Im Labyrinth des Lebens

Im Labyrinth des Lebens

Im Labyrinth des Lebens

Im Labyrinth des Lebens – Originaltitel: Leef! – Regie: Willem van de Sande Bakhuyzen, Jean van de Velde – Drehbuch: Maria Goos – Kamera: Joost van Gelder – Schnitt: Wouter Jansen – Musik: Fons Merkies – Darsteller: Monic Hendrickx, Peter Blok, Sarah Jonker, Sophie van Winden, Anne-Wil Blankers, Ali Ben Horsting, Tanja Jess, Roos Ouwehand, Petra Laseur, Kristen Denkers, Jeroen Krabbé, Jeroen Willems, Jacqueline Blom u.a. – 2005; 105 Minuten

Inhaltsangabe

In der Familie der 42-jährigen Hebamme Anna stimmt nichts mehr: Ihr Mann Paul betrügt sie, die jüngere Tochter rebelliert gegen die Familie, die ältere Tochter ist herzkrank und wartet auf ein Spenderorgan. Weil Anna vermutet, dass die Ursachen der Krise in der Vergangenheit zu finden sind, beginnt sie, ihre Erinnerungen aufzuschreiben ...
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Kritik

Das anspruchsvolle Familiendrama "Im Labyrinth des Lebens" wird stark verschachtelt in ästhetischen Bildern erzählt. Gegenwart und Vergangenheit lassen sich dabei nicht immer leicht unterscheiden.
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Die zweiundvierzigjährige niederländische Hebamme Anna (Monic Hendrickx) ist seit zwanzig Jahren mit dem Architekten Paul (Peter Blok) verheiratet, der sie betrügt und zum Beispiel seine junge Mitarbeiterin Jolande (Tanja Jess) besucht, wenn er vorgibt, mit dem Hund unterwegs zu sein. Sie haben zwei Töchter: Isabelle (Emma Radder / Sophie van Winden) ist herzkrank und wartet auf ein Spenderorgan. Robin (Louise Radder / Sarah Jonker), die jüngere Tochter, rebelliert gegen die Eltern, und als diese sie hinauswerfen, gerät sie in die Drogenszene.

Anna, die als Kind Schriftstellerin werden wollte, vermutet, dass die Ursachen für die Krise in ihrer Familie in der Vergangenheit zu finden sind. Von ihrem Praktikanten Gregor (Ali Ben Horsting) ermutigt, beginnt sie ihre Lebensgeschichte zu schreiben und erforscht dabei ihre Erinnerungen an die Kindheit.

Bei ihrer Mutter Sybille (Roos Ouwehand / Silvia Cabeza / Anne-Wil Blankers) handelte es sich um eine alleinerziehende Schauspielerin. Schwanger wurde sie während einer Affäre mit einem spanischen Kollegen (Miguel Muñoz).

Als Kind litt Anna unter der Gefühlskälte und Rücksichtslosigkeit ihrer Mutter. Zufällig bekam Anna mit, dass sie in ein Internat geschickt werden sollte, damit Sybille und ihr Geliebter Gerard (Jeroen Willems) ungestört sein konnten. Anna erinnert sich, wie sie den Plan vereitelte, indem sie eine steinerne Verzierung von der Balkonbrüstung schob, als Gerard das Haus verließ. Er war sofort tot.

Als Anna das Manuskript ihrer Mutter zum Lesen gibt, stellt sich heraus, dass Erinnerungen trügerisch sind …


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„Im Labyrinth des Lebens“ ist ein anspruchsvoll inszeniertes Familiendrama. Maria Goos (Drehbuch) und Willem van de Sande Bakhuyzen (Regie) erzählen die Geschichte nicht chronologisch, sondern stark verschachtelt – wie ein „Labyrinth des Lebens“. Gegenwart und Vergangenheit lassen sich dabei nicht immer leicht unterscheiden. Ungewohnt ist, dass Anna mit ihrem Kinder-Ich spricht und wir das Mädchen sehen. Zu der kunstvollen Inszenierung tragen auch die ästhetischen Bilder (Kamera: Joost van Gelder) maßgeblich bei.

Anna wird von vier Schauspielerinnen dargestellt: Thijme Sjiewoejoen (3 Jahre), Sterre Herstel (6 Jahre), Merle Minjon (16 Jahre), Monic Hendrickx (Erwachsene).

Der niederländische Regisseur Willem van de Sande Bakhuyzen starb am 27. September 2005 im Alter von 47 Jahren. Zwei Tage später war die Premiere seines letzten Films: „Leef!“. Die deutsche Synchronisation wurde am 19. Februar 2009 unter dem Titel „Im Labyrinth des Lebens“ erstmals gesendet (ARD).

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Inhaltsangabe und Filmkritik: © Dieter Wunderlich 2009

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