Samuel Joseph Byck


Samuel Joseph Byck wurde am 30. Januar 1930 in Philadelphia als Kind einer mittellosen jüdischen Familie geboren. Den Besuch der Highschool brach er vorzeitig ab. Von 1954 bis 1956 diente er in der US-Army. Danach arbeitete Samuel Byck als Reifenverkäufer und gründete eine Familie, zu der schließlich vier Kinder gehörten. Sein Versuch, einen eigenen Betrieb zu eröffnen, scheiterte, weil sein Kreditantrag abgelehnt wurde. Aufgrund von Depressionen verbrachte er 1972 zwei Monate in einer psychiatrischen Klinik. Weil Samuel Byck Tonbänder mit Drohungen gegen Präsident Richard Nixon verschickte, wurde vorübergehend gegen ihn ermittelt.

Anfang 1974 plante Samuel Byck, ein Flugzeug zu entführen und in das Weiße Haus zu lenken, um den US-Präsidenten zu töten. Er stahl die Pistole eines Freundes, und während er eine Bombe bastelte, diktierte er eine Botschaft auf Tonbändern, um seine Motive zu erläutern.

Am 22. Februar 1974 fuhr Samuel Byck zum Baltimore Washington International Airport. Plötzlich erschoss er im Terminal den vierundzwanzigjährigen Polizisten

George Neal Ramsburg, stürmte in ein Flugzeug nach Atlanta (Delta Airlines 523) und forderte die Piloten zum Start auf. Sie behaupteten jedoch, die Räder der Maschine seien noch blockiert. Da schoss er auf sie, tötete den Kopiloten und verletzte den Kapitän schwer. Minuten später schoss ein Polizist durch das Fenster in der Tür auf Samuel Byck und traf ihn zweimal. Der Attentäter ging zu Boden und tötete sich selbst mit einem Kopfschuss.

Danach tauchten Tonbänder auf, die Samuel Byck an den Journalisten Jack Anderson und den Dirigenten Leonard Bernstein geschickt hatte, um seine Motive zu erläutern („Operation Pandora’s Box“).

Niels Mueller und Kevin Kennedy verarbeiteten die Geschichte von Samuel Byck in dem Kinofilm „Attentat auf Richard Nixon“.

© Dieter Wunderlich 2008

Niels Mueller: Attentat auf Richard Nixon

Stewart O'Nan - Der Zirkusbrand
"Der Zirkusbrand" ist kein Roman, sondern "eine wahre Geschichte", so der Untertitel des Buches von Stewart O'Nan, der versuchte, den Verlauf der Katastrophe zu rekonstruieren. Was fehlt, sind Identifikationsfiguren, an deren Schicksal die Leser mitfühlend Anteil nehmen könnten.
Der Zirkusbrand

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