Klassentreffen

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Klassentreffen

Originaltitel: Klassentreffen. Mordfall unter Freunden – Regie: Diethard Küster – Drehbuch: Jochen Brunow – Kamera: Theo Angell – Schnitt: Daniela Beauvais – Musik: Wolf Wolff – Darsteller: Natalia Wörner, Leslie Malton, Christoph M. Ohrt, Esther Schweins, Herbert Knaup, Werner Wölbern, Guntbert Warns, Justus von Dohnányi, Juraj Kukura, Otto Kukla, Wolfgang Müller u.a. – 2001; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Die Berliner Staatsanwältin Nina Carstens fährt nach 15 Jahren erstmals wieder nach Rendsburg, um an einem Klassentreffen teilzunehmen. Auf der Party vermisst sie Dagmar. Sie findet ihre frühere Schulfreundin schließlich mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Badewanne. Während die Polizei von einem Suizid ausgeht, mag Nina nicht glauben, dass Dagmar sich selbst das Leben nahm und beginnt mit Nachforschungen ...
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Kritik

"Klassentreffen. Mordfall unter Freunden" ist kein spektakulärer Thriller, sondern ein passabler Fernsehkrimi mit guten Schauspielern.
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Nina Carstens (Natalia Wörner), eine Staatsanwältin in Berlin, ist zwar mit ihrem Kollegen Littmann (Herbert Knaup) liiert, aber unschlüssig, ob sie seinen Heiratsantrag annehmen soll oder nicht. Als sie von ihrer früheren Schulfreundin Dagmar (Esther Schweins) angerufen und zu einer Klassenparty nach Rendsburg eingeladen wird, will sie zuerst absagen. Weil sie jedoch spürt, dass Dagmar etwas mit ihr besprechen möchte, fährt sie dann doch nach fünfzehn Jahren zum ersten Mal wieder nach Rendsburg.

Ausgerechnet Dagmar, die das Klassentreffen organisiert hat, kommt nicht zu dem Fest. Als Nina mit ihren früheren Mitschülern Rainer (Christoph M. Ohrt) und Detlev nachschaut, finden sie Dagmar mit aufgeschnittenen Pulsadern in ihrer Badewanne. Berthold Brühning, der Ehemann der Toten, ist mit seinem Privatflugzeug nach Hamburg geflogen.

Die Polizei geht von einem Suizid aus, und die Leiche wird auch nicht obduziert. Nina glaubt jedoch nicht, dass Dagmar sich selbst das Leben nahm.

Sie geht der Sache nach und stößt erst einmal bei ihren ehemaligen Mitschülern und anderen Personen auf verschiedene Unregelmäßigkeiten: Der verheiratete Politiker Georg hatte ein Verhältnis mit Dagmar. Ins Gerede kam er jedoch vor allem, weil sein Freund Detlev bis dahin wertlose Grundstücke gekauft hatte, die kurz danach für eine neue Autobahntrasse benötigt wurden und Detlev deshalb einen Riesengewinn einbrachten. Wolf ist Lokalreporter geworden und schreckt offenbar nicht davor zurück, seine früheren Schulkameraden in der Zeitung bloßzustellen, wenn es um eine gute Story geht. In der Apotheke, die Berthold Brühning gehört, verkauft man nicht nur abgelaufene Medikamente, sondern rechnet auch mit den Krankenkassen Arzneimittel ab, obwohl Ärztemuster ausgegeben werden. Die Rezepte stammen von dem zwielichtigen Krankenhausarzt Dr. Heppinghaus, der den Totenschein für Dagmar ausstellte.

Nina hat selbst keine weiße Weste: Als sie noch in Rendsburg wohnte, fuhr sie nach einem Konzertbesuch mit ihren Freunden Tommy und Detlev nach Hause. Obwohl sie zu viel getrunken hatte, saß sie am Steuer. Nachdem sie die Kontrolle über den Wagen verloren hatte und gegen einen Baum geprallt war, zerrte sie mit Detlevs Hilfe Tommy auf den Fahrersitz und sagte bei der Polizei aus, sie habe auf dem Beifahrersitz gesessen.

Als Georg sich wegen seiner gescheiterten Karriere das Leben nimmt, bedauert Nina es, so viel Staub aufgewirbelt zu haben, aber Rainer – von dem sie vor fünfzehn Jahren schwanger gewesen war – hält sie davon ab, schon jetzt nach Berlin zurückzufahren.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung einer Haarprobe, die Nina nachts heimlich von der in der Friedhofskapelle aufgebahrten Toten genommen hatte, ergibt, dass man die Frau über einen längeren Zeitraum hinweg schleichend mit Arsen vergiftet hatte. Nina vermutet, dass Dagmar den von ihrem Mann und Dr. Heppinghaus durchgeführten Betrügereien auf die Spur gekommen war und deshalb sterben musste.

Als Dr. Heppinghaus in die Enge getrieben wird, behauptet er, von Brühning erpresst worden zu sein. Brühning versucht, die Zeugin Marianne (Leslie Malton) zu ermorden und mit seinem Privatjet zu entkommen, aber Nina und Wolf fahren mit ihrem Auto auf den Flugplatz und drängen ihn beim Startversuch von der Rollbahn ab.

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„Klassentreffen. Mordfall unter Freunden“ ist kein spektakulärer Thriller, sondern ein passabler Fernsehkrimi mit guten Schauspielern. Der übliche Filz in der Provinz wird unter die Lupe genommen: Küngeleien, Bestechungen und Betrügereien, die von vielen für Kavaliersdelikte gehalten werden – bis es zu einem Mord kommt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

Paul Auster - Die Musik des Zufalls
Die Geschichte von zwei aus dem geregelten Leben gefallenen Männern, die nichts mehr zu verlieren haben, liest sich flüssig und spannend. Die nicht alltägliche Handlung sorgt für eine unterhaltsame Lektüre: "Die Musik des Zufalls".
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Paul Auster

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