Theodor Fontane : Grete Minde

Grete Minde

Theodor Fontane

Grete Minde

Grete Minde Manuskript: 1879 Originalausgabe: Wilhelm Hertz, Berlin 1880 Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M 2009 ISBN: 978-3-596-90146-3, 236 Seiten, 7 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Die verwaiste Grete Minde wächst ohne Liebe und Wärme bei ihrem Halbbruder und seiner Frau auf. Aufgrund der fortwährenden Feindseligkeiten flieht Grete mit ihrem Freund Valtin. Sie schließen sich einer Schauspielertruppe an und bekommen ein Kind. Nach Valtins Tod bittet Grete bei den früheren Pflegeeltern um Obdach für sich und ihr Kind. Als sie kaltherzig abgewiesen wird, reagiert sie mit einem verheerenden Racheakt ...
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Kritik

Die Erzählung "Grete Minde" basiert auf einer wahren Begebenheit 1617 in Tangermünde. Schritt für Schritt verfolgt Theodor Fontane die Entwicklung einer Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes.
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Jakob Minde ist ein angesehener Kaufmann und Ratsherr in Tangermünde. Er heiratete die Tochter eines vermögenden Händlers aus Stendhal. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Gerdt. Nachdem seine Frau gestorben war, vermählte er sich noch einmal, und zwar mit einer katholischen „Span’schen“, die er auf einer Geschäftsreise in Brügge kennengelernt hatte. Im streng protestantischen Tangermünde – die Geschichte spielt Anfang des 17. Jahrhunderts – wird diese Verbindung mit einer „andersgläubigen“ und südländisch aussehenden Frau von der Bürgerschaft nicht gutgeheißen. Das Mädchen, das sie zur Welt bringt heißt Grete und hat schwarze Augen wie die Mutter. Jakob Mindes zweite Frau stirbt ebenfalls.

Gerdt lebt mit seiner Frau Trud, mit der er nunmehr seit drei Jahren verheiratet ist, im Haus seines Vaters, und Grete Minde wächst unter ihrer Obhut auf. Ihr Halbbruder leidet unter der Herrschaft seiner intoleranten, bigotten Frau ebenso wie Grete, der von Trud keinerlei Wärme und Herzlichkeit entgegengebracht wird. Aber von einer „Schwieger“ könne man wohl nichts anderes erwarten, tröstet sie sich. Zu der Wohngemeinschaft gehört auch noch Regine. Während Jakob Mindes zweiter Ehe war sie das Haus- und Kindermädchen, und sie ist die einzige, bei der sich Grete Zuspruch holen kann.

Grete ist jetzt vierzehn und hat sich mit dem zwei Jahre älteren Nachbarjungen Valtin Zernitz angefreundet. Der wächst in einer warmherzigen Familie auf und findet bei seiner Stiefmutter Verständnis für den Umgang mit dem Mädchen, wohingegen Trud die Spiele der beiden Kinder missbilligt. Das gibt sie auch Emrentz, der Nachbarin, besorgt zu verstehen. Aber die meint nur, sie solle nicht so griesgrämig sein.

Lass doch Trud, und gönn’s ihnen. ’s ist nichts mit alter Leute Zärtlichkeiten, und ich wollt‘, ich stünde wieder, wie heute die Grete stand. Es war so hübsch und ich hatt‘ eine Freude dran. […] (Seite 16ff)

Halte dich ans Leben; ich tu’s und getröste mich mit der Zukunft. […] Lache mehr und bete weniger. (Seite 17)

Eine Schauspieler-Truppe zieht in die Stadt ein und verkündet, dass sie am Abend eine Vorstellung geben wird: „Das Jüngste Gericht“. Grete kann Trud überreden und darf sich das Puppenspiel mit Emrentz und Valtin ansehen. Das Mädchen ist beeindruckt von den Kulissen und Kostümen und verfolgt fasziniert die Aufführung. Dann erschüttert plötzlich ein Knall die Bühne und Feuer bricht aus. Ein brennender Papierpfropfen war in ein Vorratsfass mit Feuerwerkskörpern gefallen. Die Zuschauer hasten in Panik davon und überrennen die auf den Boden gestürzten Flüchtenden. Auch Grete ist in der kopflos davonlaufenden Menge. Hätte Valtin sie nicht furchtlos und umsichtig aus dem Tumult herausgeführt, wäre wohl Schlimmes passiert.

Der alte Jakob Minde stirbt; da ist Grete fünfzehn. „Nun bin ich ganz allein. Eine Waise!“, weint sie sich bei Regine aus. Dass der Alte nicht mehr da ist, macht die Atmosphäre im Haus nicht erträglicher. Hinzu kommt, dass Trud ein Kind bekam, für dessen Aufsicht Grete eingespannt wird. Sie kümmert sich nicht gern um den Säugling und hat deswegen ein schlechtes Gewissen. Bei Valtin beklagt sie sich:

„Und an mir sehen sie vorbei, als wär‘ ich der Schatten an der Wand. Ach, ich weiß, es ist eine Sünd‘, aber ich muss mir’s heruntersprechen von der Seel‘, und wahr ist es und bleibt es, ich hass‘ es.“ […] „Und wenn es hübsch wär‘. Aber es ist so hässlich und sieht mich an, als erriet‘ es all‘ meine Gedanken: Ach, Valtin, das ist mein Tag und mein‘ Nacht. Und so leb‘ ich. In meines Vaters Haus ohne Heimat! Unter Bruder und Schwester, und ohne Liebe! Es tötet mich, dass mich niemand liebt.“ (Seite 51)

Valtin beteuert, dass er für sie dasein und alles tun werde, was sie von ihm verlange. Selbst wenn sie fort wolle, würde er mit ihr gehen. Dieses Versprechen macht Grete zuversichtlich.

Anlässlich des Besuchs des Kurfürsten findet auf der Burg ein Fest statt, zu dem auch das Ehepaar Minde eingeladen ist. Grete soll auf den kleinen Jungen aufpassen. Valtin schaut bei ihr vorbei und überredet sie, ihn auf die Burg zu begleiten, wo sie vielleicht den Kurfüsten sehen könnten. Der Säugling schlafe ja jetzt, und außerdem könne Regine nach ihm sehen. Auf dem Rückweg von ihrem Spaziergang mahnt Valtin zur Eile, damit sie beizeiten nach Hause kommen. Aber Grete sagt:

„Ich mag nicht mehr nach Haus. Mir ist, als wäre dies mein letzter Tag, und als müsst‘ ich fort. Heute noch. Gleich. Willst du?“ (Seite 64)

Valtin erinnert sich zwar an sein Versprechen, für sie da zu sein, aber im Grunde billigt er ihr Vorhaben nicht. Grete bringt ihn immerhin dazu, sie in einer halben Stunde im Garten zu treffen.

Trud ist schon daheim, als Grete zurückkommt. Sie macht ihr die schwersten Vorwürfe, weil sie trotz ihres Verbots das Haus verließ und hält ihr vor, dass man ihr die Schuld geben würde, wenn dem Kind etwas geschehen wäre. Grete hält dagegen, dass Regine zum Aufpassen da gewesen sei. Das lässt Trud nicht gelten und nennt das Mädchen „undankbare Kreatur“ und „Bettelkind“.

„Eine fahrende Frau war sie [die Mutter Gretes], und keiner weiß, woher sie kam. Aber jetzt kennen wir sie, denn wir kennen dich. Eine fremde Brut seid ihr, und der Teufel sieht euch aus euren schwarzen Augen.“ (Seite 66)

Grete lässt sich das nicht gefallen, keift zurück und beschuldigt Trud der Lüge. Daraufhin schlägt diese mit der Hand nach ihr. Im Taumeln greift Grete nach dem über der Wiege abgelegten Gürtel Truds und schleudert ihn ihr ins Gesicht. Die Verletzung auf der Wange ihrer Pflegemutter erschreckt sie nicht, im Gegenteil: der Anblick gibt ihr das Gefühl „ihres befriedigten Hasses und ihrer errungenen Freiheit“. (Seite 67)

Ja, Freiheit! Sie war dieses Haus nun los. Denn das stand fest in ihrer Seele, dass sie nicht länger bleiben könne. Fort. Gleich. Und sie flog die Treppe hinab und über Flur und Hof in den Garten. (Seite 67)

Wie verabredet kommt Valtin. Sie erzählt ihm den Vorfall, und er ist bereit, mit ihr wegzugehen. Als Grete ins Haus zurückkehrt, um ein paar Sachen zusammenzupacken, hört sie, wie Trud zu ihrem Mann sagt, dass sie „die Hexe nicht länger um sich haben“ wolle. Das Beste wäre, sie zu den Nonnen nach Arendsee zu geben, denn im Grunde habe sie ja noch immer „ein katholisch Herz“.

Noch in der Nacht verlassen Grete und Valtin Tangermünde. Am nächsten Tag werden sie von Leuten auf einem Floß mitgenommen. Es handelt sich wohl um Böhmen; sie sprechen nur redebrechend deutsch. Die Jugendlichen werden zwar zuvorkommend behandelt, fühlen sich dann aber doch nicht recht wohl, denn sie bilden sich ein, dass die Leute es auf ihr Geld abgesehen hätten. In der Nacht springen sie bei passender Gelegenheit vom Floß.

Grete und Valtin schließen sich einer Puppenspieltruppe an, derselben im Übrigen, die seinerzeit in Tangermünde bei der unglückseligen Aufführung des „Jüngsten Gerichts“ mitwirkte. Zu dem fahrenden Volk gehören außer ein paar Männern auch eine fremdländisch aussehende Frau namens Zenobia. Mit diesen zusammen reisen Grete und Valtin übers Land, wo sie sich ein bisschen Geld verdienen.

Drei Jahre vergehen. Am Abend nach einem Auftritt zechen die Schauspieler in einer Kneipe in Arendsee. Sie geben sich allerdings Mühe, nicht zu laut zu sein, denn sie wissen, dass im ersten Stock ein todkranker Mann liegt: Valtin. Neben ihm sitzt Grete, die in einem Korb ihr gemeinsames Kind wiegt. Valtin weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Er beschwört Grete, die Schauspieltruppe zu verlassen und bei Gerdt und Trud für sich und das Kind Obdach zu erbitten. Grete befürchtet zwar, von ihren Pflegeeltern abgewiesen zu werden, dennoch verspricht sie Valtin, diesen schweren Schritt zu tun.

Valtin stirbt am nächsten Tag, und Grete hat Mühe, einen Bestattungsplatz für ihn zu finden. Der örtliche Prediger verweigert die Beerdigung; man wisse ja nicht einmal, ob sie Christen oder Heiden seien, man habe sie gestern doch noch mit einem fremdartig gekleideten Frauenzimmer gesehen. Hilfe erfährt Grete von Nonnen in Arendsee, auf deren Kirchhof Valtin beigesetzt wird.

Sie verabschiedet sich von den Schauspielern und macht sich mit ihrem Kind auf den Weg. Als sie sich Tangermünde nähert, wäre sie am liebsten umgekehrt, denn sie scheut die Begegnung mit Gerdt. Ihr Valtin gegebenes Ehrenwort will sie dennoch einhalten.

Grete legt ihrem Halbbruder die Situation dar und bittet um Heimstatt. Sie wirft sich vor ihm auf die Knie und bietet ihm ihre Dienste an: „Das soll meine Buße sein.“

„Buße! Nein Grete, du bist nicht bußfertig geworden. Ich kenne dich besser, dich und deinen stolzen Sinn. Und in deiner Stimme klingt nichts von Demut. Auch wenn du Demut gelernt hättest, unsere Schwester kann nicht unsere Magd sein. Das verbietet uns das Herkommen und das Gerede der Leute.“ (Seite 99)

Auch das Argument Gretes, sie wegen des Kindes aufzunehmen oder sich zumindest als Vormund um es zu kümmern, stimmt Gerdt nicht um. Sie sei als Bittende gekommen, nicht als Bettlerin, hält sie ihm vor. Und wenn er ihr nicht helfen wolle, fordere sie als des reichen Jakob Mindes Tochter ihr Erbe. Es stehe ihr kein Erbe zu, weist er sie ab, und das sei sein letztes Wort. Trud schilt ihn später, er hätte sie „aus Geiz und Habsucht und um Besitz und Goldes willen“ nicht abweisen dürfen; es werde bestimmt ein Unheil geben. Grete ist gekränkt, weil Gerdt sie kaltblütig abfertigte; von Trud hätte sie nichts anderes erwartet.

Den Anspruch auf ihr Erbe gibt sie nicht auf. Sie will sich ihr Recht erkämpfen. Während einer Sitzung im Rathaus tritt sie vor die Ratsherren – Gerdt Minde ist einer von ihnen – und trägt ihre Forderung vor. Der Bürgermeister Peter Guntz, der Grete von klein auf kennt, fordert Gerdt auf, zu der Klage Stellung zu nehmen. Dieser redet sich damit heraus, dass sein Vater keine glückliche Hand bei Geschäften gehabt habe und er, der Sohn, mit Mühe und Not die Misswirtschaft habe umwenden können, ohne dass jedoch dabei etwas Geld geblieben sei; das versichere er an Eidesstatt. Gretes Klage wird abgewiesen; aber Guntz gibt Minde noch zu bedenken, ob er nicht aus christlicher Barmherzigkeit von seinem Anspruch ablassen wolle, da sie doch seines Vaters Kind und seine Schwester sei.

„Meines Vaters Kind, Peter Guntz, aber nicht meine Schwester. Damit ist es nun vorbei. Sie fuhr hoch, als sie noch mit uns war; nun fährt sie niedrig, und steht vor euch und mir und birgt ihr Kind unterm Mantel. Fragt sie, wo sie’s her hat. Am Wege hat sie’s geboren. Und ich habe nichts gemein mit Weibern, die zwischen Heck‘ und Graben ihr Feuer zünden und ihre Lagerstatt beziehn. Unglück? Wer’s glaubt. Sie hat’s gewollt. Kein falsch Erbarmen, liebe Herren. Wie wir uns betten, so liegen wir.“ (Seite 107)

Grete hebt ihr Kind in die Höhe, wie um zu zeigen, dass sie nichts zu verheimlichen hat und geht. Peter Guntz ist nicht wohl bei dem Urteil, das er sprechen musste. „Ein unbillig Recht, ein totes Recht.“

Sie wandert ziellos um die Stadt herum und setzt sich in einer Scheune zwischen Stroh und Werg. Endlich wird es dunkel. Darauf hat sie gewartet.

Sie bückte sich und tappte nach ihrem Bündel, das sie beiseitegelegt, und als sie’s gefunden und sich wieder aufgerichtet hatte, gab es in dem Dunkel einen blassen, bläulichen Schein, wie wenn sie einen langen Feuerfaden in ihrer Hand halte. Und nun ließ sie den Faden fallen und kroch, ohne sich umzusehen, aus der Fachwerköffnung wieder ins Freie hinaus. (Seite 108)

Grete geht nicht gleich in die Stadt zurück, sondern setzt sich auf eine Mauer und wartet lange – bis sie aus der Dachöffnung schwarzen Qualm und und rote Funken kommen sieht. Gleich darauf brennen die Nachbarscheunen, und nach einer Viertelstunde steigt an zwanzig Stellen Feuer auf. Von allen Kirchen läuten die Glocken Sturm. Da nimmt Grete ihr Kind auf den Arm und geht an den brennenden Scheunen entlang in die Stadt. Von den in Panik fliehenden Menschen unbemerkt, gelangt sie zu Gerdts Haus und beobachtet durchs Fenster Trud mit ihrem Knaben. Heimlich schleicht sie sich in die Wohnung und steht plötzlich hinter den beiden. Vor Schreck sinkt Trud ohnmächtig um. Den Jungen reißt Grete mit sich fort. Er ist so verängstigt, dass er sich nicht wehrt und sie ihn zum Kirchturm von Sankt Stephan zerren kann, wo sie ihn bis in das Glockengestühl hochtreibt. Dort stößt sie die Läden auf und schaut auf die Stadt hinunter, in der das Feuer tobt. Die auf dem Kirchplatz versammelten Menschen, unter denen sie – wie erhofft – auch Gerdt entdeckt, blicken zu ihr hoch. Grete packt den Jungen, hebt ihn hoch, und alle können ihn im Feuerschein sehen. Gerdt sinkt in die Knie und schreit um Hilfe. Als er dann zum Kirchenportal rennt, stürzen auch schon die Schindeldecke und das Glockengebälk in die Tiefe.

Am nächsten Tag erfahren die Nonnen in Arendsee von dem Brand. „Tangermünde liegt in Asche.“ Und Grete unter den Trümmern.

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Die Geschichte spielt Anfang des 17. Jahrhunderts in Tangermünde.

Grete Minde wächst als Waise bei ihrem Halbbruder Gerdt und dessen Frau Trud auf. Sie erfährt keine Liebe und Herzlichkeit. Vom Bruder wird sie nicht beachtet, und die streng protestantische, intolerante Pflegemutter lässt sie fühlen, dass sie ihre Schutzbefohlene aufgrund ihrer Abstammung – Gretes Mutter war eine katholische Spanierin aus Holland – nicht akzeptiert. Sie hält das selbstbewusste und stolze Mädchen geradezu für eine Hexe. Nach dem Tod von Gretes Vater und als die Pflegeeltern einen Sohn bekommen, wird die familiäre Atmosphäre noch unerträglicher, denn nun steht der Säugling im Vordergrund, und von Grete wird erwartet, dass sie ihn hütet.

Die sich häufenden Feindseligkeiten bestärken Grete in dem Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit. Mit dem Nachbarjungen Valtin, zu dem sie sich hingezogen fühlt, und der ihr versprach, als Freund für sie da zu sein, läuft sie eines Nachts davon. Sie kommen schließlich bei einer fahrenden Theatergruppe unter, wo sie etwas Geld verdienen. Inzwischen haben Grete und Valtin auch für ein gemeinsames Kind zu sorgen. Drei Jahre nach ihrer Flucht wird Valtin schwerkrank. Vor seinem Tod nimmt er Grete das Versprechen ab, bei ihrem Bruder um Aufnahme für sich und das Kind zu bitten. Das tut Grete denn auch, aber dieser weist sie kaltherzig ab. Das von ihr eingeforderte Erbteil verweigert er ihr ebenfalls. Grete kämpft um ihr Recht vor Gericht. Aber aufgrund einer Falschaussage Gerdts wird ihre Klage gewiesen.

Ihre psychische Verfassung nach dem Tod Valtins und die erlittenen Demütigungen treiben die traumatisierte Frau in einen blindwütigen Racheakt.

Schritt für Schritt verfolgt Theodor Fontane die Entwicklung einer Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes.

Mit der Erzählung bezieht sich Theodor Fontane auf ein Feuer am 13. September 1617 in Tangermünde. Als Brandstifterin hatte man – wahrscheinlich zu Unrecht – am 22. März 1619 Grete Minde hingerichtet.

Heidi Genée verfilmte die Erzählung „Grete Minde“ von Theodor Fontane mit Katerina Jacob in der Titelrolle.

Originaltitel: Grete Minde. Der Wald ist voller Wölfe – Regie: Heidi Genée – Drehbuch: Heidi Genée, nach der Erzählung „Grete Minde“ von Theodor Fontane – Kamera: Jürgen Jürges – Schnitt: Heidi Genée – Musik: Niels Janette Walen – Darsteller: Katerina Jacob, Siemen Rühaak, Hannelore Elsner, Tilo Prückner, Brigitte Grothum, Käthe Haack, Hilde Sessak, Martin Flörchinger, Horst Niendorf, Angelika Hillebrecht, Evelyn Meyka, Alexander May, Jan Groth, Hans Karl Friedrich, Helga Storck u.a. – 1977; 100 Minuten

Die Erzählung von Theodor Fontane bildete auch die Vorlage für die anlässlich der Tausendjahrfeier der Stadt Tangermünde im September 2009 auf dem Pfarrhof der St. Stephankirche uraufgeführte Oper „Grete Minde“ von Sören Nils Eichberg (Musik) und Constanze John (Libretto).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Irene Wunderlich 2010
Textauszüge: © S. Fischer Verlag

Grete Minde (Biografie)

Theodor Fontane: Effi Briest

Andrea Maria Schenkel - Kalteis
In ihrem Roman "Kalteis" – einer düsteren Mischung aus Kriminal- und Heimatroman – greift Andrea Maria Schenkel eine Mord- und Vergewaltigungsserie auf, die sich tatsächlich ereignete. Die Handlung setzt sich aus den Darstellungen verschiedener Figuren zusammen.
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