen war, bastelte Blake Edwards aus bestehendem Film- bzw. Archivmaterial die Komödie „Der rosarote Panther wird gejagt“ („Trail of the Pink Panther“, 1982).

Inspektor Clouseau. Der irre Flic mit dem heißen Blick – Originaltitel: Revenge of the Pink Panther – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Blake Edwards, Frank Waldman, Ron Clark – Kamera: Ernest Day – Schnitt: Alan Jones – Musik: Henry Mancini – Darsteller: Peter Sellers, Herbert Lom, Burt Kwouk, Dyan Cannon, Robert Webber, Tony Beckley, Robert Loggia, Paul Stewart, André Maranne, Graham Stark, Alfie Bass, Sue Lloyd, Danny Schiller, Douglas Wilmer, Ferdy Mayne, Charles Augins u.a. – 1978; 105 Minuten

Der rosarote Panther wird gejagt – Originaltitel: Trail of the Pink Panther – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Frank Waldman, Tom Waldman, Blake Edwards, Geoffrey Edwards – Kamera: Dick Bush – Schnitt: Alan Jones – Musik: Henry Mancini – Darsteller: Peter Sellers, David Niven, Herbert Lom, Richard Mulligan, Joanna Lumley, Capucine, Robert Loggia, Harvey Korman, Burt Kwouk, Graham Stark, Peter Arne, André Maranne, Ronald Fraser, Leonard Rossiter, Marne Maitland, Harold Kasket, Liz Smith, Danny Schiller, Denise Crosby u.a. – 1982; 95 Minuten

1967 hatte Bud Yorkin mit Alan Arkin in der Titelrolle den erfolglosen Film „Inspektor Clouseau“ („Inspector Clouseau“) gedreht.

Inspektor Clouseau – Originaltitel: Inspector Clouseau – Regie: Bud Yorkin – Drehbuch: Frank Waldman, Tom Waldman, nach Figuren von Maurice Richlin und Blake Edwards – Kamera: Arthur Ibbetson – Schnitt: John Victor-Smith – Musik: Ken Thorne – Darsteller: Alan Arkin, Frank Finlay, Delia Boccardo, Patrick Cargill, Beryl Reid, Barry Foster, Clive Francis, John Bindon, Michael Ripper, Tutte Lemkow, Anthony Ainley, Wallas Eaton, David Bauer, Richard Pearson, George Pravda, Eric Pohlmann, Geoffrey Bayldon, Arthur Lovegrove, Katya Wyeth, Tracey Crisp, Marjie Lawrence, Craig Booth, Julie Croft, Robert Russell, Susan Engel, Will Stampe, Barbara Dana u.a. – 1968; 95 Minuten

Blake Edwards versuchte auch nach Peter Sellers‘ Tod, die Reihe fortzusetzen: In „Der Fluch des rosaroten Panthers“ („Curse of the Pink Panther“, 1983) spielt Roger Moore Inspektor Clouseau, der sich inzwischen einer Gesichtsoperation unterzog. In „Der Sohn des rosaroten Panthers“ („Son of the Pink Panther“, 1993) ließ Blake Edwards Roberto Benigni in der Rolle des unehelichen Sohns von Inspektor Clouseau und Maria Gambrelli auftreten.

Der Fluch des rosaroten Panthers – Originaltitel: Curse of the Pink Panther – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Blake Edwards, Geoffrey Edwards – Kamera: Dick Bush – Schnitt: Robert Hathaway, Ralph E. Winters – Musik: Henry Mancini – Darsteller: Ted Wass, David Niven, Robert Wagner, Herbert Lom, Capucine, Joanna Lumley, Robert Loggia, Harvey Korman, Burt Kwouk, Roger Moore, Leslie Ash, Graham Stark, André Maranne, Peter Arne, Patti Davis, Michael Elphick, Steve Franken, Ed Parker, Denise Crosby u.a. – 1983; 110 Minuten

Der Sohn des rosaroten Panthers – Originaltitel: Son of the Pink Panther – Regie: Blake Edwards – Drehbuch: Blake Edwards, Madeline Sunshine, Steven Sunshine – Kamera: Dick Bush – Schnitt: Robert Pergament – Musik: Henry Mancini, Bobby McFerrin – Darsteller: Roberto Benigni, Herbert Lom, Claudia Cardinale, Shabana Azmi, Debrah Farentino, Jennifer Edwards, Robert Davi, Mark Schneider, Mike Starr, Kenny Spalding, Anton Rodgers, Burt Kwouk, Graham Stark, Oliver Cotton, Aharon Ipalé, Natasha Pavlovich, Henry Goodman, Dermot Crowley, Herb Tanney, Liz Smith u.a. – 1993; 95 Minuten

Steve Martin verkörpert Inspektor Jacques Clouseau in „Der rosarote Panther“ („The Pink Panther“, 2006) von Shawn Levy.

Der rosarote Panther – Originaltitel: The Pink Panther – Regie: Shawn Levy – Drehbuch: Len Blum, Steve Martin – Kamera: Jonathan Brown – Schnitt: George Folsey Jr., Brad E. Wilhite – Musik: Christophe Beck – Darsteller: Steve Martin, Kevin Kline, Jean Reno, Emily Mortimer, Henry Czerny, Kristin Chenoweth, Roger Rees, Beyoncé Knowles, Phillip Goodwin, Henri Garcin u.a. – 2006; 95 Minuten

„Oscar“-Nominierungen gab es für „Der rosarote Panther“ und „Inspektor Clouseau. Der beste Mann bei Interpol“, jeweils für Henry Mancini, einmal in der Kategorie „beste Musik“, dann für den „besten Song“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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