Vogel, Maischberger : Wie wollen wir leben?

Wie wollen wir leben?

Vogel, Maischberger

Wie wollen wir leben?

Wie wollen wir leben? Was unser Land in Zukunft zusammenhält Originalausgabe: Siedler Verlag, München 2011 ISBN: 978-3-88680-991-2, 253 Seiten, 19.99 € (D) ISBN: 978-3-641-06567-6 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Die Gespräche wurden 2011 geführt, aber Hans-Jochen Vogel und Sandra Maischberger beschäftigen sich nicht nur mit aktuellen Themen, sondern vor allem mit den generellen Herausforderungen, die unsere Gesellschaft zu bewältigen hat und den Werten, die dabei für die Orientierung erforderlich sind. "Wie wollen wir leben?", lautet die Kernfrage ...
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Kritik

Hans-Jochen Vogel urteilt erfahren und kenntnisreich; er denkt analy­tisch und formuliert ebenso präzise wie differenziert. Seine Gespräche mit Sandra Maischberger gehen immer wieder über die Tagespolitik hinaus.

Sandra Maischberger beginnt das Gespräch mit der Bemerkung, dass es vielleicht zeitgemäßer wäre, zu chatten. Hans-Jochen Vogel fragt irritiert, wohin sie denn mit ihm hätte fliegen wollen, denn er nimmt an, es sei vom Jetten die Rede. Der 84-Jährige gibt dann auch offen zu, nicht am Internet „teilzunehmen“. Er lese die Süddeutsche Zeitung wie früher auf Papier, erzählt er, und lasse sich interessante Artikel aus anderen Publikationen von Bekannten faxen.

Im Vorwort umreißt Sandra Maischberger das Thema der Gespräche, die zwischen März und Juni 2011 stattfanden:

Neben der Grundfrage, was eine Gesellschaft zusammenhält, beschäftigte uns die Atomkatastrophe von Fukushima und die Energiewende; die Wahl des ersten grünen Ministerpräsidenten und der Abgang des konservativen Hoffnungsträgers zu Guttenberg; die Nachwirkungen der Integrationsdebatte zwischen Sarazin und Wulff; die Revolution in der arabischen Welt und vor allem und alles bestimmend: die Finanz- und Eurokrise […]

Hans-Jochen Vogel erläutert den Inhalt folgendermaßen:

Dieses Buch bietet keine umfassende Analyse der Verhältnisse, unter denen wir gegenwärtig leben. Und erst recht keinen kompletten Zukunftsentwurf. Und es ist auch keine biografische Schilderung eines politischen Lebens. […]
Die Fragen betreffen ebenso die generellen Herausforderungen, mit denen wir es zu tun haben. Also beispielsweise die Globalisierung, die Ökonomisierung, die ökologischen Gefahren, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und nicht zuletzt das Bild, das die Politik und ihre Akteure – dazu rechne ich auch die Mächtigen in der Wirtschaft und in den Medien – derzeit bieten.
Und schließlich geht es um die Werte, die uns Orientierung geben sollen, und um deren Begründung. Und damit auch darum, was unser Land zusammenhält oder, besser gesagt, zusammenhalten soll und wie wir leben wollen oder auch sollen.

„Wie wollen wir leben?“ liest sich nicht wie eine Interview-, sondern eher wie eine Gesprächsreihe. Hans-Jochen Vogel geht auf die Fragen, Denkanstöße und konstruktiven Provokationen der 40 Jahre jüngeren Moderatorin ein, zumeist ruhig und gelassen, manchmal auch etwas heftiger. Wie Helmut Schmidt, mit dem Sandra Maischberger ebenfalls intensive Gespräche führte, urteilt Hans-Jochen Vogel nicht nur auf der Grundlage umfassender politischer Kenntnisse und Erfahrungen, sondern auch eines scharfen analytischen Verstandes. Hans-Jochen Vogel formuliert seine Einschätzungen differenziert und präzise wie sein acht Jahre älterer Parteifreund und denkt wie dieser weit über die Tagespolitik hinaus. Dabei zeigt er trotz aller Skepsis eine zuversichtliche Grundhaltung.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2016
Textauszüge: © Siedler Verlag

Alan Isler - Op. non cit.
Alan Isler erzählt die geschickt mit Abschweifungen und Verschachtelungen konstruierten Novellen gelassen und ironisch: "Op. non cit."
Op. non cit.

Alan Isler

Op. non cit.

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