Black Rainbow

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Black Rainbow. Schwarzer Regenbogen – Originaltitel: Black Rainbow – Regie: Mike Hodges – Drehbuch: Mike Hodges – Kamera:Gerry Fisher – Schnitt: Malcolm Cook – Musik: John Scott – Darsteller: Rosanna Arquette, Jason Robards, Tom Hulce, Ed Grady, Mark Joy, Ron Rosenthal, John Bennes, Linda Pierce, Olek Krupa u.a. – 1989; 100 Minuten

Inhaltsangabe

Der Witwer Walter Travis tingelt mit seiner Tochter Martha durch die USA und präsentiert sie auf der Bühne als Medium, das mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen könne. Dabei glaubt er allerdings selbst nicht, dass Martha über mehr als ein Showtalent verfügt. Eines Abends sieht Martha einen Mord voraus. Der Reporter Gary Wallace wird darauf aufmerksam, und weil es heißt, dass Martha die Identität des Profikillers kennt, wird dieser von seinem Auftraggeber auch auf sie angesetzt ...
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Kritik

Selbstverständlich ist die Handlung eines Okkult-Thrillers surreal. Aber sie sollte zumindest eine innere Logik aufweisen. Und da knirscht es bei "Black Rainbow. Schwarzer Regenbogen" von Mike Hodges an einigen Stellen.
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Der alkoholkranke Witwer Walter Travis (Jason Robards) tingelt mit seiner Tochter Martha (Rosanna Arquette) durch die USA. Seine Frau starb, als Martha zwölf Jahre alt war. Dass die Tochter übersinnliche Fähigkeiten von der Mutter erbte, mag er zwar nicht glauben, aber er präsentiert sie auf Kleinstadtbühnen als Medium, das mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen könne. Das betrachtet Walter Travis als Bühnenshow. Und auf die Einnahmen sind er und seine Tochter angewiesen.

Bei einer der Veranstaltungen erzählt Martha einer Frau aus dem Publikum, Rachel Sachs (Judy Simpson), wie es dem verstorbenen Sohn Johnny im Jenseits geht. Dann ruft sie Mary Kuron (Linda Pierce) auf und richtet ihr Grüße von Tom aus. Die Frau glaubt zunächst, Martha spräche von ihrem verstorbenen Vater, aber dann wird klar, dass es sich um ihren gleichnamigen Ehemann handelt. Entsetzt weist sie darauf hin, dass Tom Kuran (Olek Krupa) gar nicht tot sei, aber Martha lässt sich nicht beirren. Sie sieht Tom mit zerfetzter Brust vor dem Fernsehgerät und weiß auch den Namen des aus Chicago angereisten Mörders. Mit dieser makabren Vision löst sie einen Aufruhr aus.

Als Mary Kuron nach Hause kommt, sitzt ihr Mann vor dem Fernsehgerät. Während sie jedoch kurz in der Küche zu tun hat, wird er von einem Auftragskiller durchs Fenster erschossen – genauso wie Marthy Travis es vorhersah.

Als Zuschauer wissen wir, dass der Unternehmer Ted Silas (John Bennes) den Chemieingenieur Tom Kuron ermorden ließ, weil dieser ihn wegen ungesetzlicher Maßnahmen zu erpressen versucht hatte. Der korrupte Polizei-Lieutenant Irving Weinberg (Ron Rosenthal) warnt Silas vor der Wahrsagerin, die möglicherweise die Identität des Profikillers kennt, und Lloyd Harley (Mark Joy) muss deshalb noch einmal unter falschem Namen aus Chicago anreisen, um auch das Medium zu beseitigen.

Der Reporter Gary Wallace (Tom Hulce) reist Marthy und Walter Travis nach, um mehr über den Fall herauszufinden, zumal es heißt, das Medium wisse, wer der Täter ist. Gary ist Atheist und hält alles Übersinnliche für Einbildung. Nachdem er ein längeres Gespräch mit Walter Travis in dessen Hotelzimmer geführt hat, wird er von Martha nebenan verführt und geht mit ihr ins Bett.

Am Abend besucht er die Veranstaltung. Diesmal spricht Martha von mehreren Männern, die alle noch leben und deren Frauen bzw. Mütter im Publikum sitzen. Sie erwähnt zerfetzte Gesichter und bricht ihren Auftritt ab.

In der Nacht ereignet sich in einer Fabrik eine Explosion, und die von Martha erwähnten Männer sind unter den Toten. Gary Wallace berichtet es Martha und Walter Travis, als diese im Hotel beim Frühstück sitzen. Bevor Martha aufsteht und weggeht, schreibt sie ihm den Namen des Auftragsmörders auf eine Serviette.

Der Reporter, der sich Sorgen um sie macht, wendet sich an die Polizei, und Irving Weinberg postiert seine Einsatzkräfte vor der Abendvorstellung im Theater, um das Medium zu schützen.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Auf der Bühne hört Martha einen Mann namens Walter. Mehrere Frauen aus dem Publikum, die einen unlängst Verstorbenen dieses Namens kannten, melden sich. Erst nach einer Weile begreift Martha, dass es um ihren eigenen Vater geht, der an diesem Tag zu viel trank und im Hotelzimmer geblieben ist. Sie bricht zusammen. Das löst im Saal eine Panik aus. Während Gary Wallace bei der Ohnmächtigen bleibt, eilt Irving Weinberg mit seinen Männern zum Hotel.

Walter sieht seine Tochter als Gespenst und flieht aus dem Hotelzimmer. Auf dem Korridor begegnet er dem Profikiller, der ebenfalls Martha zu sehen glaubt, mehrere Schüsse auf sie abfeuert und dabei Walter Travis tötet. In diesem Augenblick trifft die Polizei ein. Auf der Flucht erschießt Lloyd Harley zwar noch Irving Weinberg im Lift, stirbt dann aber im Kugelhagel.

Martha kommt wieder zu sich. Sie macht einen gefassten Eindruck. Gary will zum Hotel, um über die Vorgänge berichten zu können. Als er sich an der Tür des Theatersaals noch einmal umdreht, ist Martha verschwunden.

Zehn Jahre später spürt er sie in einer abgelegenen Hütte auf. Vom Inhaber eines Gemischtwarenladens in der Nähe erfährt er, dass sie sich jetzt Emily nennt und kein Wort spricht. Drei Hunde bellen, als Gary sich nähert, und Martha kommt aus der Hütte. Gary verbirgt sich hinter einem Gebüsch und fotografiert sie mehrmals, bis sie wieder hineingeht. Erst dann verlässt er sein Versteck und überquert die Lichtung vor der Hütte. Martha zeigt sich in der Tür, schlägt sie ihm jedoch gleich darauf wortlos vor der Nase zu.

Auf den entwickelten Fotos ist nichts außer der von Efeu umwucherten Hütte zu sehen. Aber Gary wird weiter nach Martha suchen.

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Mike Hodges erzählt die Geschichte aus der Sicht des Reporters Gary Wallace und fügt sie als Rückblende in einen Rahmen ein.

Selbstverständlich ist die Handlung eines Okkult-Thrillers surreal. Aber sie sollte zumindest eine innere Logik aufweisen. Und da knirscht es bei „Black Rainbow. Schwarzer Regenbogen“ von Mike Hodges an einigen Stellen, obwohl der Plot recht simpel gestrickt ist. Die Rollen der Figuren Ted Silas und Irving Weinberg bleiben verworren. Und es fehlt „Black Rainbow. Schwarzer Regenbogen“ an Tiefgang.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2015

Mike Hodges: Get Carter. Jack rechnet ab

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