Die Mothman Prophezeiungen

Die Mothman Prophezeiungen

Die Mothman Prophezeiungen

Die Mothman Prophezeiungen - Originaltitel: The Mothman Prophecies - Regie: Mark Pellington - Drehbuch: Richard Hatem, nach einem Roman von John A. Keel - Kamera: Fred Murphy - Schnitt: Brian Berdan - Musik: Tomandandy - Darsteller: Richard Gere, Laura Linney, Debra Messing, Will Patton, Alan Bates, David Eigenberg, Ann McDonough, Nesbitt Blaisdell, Bill Laing u.a. - 2001; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau hat der Journalist John Klein auf dem Weg von Washington, D. C., nach Richmond eine Autopanne und wundert sich, als er erfährt, dass er sich in Point Pleasant, West Virginia, befindet, weit abseits seiner Strecke. In der Kleinstadt am Ohio haben auch andere Menschen seit zwei Monaten unerklärliche Phänomene beobachtet ...
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Kritik

In seiner Verfilmung des Mystery-Thrillers "Die Mothman Prophezeiungen" von John A. Keel unterlegt Mark Pellington Alltagssituationen ganz allmählich mit einer unheimlichen Atmosphäre. Sehenswert ist der Film wegen des außergewöhnlichen Zusammenspiels von Kameraführung und Schnitt.
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John Klein (Richard Gere), ein angesehener Journalist der „Washington Post“, besichtigt gemeinsam mit seiner attraktiven Ehefrau Mary (Debra Messing) ein Haus und beschließt, es zu kaufen. Auf dem Rückweg erschrickt Mary Klein vor etwas, verliert die Kontrolle über das Auto und kracht gegen einen Baum. John bleibt unversehrt, aber Mary wird mit ernsten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Bei den Untersuchungen stellt sich heraus, dass sie schon seit einiger Zeit einen seltenen Schläfenlappentumor hat. Daran stirbt sie bald darauf.

Ein Krankenpfleger weist den Witwer auf die Notizbücher Marys hin, in die sie vor ihrem Tod immer wieder eine Art Mottenmann (mothman) mit roten Augen malte. Da muss John daran denken, wie Mary bei seinem letzten Besuch zu ihm sagte: „Du hast es nicht gesehen, oder?“ Was hatte sie bei der Autofahrt so erschreckt, dass sie gegen den Baum geprallt war?

Zwei Jahre später fährt John Klein mit dem Wagen von Washington, D. C., zu einem Interview mit dem Gouverneur Rob McCallum (Murphy Dunne) nach Baltimore und bleibt unterwegs mit einer Autopanne liegen. Der Akku seines Handys ist leer. Es ist mitten in der Nacht, aber in einem Haus in der Nähe brennt noch Licht. John läutet und wird von dem aufgebrachten Bewohner Gordon Smallwood (Will Patton) mit einem Gewehr in der Hand empfangen. Seine Frau Denise (Lucinda Jenney) alarmiert die Polizistin des Ortes – Connie Parker (Laura Linney) –, die nach wenigen Minuten mit ihrem Streifenwagen eintrifft. Gordon beschuldigt John, ihn und seine Frau nun bereits in der dritten Nacht zu belästigen, aber der Journalist beteuert, nie zuvor hier gewesen zu sein und erkundigt sich, wo er sich denn überhaupt befindet. Zu seiner Verwunderung ist er in Point Pleasant, West Virginia, an der Grenze zu Ohio, weit abseits von seiner Strecke und 600 Kilometer von Washington entfernt, obwohl er erst zweieinhalb Stunden unterwegs war.

Connie bringt John in ein Motel. Der Kfz-Mechaniker, der sich am nächsten Morgen um sein Auto kümmert, kann keinen Defekt feststellen.

Die Bewohner von Point Pleasant haben während der letzten zwei Monate viele unerklärliche Phänomene beobachtet. John stößt bei seinen Recherchen auf Zeichnungen, die denen ähneln, die seine Frau hinterließ. Gordon, der früher Alkoholiker war, hat von einem Außerirdischen, der sich Indrid Cold (Bill Laing) nennt, mehrere Warnungen vor bevorstehenden Katastrophen erhalten. John und Connie unterhalten sich gerade, als Gordon anruft und mitteilt, dass Indrid Cold gerade bei ihm sei. Während Connie mit Blaulicht zu Gordon rast, spricht John mit Indrid Cold, der ihm zu seiner Verwunderung Einzelheiten über seine Kindheit sagt und auch weiß, dass er soeben seine Armbanduhr in einen Schuh gelegt hat. Gordon beteuert Connie, nicht angerufen zu haben, und die Laboruntersuchung von Johns Mitschnitt des Telefongesprächs ergibt, dass die Stimme des Unbekannten nicht von menschlichen Stimmbändern erzeugt wurde.

Daraufhin fährt John nach Chicago, um mit dem Physiker Dr. Alexander Leeds (Alan Bates) zu sprechen, der sich mit parapsychologischen Phänomenen auskennen soll. Leeds verweigert zwar eine Unterredung, warnt John aber davor, nach Point Pleasant zurückzukehren.

Weil Gordon einige Tage lang nicht mehr zur Arbeit erschienen ist, wird er von der Chemiefabrik in Point Pleasant entlassen, und Denise trennt sich von ihm. Als John einen beunruhigenden Anruf von Gordon erhält, fährt er zu ihm, aber das Haus ist leer. Im Wald findet er Gordons Leiche. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass Gordon vor etwa acht Stunden an Unterkühlung gestorben ist. Dabei hörte John Gordons Stimme noch vor einer Stunde am Telefon!

Erneut fährt John nach Chicago. Diesmal erzählt Alexander Leeds ihm, er habe früher Stimmen gehört und sie auf Tonbänder aufgenommen. Es handelte sich um Prophezeiungen von Katastrophen, aber niemand glaubte ihm, wenn er entsprechende Warnungen aussprach. Man hielt ihn für wahnsinnig und sperrte ihn vier Jahre lang in eine psychiatrische Anstalt. Seine Frau und seine Kinder trennten sich von ihm, und seine Professur wurde ihm entzogen. Nun will er sich nicht mehr mit den Phänomenen beschäftigen.

Weil die mysteriösen Wesen vor einer Katastrophe am Ohio warnten, befürchtet John eine Explosion in der Chemiefabrik von Point Pleasant, die direkt am Fluss liegt. Als Gouverneur Rob McCallum nach Point Pleasant kommt, um ausgerechnet diese Chemiefabrik zu besichtigen, rät er ihm davon ab, wird jedoch nicht ernst genommen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Frustriert kehrt John nach Washington zurück. Eine Stimme sagt ihm, Mary werde am Weihnachtsabend anrufen. Das Telefon klingelt. Connie ist am Apparat: Sie hat für ihn einen Flug nach Ohio gebucht, damit er Weihnachten mit ihr verbringen kann und nicht allein sein muss. Aber er meint, auf Marys Anruf warten zu müssen. Sobald er aufgelegt hat, ruft wieder jemand an. Er reißt die Schnur aus der Wand, aber das Telefon schellt weiter. Ohne abzuheben, verlässt er seine Wohnung und fährt mit dem Wagen nach Point Pleasant.

Auf der Silver Bridge über den Ohio staut sich der Verkehr vor einer defekten Verkehrsampel. Plötzlich begreift John: Die prophezeite Katastrophe am Ohio wird hier und jetzt stattfinden! Während die ersten Aufhängungen der Brücke reißen, rennt er von Auto zu Auto und fordert die Insassen auf, wegzulaufen. Connie steht mit ihrem Streifenwagen ebenfalls auf der Brücke. Als sie merkt, dass mit dem Bauwerk etwas geschieht, warnt sie die umstehenden Autofahrer und versucht, über Funk Alarm auszulösen, aber da stürzt ihr Wagen mit Teilen der Brücke in die Tiefe. John sieht den Streifenwagen im Wasser verschwinden und springt nach. Es gelingt ihm, die bewusstlose Polizistin aus dem Wrack zu ziehen und sie zu retten.

Sechsunddreißig Menschen sterben bei dem Einsturz der Brücke. Die Einsturzursache kann nicht geklärt werden.

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1966/67 häuften sich an der Grenze von West Virginia zu Ohio unerklärliche Phänomene: Ufos, seltsame Telefonanrufe, verstümmelte Tiere, einige wollen ein Art Mottenmann (mothman) beobachtet haben, andere erzählten, ein Außerirdischer namens Indrid Cold habe Kontakt mit ihnen aufgenommen. Dreizehn Monate dauerte das. Dann, am 15. Dezember 1967, stürzte die Ohio-Brücke in Point Pleasant ein. Die Ursache konnte nicht geklärt werden.

Von diesen authentischen Ereignissen ließ John A. Keel (1930 – 2009) sich zu dem Roman „The Mothman Prophecies“ (1975; „Die Mothman Prophezeiungen“) anregen.

In seiner Verfilmung des Mystery-Thrillers unterlegt Mark Pellington Alltagssituationen ganz allmählich mit einer unheimlichen Atmosphäre. Auf Schockeffekte verzichtet er. Den „Mottenmann“ deutet er allenfalls durch Lichtreflexe oder Schatten an, und die mysteriösen bzw. parapsychologischen Phänomene versucht er auch nicht zu erklären. Sehenswert ist der Film „Die Mothman Prophezeiungen“ vor allem wegen des außergewöhnlichen Zusammenspiels von Kameraführung (Fred Murphy) und Schnitt (Brian Berdan).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004

Mark Pellington: Arlington Road

Chris Kraus - Scherbentanz
Die Handlung der tragikomischen Familiengeschichte "Scherbentanz" ist zwar ein wenig dünn, aber Chris Kraus unterhält die Leser mit irrwitzigen Szenen, viel Sarkasmus und einer schnoddrig-lakonischen Sprache.
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Chris Kraus

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