Manfred Bieler

Manfred Bieler (1934 – 2002) wurde in Zerbst geboren. Nach dem Abitur am Philanthropinum Dessau studierte er an der Humboldt-Universität Berlin Germanistik. 1956/57 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Deutschen Schriftstellerverband tätig. Dann wagte er den Schritt zum freien Schriftsteller. Sein satirischer Roman „Das Kaninchen bin ich“ durfte in der DDR nicht gedruckt werden, und die im Sommer 1965 fertige Verfilmung von Kurt Maezig wurde ebenfalls verboten. Das Buch erschien 1969 in der Bundesrepublik unter dem Titel „Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich“, und der Film „Das Kaninchen bin ich“ konnte im Winter 1989/90 endlich uraufgeführt werden.

1965 zog Manfred Bieler nach Prag. Im Jahr darauf heiratete er Marcella Matejovská, und 1967 erhielt er die tschechische Staatsbürgerschaft, aber nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Oktober 1968 verlegte Manfred Bieler den Wohnsitz seiner Familie nach München, und 1971 bekam er einen bundesdeutschen Pass.

Seinen größten literarischen Erfolg erzielte Manfred Bieler 1975 mit dem Zeit- und Familienroman „Der Mädchenkrieg“.

Am 23. April 2002 – gut zwei Monate vor seinem 68. Geburtstag – starb Manfred Bieler in München.

Manfred Bieler: Bibliografie (Auswahl)

  • Der Vogelherd (Erzählung. 1955)
  • Der Schuss auf die Kanzel oder Eigentum ist Diebstahl (Parodien, 1958)
  • Hochzeitsreise (Hörspiel, 1958)
  • Ich bin nicht mein Bruder (Hörspiel, 1959)
  • Die linke Wand (1962)
  • Karriere eines Klaviers (1962)
  • Drei Rosen aus Papier (Hörspiel, 1962)
  • Nachtwache (Hörspiel, 1963)
  • Bonifaz oder Der Matrose in der Flasche (Roman, 1963)
  • Zaza (Theaterstück, 1965)
  • Der junge Roth (Erzählungen, 1968)
  • Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich (Roman, 1969)
  • Vater und Lehrer (Hörspiel, 1968)
  • Der Passagier (Erzählung, 1971)
  • Der Hausaufsatz (Hörspiel, 1972)
  • Der Mädchenkrieg (Roman, 1975)
  • Der Kanal (Roman, 1978)
  • Ewig und drei Tage (Roman, 1980)
  • Der Bär (Roman, 1983)
  • Walhalla (literarische Parodien, 1988)
  • Still wie die Nacht. Memoiren eines Kindes (1989)
  • Naïda (gesammelte Erzählungen, 1991)

Drehbücher:

  • Ich bin nicht mein Bruder (1960, Regie: Bruno Kleeberg)
  • Die Hochzeitsreise (1960, Regie: Wolfgang E. Struck)
  • Drei Rosen aus Papier (1963, Regie: Dimiter Dimitroff)
  • Das Kaninchen bin ich (1965, Regie: Kurt Maetzig)
  • Arno i Jane (1967, Regie: Mira Trailovic)
  • Drei Rosen aus Papier (1967, Regie: Ulrich Lauterbach)
  • … tot im Kanapu (1969, Regie: Rainer Wolffhardt)
  • Jana (1970, Regie: Rolf Hädrich)
  • Die Person (1970, Regie: Wolfgang Staudte)
  • Willy und Lilly (1971, Regie: Franz Peter Wirth)
  • Das provisorische Leben (1971, Regie: Rainer Wolffhardt)
  • Auf Befehl erschossen. Die Brüder Sass, einst Berlins große Ganoven (1972, Regie: Rainer Wolffhardt)
  • Wenn alle anderen fehlen (1973, Regie: Fritz Umgelter)
  • Einladung zur Enthauptung (1973, Regie: Horst G. Flick)
  • Der junge Roth (1974, Regie: Rainer Wolffhardt)
  • Der Hausaufsatz (1974, Regie: Peter Frötschl)
  • Maria Morzeck, ein Mädchen aus Ostberlin (1976, Regie: Horst G. Flick)
  • Sonntagsgeschichten (1976, Regie: Kurt Hoffmann)
  • Oblomows Liebe (1976, Regie: Claus Peter Witt)
  • Der Mädchenkrieg (1977/80, Regie: Alf Brustellin, Bernhard Sinkel)
  • Väter und Söhne (1978, Regie: Claus Peter Witt)
  • Am Südhang (1980, Regie: Michael Verhoeven)
  • Preußische Nacht (1981, Regie: Oswald Döpke)
  • Hell in Frauensee (1983, Regie: Wolfgang Panzer)
  • Nebel im Fjord (1987, Regie: Eberhard Itzenplitz)

© Dieter Wunderlich 2018

Manfred Bieler: Der Bär

Bodo Kirchhoff - Erinnerungen an meinen Porsche
Bodo Kirchhoff parodiert in seinem Roman "Erinnerungen an meinen Porsche" die Finanzwirtschaft und den Literaturbetrieb. Das ist über­dreht, provokant, schlüpfrig, durch­aus unterhaltsam, aber nicht beson­ders originell oder ideenreich.
Erinnerungen an meinen Porsche

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