Der große Bluff

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Der große Bluff

Der große Bluff - Originaltitel: Destry Rides Again - Regie: George Marshall - Drehbuch: Felix Jackson, Gertrude Purcell und Henry Meyers, nach dem Roman "Destry Rides Again" von Max Brand - Kamera: Hall Mohr - Darsteller: James Stewart, Marlene Dietrich, Charles Winninger, Mischa Auer, Brian Donlevy, Allen Jenkins, Warren Hymer, Irene Hervey, Una Merkel, Billy Gilbert, Samuel S. Hinds, Joe King u.a. - 1939; 90 Minuten

Inhaltsangabe

In der amerikanischen Kleinstadt Bottleneck gibt ein verbrecherischer Saloonbesitzer den Ton an. Als der Sheriff einschreitet, erschießen ihn die Ganoven, und der korrupte Bürgermeister ernennt einen Säufer zum Nachfolger. Der rührt keinen Alkohol mehr an und ernennt einen Hilfssherif, mit dem zusammen er in der Stadt aufräumen will. Aber der neue Hilfssherif trinkt Milch, trägt keinen Colt und wird in der Bar ausgelacht! ...
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Kritik

"Der große Bluff" ("Destry Rides Again") ist eine perfekt inszenierte Westernkomödie, die selbst nach mehr als sechzig Jahren noch überraschend frisch und witzig wirkt.
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In der amerikanischen Kleinstadt Bottleneck gibt der Saloonbesitzer Kent (Brian Donlevy) den Ton an. Unterstützt wird er von dem korrupten Bürgermeister Slade (Samuel S. Hinds), der den ganzen Tag über tabakkauend in Kents Saloon „Last Chance“ sitzt und allein Dame spielt. Mit reichen Männern zieht sich Kent gern zu einer Pokerrunde ins Obergeschoß zurück. Wenn einer der Gäste besonders gute Karten hat und aufs Ganze geht, serviert Kents Geliebte, die Saloon-Sängerin Frenchy (Marlene Dietrich), schon mal einen heißen Kaffee, schüttet ihn aber wie aus Versehen in den Schoß des Opfers. Sobald der Mann aufspringt, vertauscht sie die Karten. Auf diese Weise bringt Kent die Farmer um ihre Grundstücke. Als Sheriff Keogh (Joe King) einschreitet, erschießen ihn Kents Männer. Der Bürgermeister verkündet, Keogh habe plötzlich die Stadt verlassen, und ernennt den Säufer Washington Dimsdale (Charles Winninger) zum Nachfolger.

Der neue Sheriff erinnert sich an frühere Zeiten, rührt keinen Alkohol mehr an und schickt nach dem Sohn eines toten Freundes, um mit ihm als Hilfsheriff in Bottleneck für Recht und Ordnung zu sorgen. Tom Destry jr. (James Stewart) reist in einer Postkutsche an. Im Saloon bestellt er Milch und lässt sich von Kent und Frenchy veralbern. Eine Waffe trägt er nicht. Dimsdale ist verzweifelt: Wie soll dieser unbewaffnete und von allen verlachte Fremde ihm helfen, in der Stadt aufzuräumen? Dabei war dessen Vater als Sheriff gefürchtet, weil er seine beiden Revolver schneller ziehen konnte als alle anderen. Aber Destry erklärt Dimsdale, das habe seinem Vater nichts genützt, denn er sei von hinten erschossen worden.

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Als ein paar Revolverhelden auf der Straße lärmen, stellt sich ihnen Destry in den Weg und zuckt mit keiner Wimper, als einer der Männer unmittelbar neben seinem Fuß in den Boden schießt. Er lässt sich die beiden Revolver zeigen, betrachtet sie, wiegt sie in der Hand und schießt mit sechs Schüssen sechs Zierknöpfe auf einem Dach ab, bevor er sie zurückgibt. Da sind die Männer beeindruckt.

Inzwischen versucht Kent mit seinen Männern, die zuletzt beim Poker gewonnene Farm mit Gewalt zu nehmen. Aber die Familie des Farmers hat sich im Haus verschanzt und schießt zurück. Als Dimsdale und Destry von ihren Pferden springen, weist Kent ein von dem Farmer unterschriebenes Papier vor, demzufolge die Farm jetzt ihm gehört. Destry gibt ihm Recht und fordert die Farmerfamilie auf, zu packen. Er hat jetzt zwar gehört, dass Kent beim Spiel betrügt, aber er kann es nicht beweisen.

Vielleicht kann er Kent stattdessen einen Mord nachweisen, etwa an Sheriff Keogh. Zu diesem Zweck provoziert er Kent im Saloon und deutet an, den Ort zu kennen, an dem die Leiche liegt. Prompt beauftragt Kent einen seiner Männer, dort nachzusehen. Vor dem Saloon warten Dimsdale und der soeben zum zweiten Hilfssheriff ernannte Sonderling Boris (Mischa Auer). Sie verfolgen den Banditen und nehmen ihn neben der Leiche fest.

Kent gibt sich nicht geschlagen: Das Gerichtsverfahren gegen seinen Mann wird Bürgermeister Slade persönlich leiten. Die Geschworenen tagen im Saloon; die Getränke gehen auf die Rechnung des Hauses. Da kann eigentlich nichts schief gehen. Aber Destry hat noch einen Trumpf: Er telegrafiert nach einem Bundesrichter, und der verspricht sofort zu kommen. Als Kent das erfährt, stürmt er mit seinen Männern das Gefängnis, erschießt Sheriff Dimsdale und befreit seinen Mann. Destry kommt zu spät. Jetzt schnallt er seinen Revolvergürtel um und geht in den Saloon. Kent entkommt in dem Gedränge ins Obergeschoss und zielt von der Galerie mit einer Flinte auf Destry. Frenchy sieht es, bahnt sich einen Weg durch die Menge, um Destry zu warnen. In dem Lärm hört er ihre Schreie nicht. In dem Augenblick, als sie zu ihm kommt, drückt Kent ab — und trifft die Frau in den Rücken. Ein Schuss Destrys, und Kent stürzt tot von der Galerie. Frenchy stirbt in seinen Armen.

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„Der große Bluff“ von George Marshall ist eine perfekt inszenierte Westernkomödie, die selbst nach mehr als sechzig Jahren noch überraschend frisch und witzig wirkt.

Es handelt sich dabei um die Verfilmung des 1930 erschienenen Romans „Destry Rides Again“ (so heißt auch der Originaltitel des Films) von Max Brand. Max Brand war ein Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers Frederick Schiller Faust (1892 – 1944).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

George Marshall: Die blaue Dahlie

Marita A. Panzer und Elisabeth Plößl - Bavarias Töchter
Die beiden Historikerinnen porträtieren auf 317 Seiten 81 bayrische Frauen. Die einzelnen Artikel haben daher enzyklopädischen Charakter. Der Fokus liegt auf den persönlichen Lebensweisen der Frauen im Kontext der an sie gestellten gesellschaftlichen Erwartungen.
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Marita A. Panzer und Elisabeth Plößl

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