Bad Boys. Harte Jungs

Bad Boys. Harte Jungs

Bad Boys. Harte Jungs

Originaltitel: Bad Boys – Regie: Michael Bay – Drehbuch: Michael Barrie, Jim Mulholland, Doug Richardson – Kamera: Howard Atherton – Schnitt: Christian Wagner – Musik: Mark Mancina – Darsteller: Will Smith, Martin Lawrence, Téa Leoni, Tchéky Karyo, Joe Pantoliano, Theresa Randle, Marg Helgenberger u.a. – 1995; 115 Minuten

Inhaltsangabe

Mike und Markus arbeiten bei der Polizei von Miami als Drogenfahnder. Als Heroin im Wert von 200 Millionen Dollar aus der Asservatenkammer geraubt wird, bekommen sie 72 Stunden Zeit, es zurückzuholen. Mike bittet eine gute Bekannte, die sich als Callgirl durchschlägt, sich in der Szene umzuhören. Sie wird erschossen. Julie, ihre beste Freundin, wurde Zeugin des Mordes. In ihrer Verzweiflung ruft sie Mikes Nummer an. Da der gerade unterwegs ist, gibt Markus sich für ihn aus und versteckt sie in Mikes Apartment vor den Gangstern ...
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Kritik

"Bad Boys. Harte Jungs" ist ein furioser Mix aus Actionthriller und Verwechslungskomödie. Für Spaß sorgen ein munteres Tempo, rasante Schnitte, stilvolle Einstellungen, eine flotte Musikuntermalung und coole Dialoge.
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Die beiden Afroamerikaner Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) arbeiten zusammen als Drogenfahnder beim Miami Police Department. Während Mike aus einer reichen Familie stammt, ein luxuriöses Apartment bewohnt, einen Porsche besitzt und als Womenizer gilt, fährt Marcus abends zu seiner nörgelnden, eifersüchtigen Ehefrau Theresa (Theresa Randle) und ihren drei Kindern Megan, James und Quincy (Tiffany Samuels, Cory Hodges, Scott Cumberbatch) ins Eigenheim.

Kurz nachdem Mike und Marcus Heroin im Wert von 200 Millionen Dollar sichergestellt haben, wird es durch einen offenbar sorgfältig geplanten und professionell durchgeführten Coup aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums geraubt. Der Verdacht liegt nahe, dass die Bande mit einem aktiven oder ehemaligen Polizisten zusammenarbeitete. Captain Alison Sinclair (Marg Helgenberger) von der Innenrevision setzt deshalb Captain Howard (Joe Pantoliano), den Chef der Drogenfahndung, unter Druck, und dieser gibt Mike und Marcus 72 Stunden Zeit, um den Raub aufzuklären und das Heroin zurückzubekommen.

Mike bittet das mit ihm befreundete Callgirl Maxie Logan (Karen Alexander), sich umzuhören. Es dauert nicht lang, bis Lois Fields (Heather Davis), die Betreiberin eines Callgirl-Rings, einen Auftrag von dem ehemaligen Polizisten Eddie Dominguez (Emmanuel Xuereb) bekommt. Maxie lässt sich von ihrer Freundin und Mitbewohnerin Julie Mott (Téa Leoni) zu der Party begleiten. Eddie lieferte bei dem Raub die Insiderinformationen und fuhr den Fluchtwagen. Jetzt möchte er mit einem heimlich auf die Seite geschafften Paket Heroin und den Mädchen eine wilde Party feiern.

Julie benutzt gerade die Toilette, als der Bandenchef Fouchet (Tchéky Karyo) mit zwei Kumpanen hereinstürmt. Er ist wütend, weil Eddie durch sein betrügerisches und unvorsichtiges Verhalten die ganze Bande in Gefahr gebracht hat. Er lässt ihn erschießen und auch die Zeugin beseitigen. Julie beobachtet vom oberen Stockwerk aus, wie Maxie erschossen wird. Die Gangster entdecken sie zwar, aber es gelingt ihr, übers Dach zu entkommen.

Da Maxie ihr geraten hatte, sich im Fall von Schwierigkeiten an Mike Lowrey zu wenden, ruft Julie bei der Polizei an und besteht darauf, mit Mike zu sprechen. Mike ist gerade unterwegs. Also gibt Marcus sich für ihn aus und verabredet sich mit Julie. Sie weigert sich, in Schutzhaft genommen zu werden, und Marcus fällt nichts Besseres ein, als sie ohne Absprache mit seinem Partner in dessen Apartment zu bringen und Julie vorzuspielen, es handele sich um seine eigene Wohnung.

Mike muss nach seiner Rückkehr bei dem Rollentausch mitmachen: Er tut so, als sei er Marcus und zieht zu dessen Familie.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Schließlich entdeckt Fouchet die Zeugin des Doppelmordes und ihr Versteck. Julie wird entführt. Mike und Marcus verfolgen die Gangster und stellen sie auf einem Flughafen-Hangar, wo sie einem Geschäftspartner das inzwischen gestreckte Heroin verkaufen wollen. Es kommt zu einer heftigen Schießerei, bei der die Verbrecher bis auf Fouchet getötet werden. Mike und Marcus befreien Julie und nehmen die Verfolgung des Bandenchefs auf. Nachdem dieser die Kontrolle über seinen Wagen verloren hat, verhaftet ihn die Polizei.

Es stellt sich heraus, dass Fouchet Francine (Anna Levine alias Anna Thomson), eine Sekretärin des Miami Police Department, mit Nacktfotos erpresste, um sich Informationen über die Polizei zu verschaffen.

Endlich können Mike und Marcus ihr Rollenspiel beenden.

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Mitte der Achtzigerjahre hatte George Gallo ein Drehbuch mit dem Arbeitstitel „Bulletproof Hearts“ geschrieben. Erst als Michael Barrie, Jim Mulholland und Doug Richardson das Drehbuch noch einmal überarbeitet hatten, war Sony bereit, den Film als Low-Budget-Produktion zu realisieren.

Im Grunde handelt es sich bei „Bad Boys. Harte Jungs“ um eine einfache Buddy-Story. Aber daraus machte Michael Bay in seinem Regiedebüt einen furiosen Mix aus den Genres Actionthriller und Verwechslungskomödie. Das muntere Tempo, die rasanten Schnitte, der Stil der Bilder und die flotte Musikuntermalung muten wie ein Videoclip an; das gibt dem Film eine Menge Power. Für den Spaß sorgen außerdem cool-witzige Dialoge.

Übrigens stellte Michael Bay für die Dreharbeiten seinen eigenen Porsche 911 Turbo 3.6 zur Verfügung.

Aufgrund des Überraschungserfolgs folgte 2003 „Bad Boys II“, wieder mit Michael Bay als Regisseur und Will Smith und Martin Lawrence in den Hauptrollen. Das ist jedoch bloß ein Actionkracher. Angeblich ist „Bad Boys III“ für 2008 geplant.

Originaltitel: Bad Boys II – Regie: Michael Bay – Drehbuch: Ron Shelton, Jerry Stahl, nach einer Story von Marianne Wibberley, Cormac Wibberley und Ron Shelton sowie Figuren von George Gallo – Kamera: Amir Mokri – Schnitt: Roger Barton, Mark Goldblatt, Tom Muldoon – Musik: Trevor Rabin – Darsteller: Martin Lawrence, Will Smith, Jordi Mollà, Gabrielle Union, Peter Stormare, Theresa Randle, Joe Pantoliano, Michael Shannon, Jon Seda, Yul Vazquez, Jason Manuel Olazabal, Otto Sanchez u.a. – 2003; 145 Minuten

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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"Zwei Schwestern" ist ein mit­reißen­der, meisterhaft komponierter Roman. Dorothy Baker lässt die beiden Hauptfiguren abwechselnd in der Ich-Form zu Wort kommen und verzichtet auf objektive Erläute­run­gen. Das psychische Drama erschließt sich aus Dialogen und inneren Monologen.
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