Das brandneue Testament

Das brandneue Testament

Das brandneue Testament

Das brandneue Testament – Originaltitel: Le tout nouveau Testament – Regie: Jaco Van Dormael – Drehbuch: Jaco Van Dormael, Thomas Gunzig – Kamera: Christophe Beaucarne – Schnitt: Hervé de Luze – Musik: An Pierlé – Darsteller: Pili Groyne, Benoît Poelvoorde, Yolande Moreau, Catherine Deneuve, François Damiens, Laura Verlinden, Serge Larivière, Didier de Neck, Marco Lorenzini, Romain Gelin, Anna Tenta, Johan Heldenbergh, David Murgia u.a. – 2015; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Gott lebt mit seiner Frau und seiner zehn­jährigen Tochter Éa in einer spießigen Wohnung in Brüssel. An den toten Sohn erinnert eine kleine Statue. Gott ist ein Kotzbrocken, der im schmuddeligen Bade­mantel vor einem alten PC sitzt und nur vorübergehend gute Laune hat, wenn er eine neue Schikane für die Menschen eingegeben hat. Nachdem der Choleriker Éa wieder einmal brutal verprügelt hat, rächt sie sich, indem sie allen Menschen per SMS die Todesstunde mitteilt ...
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Kritik

Einiges in der durchgeknallten Komödie "Das brandneue Testament" ist einfach nur albern und verspielt, aber als Ganzes ist der Film originell und hintersinnig. Jaco Van Dormael ruft dazu auf, selbsbestimmt nach dem Motto carpe diem zu leben.
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Friedrich Nietzsche irrte sich. „Gott ist nicht tot. Er lebt in Brüssel“, sagt dessen zehnjährige Tochter Éa (Pili Groyne), die mit ihren Eltern in einer Mietskaserne wohnt. Über eine Wohnungs­türe verfügt das spießig eingerichtete Apartment nicht An Éas totem Bruder Jesus (David Murgia) erinnert eine kleine Porzellan­statue auf dem Sideboard. Weil er den Vater nicht mehr ertragen hatte, war er unter die Menschen gegangen, aber die kreuzigten ihn am Ende. Éas um den Sohn trauernde Mutter (Yolande Moreau) deckt noch immer den Tisch für vier Personen. Gott (Benoît Poelvoorde) schlurft den ganzen Tag in einem schäbigen Bademantel und einer schmuddeligen Schlafanzughose durch die Wohnung. Der Bier aus Flaschen trinkende Choleriker beschimpft seine ebenso unbedarfte wie duldsame Frau, sobald sie den Mund aufmacht, lässt keinen Zweifel daran, dass er seinen Sohn verachtet und hebt die Hand gegen seine Tochter, wenn sie ihn stört oder bei Tisch ihre telekinetischen Fähigkeiten, über die er selbst nicht verfügt, an einem Glas ausprobiert.

Am Anfang hatte der Demiurg Brüssel geschaffen und dann ein paar Tiere, damit die Stadt nicht unbelebt blieb. Aber mit Giraffen auf den Straßen, Hühnern im Kino und Löwen in den Betten war er nicht zufrieden. Deshalb schuf er auch noch den Menschen nach seinem Ebenbild. Der Weltenlenker ist kein lieber Gott, sondern ein Sadist, der nur dann vorübergehend gute Laune hat, wenn er sich gerade wieder eine Schikane für die Menschheit ausgedacht hat. Inzwischen hat er mehr als tausend solcher Gesetze in seinen alten PC getippt, zum Beispiel: Das Telefon klingelt immer dann, wenn sich der Angerufene in die Badewanne gelegt hat. An der Kasse im Supermarkt wählt man stets die falsche Warteschlange. Marmelade­brote kommen immer mit dem Belag nach unten am Boden auf. Der Schreibtisch mit dem PC steht in Gottes fensterlosem Arbeitszimmer, dessen turmhohe Wände aus Karteischränken bestehen und dessen Betreten seiner Frau und der Tochter verboten ist.

Als er Éa einmal dabei erwischt, dass sie ins Arbeitszimmer schaut, verprügelt er sie mit einem Gürtel. Daraufhin beschließt Éa, die Eltern zu verlassen, sich vorher aber noch zu rächen. Während Gott in dieser Nacht schnarchend schläft, nimmt sie ihm die Schlüssel ab, schleicht sich ins Arbeitszimmer und schickt von seinem Rechner jedem Menschen auf der Welt eine SMS mit dem sekundengenau angegebenen Sterbedatum. Dann lässt sie den PC abstürzen. Ihr im Miniatur­format auf dem Schrank stehender Bruder Jesus rät ihr, die Zahl der Apostel von 12 auf 18 zu erhöhen. Sie verabschiedet sich von ihm und kriecht in die Waschmaschine.

Deren Trommel besteht aus einem kilometerlangen Tunnel, der in einem Waschsalon endet. Dort klettert Éa aus der Maschine und tritt auf die Straße. Sie genießt den Regen, aber nachdem sie ein Fischbrötchen aus einer Mülltonne gegessen hat, übergibt sie sich. Dadurch wird der Clochard Victor (Marco Lorenzini) auf sie aufmerksam. Er ist einer der Wenigen, die ihren Todeszeitpunkt trotz der Leaks-Aktion des Mädchens nicht kennen, weil er kein Handy besitzt. Obwohl er sich als Legastheniker bezeichnet, kann Éa ihn überreden, sie zu begleiten und ein brandneues Testament zu schreiben. Sie fängt mit der Suche nach weiteren Apostel an und lernt auf ihrem Weg durch Brüssel eine Menge über die Menschen.

Einige verzweifeln aufgrund der Nachricht, die sie von Éa erhielten, so zum Beispiel eine Mutter, die erfährt, dass sie vor ihrem geistig behinderten und auf Hilfe angewiesenen Sohn sterben wird und eine gesunde junge Krankenschwester, deren Tod bevorsteht, während dem von ihr gepflegten bettlägerigen Greis noch ein langes qualvolles Leben bevorsteht. Die meisten Menschen empfinden das Wissen über den Todeszeitpunkt jedoch als befreiend. Viele werfen ihre stumpf­sinnige Arbeit hin, um in der verbleibenden Lebenszeit noch das zu machen, wozu sie immer schon Lust gehabt hätten. Weil sie den Tod und damit auch Gott nicht mehr fürchten, büßt die Kirche ihre Macht über sie ein. Kriege implodieren. Ein junger Mann namens Kevin (Gaspard Pauwels), der weiß, dass sein Tod erst in 64 Jahren ansteht, macht einen Spaß aus Mutproben. Als er sich aus einem Fenster stürzt, reißt er einen Passanten um. Der ist zwar auf der Stelle tot, federt aber Kevins Aufprall so ab, dass dieser unverletzt bleibt. Kevin überlebt sogar einen Sprung aus einem Flugzeug ohne Fallschirm, denn er landet auf dem Dach einer tiefer fliegenden Maschine.

Gott stellt nach dem Aufwachen am nächsten Morgen fest, was passiert ist. Wutschnaubend fordert er seine Frau auf, ihm in die Waschmaschine zu helfen. Als er am anderen Ende herausklettert, sitzt eine Frau im Waschsalon, die sich von ihm bedroht fühlt und ihn mit Pfefferspray vertreibt. Auf der Straße flucht er, weil es regnet. In der nahen Mülltonne, in der Éa das Fischbrötchen fand, sucht er nach etwas Essbaren. Dabei fällt er drei Männern einer Bürgerwehr auf, die ihn für einen Obdachlosen halten und zusammenschlagen. Im Krankenhaus beschimpft Gott den Arzt (Luc Schiltz), stößt ihn zurück und flieht.

Inzwischen hat Éa die ersten zusätzlichen Apostel gefunden, und Victor notiert es. Es handelt sich um eine zwar attraktive junge, aber einsame Frau namens Aurélie (Laura Verlinden). Im Alter von sieben Jahren (Nora Young) wurde ihr bei einem Unfall in einer Metro-Station der linke Arm abgetrennt. Wegen ihrer Armprothese ist Aurélie überzeugt, nicht begehrenswert zu sein. Éa sorgt dafür, dass Aurélie nachts träumt, wie ihre linke Hand auf dem Tisch zu Musik von Georg Friedrich Händel tanzt.

Éa kann die individuelle Musik von Menschen hören. Bei Jean-Claude (Didier de Neck), ihrem zweiten Apostel, ist es das Klavierstück „Le rappel des oiseaux“ von Jean-Philippe Rameau. Als der 58-jährige leitende Mitarbeiter eines Kaufhauses durch Éas SMS erfuhr, wann er sterben wird, zerstörte er seinen Aktenkoffer, warf ihn weg und setzte sich auf eine Parkbank. Éa rät ihm, einem Vogel zu folgen, der augenscheinlich versucht, Jean-Claude auf sich aufmerksam zu machen. Der Vogel, der sich schließlich mit einem riesigen Schwarm vereinigt, führt Jean-Claude über den Polarkreis hinaus weiter nach Norden, bis eine am Rand einer Eisscholle stehende junge Frau dem Aussteiger entgegenlächelt.

Beim nächsten Apostel handelt es sich um den sexsüchtigen Marc (Serge Larivière), der den größten Teil seiner Freizeit in einer Peepshow verbracht hat. Als er neun Jahre alt war (Louis Durant) und mit seinen Eltern einen Strandurlaub verbrachte, verliebte er sich in die für ihn unerreichbare langbeinige Bikini-Schönheit Xenia (Anna Tenta). Seither geht sie ihm nicht mehr aus dem Sinn. Nachdem er nun erfuhr, dass er nur noch 83 Tage zu leben habe, hob er seine Ersparnisse ab und ist dabei, das Geld mit Prostituierten durchzubringen. Aber es geht schneller aus als gedacht, und Éa rät ihm, seine finanzielle Lage durch das Synchronisieren von Pornofilmen zu bessern. Beim Stöhnen vor dem Mikrofon sitzt zufällig Xenia neben ihm. So findet er seine Traumfrau wieder, und sie werden endlich ein Paar. Marcs Musik ist übrigens „O Solitude“ von Henry Purcell.

Gott findet eine Suppenküche in einer Kirche. Statt sich anzustellen, drängt er sich vor. Ein Priester (Johan Heldenbergh) spricht mit ihm, und der vermeintliche Bettler verblüfft ihn mit seinem Wissen über ihn. Dann versichert Gott dem Geistlichen, dass das Gebot „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ nicht von ihm sei. Er hätte eher dazu geraten, andere so zu hassen wie sich selbst. Jesus habe nur improvisiert, schimpft er, alles verkehrt gemacht und nichts geschafft außer sich wie eine Eule annageln zu lassen.

Als vierten Apostel wählt Éa den Sniper François (François Damiens). Seine Musik ist „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert. Seit seiner Kindheit (Tom Canivet) möchte er ein Massenmörder sein. Er hat zwar geheiratet, aber er liebt seine Frau Catherine und seinen Sohn ebenso wenig wie seine Eltern. Als Éa und Victor sich dem 41-Jährigen nähern, liegt er mit einem Präzisionsgewehr auf der Lauer und will Passanten auf einer Brücke erschießen. Éa prophezeit, dass in sechs Sekunden eine junge Frau auftaucht, auf die er schießen soll. Es ist Aurélie. Sie wird durch den Schuss nicht verletzt, und François folgt ihr verwundert. In einem Aufzug überrascht er sie mit einer Liebeserklärung und reicht ihr einen Blumenstrauß. Aurélie ist zwar verwirrt, ruft aber am Abend die auf das Einwickelpapier gekritzelte Telefonnummer an und verabredet sich mit ihm. Durch die von Aurélie erwiderte Liebe kann François sich auch endlich selbst lieben, und er umarmt sein Spiegelbild. Den Drang, Menschen zu töten, verspürt er nicht mehr.

Bei Martine (Catherine Deneuve) handelt es sich um die frustrierte ältere Frau eines reichen, aber lieblosen Geschäftsmanns (Johan Leysen). Er hat noch 39 Jahre zu leben, sie nur noch fünf. Während er verreist ist, wird Martine von einem Strichjungen angesprochen. Erschrocken fährt sie weiter, aber dann überlegt sie es sich und nimmt Philippe (Bilal Aya) mit nach Hause. Nach der enttäuschenden Kopulation schlüpft sie in einen Morgenmantel, gibt ihm die versprochenen 200 Euro und geht kurz ins Bad. Philippe nutzt ihre Abwesenheit, um die restlichen Banknoten aus ihrer Brieftasche zu stehlen und zu verschwinden.

Éa hört in Martines Körper Zirkusmusik und besucht deshalb mit ihr einen Zirkus. Dort verliebt Martine sich in einen Gorilla (Kiko Mirales). Sie nimmt ihn mit, und als ihr Ehemann von der Geschäftsreise zurückkommt, liegt der Gorilla neben ihr im Bett. Martine wagt es endlich, ihrem Mann zu erklären, dass sie ihn nie mehr sehen wolle.

Gott hat genug von der Welt und sucht wieder den Waschsalon auf, durch den er kam. Aber der Tunnel, also der Rückweg in die Wohnung, ist verschwunden. Durch Zufall entdeckt Gott auf der Straße Éa und Victor. Zornig fordert er seine Tochter auf, zu ihm zu kommen. Sie weigert sich, betritt mit Victor die Oberfläche des Kanals und überquert die Wasserstraße trockenen Fußes. Gott klettert die Kaimauer hinunter, taucht jedoch bei dem Versuch, ebenfalls übers Wasser zu gehen, unter.

Willy (Romain Gelin) wird Éas letzter Apostel. Es handelt sich um einen Jungen, den seine besorgte Mutter (Anne-Pascale Clairembourg) von klein auf (Eiaël Lefrancq Binon) für krank gehalten und mit Injektionen und Besuchen bei einem in sie verliebten Arzt (Jean-François Wolff) traktiert hat. An seinem siebten Geburtstag wurde ihm die Bauchspeicheldrüse entfernt. Jetzt klären ihn seine Mutter und sein Vater (Jean Luc Piraux) mit betretenen Gesichtern darüber auf, dass der Arzt ihnen gesagt habe, Willy werde in Kürze sterben. Das weiß der Junge bereits durch die von Éa verschickte SMS. Sein letzter Wunsch ist es, ein Mädchen zu sein, und den Eltern bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu erlauben, in einem Kleid zur Schule zu gehen. Seine Musik ist „La mer“ von Charles Trenet, und er möchte dementsprechend nicht in der Stadt, sondern am Meer sterben. Um die Reise zu finanzieren, verkauft Willy die Einrichtung der Wohnung seiner Eltern. Éa und Victor begleiten ihn, als er einem singenden Leuchtfisch folgt.

Gott wird zwar vor dem Ertrinken gerettet. Weil er jedoch keine Papiere bei sich hat, hält man ihn für einen illegalen Einwanderer und schiebt ihn nach Usbekistan ab. Im Flugzeug sitzen zwei Polizisten neben ihm.

An der Küste wimmelt es von Menschen. Offenbar haben viele den gleichen Wunsch wie Willy: Sie möchten ihre letzten Stunden oder Tage am Meer verbringen. Als sich über dem Wasser ein Flugzeug nähert und immer mehr an Höhe verliert, geraten die Menschen in Panik. Es ist die Maschine, mit der Gott nach Usbekistan gebracht werden soll. Sie droht abzustürzen, und Gott, der ohne seinen Computer nichts dagegen tun kann, fängt ebenso wie seine Bewacher und die anderen Passagiere aufgeregt zu kreischen an.

Zur selben Zeit staubsaugt seine Frau in der Wohnung; sie hört Musik und singt dazu, ohne befürchten zu müssen, dass ihr Mann sie deshalb beschimpft. An einer Zimmerwand hängt ein billiger Druck des Gemäldes „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci, und sie wundert sich darüber, dass die Zahl der Apostel schrittweise von 12 auf 18 wuchs.Als Sammlerin von Baseball-Karten hält sie ein 18-köpfiges Team für besser als eines mit zwölf Spielern wie beim Eishockey. Das Arbeitszimmer ihres Mannes steht offen. Um den Staubsauger anschließen zu können, zieht sie das Stromkabel des PC aus der Steckdose. Als sie mit dem Saugen fertig ist und die Stecker wieder vertauscht, fährt der Rechner hoch, und die Störung ist durch den Stromausfall beseitigt. Als Passwort versucht Éas Mutter die Zahl 18, und tatsächlich öffnet sich die von ihrer Tochter zuletzt aufgerufene Liste aller Sterbedaten. Sie löscht die Daten, und daraufhin verschwinden die von Éa versandten SMS aus den Handy-Speichern. Das Flugzeug, das mit Gott an Bord auf den überfüllten Strand zu stürzen drohte, gewinnt im letzten Augenblick wieder an Höhe.

Als Blumen am Himmel erscheinen, weiß Éa, dass ihre Mutter alles zum Guten gewendet hat.

Martine und der Gorilla bekommen ein Kind.

Aurélie sitzt mit ihrem hochschwangeren Ehemann François auf einer Anlagenbank.

Gott muss in einer Waschmaschinenfabrik in Usbekistan schuften. Verzweifelt schaut er in jedes der fertigen Geräte, aber keines verfügt über eine ungewöhnliche Waschtrommel.

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Der belgische Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur Jaco Van Dormael stellt Gott in seiner durchgeknallten Komödie „Das brandneue Testament“ anders dar, als wir es von der Ikonografie gewohnt sind. Sein Gott ist kein gefürchteter wie im Alten Testament, auch kein Gottvater wie im Neuen Testament, sondern ein in Brüssel hausender Kotzbrocken, dessen einzige Freude darin besteht, sich immer neue Schikanen für die Menschen auszudenken. (Damit wäre also die Frage der Theodizee geklärt.) In „Das brandneue Testament“ sind es Frauen, die den autoritären Tyrannen ausbooten und alles zum Guten lenken. Jaco Van Dormael ruft dazu auf, den Tag zu nutzen (carpe diem) und nach persönlichen Vorstellungen, also selbstbestimmt zu leben.

Ähnlich wie die Komikergruppe Monty Phython in „Das Leben des Brian“ nähert Jaco Van Dormael sich den göttlichen Figuren respektlos in einer mit aberwitzigen Ideen gespickten und skurrilen Figuren bevölkerten absurden Komödie. Manches in „Das brandneue Testament“ wirkt einfach nur albern und verspielt, aber als Ganzes ist der Film originell und hintersinnig.

Wir erleben die schräge Geschichte vorwiegend aus der Sicht Éas, die auch aus dem Off zu hören ist. Einige Episoden und Rückblenden werden allerdings aus den Perspektiven ihres Vaters, ihrer Mutter oder aus denen ihrer Apostel erzählt.

Obwohl die Inszenierung – abgesehen von dem blasphemischen Ansatz – unspektakulär ist, sind verblüffende Special Effects zu bestaunen, zum Beispiel wenn François sich endlich selbst akzeptiert und sein eigenes Spiegelbild umarmt.

Jaco Van Dormael ist in einem Cameo als Autofahrer zu sehen, der durch die SMS, er habe nur noch drei Sekunden zu leben, abgelenkt wird und deshalb an der nächsten Straßenkreuzung mit einem Sattelschlepper zusammenstößt. Alice Van Dormael, eine seiner beiden Töchter, spielt eine Journalistin, sein fast 100-jähriger Vater Armand Van Dormael einen Greis.

Belgien bewarb sich mit „Das brandneue Testament“ um einen „Auslands-Oscar“, aber die Academy of Motion Picture Arts and Sciences nominierte den Film nicht.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2016

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