Preis des Verlangens

Preis des Verlangens

Preis des Verlangens

Preis des Verlangens - Originaltitel: Sotto falso nome / Un crime étrange - Regie: Roberto Andò - Drehbuch: Salvatore Marcarelli und Roberto Andò - Kamera: Maurizio Calvesi - Schnitt: Claudio Di Mauro - Musik: Ludovico Einaudi - Darsteller: Daniel Auteuil, Anna Mouglalis, Greta Scacchi, Giorgio Lupano, Magda Mielcarz, Serge Merlin, Michel Lonsdale, Jerzy Rogulski, Joelle Mnouchkine, Francois Germond, Georges Guerriero u.a. - 2004; 105 Minuten

Inhaltsangabe

Der aus Krakau stammende, inzwischen am Genfer See wohnende Bestseller-Autor Daniel Boltanski veröffentlicht seine Romane unter dem Pseudonym Serge Novak und achtet sehr darauf, dass die Öffentlichkeit nicht erfährt, wer sich dahinter verbirgt. Auf der Reise zur Hochzeit seines Stiefsohns verbringt er eine Nacht mit einem verführerischen Model – und stellt am nächsten Tag verblüfft fest, dass es sich um die Braut handelt. Bald darauf wird er mit einem kompromittierenden Foto erpresst ...
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Kritik

"Preis des Verlangens" ist ein spannender, subtiler und sorgfältig inszenierter Erotikthriller von Roberto Andò. Die zurückhaltende Musikuntermalung von Ludovico Einaudi verstärkt die rätselhafte Atmosphäre. Die Hauptrolle wird von Daniel Auteuil nuanciert und überzeugend gespielt.

Der aus Krakau stammende, inzwischen am Genfer See wohnende Schriftsteller Daniel Boltanski (Daniel Auteuil) veröffentlicht seine Bücher unter dem Pseudonym Serge Novak und achtet sehr darauf, dass die Öffentlichkeit nicht erfährt, wer sich dahinter verbirgt. Bei Lesungen mischt er sich unerkannt unter die Zuhörer, aber auf der Bühne lässt er sich durch seinen Literaturagenten David Ginsberg (Michel Lonsdale) vertreten. Außer dem Agenten kennen bisher nur sein Vater (Serge Merlin), seine Ehefrau Nicoletta (Greta Scacchi) und sein Stiefsohn Fabrizio (Giorgio Lupano) die Identität des Bestseller-Autors.

Nachdem Daniel unerkannt an einer Lesung seines neuesten Romans in Paris teilgenommen hat, bricht er zur Hochzeit Fabrizios nach Neapel auf. Unterwegs flirtet er mit einer verführerischen Mitreisenden und verbringt mit ihr eine Nacht im Hotelbett. Die junge Blondine heißt Mila (Anna Mouglalis) und hatte in Paris als Model zu tun.

Am nächsten Tag in der Kirche staunt Daniel, denn in der Braut seines Stiefsohns erkennt er Mila wieder. Daraufhin möchte er den One-Night-Stand am liebsten vergessen, aber Mila ruft ihn sogar während ihrer Hochzeitsreise aus Guatemala an. Das frisch vermählte Paar zieht in die Villa des Schriftstellers und seiner Frau am Genfer See, und Mila lässt nicht locker, bis Daniel sich mit ihr heimlich im Haus ihrer fünfundzwanzigjährigen Freundin Ewa Pesko (Magda Mielcarz) trifft.

Eines Tages erhält Daniel mit der Post ein kompromittierendes Foto, auf dem er beim Liebesspiel mit Mila zu sehen ist.

Ewa verlangt 5 Millionen Schweizer Franken von ihm. Andernfalls werde sie nicht nur Nicoletta und Fabrizio über seine Affäre mit Mila informieren, sondern auch das Pseudonym Serge Novak aufdecken und den Medien mitteilen, dass es sich bei ihm um einen Plagiator handelt. Auf einem Foto von Ewas Eltern Paul und Nina Lewinski erkennt Daniel den Mann, der in Krakau sein bester Freund gewesen war und sich vor fünfundzwanzig Jahren das Leben genommen hatte.

Von Mila erhält Daniel Ewas Adresse in Krakau. Heimlich reist er nach Polen. Seiner Frau lügt er vor, er müsse sich um seinen erkrankten Vater kümmern, aber als Nicoletta ihren Schwiegervater anruft, stellt sie fest, dass er gesund ist und nicht weiß, wo Daniel sich aufhält.

Die Villa in Krakau, in der Paul sich umgebracht hatte und seine Witwe Nina vor zwei Jahren gestorben war, steht zum Verkauf. Daniel beauftragt den Privatdetektiv Dagin (Jerzy Rogulski) mit weiteren Nachforschungen und fliegt nach Genf zurück.

Vor seinem Anwesen warten Journalisten auf ihn. Einer von ihnen (Georges Guerriero) fragt Daniel, ob er Serge Novak sei und seinen Debütroman „Die Winterreise“, mit dem er seinen Ruhm begründete, gar nicht selbst geschrieben habe. Daniel rastet aus und prügelt auf den Journalisten ein.

Danach sieht er keinen anderen Ausweg mehr, als seine Identität auf einer Pressekonferenz preiszugeben.

Mila wäre bereit, sich von Fabrizio zu trennen, aber Daniel fehlt der Mut für einen Neuanfang mit ihr. Nicoletta beobachtet, wie sich die beiden leidenschaftlich küssen. Sie weiß nicht, dass es ein Abschied sein soll. Angewidert fordert Nicoletta ihren Mann auf, zu verschwinden. Fabrizio soll auf keinen Fall etwas von der Untreue seiner Frau erfahren.

Auf der von David Ginsberg einberufenen Pressekonferenz enthüllt der Rechtsanwalt Seligmann (François Germond) den Journalisten das Pseudonym Serge Novak und bestreitet, dass es sich bei „Die Winterreise“ um ein Plagiat handelt.

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Ewa sitzt im Publikum und lässt sich von Daniel die verlangten 5 Millionen aushändigen. Nach der Pressekonferenz trifft sie sich mit Mila, die sie zu der Erpressung angestiftet hat, und teilt das Geld mit ihr.

Von dem Privatdetektiv in Krakau erfährt Daniel, dass es sich bei Ewa und Mila um zwei polnische Schauspielerinnen handelt, die in ihrer Heimat wegen Drogenmissbrauchs Schwierigkeiten mit der Polizei hatten und sich daraufhin in die Schweiz absetzten.

In der Villa seines toten Freundes schreibt Daniel einen neuen Roman. Das Manuskript spielt er Mila nach einer weiteren gemeinsamen Nacht zu. In dem Umschlag findet sie auch den Abschiedsbrief, den Paul vor fünfundzwanzig Jahren an Daniel schrieb: Darin entschuldigte Paul sich dafür, Daniels Leben als Vorlage für einen Roman verwendet zu haben und überließ es ihm, das Buch nach seinem Suizid unter welchem Namen auch immer zu veröffentlichen.

Während Mila das liest, erschießt Daniel sich. Sein letzter Wille lautet, neben Paul begraben zu werden.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

Arne Dahl - Rosenrot
"Rosenrot" ist zwar spannend, aber Kerstin Holms Verhalten lässt sich kaum nachvollziehen und die Motivation des Mörders ist abstrus. Dabei spielt Arne Dahl auf parodistische Weise mit den Versatzstücken des Genres Kriminalroman.
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