Dot the I

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Ein gefährlicher Kuss – Originaltitel: Dot the I – Regie: Matthew Parkhill – Drehbuch: Matthew Parkhill – Kamera: Affonso Beato – Schnitt: Jon Harris – Musik: Javier Navarrete – Darsteller: Gael García Bernal, Natalia Verbeke, James D'Arcy, Tom Hardy, Charlie Cox u.a. – 2003; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Carmen und Barnaby wollen heiraten. Beim Junggesellinnen-Abschied küsst Carmen traditionsgemäß einen Fremden, und zwar den Schauspieler Kit, der sie ständig mit einer kleinen Videokamera filmt. Sie wird ihn nicht mehr los, und das ruft Barnabys Eifersucht hervor. Dennoch findet die Eheschließung statt. Kurz darauf kommt es zwischen den Frischvermählten zum Streit. Carmen sucht Zuflucht bei Kit ...
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Kritik

"Dot the I. Ein gefährlicher Kuss" beginnt als Dreiecksgeschichte und endet nach zwei überraschenden Wendungen, die alles auf den Kopf stellen, als Thriller. Das ist originell, raffiniert und spannend.
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Carmen Collazo (Natalia Verbeke) und Barnaby F. Caspian (James D’Arcy) sind seit knapp einem halben Jahr ein Paar. Nachdem Carmen den Heiratsantrag ihres Geliebten angenommen hat, feiert sie mit ihren Freundinnen in einem Restaurant den Junggesellinnen-Abschied und lässt sich vom Chefkellner (Yves Aubert) überreden, traditionsgemäß einen Gast für den letzten Kuss mit einem anderen Mann als Barnaby auszusuchen. Ihre Wahl fällt auf Kit Winter (Gael García Bernal), der vor einer Weile mit seinen Begleitern Tom (Tom Hardy) und Theo (Charlie Cox) hereinkam und unaufhörlich mit einer kleinen Videokamera filmt.

Es wird ein langer, wollüstiger Kuss. Erst das Klirren eines Messers, das einem Kellner zu Boden fällt, schreckt Carmen auf. Sie löst sich aus Kits Umarmung und rennt davon.

Am nächsten Tag taucht Kit in dem Fastfood-Restaurant auf, in dem sie beschäftigt ist, und als sie erneut davonläuft, springt er über den Tresen und folgt ihr. Durch den Vorfall verliert Carmen ihren Job, aber sie wird Kit nicht los. Er gibt sich als Schauspieler aus und gesteht, ebenfalls arbeitslos zu sein.

Weil sie beide kein Geld haben, lässt Kit sich von Carmen überreden, in ein Hotel zu gehen und vom Zimmerservice zwei Menüs vor eine von ihnen angegebene Türe stellen zu lassen. Beim Essen auf der Treppe werden sie allerdings vom Sicherheitsmanager (Len Collin) erwischt. Kit entkommt, aber Carmen wird ins Büro des Hotelmanagers (Michael Elwyn) gezerrt. Um sie zu befreien, löst Kit einen Feueralarm aus.

Kit besucht das Lokal, in dem Carmen Flamenco tanzt und schenkt ihr den Roman „Chronik eines angekündigten Todes“ von Gabriel García Márquez.

Barnaby zeigt Carmen seine Eifersucht und bestellt das Aufgebot für den kommenden Samstag. Carmen will sich die Liebe des reichen Erben nicht verscherzen und erklärt Kit, sie habe in ihrem Leben schon genügend Ärger gehabt. Davon zeugt auch eine großflächige Narbe, die vom Säureanschlag eines früheren Geliebten zurückgeblieben ist, der sich nicht von ihr hatte trennen wollen.

Die Eheschließung auf dem Standesamt findet wie geplant statt. Danach eröffnet Barnaby seiner Frau, dass er Karten für eine Kreuzfahrt in der Karibik gekauft habe. Carmen möchte jedoch nicht verreisen und ärgert sich über die eigenmächtige Entscheidung ihres Mannes. Es kommt zum Streit. Wie gewohnt, schenkt sie sich Wein in einen Becher ein. Als Barnaby sie auffordert, stattdessen eines der teuren Gläser zu verwenden, die er eigens für ihren Hausstand angeschafft hat, gießt sie den Wein um und lässt das volle Glas demonstrativ fallen. Dann läuft sie zu Kit.

Während Kit und Carmen miteinander Sex haben, schaut Barnaby sich Videos von Bettszenen mit Carmen an.

Nach dem Koitus bereut Carmen ihr Verhalten und eilt zu Barnaby zurück, um sich zu entschuldigen. Barnaby, der hinter seinem Rücken eine Pistole versteckt, schickt sie jedoch fort.

Kurz darauf schraubt er eine Videokamera auf ein Stativ, schaltet sie ein, versichert Carmen, wie sehr er sie geliebt habe und schießt sich dann vor laufender Kamera in den Mund.

Als Carmen vom Tod ihres Ehemanns erfährt, fühlt sie sich schuldig und sucht in ihrer Verzweiflung erneut Zuflucht bei Kit. Der gesteht ihr, sich im Auftrag Barnabys an sie herangemacht zu haben.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Kit suchte verzweifelt einen Job und unterschrieb nach langem Zögern einen von Barnaby vorgelegten Vertrag für einen Experimentalfilm über eine Dreiecksgeschichte: Die Protagonistin liebt ihren reichen Verlobten, lernt dann aber einen leidenschaftlicheren Mann kennen und verliert die Orientierung. Ein Drehbuch gab es nicht, denn die Aufnahmen sollten improvisiert sein. Zu diesem Zweck erhielt Kit die kleine Videokamera, die er in der letzten Zeit ständig bei sich hatte. Regie führte Barnaby. Tom und Theo waren seine Assistenten. Ohne es zu ahnen, war Carmen die Hauptdarstellerin. Im Restaurant sorgte der von Barnaby bezahlte Chefkellner dafür, dass sie Kit für den verhängnisvollen Kuss aussuchte.

Bevor Carmen das soeben Gehörte verarbeitet hat, kommt der tot geglaubte Barnaby, der seinen Selbstmord nur vortäuschte, in Kits Wohnung und baut mehrere versteckte Kameras ab. Carmen übergibt sich vor Abscheu. Barnaby klärt sie darüber auf, dass sie auf dem Standesamt statt eines Ehevertrags eine Erklärung unterschrieb, mit der sie ihm die Filmrechte übertrug.

Einige Zeit später wird Barnaby für seinen ungewöhnlichen Film mit einem Newcomer-Preis ausgezeichnet. Carmen und Kit, die bei der Feier anwesend sind, applaudieren. Dann filmen Tom und Theo, wie Kit eine Pistole aus der Tasche zieht, auf den Regisseur anlegt und abdrückt. Barnaby bricht zusammen.

Soweit war auch das mit ihm abgesprochen. Bei Kits Waffe handelt es sich um eine Startschuss-Pistole. Die vorgetäuschte Ermordung des Regisseurs war als PR-Gag gedacht.

Aber Barnaby ist wirklich verletzt und stirbt auf der Intensivstation eines Krankenhauses.

Getroffen wurde er von einem Schuss, den Carmen unbemerkt auf ihn abgefeuert hatte. Danach ließ sie ihre Pistole in Theos Jacketttasche gleiten. Als er sie erschrocken herausnahm, hinterließ er seine Fingerabdrücke auf der Waffe – und wurde von der Polizei unter Mordverdacht festgenommen.

Kit und Carmen fahren gemeinsam zu den Kinos, in denen der Film gezeigt wird und lassen sich vom begeisterten Publikum als Schauspieler feiern.

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„Dot the I. Ein gefährlicher Kuss“ beginnt als Dreiecksgeschichte über eine junge Frau, die sich zwischen zwei Männern entscheiden muss, und endet nach einem Mord und zwei überraschenden Wendungen, die alles auf den Kopf stellen, als Thriller. Das ist originell, raffiniert und spannend, aber Matthew Parkhills Drehbuch und seine Inszenierung wirken ein wenig ungelenk.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2010

Katrin Boese - Zelda Fitzgerald
Obwohl es sich bei "Zelda Fitzgerald. 'So leben, dass ich frei atmen kann'" um eine Romanbiografie handelt, hält Katrin Boese sich eng an Fakten und Daten. Der Kunstgriff, Sara Mayfield als Ich-Erzählerin auftreten zu lassen, ermöglicht es, das authentische Material elegant zu inszenieren.
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