Nurrudin Farah


Nurrudin Farah wurde 1945 in Baidoa, Somalia, geboren. Seine Mutter war eine traditionelle Erzählerin, sein Vater arbeitete als Dolmetscher für den britischen Gouverneur. Die Familie zog 1947 in den 1897 bis 1900 von Äthiopien eroberten und seit sechs Jahren britischen besetzten Ogaden, der später wieder unter äthiopische Kontrolle kam. Die Schule besuchte er in Kallafo.

Nachdem Somalia 1960 unabhängig geworden war, beanspruchte die Regierung den Ogaden und versuchte 1977, das Gebiet gewaltsam zu erobern. Nach militärischen Anfangserfolgen sorgten jedoch die UdSSR und kubanische „Militärberater“ dafür, dass Somalia den Krieg um Ogaden 1979 verlor.

Nurrudin Farah hatten den Ogaden bereits 1963 wegen der Unruhen verlassen. 1965 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte, und im Jahr darauf begann er mit einem Philosophie-, Soziologie- und Literatur-Studium an der Punjab University in Chandigarh (Indien). 1969 kehrte er nach Somalia zurück und wurde Dozent an der Universität von Mogadischu. 1970 erschien sein noch in Indien verfasster Debütroman: „Aus einer gekrümmten Rippe“. Mit einem Stipendium der UNESCO studierte Nurrudin Farah ab 1974 Theaterwissenschaften in England. Weil man ihn vor einer Rückkehr in seine Heimat warnte, blieb Nurrudin Farah im Exil. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in Südafrika.

Nurrudin Farah gilt als einer der bedeutendsten afrikanischen Schriftsteller der Gegenwart und wurde bereits für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen. Seine Romane kreisen um die Korruption von Regimen und die Situation der Frau in den postkolonialen afrikanischen Gesellschaften.

Nuruddin Farah: Bibliografie (Auswahl)

  • Why Die So Soon? (1965)
  • From a Crooked Rib (1970; Aus einer gekrümmten Rippe)
  • A Naked Needle (1976; Wie eine nackte Nadel)
  • Variations on the Theme of an African Dictatorship (Romantrilogie)
    . Sweet and Sour Milk (1979; Bruder Zwilling)
    . Sardines (1981; Tochter Frau)
    . Close Sesame (1983)
  • Blood in the Sun (Romantrilogie)
    . Maps (1986; Maps)
    . Gifts (1993; Duniyas Gaben)
    . Secrets (1998; Geheimnisse)
  • Links (2004; Links)
  • Knots (2007)

© Dieter Wunderlich 2007

Nuruddin Farah: Maps

Gustav Meyrink - Der Golem
Fantasie, Traum und Wirklichkeit sind durch den virtuosen Aufbau geheimnisvoll verwischt. Die konkret beschriebenen surrealen und häufig auch bedrohlichen Szenen erinnern an Franz Kafka, und auf jeder Seite geschieht etwas Unerwartetes. Das macht "Der Golem" zu einem außer-gewöhnlichen Lesevergnügen.
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Mehr als zwei Jahrzehnte lang las ich rund zehn Romane pro Monat und stellte sie dann mit Inhaltsangaben und Kommentaren auf dieser Website vor. Aber zuletzt dauerte es schon zwei Monate, bis ich ein neues Buch ausgelesen hatte: Aus familiären Gründen habe ich das Lesen und die Kommunikation über Belletristik reduziert.