The Assignment

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The Assignment

Originaltitel: The Assignment – Regie: Christian Duguay – Drehbuch: Dan Gordon und Sabi H. Shabtai – Kamera: Christian Duguay und David Franco – Schnitt: Yves Langlois – Musik: Normand Corbeil ("It's the Most Wonderful Time of the Year": Eddie Pola und George Wyle – Darsteller: Aidan Quinn, Donald Sutherland, Ben Kingsley, Claudia Ferri, Céline Bonnier, Liliana Komorowska, Vlasta Vrana u.a. - 1997; 110 Minuten

Inhaltsangabe

1974 wird ein CIA-Agent Zeuge eines Sprengstoffanschlags des Topterroristen Carlos auf ein Straßencafé in Paris. Als er zwölf Jahre später durch den Mossad von einem US-Marineoffizier erfährt, der genauso aussieht wie Carlos, denken er und sein israelischer Kollege sich einen Plan für die Liquidierung des international gesuchten Terroristen aus. Sie setzen alles daran, den Doppelgänger für ihr Vorhaben zu gewinnen und unterziehen ihn einem brutalen Training ...
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Kritik

In Anlehnung an die Biografie des als "Carlos der Schakal" bekannten Topterroristen Ilich Ramírez Sánchez inszenierten Christian Duguay, Dan Gordon und Sabi H. Shabtai den actionreichen, spannenden Polit- und Agententhriller "The Assignment. Der Auftrag".
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Paris, 15. September 1974: Der CIA-Agent Henry Fields (Donald Sutherland) sitzt in einem Straßencafé. Ein Fremder bittet ihn um Feuer, bevor er das Innere der Gaststätte betritt. Unmittelbar darauf beobachtet Fields, wie dieser Mann von einer Galerie aus eine Handgranate unter die Gäste wirft. Die Explosion zerfetzt mehrere Menschen, darunter auch Frauen und Kinder. Fields weiß jetzt, dass es sich bei dem Attentäter um den weltweit gesuchten Terroristen Carlos der Schakal handelt, der eigentlich Ilich Ramírez Sánchez heißt. Während er Carlos wegen dessen Verkleidung nicht erkannte, machte Carlos (Aidan Quinn) sich einen Spaß daraus, gerade ihn um Feuer zu bitten.

Wien, 21. Dezember 1975: Carlos dringt mit fünf Gesinnungsgenossen in das Gebäude der OPEC ein und nimmt siebzig Teilnehmer einer Konferenz als Geiseln. Drei Menschen werden getötet. Die Terroristen verlangen, dass sie nach Libyen ausgeflogen werden. Aus Eitelkeit legt Carlos Wert darauf, vor dem Abflug am 22. Dezember von Henry Fields identifiziert zu werden. Der CIA-Agent will ihn am Flughafen aus nächster Nähe töten, wird aber aus Sorge um die Geiseln und wegen der befürchteten diplomatischen Verwicklungen daran gehindert.

Jerusalem, August 1986: Der Mossad nimmt einen Verdächtigen fest. Amos (Ben Kingsley), ein hoher israelischer Geheimdienstoffizier, ist überzeugt, dass es sich um Carlos handelt, muss jedoch nach kurzer Zeit einsehen, dass er einen Doppelgänger vor sich hat: Lieutenant-Commander Annibal Ramirez (Aidan Quinn) von der US-Marine.

Norfolk, Virginia, September 1986: Der CIA-Agent, der Carlos in Paris und Wien gesehen hat und sich jetzt Jack Straw nennt, sucht Annibal Ramirez in dessen Haus auf und versucht, ihn für eine Mitarbeit bei der CIA zu gewinnen, denn er will mit Hilfe des Doppelgängers Carlos zur Strecke bringen. Der Marineoffizier will nichts davon wissen, aber Straw gibt nicht auf, zeigt ihm ein Terroropfer im Bethsana Hospital und lässt nicht locker, bis Ramirez endlich nachgibt.

Connecticut, U-Boot-Basis, November 1986: Ramirez verabschiedet sich von seiner Ehefrau Maura (Claudia Ferri) und seinen beiden Kindern. Maura glaubt, er sei auf ein U-Boot abkommandiert worden.

Montreal, November 1986: Ramirez erhält den Decknamen Miguel, wird in einem leer stehenden Gefängnis untergebracht und trifft dort zu seiner Überraschung nicht nur auf Straw, sondern auch auf auf Amos. Die beiden Geheimdienstoffiziere beginnen mit ihm ein mehrmonatiges brutales Training, um ihn auf seine gefährliche Aufgabe vorzubereiten. Ihr Plan geht davon aus, dass Carlos mit dem KGB zusammenarbeitet. Mit Hilfe des Doppelgängers wollen sie den KGB glauben machen, dass Carlos sich für 50 Millionen Dollar von der CIA kaufen ließ. Daraufhin, so kalkulieren Amos und Straw, wird der KGB Carlos liquidieren.

Israel, am Ufer des Toten Meers: Die zweiunddreißigjährige Französin Carla (Céline Bonnier) ist bereit, mit Amos, Straw und Miguel zusammenzuarbeiten. Sie war eine der Geliebten des Terroristen Carlos, bis dieser sie vor acht Jahren ohne ihr Wissen mit einer Bombe in ein Flugzeug schickte. Hätte man den Sprengsatz nicht bei der Sicherheitskontrolle entdeckt, wäre sie mit den anderen Passagieren zusammen ums Leben gekommen. Das hat sie Carlos nicht verziehen. Damit Miguel sich gegenüber Carlos‘ Kontaktperson zum KGB – sie heißt Agnieska (Liliana Komorowska) – glaubwürdig als Carlos ausgeben kann, zeigt Carla ihm, wie Carlos seine Geliebten zu behandeln pflegt und weiht ihn auch durch praktische Übungen in dessen Sexualverhalten ein.

Paris: Agnieska erhält einen Brief, von dem sie annimmt, er sei von Carlos, der sich mit ihr in Tripolis treffen möchte.

Tripolis, Mai 1987: Ramirez alias Carlos überrascht Agnieska in ihrem Zimmer. Sie wirft ihm vor, sich zwei Jahre lang nicht gemeldet zu haben und geht mit ihm ins Bett. Von einer filterlosen Zigarettenkippe im Mülleimer schließt Ramirez auf ein Treffen Agnieskas mit einem anderen Mann. Als sie zugibt, mit einem französischen Geheimdienstagenten gesprochen zu haben, flieht Ramirez und entgeht dem Zugriff der Franzosen nur um Sekunden.

Paris, zwei Tage später: Agnieska wird erschossen.

London, Flughafen Heathrow: Ein Komplize des Terroristen Carlos spricht Ramirez an der Kasse eines Duty-Free-Geschäfts an. Ramirez ahnt nicht, dass es sich bei dem unverfänglich klingenden Satz um einen Sicherheitscode handelt und er sich durch die falsche Antwort verrät. Der Mann drückt ihm eine in einer Schachtel versteckte Pistole in die Seite und und geht mit ihm zu den Waschräumen. Dort drückt er ihm den Kopf in ein WC und prügelt auf ihn ein. Amos, der beobachtete, wie Ramirez von einem Fremden weggeführt wurde, schleicht ihnen nach und rettet Ramirez, wird dabei jedoch selbst erschossen.

Norfolk, Virginia: Ramirez ist zu seiner Familie zurückgekehrt und versucht, wieder er selbst zu werden, aber Straw redet ihm ein, Carlos könne sich durch einen Anschlag auf seine Frau oder seine Kinder an ihm rächen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Ostberlin, Oktober 1987: Ramirez tut erneut so, als sei er Carlos, legt es darauf an, dass der KGB ihn observiert und feststellt, dass er sich mit einem CIA-Offizier – Straw – trifft. Wie beabsichtigt, überraschen die Russen daraufhin den echten Carlos im Bett einer Geliebten. Aber der Terrorist reagiert blitzschnell, erschießt die Männer, die ihn festnehmen wollen und flieht durch ein Fenster. Vor dem Haus warten Straw und Ramirez auf ihn. Carlos ist verblüfft, als er von einem Doppelgänger angegriffen wird. Straw kommt hinzu und schießt – verwechselt die beiden Kämpfenden jedoch und trifft Ramirez. Carlos entkommt.

Norfolk, Virginia, 1988: Ramirez hat sich von der leichten Schussverletzung erholt. Eines Morgens sagt Maura zu jemand am Telefon, sie müsse auflegen, denn Annibal wolle mit ihr und den Kindern zur Kirche fahren. Er sei bereits zum Auto gegangen. Wir sehen, wie Maura das Haus verlässt. Dann explodiert der Wagen. In einer feierlichen Zeremonie werden kurz darauf vier Särge bestattet.

St.-Martin-de-Ré, August 1988: Während Maura mit den beiden Kindern zum Strand geht, erhält Ramirez einen Brief von Jack Straw mit dem Zeitungsausschnitt über den tödlichen Anschlag auf den Marineoffizier Annibal Ramirez. „Ruhe in Frieden“, schreibt der CIA-Agent. Offenbar war das Sprengstoffattentat vorgetäuscht, um ihm zum Schutz seiner Familie eine neue Identität verschaffen zu können.

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Die Biografie des als „Carlos“ bzw. „Schakal“ bekannten Topterroristen Ilich Ramírez Sánchez (*1949) verwendeten Dan Gordon und Sabi H. Shabtai als Anregung für ein Drehbuch über eine dann doch bis auf wenige Ausnahmen fiktive Geschichte. „The Assignment. Der Auftrag“ ist ein actionreicher, spannender Polit- und Agententhriller.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

Ilich Ramírez Sánchez alias Carlos der Schakal (Kurzbiografie)

Sabine Bode - Das Mädchen im Strom
Gerade weil Sabine Bode auf stilistische Gimmicks verzichtet, sich zurücknimmt und ruhig erzählt, wirkt "Das Mädchen im Strom" glaub­wür­dig, ja authentisch. Das Buch bietet eine eindrucksvolle, mit­reißen­de und ermutigende Lektüre.
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