Ephraim Kishon

Geboren 1924 in Ungarn, neugeboren 1949 in Israel. Zu viele Schulen. Zu viele Arbeitslager: ungarische, deutsche, russische. Verheiratet. Ein Kind. (Sehr begabt.) Sechs Theaterstücke […] Zwanzig Bücher in insgesamt acht Sprachen […] Leitet eine eigene Kleinkunstbühne, die „Grüne Zwiebel“. Schreibt Hörspiele. Liebt Schmiedearbeit, Schach und Torbergs deutsche Übersetzung seiner Geschichten. Lebt in Tel Aviv als freier Schriftsteller, nachdem er sich zuvor als freier Schlosser im Kibbuz, freier Garagenbesitzer und in einer Reihe anderer freier Berufe betätigt hat. (Ephraim Kishon über Ephraim Kishon, Klappentext zu „Drehn Sie sich um, Frau Lot!“, dtv 1971)

Ephraim Kishon (eigentlich: Ferenc Hoffmann) wurde am 23. August 1924 in Budapest als Sohn eines Bankdirektors und dessen Ehefrau geboren. Ungeachtet seiner hervorragenden schulischen Leistungen und eines exzellenten Abiturs (1941) durfte er wegen seiner jüdischen Herkunft nicht studieren. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er in ungarischen, deutschen und sowjetischen Konzentrationslagern geschunden.

Nach dem Krieg studierte er Kunst. 1949 setzte er sich aus dem inzwischen kommunistisch regierten Ungarn nach Israel ab und nahm dort den Namen an, unter dem er später weltbekannt wurde: Ephraim Kishon.

Zunächst schlug er sich als Schlosser, Kfz-Mechaniker, Installateur durch und erlernte das Hebräische. 1952 begann er, Satiren und Glossen für die Tageszeitung „Ma’ariv“ zu verfassen. Von 1959 bis 1962 leitete er das Theater „Grüne Zwiebel“ in Tel Aviv. Ephraim Kishon schrieb Theaterstücke, Drehbücher, Romane und wurde vor allem mit seinen Satiren berühmt. Die Weltauflage seiner Bücher wird auf über vierzig Millionen geschätzt; dreiviertel davon entfallen auf deutsche Übersetzungen, vor allem von Friedrich Torberg.

Ephraim Kishon war dreimal verheiratet. Die Ehe mit Eva Klamer, aus der sein Sohn Rafael hervorging, scheiterte. Seine zweite Frau, Sara Lipovitz, die als „die beste Ehefrau von allen“ in seine Bücher einging, starb 2002. Mit ihr hatte Ephraim Kishon zwei Kinder: Amir und Renana. 2003 heiratete er die österreichische Schriftstellerin Lisa Witasek.

Am 29. Januar 2005 erlag Ephraim Kishon in der Schweiz einem Herzanfall.

Ephraim Kishon: Bibliografie (Auswahl)

  • Der Schützling (Theaterstück, 1953)
  • Pardon, wir haben gewonnen (Satiren, 1963)
  • Arche Noah, Touristenklasse (Satiren, 1963)
  • Drehn Sie sich um, Frau Lot! (Satiren, 1962)
  • Der Fuchs im Hühnerstall (Roman, 1969)
  • Nicht so laut vor Jericho (Satiren,1970)
  • Die Heiratsurkunde (Theaterstück, 1970)
  • Der Blaumilchkanal (Theaterstück, 1971)
  • Es war die Lerche (Theaterstück, 1972)

© Dieter Wunderlich 2005

Ephraim Kishon: Drehn Sie sich um, Frau Lot! Satiren aus Israel

Kristine Bilkau - Die Glücklichen
Kristine Bilkau ist mit dem Roman "Die Glücklichen" ein eindringliches Generationenporträt auf hohem literarischem Niveau gelungen. Feinsinnig und mit viel Empathie vertieft sie sich – aber auch die Leserinnen und Leser – in die Lage der beiden Hauptfiguren. Dabei beschreibt sie nichts, sondern setzt alles präzise und anschaulich in Szene.
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