Unter Verdacht

Unter Verdacht

Unter Verdacht

Unter Verdacht - Originaltitel: Under Suspicion - Regie: Simon Moore - Drehbuch: Simon Moore - Kamera: Vernon Layton - Schnitt: Tariq Anwar - Musik: Christopher Gunning (Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem) - Darsteller: Liam Neeson, Laura San Giacomo, Kenneth Cranham, Maggie O'Neill, Maggie O'Neil, Alphonsia Emmanuel, Stephen Moore, Alan Talbot, Storry, Martin Grace, Malcolm Storry, Kevin Moore, Richard Grahan, Steven Moore u.a. - 1991; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Einem Gesetz zufolge genügt es, die eigene Untreue zu beweisen, um eine Scheidung auch gegen des Willen des Ehepartners durchzusetzen. Tony Aaron hat sich darauf spezialisiert, Ehemännern ein geeignetes Foto zu verschaffen, wobei Tonys Frau Hazel die Geliebte spielt. Als er den Kunstmaler Stasio mit Hazel im Hotelbett "überrascht", prallt er zurück: Bett und Wände sind voller Blut. Das Paar ist tot! Der Verdacht fällt zunächst auf Stasios Geliebte Angeline, dann auf Tony ...
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Kritik

"Unter Verdacht" überrascht die Zuschauer mit unerwarteten Wendungen. Der spannende Thriller ist glänzend besetzt und – bis auf die Schlusspointe – gut inszeniert.
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Brighton 1957. Während des Dienstes treibt der Polizist Tony Aaron (Liam Neeson) es mit Hazel Powers (Maggie O’Neill) unter der Dusche. Als Hazels Ehemann (Alan Talbot) unerwartet nach Hause kommt und die beiden in flagranti ertappt, holt er sein Gewehr. Tony flieht durch den Garten. Blind vor Wut verfolgt Powers ihn und erschießt versehentlich Tonys Kollegen Colin (Martin Grace). Dafür wird Powers gehenkt.

Tony Aaron quittiert den Polizeidienst, eröffnet eine Privatdetektei und heiratet schließlich die Witwe. Auf Wunsch lässt Hazel sich mit Männern im Bett fotografieren, die keine andere Möglichkeit sehen, eine Scheidung gegen den Willen ihrer Frau durchzusetzen. Die Vortäuschung falscher Tatsachen ist zwar illegal, aber in Brighton genügt der scheinbare Beweis ehelicher Untreue als Scheidungsgrund. Weil die Einnahmen aus der Detektei bei weitem nicht reichen, verschuldet Tony sich immer höher.

Von dem besonderen Service der Privatdetektei macht 1959 auch der berühmte Kunstmaler Stasio (Michael Almaz) Gebrauch. In seiner Villa lebt er seit einiger Zeit mit seiner jungen amerikanischen Geliebten Angeline (Laura San Giacomo) zusammen. Um sich von seiner Ehefrau Selina (Alphonsia Emmanuel), die er bereits hinausgeworfen hat, scheiden zu lassen, benötigt er ein Foto, das – wenn auch nur zum Schein – seine Untreue beweist. Doch als Tony die Tür des Hotelzimmers aufreißt und das Foto schießt, prallt er zurück: Bett und Wände sind voller Blut. Das Paar ist tot!

Tonys langjähriger Freund Frank (Kenneth Cranham) leitet die polizeilichen Ermittlungen. Der Mörder muss über die Feuerleiter und durchs Bad gekommen sein. Aus irgendeinem Grund schnitt er Stasio den rechten Daumen ab und nahm ihn mit.

Stasio pflegte seine Gemälde vor dem Verkauf mit einem fälschungssicheren Daumenabdruck zu signieren. Ohne dieses Zeichen würden sich die zahlreichen Akte, für die ihm Angeline Modell gesessen hatte, nicht gut verkaufen lassen. Damit fällt der Verdacht auf Angeline, die einem von Stasio am Todestag (sic!) ausgefertigten Testament zufolge seine Alleinerbin ist. Aber wo ist der Daumen?

Die Ermittlungen nehmen eine neue Wendung, als sich herausstellt, dass Stasio und Hazel mit einer alten Pistole erschossen wurden, die Tony gehört hatte. Er behauptet, sie sei ihm bei einem Einbruch in seinem Büro gestohlen worden. Detective Waterston (Malcolm Storry), der Tony von Anfang an nicht leiden konnte, würde den Privatdetektiv daraufhin am liebsten gleich verhaften lassen, aber Frank hält ihn zurück.

Nach anfänglichem Zögern schläft Angeline mit Tony. Über den Plan, eine Bettszene vorzutäuschen, ließ Stasio sie erst unmittelbar vor der Realisierung durch seinen Rechtsanwalt Roscoe (Stephen Moore) unterrichten. Von der Anwaltskanzlei fuhr Angeline zu dem Hotel, um Stasio von seinem Vorhaben abzuhalten, denn sie beabsichtigte, das Verhältnis mit ihm zu beenden und in die USA zurückzukehren. Sie sei dann aber doch im Auto sitzen geblieben, behauptet Angeline.

Roscoe wird mit einem Strichjungen ertappt und erschießt sich. Weil bei ihm ein Zettel gefunden wird, mit dem er Tony Aaron des Doppelmordes beschuldigt, muss dieser sich vor dem Schwurgericht verantworten. Angeline sagt aus, sie habe zur Tatzeit einen Mann auf der Feuerleiter des Hotels gesehen. In der Dunkelheit konnte sie ihn zwar nicht erkennen, aber als er sich eine Zigarette anzündete, schlug er das offenbar defekte Feuerzeug zweimal gegen den Handrücken, genau wie der Angeklagte es zu tun pflegt. Tony wird zum Tod verurteilt. Zu vieles spricht gegen ihn: die Tatwaffe, Angelines Aussage, seine zwielichtige Tätigkeit und nicht zuletzt die Tatsache, dass seine Mutter eine Straßenhure war.

Angelina kauft ein One-Way-Ticket nach New York.

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Tony beteuert seine Unschuld und fleht Frank verzweifelt an, in Stasios Villa nach Entlastungsmaterial zu suchen. Unmittelbar bevor er gehenkt werden soll, bricht Frank dort ein – und findet in einem Farbenkasten ein Gläschen mit dem abgeschnittenen Finger des Malers. Damit eilt er zum Gefängnis und rettet seinen Freund in letzter Minute vor dem Galgen.

Dann lässt er Angeline am Flughafen festnehmen. Weil der Finger in der von ihr bewohnten Villa gefunden wurde, verurteilt das Schwurgericht sie zu lebenslanger Haft, obwohl sie kein Geständnis ablegt.

Weil eine verurteilte Mörderin nicht eines ihrer Opfer beerben darf, gilt nun trotz des Testaments Selina als Alleinerbin. Sie verkauft die Aktgemälde ihres Mannes von seiner Geliebten für sehr viel Geld – das sie mit Tony teilt. Der hatte nämlich Stasio und Hazel in Absprache mit Selina erschossen und den abgeschnittenen Daumen während einer Liebesnacht mit Angeline im Atelier des Malers versteckt, um ihr die Bluttat anhängen zu können.

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In seinem Kinodebüt „Unter Verdacht“ überrascht der britische Regisseur Simon Moore die Zuschauer mit unerwarteten Wendungen. Der spannende Thriller ist glänzend besetzt und gut inszeniert. Nur die Schlusspointe wirkt ein wenig aufgesetzt: Sie kommt zwar nicht ganz unvorbereitet, hängt aber dennoch in der Luft.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

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