Asta Scheib : Das Schönste, was ich sah

Das Schönste, was ich sah

Asta Scheib

Das Schönste, was ich sah

Das Schönste, was ich sah Originalausgabe: Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2009 ISBN: 978-3-455-40196-7, 415 Seiten, 22 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Giovanni Segantini (1858 – 1899) verlor als Kind beide Eltern. Einige Zeit lebte er bei einer älteren Halbschwester, dann in einer Erziehungsanstalt in Mailand. Trotz seiner unglücklichen Kindheit und Jugend entwickelte er sich zu einem großen Maler, und obwohl er als Staatenloser nicht heiraten konnte, gründete er mit Luigia Bugatti ("Bice") eine Familie ...
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Kritik

Asta Scheib konzentriert sich in "Das Schönste, was ich sah", einer formal und sprachlich schlichten Romanbiografie über den Maler Giovanni Segantini, auf die melodramatischen Aspekte.

Giovanni Segantini (Kurzbiografie)

Zur Vorbereitung auf das Schreiben der Romanbiografie „Das Schönste, was ich sah“ sprach Asta Scheib (* 1939) u. a. mit Gioconda Segantini-Leykauf, einer Enkelin von Giovanni Segantini und Luigia Bugatti, und mit Jeannette und Tura Peterelli, in deren Haus in Savognin der Künstler mit seiner Familie von 1886 bis 1894 gewohnt hatte.

„Das Schönste, was ich sah“ beginnt mit einer (fiktiven) Szene kurz vor dem Tod von Giovanni Segantini: Ein Landjäger, der über die Staatenlosigkeit des Künstlers Bescheid weiß, droht ihm in Maloja mit der Ausweisung. Vom zweiten Kapitel an folgt Asta Scheib chronologisch dem Lebensweg von Giovanni Segantini. Dann folgt ein Epilog, in dem seine Tochter Bianca in der Ich-Form (fiktiv) zu Wort kommt. Auf drei Seiten schildet sie, was aus ihrer Mutter, ihren Geschwistern und „Baba“ wurde.

Die Darstellung ist formal und sprachlich schlicht. Auf die Werke von Giovanni Segantini und das gesellschaftliche Umfeld der Künstlerfamilie geht Asta Scheib in „Das Schönste, was ich sah“ nur oberflächlich ein. Sie konzentriert sich stattdessen auf die melodramatischen Aspekte der Biografie und der Liebesbeziehung zwischen Giovanni Segantini und Luigia Bugatti.

Bei der Lektorierung wurden ein paar Sprachschnitzer übersehen, so heißt es auf Seite 42 beispielsweise Käseleiber statt Käselaibe.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2010

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