Das Piano

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Das Piano - Originaltitel: The Piano - Regie: Jane Campion - Drehbuch: Jane Campion - Kamera: Stuart Dryburgh - Schnitt: Veronika Jenet - Musik: Michael Nyman - Darsteller: Holly Hunter, Harvey Keitel, Sam Neill, Anna Paquin, Kerry Walker u.a. - 1993; 120 Minuten

Inhaltsangabe

Die stumme, sensible, 28 Jahre alte Schottin Ada McGrath wird von ihrem Vater dem nach Neuseeland ausgewanderten Briten Stewart versprochen, den sie noch nie gesehen hat. Mit ihrer neunjährigen Tochter Flora reist die Witwe 1851 um den Globus. Auch ein Klavier bringt sie mit, aber das lässt Stewart trotz Adas Flehen am Strand zurück, denn wozu soll es gut sein? ...
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Kritik

"Das Piano" ist ein virtuos inzensierter, metaphernreicher Film über den Gegensatz zwischen der Zivilisation und der bedrohenden, unberechenbaren und zugleich faszinierenden Natur.

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Handlung:

Die stumme, sensible, 28 Jahre alte Schottin Ada McGrath (Holly Hunter) wird von ihrem Vater dem nach Neuseeland ausgewanderten Briten Stewart (Sam Neill) versprochen, den sie noch nie gesehen hat. Mit ihrer neunjährigen Tochter Flora reist die Witwe 1851 um den Globus. Auch ein Klavier bringt sie mit, aber das lässt Stewart trotz Adas Flehen am Strand zurück, denn wozu soll es gut sein?

Der ungebildete Nachbar George Baines (Harvey Keitel), dem Ada am Strand vorspielt, erwirbt das Instrument für ein Stück Land und lässt sich von ihr Klavierunterricht geben. Lieber hört er ihr jedoch zu. Er fordert sie auf, sich das Klavier Taste für Taste zurückzuverdienen.

Allmählich kommen sich Ada und George näher, bis er ihr das Klavier vorzeitig zurückgibt, um sie nicht zur Hure zu machen.

Stewart dagegen versucht seine Frau zu vergewaltigen, will sich das nehmen, von dem er glaubt, dass es ihm gehört. Als ihm die auf ihre Mutter eifersüchtige Flora verrät, dass Ada ihrem heimlichen Geliebten Botschaften schickt, zertrümmert er das Klavier und hackt Ada einen Finger ab. Stewart zwingt Ada, George Baines und Flora, Neuseeland zu verlassen.

In Schottland fertigt George für Ada eine silberne Prothese an, mit der sie wieder spielen kann — aber immer wenn sie mit dem Metall auf die Tasten trifft, erklingt ein störendes Geräusch. Verschämt beginnt sie sprechen zu lernen.

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Anders als Stewart, der von allem Besitz ergreifen will, versteht der Analphabet Baines allmählich, dass sich die stumme Ada nicht durch Sprache, sondern durch das Klavierspiel ausdrückt. Der Gegensatz zwischen der Zivilisation und der bedrohenden, unberechenbaren und zugleich faszinierenden Natur steht im Mittelpunkt des virtuos inzensierten, metaphernreichen Films. Hervorzuheben ist auch die schauspielerische Leistung Holly Hunters, der es überzeugend gelingt, Beredtsamkeit und Ausdrucksstärke des Schweigens vorzuführen.

Jane Campion wurde für „Das Piano“ 1993 in Cannes gemeinsam mit Chen Kaige („Lebewohl, meine Konkubine“) mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Außerdem gehörte „Das Piano“ am 21. März 1994 im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles zu den Preisträgern. Je einen „Oscar“ gab es für das Drehbuch, die Hauptdarstellerin Holly Hunter und die Nebendarstellerin Anna Paquin. Nominiert hatte man „Das Piano“ außerdem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign.

Zusammen mit Kate Pullinger schrieb Jane Campion den Roman „Das Piano“ („The Piano“, Hyperion Verlag, New York 1994; Übersetzung: Carina von Enzenberg, Piper Verlag, München / Zürich 1994).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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