Reine Chefsache

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Reine Chefsache

Reine Chefsache – Originaltitel: In Good Company – Regie: Paul Weitz – Drehbuch: Paul Weitz – Kamera: Remi Adefarasin – Schnitt: Myron I. Kerstein – Musik: Stephen Trask – Darsteller: Dennis Quaid, Topher Grace, Scarlett Johansson, Marg Helgenberger, David Paymer, Clark Gregg, Philip Baker Hall, Selma Blair, Amy Aquino, Ty Burrell u.a. – 2004; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Kurz vor seinem 52. Geburtstag gerät Dan Foremans Leben aus den Fugen: Die Sportzeitschrift, für die er arbeitet, wird von einem Konzern aufgekauft, und er muss das Büro des Anzeigenleiters einem 26-Jährigen überlassen: Carter Duryea. Immerhin wird er erst einmal nicht gefeuert, wie viele seiner Kollegen. Dan beißt die Zähne zusammen, denn seine Ehefrau ist gerade noch einmal schwanger, und er hat eine zweite Hypothek auf das Haus aufgenommen, damit seine älteste Tochter an der NYU studieren kann ...
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Kritik

Vieles in der unterhaltsamen, professionell inszenierten Komödie "Reine Chefsache" bleibt Klischee, aber das gilt nicht für die beiden Hauptfiguren, die durchaus facettenreich dargestellt werden.
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Kurz vor seinem 52. Geburtstag erfährt Dan Foreman (Dennis Quaid), dass die Zeitschrift „Sports America“, für die er seit dreiundzwanzig Jahren arbeitet und deren Anzeigenabteilung er leitet, von Globecom aufgekauft wurde. Teddy K (Malcolm McDowell), der CEO von Globecom, setzt den sechsundzwanzigjährigen Carter Duryea (Topher Grace) aus der Mobilfunkfirma des Konzerns als neuen Anzeigenchef ein und verlangt von ihm nicht nur massive Personaleinsparungen, sondern auch 20 Prozent mehr Anzeigenaufkommen.

Dan muss seinem neuen Chef, der sein Sohn sein könnte, das Eckbüro überlassen. Während seine Kollegen reihenweise ihre Arbeitsplätze bei „Sports America“ verlieren, beißt er die Zähne zusammen, denn seine Ehefrau Ann (Marg Helgenberger) ist gerade zum dritten Mal schwanger, und er hat er eine zweite Hypothek auf das Haus aufgenommen, damit seine älteste Tochter, die achtzehnjährige Alex (Scarlett Johansson), an der New York University Creative Writing studieren kann.

Carter holt seine Leute auch am Sonntag ins Büro, schwärmt von Synergie und ist voller Ideen für Cross-Promotions mit anderen Bereichen des internationalen Unternehmens.

Wenn der alerte Aufsteiger Carter einmal nicht arbeitet und dabei Unmengen Kaffee trinkt, treibt er Sport, um sich fit zu halten. Freunde und Bekannte hat er nicht. Sein Vater verließ die Familie, als Carter vier Jahre alt war, und seine Mutter kann er mit seiner Karriere nicht beeindrucken, denn sie zieht irgendwo als Althippie herum. Seine Frau Kimberly (Selma Blair) ließ sich nach sieben Monaten Ehe von ihm scheiden, weil er nur ans Geschäft denkt.

In Manhattan begegnet er eines Tages zufällig Dans Tochter. Sie lernten sich im Aufzug kennen, als Alex ihren Vater besuchte und Carter seinen neuen Job antrat. Die beiden unterhalten sich in einem Straßencafé. Zögernd folgt Carter der Einladung, Alex in ihr Zimmer im Studentenwohnheim zu begleiten. Sie schlafen miteinander und verlieben sich.

Als Dan die beiden in einem Restaurant entdeckt, rastet er aus und schlägt Carter nieder.

Alex beendet daraufhin die Beziehung mit dem Vorgesetzten ihres Vaters.

Am nächsten Tag kommt Carter mit einem blauen Auge ins Unternehmen. Er sei über dem Computer eingeschlafen und habe sich dabei gestoßen, erzählt er.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Bei einem Geschäftsbesuch von Teddy K stellt Dan dem CEO kritische Fragen. Das hat noch niemand gewagt. Minuten später erhält Dan seine Kündigung von Mark Steckle (Clark Gregg), dem Herausgeber von „Sports America“. Doch Carter rebelliert gegen die Entscheidung und verblüfft damit nicht nur Mark, sondern auch Dan. Mark will beide hinauswerfen, aber sie setzen ihn unter Druck, indem sie behaupten, unmittelbar vor dem Abschluss eines bedeutenden Anzeigenauftrags zu stehen, ohne den sich die von Teddy K vorgegebenen Geschäftsziele nicht erreichen lassen. Den Namen des potenziellen Kunden verraten sie nicht. Mark sieht sich gezwungen, die Kündigung zurückzunehmen und ihnen eine Frist von vierundzwanzig Stunden einzuräumen.

Dan und Carter fliegen nach Los Angeles zu Eugene Kalb (Philip Baker Hall), einen älteren Industriellen, dem es missfällt, dass sein Sohn alles anders machen und den gesamten Werbeetat für Fernsehspots einsetzen will. Kalb fragt nach Carters Veilchen und hört, Dan habe dem Yuppie einen Schlag versetzt. Da unterschreibt er sofort den Vertrag.

Als die beiden mit dem Großauftrag zurückkommen, finden sie Mark fassungslos an seinem Schreibtisch vor: Teddy K hat „Sports America“ weiterverkauft, und die neuen Chefs haben sowohl ihn als auch Carter gefeuert. Dan wird dagegen wieder als Anzeigenleiter eingesetzt.

Einen Monat später bietet Dan seinem früheren Chef an, als sein Stellvertreter zurückzukommen. Carter bedankt sich für das Angebot, schlägt es jedoch aus, weil er sich erst einmal darüber klarwerden möchte, auf was es in seinem Leben ankommen soll. Das gefällt Dan. Die beiden grundverschiedenen Männer sind längst Freunde geworden. Am Aufzug begegnet Carter Alex, die ihn freudig begrüßt und sich nach seinem Befinden erkundigt.

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Bei der professionell inszenierten Komödie „Reine Chefsache“ von Paul Weitz handelt es sich um eine Art Großstadtmärchen über den Turbokapitalismus, Personaleinsparungen durch Firmenfusionen („Synergie“), Yuppies und den Wert der Erfahrungen älterer Mitarbeiter. Mit der Realität hat die Handlung nicht viel zu tun. Vieles in „Reine Chefsache“ bleibt Klischee, aber das gilt nicht für die beiden Hauptfiguren, die durchaus facettenreich dargestellt werden. Die Verhältnisse werden erst einmal gut durchgeschüttelt und pendeln sich im weiteren Verlauf neu ein: Für den Kinogänger ist das unterhaltsam.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

Paul und Chris Weitz: About a Boy

Michel Houellebecq - Elementarteilchen
Michel Houellebecq lässt uns die Leere und Depression der Figuren in seinem Roman "Elementarteilchen" intensiv spüren. Dazu tragen auch seine dürre, nachlässige Sprache und die gewollte Banalität der Dialoge bei.
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