Steve Tesich : Ein letzter Sommer

Ein letzter Sommer

Steve Tesich

Ein letzter Sommer

Ein letzter Sommer Originalausgabe: 1982 Übersetzung: Heidi Zerning Kein & Aber Verlag, Zürich 2005 ISBN: 3-0369-5137-7, 491 Seiten, 22.80 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Daniel und seine Freunde Billy und Larry schließen 1969 in Chicago die Highschool ab. Damit stehen sie an einer Weggabelung und müssen sich in diesem "letzten Sommer" entscheiden, was sie weiter aus ihrem Leben machen wollen, obwohl sie das eigentlich noch gar nicht wissen und davor zurückschrecken, sich festzulegen. Ihre Wege trennen sich ...
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Kritik

In seinem Roman "Ein letzter Sommer" gelingt es Steve Tesich, die widersprüchlichen Empfindungen, Hoffnungen und Überlegungen von Jugendlichen in der Adoleszenz eindringlich zu veranschaulichen.
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Daniel und seine Freunde Billy und Larry schließen 1969 in Chicago die Highschool ab. Damit stehen sie an einer Weggabelung und müssen sich in diesem „letzten Sommer“ entscheiden, was sie weiter aus ihrem Leben machen wollen, obwohl sie das eigentlich noch gar nicht wissen und davor zurückschrecken, sich festzulegen.

Wir alle drei, denke ich, hatten das Gefühl, die nächsten Jobs, die wir fanden, würden für den Rest unseres Lebens unser Beruf bleiben. Das machte uns ängstlich und unentschlossen. Wenigstens brauchten wir für den Augenblick kein Geld. Wir hatten unsere bescheidenen Ersparnisse. Wir hatten weder Mädchen, noch Autos, und so war selbst das wenige, was wir hatten, mehr als genug. Früher waren wir ins Kino gegangen, aber das Herannahen des Sommers machte uns irgendwie zu unruhig, um ganze Filme auszusitzen, also gingen wir einfach nicht mehr hin. Wir warteten darauf, dass eine Veränderung mit uns vorging. Mit allen anderen ging nach dem Schulabschluss eine Veränderung vor sich. Mit uns bestimmt auch bald.

Ihre Wege beginnen sich zu trennen, als Daniel Rachel kennen lernt, sich in die seltsame junge Frau verliebt und darüber seine beiden Freunde vernachlässigt. Mit ihr zusammen hofft er, sich von seinen Eltern abnabeln zu können: von seiner Mutter, einer exotischen Schönheit, und von seinem an Krebs erkrankten, verbitterten Vater, zu dem er ein sehr gespanntes Verhältnis hat. Rachel hütet jedoch ein Familiengeheimnis, das Daniels Liebesglück bedroht …

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In seinem vielschichtigen Coming-of-Age-Roman „Ein letzter Sommer“ veranschaulicht Steve Tesich die widersprüchlichen Empfindungen, Hoffnungen und Überlegungen von Jugendlichen, die dabei sind, erwachsen zu werden. Den Mittelpunkt bildet die Liebe, die der Ich-Erzähler Daniel Price erlebt.

Steve Tesisch gelingt es, das Gefühlschaos der Jugendlichen eindringlich wiederzugeben. Er beobachtet sie mit viel Wärme und Sensibilität aber auch mit analytischem Verstand. Eine bewegende Geschichte und witzige Einfälle machen die Leküre von „Ein letzter Sommer“ darüber hinaus zum Lesevergnügen.

Steve Tesich wurde 1942 in Jugoslawien geboren und kam mit vierzehn nach Indiana. Sein Studium der russischen Literatur schloss er 1967 mit der Promotion ab. Steve Tesich schrieb Romane, Theaterstücke und Drehbücher, darunter das mit einem „Oscar“ ausgezeichnete Drehbuch für den Film „Breaking Away“ und das für „Garp und wie er die Welt sah“. Steve Tesich starb 1996 im Alter von dreiundfünfzig Jahren.

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Inhaltsangabe und Rezension:
© Dieter Wunderlich 2005
Textauszüge: © Kein & Aber Verlag

José Saramago - Das steinerne Floß
Wie kaum einem anderen Schriftsteller gelingt es Saramago, das Denken in Metaphern aufgehen zu lassen und Vieldeutiges in einprägsamen Bildern zu veranschaulichen. Seine Sprache ist nicht nur bilderreich, sondern auch barock verschnörkelt und orientalisch ausschweifend; sie klingt zumindest über weite Strecken wie ein vergnüglicher mündlicher Vortrag.
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