Der Mann, dem die Frauen vertrauten

Der Mann, dem die Frauen vertrauten

Der Mann, dem die Frauen vertrauten

Originaltitel: Der Mann, dem die Frauen vertrauten. Der Serienmörder Horst David – Regie: Walter Harrich – Drehbuch: Danuta Harrich-Zandberg – Kamera: Walter Harrich – Schnitt: Eric Lauterwald und Walter Harrich – Darsteller: Ulrich Tukur, Josef Wilfling, Bianca Lammert, Nina Hartmann, Andrea Rau-Köhler, Astrid von Jenny, Astrid Polak, Irmi Gillitzer, Gertrud Schustereder, Bianca Maria-Schwarz u.a. – Sprecher: Udo Wachtveitl, Michael Brennicke – 2008; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Ulrich Tukur in der Rolle des verurteilten Serienmörders Horst David sitzt in der Gefängniszelle und schreibt an seiner Lebensbeichte. Zugleich spricht er den Text. Wir sehen ihn bei den Verhören und in anderen nachgespielten Szenen wie den sieben von ihm gestandenen Mordtaten. Außerdem äußern sich Bekannte von Horst David, Gutachter und Kriminalbeamte.
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Kritik

Danuta Harrich-Zandberg hat viel Material zusammengetragen und gründlich recherchiert, aber es ist ihr und Walter Harrich in "Der Mann, dem die Frauen vertrauten" nicht gelungen, die rätselhafte Persönlichkeit des Serienmörders Horst David zu ergründen.

Horst David (Kurzbiografie)

Danuta Harrich-Zandberg schrieb dem Häftling Horst David im Winter 1994/95, sie plane eine Filmdokumentation über ihn und bat ihn, sich über seine Verbrechen zu äußern. Im Verlauf von fünf Jahren schickte ihr Horst David über hundert Briefe, manche vierzig Seiten lang. Und über seinen Anwalt ließ er ihr eine handschriftliche Lebensbeichte auf 174 Seiten zukommen.

Auf der Grundlage dieses Materials, sowie der Vernehmungsakten und des von Paul Hoff fürs Gericht angefertigten psychiatrischen Gutachtens schrieb Danuta Harrich-Zandberg ein Drehbuch für das von ihrem Ehemann Walter Harrich inszenierte Dokudrama „Der Mann, dem die Frauen vertrauten. Der Serienmörder Horst David“.

Ulrich Tukur in der Rolle von Horst David sitzt in der Gefängniszelle und schreibt an seiner Lebensbeichte. Zugleich spricht er den Text. Wir sehen ihn bei den Verhören in Regensburg und München sowie in anderen nachgespielten Szenen.

Außerdem äußern sich Nachbarn und Bekannte, die früheren Arbeitgeber Elfriede und Karl Maurer, Günther Perrotoni von der Mordkommission in Regensburg, der Psychiater Paul Hoff und der Staatsanwalt Manfred Götzl über Horst David. Besonders ausführlich kommt Josef Wilfling zu Wort, der die Ermittlungen im Fall Horst David leitete und 2002 zum Chef der Münchner Mordkommission aufstieg. Während die Zeugenaussagen bei „normalem“ Licht gefilmt wurden, sind die nachgespielten Vernehmungen durch besonders helle, freundliche Farben gekennzeichnet; intensive Farben herrschen vor, wenn Ulrich Tukur sich als Horst David in Nachtlokalen amüsiert, und die Mordszenen werden fast in Schwarz-Weiß mit einer Sepia-Tönung gezeigt. Zwischen den verschiedenen dramatisierten Szenen und den Zeugenaussagen wechselt der Film ständig hin und her.

Offenbar hat Danuta Harrich-Zandberg viel Material über Horst David zusammengetragen und gründlich recherchiert, aber es ist ihr und Walter Harrich in „Der Mann, dem die Frauen vertrauten. Der Serienmörder Horst David“ nicht gelungen, die rätselhafte Persönlichkeit des Serienmörders zu ergründen. Dass Nachbarn, Bekannte und Arbeitgeber immer wieder erzählen, wie unauffällig Horst David gewesen sei, erklärt nicht viel.

Bemerkenswert sind Einzelheiten wie diese: 1994 gelang es erstmals, mit Hilfe eines automatischen Spurenauswertungssystems, zwanzig Jahre zurückliegende Verbrechen aufzuklären, so den Fall der am 24. August 1975 ermordeten Edelprostituierten Fatima Grossart. 1975 hatte die Polizei fälschlicherweise den Ehemann verdächtigt, der dann aber wenigstens vom Gericht freigesprochen worden war. Bei Barbara Ernst und Maria Bergmann hatten die Ärzte, die die Totenscheine ausstellten, nicht an natürlichen Todesursachen gezweifelt; dass die Frauen 1981 bzw. 1983 ermordet worden waren, stellte sich erst 1994 aufgrund der Tatgeständnisse von Horst David heraus. Daraus lässt sich auf eine hohe Dunkelziffer bei unentdeckten Kapitalverbrechen schließen.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008

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